Tomaten-Spinat-Reis

Mochtet ihr als Kind Spinat? Ich nicht und das hat noch viel länger angedauert als nur bis zum Ende meiner Kindheit. Ich wollte zwar immer so stark werden wie Popey und so tolle Oberarme haben, aber deshalb Spinat essen? Ach ne, meine dünnen Kinderärmchen waren dann eigentlich auch ganz ok.

Tomaten-Spinat-Reis

Das Leben eines Food-Bloggers hat schon viele Vorteile, das kann man nicht leugnen. Während ich früher immer nur dieselben Zutaten beim Kochen verwendet habe und nicht sehr experimentierfreudig war, hat sich das nun geändert. Was sollen meine Leser mit dem zehnten Pastagericht mit Tomatensoße in einem Monat anfangen? Ich ertappe mich, wie ich immer öfters Gemüse, Obst oder auch andere Produkte ausprobiere, die ich früher niemals gegessen hätte. Kokosmilch in herzhaften Gerichten ist z.B. etwas, das es früher bei mir nie gab. Genauso kam kein Brokkoli bei mir auf den Teller. Die Liebe zum Spargel musste auch sehr langsam und behutsam wachsen. Mittlerweile freue ich mich immer schon auf den Beginn der Spargelsaison. Spinat gehört auch in meine Gruppe der “esse ich erst seit ich Blogger bin”-Gruppe. Früher mochte ich keinen Spinat, wahrscheinlich weil ich damit immer die Bild aus der Werbung mit cremigem Blubb-Spinats verbunden habe. Sorry, aber der sieht nicht gerade sehr einladend aus. Diese Meinung habe ich bis heute nicht geändert. Aber der eigentliche Spinat sieht zum Glück ganz anders aus und schmeckt auch nicht so wie der fertige Rahm-Spinat. Deshalb findet hier eine Tomateninsel-Premiere statt. Es gibt ein Gericht mit Spinat, nämlich einen Tomaten-Spinat-Reis.

Wie bereitet ihr Spinat zu? Womit kombiniert ihr ihn? Was sind eure liebsten Spinatgericht? Da ich absoluter Spinatneuling bin, freue ich mich über eure Vorschläge und Ideen!

Tomaten-Spinat-Reis

Zutaten (2 Portionen):
250 ml Gemüsebrühe
250 ml Tomatensaft
250 g Naturreis
1 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
200 g Cocktailtomaten
85 g frischen Spinat
40 g Parmesan
1/2 TL Salz
Pfeffer

Zubereitung:

  • Gemüsebrühe und Tomatensaft in einen Topf geben.
  • Den Reis hinzu geben und ihn darin kochen.
  • Die Knoblauchzehen schälen und klein schneiden.
  • Das Öl in einer Pfanne erhitzen.
  • Knoblauchstückchen und die ganzen Tomaten für ca. 3 min in die Pfane geben. Die Tomaten platzen hierbei an einigen Stellen auf.
  • Die Spinatblätter in grobe Stücke schneiden.
  • Den Parmesan mahlen.
  • Knoblauch, Tomatenn Spinat und den gemahlenen Parmesan unter den Reis heben.
  • Mit Salz und Pfeffer würzen.

Welcher Blog-Event würde zu diesem Gericht passen als der von Janke mit dem tollen Thema Geschmackswandel – Früher “Bäh” – Heute “Yeah”?
Geschmackswandel

Aber auch zu meinem eigenen Blogevent Tomaten passt dieses Gericht natürlich perfekt.
Blogevent - Tomaten

Blog-Event Tomaten

Bald ist es soweit. Ihr könnt euch vom Duft und Geschmack frisch geernteter Tomaten verführen lassen. Für mich gibt es nichts besseres als eine sonnengereifte Tomate zu essen, wenn sie noch sonnenwarm ist und gerade eben vom Strauch geerntet wurde. Nicht ohne Grund heißt mein Blog Tomateninsel, ist es doch mein liebstes Lebensmittel, das ich in unzähligen Gerichten verwende. Tomaten sind einfach wunderbar vielfältig. Frisch im Salat, auf ein Brot oder einfach pur sind sie unschlagbar. Als getrocknete Tomaten haben sie einen extrem intensiven Eigengeschmack. In einer Soße veredeln sie jedes Gericht. Ihr seht, ich bin diesen leckeren roten Früchtchen komplett verfallen. Umso schlimmer ist es, dass ich ihnen zu Ehren noch keinen Blog-Event ausgerichtet habe. Das muss sich ganz schnell ändern.

Blogevent - Tomaten

Ihr seid noch unentschlossen und braucht ein paar Denkanstöße? Ich zeige euch meine bisherigen liebsten Tomatengerichte. Für einen Grillabend eignen sich Tomatenbrot, Tomatenbutter und Spargel-Tomaten-Grillpäckchen sehr gut. Wie wäre es mit einem cremigen Feta-Tomaten-Aufstrich? Egal zu welcher Jahreszeit, für ein Risotto mit getrockneten Tomaten bin ich immer zu haben. Gebackener Schafskäse mit Ofentomaten ist perfekt für die Feierabendküche, da er sich fast von selbst zubereitet und obendrein auch noch sehr lecker schmeckt. Bislang kanntet ihr Clafoutis nur mit Früchten? Dann bereitet doch zur Abwechslung Clafoutis mit Tomaten zu. Tomaten und Käse sind ein Dream-Team, was sie auch in der Käse-Tomaten-Lauch-Quiche unter Beweis stellen. Was auf keinen Fall in der Liste meiner liebsten Rezepte mit Tomaten fehlen darf, sind selbst gemacht Pasta. Da ich ein großer Ravioli-Fan bin, gibt es bei mir öfters Mal dreierlei Walnuss-Tomaten-Ravioli mit Basilikum-Butter.

Jetzt seid ihr an der Reihe. Ab heute suche ich die nächsten drei Monate euren liebsten vegetarischen Gerichte und Getränke, die ihr mit Tomaten zubereitet. Backt einen Tomatenkuchen, zaubert eine Tomatenlimo, kreiert ein Tomateneis, bereitet ein Tomatenfondue zu – je ausgefallener, desto besser!

Teilnahmebedingungen:

  • Das eingereichte Rezept muss vegetarisch sein und zum Thema Tomaten passen. Dabei ist es unerheblich, ob das eingereichte Gericht eine Vor-, Haupt- oder Nachspeise ist, ob es etwas Gebackenes, Gekochtes oder ein Getränk ist. Alle thematisch passenden Rezepte sind willkommen.
  • Das Rezept soll ein neues sein und keines aus dem Archiv, d.h. es soll zwischen dem 17.5.2015 und dem 17.8.2015 auf eurem Blog veröffentlich worden sein.
  • Der Event startet am 17.5.2015. Eure Rezepte könnt ihr bis zum 17.8.2015 um 23:55 Uhr einreichen.
  • Klickt am Ende dieses Artikels auf den blauen Button “Add your link” und tragt den Link sowie den Namen und ein Foto eures Rezeptes ein. Sobald ihr die Eingaben bestätigt habt und wieder zu dieser Seite zurück gekehrt seid, sollte euer Rezept mit Bild am Ende dieses Artikels sichtbar sein. Ihr könnt mehr als ein Rezept einreichen.
  • Ich würde mich freuen, wenn ihr euer Rezept auf diesen Beitrag verlinkt. Banner findet ihr weiter unten.
  • Mit der Teilnahme an diesem Event stimmt ihr zu, dass ich für die Zusammenfassung auf der Tomateninsel das Foto eures Rezeptes einbinde und auf eure Seite verlinke. Desweiteren erklärt ihr mit der Teilnahme, dass das eingereichte Rezept sowie die Fotos keine Urheberrechte verletzen. Ich behalte mir das Recht vor, eingereichte Rezepte nicht in die Zusammenfassung aufzunehmen.

Hier sind die Bannercodes zum Mitnehmen:

Hochformat 130×250:

Querformat: 500×112:

Querformat: 400×89:

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Bohnen-Feta-Bratlinge mit Tomaten-Sugo

Gebt mir Schafskäse mit Tomaten und meine Welt ist wieder in Ordnung. Ich liebe sowohl den Geruch als auch den Geschmack, den Schafskäse hat, wenn er erhitzt wird und dann leicht braun ist. Dabei muss ich immer an tolle Urlaube in Griechenland denken, an das Meer, den Strand, die Sonne… Bis auf die Sonne sind das leider alles Sachen, die ich hier nicht gerade ums Eck habe und die Sonne läßt sich in Deutschland leider auch nicht so regelmäßig blicken wie das in Griechenland der Fall ist. Aber egal, ich hole mir die Sonne und meine Urlaubsstimmung einfach von Zeit zu Zeit auf den Teller.

Bohnen-Feta-Bratlinge mit Tomaten-Sugo

Schafskäse und Tomaten sind für mich Lebensmittel, auf die ich nur ungern verzichten möchte. Deshalb kommen sie auch in vielen meiner Gerichte vor, einzeln oder auch sehr gerne zusammen. Denn zusammen sind die beiden für mich ein absolutes Dream-Team. Auf der Suche nach neuen Gerichten bin ich dann auf ein tolles Gericht gestoßen, das Riesenbohnen, Schafskäse und Tomaten vereint. Schon beim Durchlesen ist mir das Wasser im Munde zusammen gelaufen. Beim Essen kam ich gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. Ich hätte niemals gedacht, dass weiße Riesenbohnen und Schafskäse so perfekt harmonieren. Zusammen mit dem Tomaten-Sugo sind die Bratlinge einfach nur perfekt.

Habt ihr auch Lebensmittel oder ganze Gerichte, die euch immer wieder an den Urlaub erinnern und die ihr dann gerne zubereitet, um in Urlaubsstimmung zu kommen oder das kalte, nasse Wetter in Deutschland zu vergessen?

Zutaten (13 Bratlinge):
480 g weiße Riesenbohnen (aus der Dose, Abtropfgewicht)
2 Knoblauchzehen
Pfeffer
1/2 TL Salz
10 Basilikumblätter
60 g Weizenmehl (Type 405)
ca. 3-4 EL Olivenöl zum Braten

Zutaten (Tomatensugo):
1 mittlere Zwiebel
1 TL Olivenöl
400 stückige Tomaten
1/2 – 1 TL Salz
Pfeffer
1/2 TL Zucker
10 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • Die Bohnen in ein Sieb geben und gründlich mit Wasser abspühlen, so dass die Soße, die sich an den Bohnen befindet, nicht mehr vorhanden ist.
  • Die Knoblauchzehen schälen und klein schneiden.
  • Bohnen und Knoblauch in eine Schüssel geben und mit einer Gabel klein drücken.
  • Den Schafskäse klein schneiden oder mit den Fingern zerkrümeln und zu den Bohnen geben.
  • 10 Basilikumblätter klein hacken.
  • Basilikum, Pfeffer sowie ca. 1/2 TL Salz zur Bohnen-Schafskäse-Masse geben. Je nachdem wie salzig euer Schafskäse ist, müsst ihr etwas weniger oder mehr Salz verwenden.
  • Das Mehl ebenfalls dazu geben und alles gründlich vermischen.
  • Nun aus der Bohnen-Schafskäse-Masse Bratlinge formen. Dafür ca. 1,5 – 2 EL Masse nehmen, zu einer Kugel formen und anschließend platt drücken, so dass der Bratling ca. 1 cm dick ist.
  • Sobald alle Bratlinge geformt sind, etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.
  • Die Bratlinge von beiden Seiten jeweils anbraten bis sie die gewünschte Bräune haben.
  • Währenddessen die Zwiebel schälen und würfeln.
  • 1 TL Olivenöl in einen Topf geben.
  • Die Zwiebelstücke im Topf glasig dünsten.
  • Die stückigen Tomaten dazu geben.
  • Mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen.
  • Das restliche Basilikum grob hacken und ganz zum Schluß zu den Tomaten geben.

Dauer: 1 Stunde

Quelle: köstlich vegetarisch

Kartoffel-Käse-Rösti

Eventuell ist euch schon aufgefallen, dass es nur sehr wenige Rezepte mit Kartoffeln auf der Tomateninsel gibt. Woran das liegt? Ich bin kein großer Fan von Kartoffeln. Langsam, aber nur sehr langsam taste ich mich an die Kartoffeln heran. Käse hingegen mag ich sehr gerne. Deshalb ist das für mich die perfekte Kombination, um langsam mit den Kartoffeln warm zu werden. Was mich dann doch sehr überrascht hat, war die Tatsache, dass ich von dieser Kombination so begeistert war, dass ich fast traurig war als ich alles gegessen hatte.

Kartoffel-Kaese-Roesti

Von welchem Gericht ich so angetan bin? Kartoffel-Käse-Rösti. Aktuell befindet sich die vegetarische Weltreise in der schönen Schweiz und da bieten sich Rösti natürlich an. Normalerweise genügt es auch, nur Kartoffeln, egal ob gekocht oder roh, zu verwenden. Die darin enthaltene Stärke sorgt dafür, dass die klein geschnittenen Kartoffelstücke als Rösti zusammen kleben. Mit dem geschmolzenen Käse kleben die kleinen Kartoffelstücke natürlich noch besser zusammen, ganz zu schweigen vom tollen Geschmack, den die Rösti aufgrund des zusätzlichen Käses bekommen. Wenn ihr dann noch einen Salat dazu esst, habt ihr eine leckere Mahlzeit.

Vegetarische Weltreise - Schweiz

Zutaten (4 Stück):
1 kg Kartoffeln
300 g Emmentaler
110 g Zwiebeln
etwas Abrieb von einer Muskatnuss
Pfeffer
1 TL Salz
ca. 1-2 EL Olivenöl

Zubereitung:

  • Die Kartoffeln schälen.
  • Anschließend die Kartoffeln mit einer Küchenmaschine oder einer Reibe klein raspeln.
  • Die kleinen Kartoffelstücke ausdrücken, so dass sie etwas Flüssigkeit verlieren.
  • Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Den Emmentaler in kleine Würfel schneiden.
  • Kartoffel-, Zwiebel- und Emmentalerstücke in einer Schüssel vermischen.
  • Die Röstimasse mit Muskat, Pfeffer und Salz würzen.
  • Eine kleine Pfanne verwenden und darin etwas Olivenöl erhitzen.
  • 1/4 der Röstimasse in die Pfanne geben, mit einem Löffel leicht andrücken und anschließend von beiden Seiten knusprig braten.

Dauer: 2 Stunden

Kartoffel-Kaese-Roesti

Gesund durch den Winter mit frischen Vitaminen – Sprossen

Im Sommer könnt ihr Obst und Gemüse im eignenen Garten oder auf dem Balkon anpflanzen. So kommt ihr jederzeit an viele frische Vitamine, indem ihr die Lebensmittel erst kurz vor dem Zubereiten der Mahlzeit erntet. Aber wie gelangt man im Winter an frische Vitamine? Bis das Obst und Gemüse, das ihr im Winter im Supermarkt kauft, bei euch im Einkaufswagen oder auf dem Teller landet, sind im Normalfall seit der Ernte bereits viele Stunden oder sogar Tage vergangen. Der Vitamingehalt des Obsts und Gemüses leidet darunter natürlich auch. Für dieses Problem gibt es zum Glück eine Lösung.

Sprossen

Das Zauberwort heißt selbst gezogene Sprossen. In den 90ern erfreuten sich die Sprossen bereits großer Beliebtheit. In vielen Haushalten gab es Sprossentürme, Keimgläser oder -schalen, in denen die Vitaminbomben auf der Fensterbank selbst gezogen wurden. Irgendwann verschwanden sie allerdings von der Bildfläche.

Im Frühsommer 2011 erlangten die Sprossen wieder mehr Aufmerksamkeit, allerdings waren das Negativschlagzeilen. Könnt ihr euch noch an den EHEC-Skandal erinnern, der von verseuchten Sprossen verursacht wurde? Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurden die Sprossen immer unbeliebter, meiner Meinung nach völlig zu Unrecht.

Fertig gezogene Sprossen würde ich zwar immer noch nicht in einem Geschäft kaufen. Aber was spricht dagegen, die Sprossen zu Hause selbst zu ziehen? Dort habt ihr die komplette Kontrolle darüber, ob sie bei der richtigen Temperatur gewachsen sind, regelmäßig gewässert wurden…

Sprossen im Keimglas

Auf den meisten Verpackungen der Samenkörner steht, wie oft die jeweilige Sorte gewässert werden muss, im Normalfall ein- bis dreimal pro Tag. Daran solltet ihr euch auch halten. Wässert ihr zu oft, kann es dazu führen, dass die Sprossen verschimmeln, wässert ihr zu wenig, können die Sprossen, v.a. an den ersten Tagen, vertrocknen. In beiden Fällen bleibt euch nichts anderes übrig als die Sprossen wegzuwerfen. Außerdem ist es wichtig, dass die Sprossen nah genug am Fenster stehen, so dass sie ausreichend Tageslicht abbekommen, das wichtig für deren Wachstum ist. Die ideale Zimmertemperatur beträgt zwischen 18°C und 21°C. Wenn ihre dies beachtet, habt ihr, je nach Sprossensorte, bereits nach 5 bis 7 Tagen vitaminreiche, leckere Sprossen.

Bei der Wahl der Samenkörner habt ihr die Qual der Wahl. Ihr könnt euch z.B. für Alfalfa entscheiden, das mild im Geschmack und reich an Vitaminen ist. Linsensprossen haben einen leicht nussigen Geschmack. Die Sprossen von Rucolasamen schmecken würzig, die von Sesamkörnern hingegen schmecken auch nussig. Neben den eben genannten könnt ihr noch weitere Sprossen ziehen, z.B. aus Samen von Amaranth, Senf, Kichererbsen, Sonnenblumen, Gerste, Radieschen.

Sprossen in der Keimschale

Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, habe ich sowohl ein Keimglas als auch eine Keimschale verwendet. Mir gefällt das Keimglas besser, da die darin enthaltenen Sprossen sich besser wässern lassen als in der Schale. Im Keimglas finde ich es leichter, das übrige Wasser zu entfernen; einfach das Glas umdrehen und das Wasser durch das Sieb im Deckel abfließen lassen. Bei der Schale hingegen müsst ihr entweder immer nur wenig Wasser verwenden und dann durch das vorhandene Ausgußloch abfließen lassen oder jedes Mal das Sieb entfernen, damit ihr das Wasser aus der sich darunter befindenden Schale wegschütten könnt. Vom ersten Tag der Anzucht bis zur Ernte habe ich leider beim Wässern der Keimschale einige Sprossen verloren, da sie beim Abgießen des Wassers aus dem Gitter gefallen sind. Sprossentürme finde ich auch nicht so optimal, da ihr dann nicht in einem Stockwerk Sprossen ziehen könnt, die einmal am Tag gewässert werden müssen, und im anderen welche, die ihr dreimal täglich wässern müsst, d.h. sie müssen auf allen Ebenen immer gleich viel Wasser bekommen. Auch wachsen die Sprossen in dem Keimglas viel schneller als in der Keimschale. Ich habe Alfalfa-Sprossen sowohl im Keimglas als auch in der Keimschale gezogen. Die im Keimglas haben bereits am ersten Tag kleine, grüne Triebe gezeigt und waren insgesamt den anderen aus der Keimschale um ca. 3 Tage voraus.

Jetzt bin ich sehr gespannt, wie eure Erfahrungen mit Sprossen sind. Zieht ihr selbst Sprossen? Wenn ja, verwendet ihr ein Keimglas, einen Turm, eine Schale oder etwas ganz anderes? Welches sind eure Lieblingssorten? Wie “verarbeitet” ihr die Sprossen? Ich verwende sie meistens nur im Salat oder aufs Brot, bin aber dankbar für weitere Alternativen.

Gemüse-Curry mit Jasminreis

Gemüse-Curry? Für mich? Ne, lass mal gut sein. Gibt es auch noch eine Alternative? Etwas ohne Kokosmilch und Curry vielleicht? Danke!

Gemüse-Curry mit Jasminreis

Es gab bis vor einigen Jahren noch mehrere Gründe warum ich nie, nie, niemals ein Curry gegessen hätte. Ein sehr großes Argument dagegen ist die nicht gerade geringe Menge an Kokosmilch, die dafür verwendet wird. Für mich haben immer Kokos(milch) und süße Sachen wie Desserts und Kuchen zusammen gehört. Aber zu diesem Thema habe ich bereits bei der Kokos-Zitronen-Suppe mit Gemüseeinlage meine Meinung geändert. Der zweite Grund, der lange Zeit gegen diese Speise gesprochen hätte, war das Wort Curry. Eine sehr lange Zeit dachte ich nämlich, dass damit ausschließlich das Pulver gemeint ist, das z.B. für die Currywurst verwendet wird, und das ich nicht sonderlich mag. Nachdem ich aber auch bei diesem Thema dazu gelernt habe, nämlich dass Curry auch als Paste existiert, die sehr lecker schmeckt, stand dem Thema Gemüse-Curry nichts mehr im Wege. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert und werde dieses leckere Gericht sicherlich in Zukunft öfters zubereiten. Falls es außer mir noch Kokosmilch-Skeptiker gibt, so kann ich diese beruhigen. Obwohl ich in meinem Rezept relativ viel Kokosmilch verwendet habe, ist sie im Gesamtgeschmack äußerst dezent.

Gemüse-Curry mit Jasminreis

Dieses Gericht paßt zum aktuellen Aufenthalt der vegetarischen WeltreiseThailand.

Vegetarische Weltreise - Thailand

Esst ihr gerne Gemüse-Curry? Wie bereitet ihr es zu? Was darf für euch auf keinen Fall in einem Curry fehlen?

Zutaten (4 Portionen):
450 g Jasminreis
3 große Tassen Wasser
etwas Salz
260 g Karotten
500 g Kartoffeln
50 g gefrorener Brokkoli
1 TL Sonnenblumenöl
115 g Zwiebel
500 ml Kokosmilch
2 gehäufte EL Matsaman Curry Paste
260 g Zucchini
220 g rote Paprika

Zubereitung:

  • Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und zusammen mit etwas Salz den Reis darin kochen.
  • Die Karotten schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Die Kartoffeln schälen und würfeln.
  • Die Paprika entkernen und würfeln.
  • Die Zucchini würfeln.
  • Einen Topf mit Wasser erhitzen und darin die Karotten und Kartoffeln ca. 7 min kochen.
  • Den gefrorenen Brokkoli zu den Karotten und Kartoffeln geben und weitere 3 min mit kochen.
  • Das Gemüse abgießeen und bei Bedarf die Brokkoliröschen etwas kleiner schneiden.
  • Das Sonnenblumenöl in einem Topf erhitzen.
  • Währenddessen die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Die Zwiebelwürfel im Öl glasig dünsten.
  • Die Kokosmilch zu den Zwiebeln geben.
  • Die Curry-Paste mit einem Löffel in der Kokosmilch auflösen.
  • Nun die Paprika-, Zucchini-, Karotten-, Kartoffel- und Brokkolistückchen in die Kokosmilch geben.
  • Alles noch ca. 5 min köcheln lassen.

Dauer: 45 Minuten

Gemüse-Curry mit Jasminreis

Quesadilla

Auf der Suche nach einem Gericht für die vegetarische Weltreise mit dem aktuellen Reiseland Mexiko wußte ich anfangs gar nicht so genau, was ich denn gerne kochen möchte. Ich mag mexikanisches Essen sehr gerne, hatte aber die Qual der Wahl. Letztendlich bin ich dann über dieses Rezept für Quesadillas gestolpert und habe es in leicht abgewandelter Version zubereitet.

Quesadilla

Die Quesadillas bestehen aus mexikanischen Tortillas, die mit Käse und weiteren Zutaten gefüllt sind. Dabei werden die Tortillas in der Mitte zusammen geklappt und anschließend gebacken, so dass der Käse schmilzt. Der Name leitet sich vom Wort queso ab, das übersetzt Käse bedeutet. Warum ich bisher noch nie eine Quesadilla gegessen habe, verstehe ich mittlerweile gar nicht mehr. Denn sie schmecken wirklich extrem lecker und können wunderbar vielfältig gefüllt werden, so dass Abwechslung garantiert ist.

Sehr gut paßt zu nachfolgendem Rezept auch eine selbst gemachte Guacamole und ein gegrillter Maiskolben.

Womit füllt ihr am liebsten eure Quesadilla?

Vegetarische Weltreise - Mexiko

Zutaten (2 Quesadillas):
180 g Tomaten
4 Lauchzwiebeln
2 große Tortillas (Durchmesser 25 cm)
125 g geriebener Edamer
Pfeffer
Salz

Zubereitung:

  • Die Tomaten würfeln.
  • Die Frühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden.
  • Tomatenstücke, Lauchzwiebelringe und Edamer in einer Schüssel miteinander vermischen und bei BEdarf mit etwas Pfeffer und Salz würzen.
  • Eine große beschichtete Pfanne verwenden und darin die erste Tortilla hineinlegen. Nun die Hälfte der Füllung auf einer Hälfte der Tortilla verteilen. Anschließend die nicht belegte Tortillahälfte über die belegte Hälfte klappen.
  • Die Tortilla von jeder Seite (ohne Öl!) ca. 2-3 min erhitzen, so dass der Käse schmlizt und die Tortillaaußenseite leicht braun wird.

Dauer: 30 Minuten

Quelle: Brigitte

Gemüse Tajine mit Couscous

Diesen Monat macht meine vegetarische Weltreise Halt in Marokko. Nachdem ich ein bißchen hin und her überlegt habe, was ich für diesen Aufenthalt zubereiten werde, habe ich mich für eine Gemüse-Tajine entschieden.

Gemüse Tajine

Eine Tajine ist ein aus Marokko stammendes Lehmgefäß, das zum Kochen verwendet wird. Der Deckel der Tajine hat eine konische Form und ganz oben eine Mulde, eine Dampfsperre. In diese Mulde wird kaltes Wasser gefüllt sobald das Gefäß geschlossen wird. Dadurch gelangt die kondensierte Flüssigkeit, die als Dampf nach oben gestiegen ist, innerhalb der Tajine wieder als eine Art Niederschlag zurück zu den Speisen. Die Zutaten, die besonders lange garen müssen, wie z.B. die Karotten, sollten in die Mitte der Tajine gelegt werden und z.B. die Tomaten, die eine deutlich kürzere garzeit haben, eher an den Rand. Nicht nur das Lehmgefäß wird Tajine genannt, sondern auch die darin zubereiteten Mahlzeiten.

Vegetarische Weltreise - Marokko

Zutaten (4 Portionen):
1 Zwiebel
1/2 TL Olivenöl
1 Messerspitze gemahlener Zimt
1/2 TL ganze Pfefferkörner
1/2 TL Salz
1/2 getrocknete Chilischote
1/2 TL süßes Paprikapulver
0,75 l Gemüsebrühe
1 Dose Kichererbsen (Abtropfgewicht 265 g)
1 Karotte
1 rote Paprika
1/2 Aubergine
1 Zucchini
345 g Tomaten
1/4 TL Harissa
1 Tasse Couscous
1 Tasse Gemüsebrühe

Gemüse-Tajine

Zubereitung:

  • Die Zwiebel schälen und anschließend würfeln.
  • Die Karotte schälen und in ca 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Die Schale der Tomaten mit einem Messer an einigen Stellen leicht anritzen, in eine Tasse legen und mit kochend heißem Wasser übergießen. Nach ca. 2 min können die Tomaten aus dem Wasser genommen werden. Jetzt lassen sie sich ganz leicht schälen.
  • Die Tomaten, die Zucchini, die Paprika und die Aubergine in kleine Stücke schneiden.
  • Die Flüssigkeit, in der sich die Kichererbsen in der Dose befinden, abgießen.
  • Die Zwiebel in der Tajine im Olivenöl glasig andünsten ohne dabei die Tajine zu schließen.
  • Das klein geschnittene Gemüse in die Tajine geben. Dabei das Gemüse, das eine längere Garzeit hat, wie z.B. die Karotte in die Mitte der Tajine legen.
  • Mit der Gemüsebrühe aufgiesen und die Gewürze dazu geben.
  • Mit dem Deckel die Tajine abdecken, die Mulde mit Wasser befüllen und das Ganze bei mittlerer Temperatur ca 30-45 min köcheln lassen.
  • Währenddessen den Couscous in der Gemüsebrühe kochen.
  • Couscous auf die Mitte eines Tellers geben und das Gemüse außen herum anrichten.

Dauer: 1 Stunde und 15 Minuten

Tajine

Schafskäse Korfu

Ich liebe es, zu verreisen. Ich genieße es, neue Länder und Kulturen kennenzulernen. Jedes Land hat seine Eigenheiten, die es liebenswert machen – faszinierende Landschaften, atemberaubende Ausgrabungen aus einer früheren Zeit, außergewöhnliche Architektur, eine melodische Sprache oder eine besonders köstliche, landestypische Küche.

Schafskäse Korfu

Es vergeht eigentlich kein Urlaub, in dem es nicht mindestens ein Gericht gibt, das mir so gut schmeckt, dass ich es nicht zu Hause versuche nachzukoche. Zwei dieser Gerichte habe ich euch in der Vergangenheit bereits vorgestellt: das eine waren Falafel im Fladenbrot, die ich vor einigen Jahren das erste Mal in Ägypten gegessen habe; das zweite Gericht waren Nudeln mit Trüffel-Creme-Soße, die ich so ähnlich letzten Sommer am Gardasee gegessen habe. Das heutige Gericht habe ich vor vielen Jahren im Urlaub in Korfu gegessen. Eigentlich ist es ein extrem simples Gericht, das aus wenigen Zutaten besteht, das aber so lecker war, dass ich es damals fast jeden Mittag gegessen habe. Seitdem läuft diese Speise bei mir immer unter dem Namen Schafskäse Korfu, da ich mich an den Orginalnamen nicht mehr erinnern kann.

Wißt ihr den Orginalnmane dieses Gerichtes? Habt ihr auch Speisen, die euch an einen bestimmten Urlaub erinnern? Versucht ihr auch, diese Gerichte zu Hause nachzukochen, um euch diese Urlaubsstimmung nach Hause zu holen?

Da Korfu eine griechische Insel ist, paßt der Schafskäse Korfu natürlich perfekt zu meinem aktuellen Blog-Event Vegetarische Weltreise – Griechenland.

Vegetarische Weltreise - Griechenland

Zutaten (2 Portionen):
2 Scheiben Schafskäse à 100 g
1 Zwiebel
1 grüne Paprika
1 kleine Dose geschälte Tomaten (Abtropfgewicht 240 g)
1 El Olivenöl
1/2 TL Salz
2 TL süßes Paprikapulver
1/2 TL scharfes Paprikapulver
1 Prise Zucker
1 TL Thymian

Zubereitung:

  • Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Ringe schneiden.
  • Paprika in kleine Würfel schneiden.
  • Die Tomaten aus der Dose innerhalb der Dose mit einem scharfen Küchenmesser zerkleinern.
  • Die Paprikastücke und Zwiebelringe im Öl 2 min anbraten.
  • Die Tomaten, Salz, Paprikapulver, Zucker und Thymian dazu geben und alles auf kleiner Flamme ca. 20 min dünsten.
  • Das gedünstete Gemüse auf 2 kleine Auflaufformen verteilen und jeweils eine Scheibe Schafskäse darauf legen.
  • Die beiden Formen mit Alufolie abdecken, damit es im Bratrohr nicht heraus spritzt, und für 25 min im nicht vorgeheizten Bratrohr bei 180°C backen.

Sehr lecker schmeckt frisch gebackenes Baguette dazu.

Dauer: 1,5 Stunden

Couscous-Emmentaler-Puffer mit Tomatengemüse

Optik/Form: befriedigend; Geschmack: sehr gut. So würde wohl das Zeugnis für meine Couscous-Emmentaler-Puffer aussehen, wenn ich eines ausstellen müsste. Bei Puffern finde ich es immer schwierig, eine schöne Form zu erzeugen und hier kam noch hinzu, dass ein bißchen Klebemittel gefehlt hat. Der Geschmack war dafür umso überzeugender, so dass ich euch die Puffer nicht vorenthalten will.

Couscous-Emmentaler-Puffer mit Tomatengemuese

Von deals.com erhielt ich die Anfrage, ob ich bei einem Koch Contest teilnehmen möchte. Die Bedingung war, ein Hauptgericht und eine Vorspeise oder ein Dessert zu kreieren, die die Zutaten Couscous, Basilikum und Himbeeren enthalten. Zuerst wollte ich alle drei Zutaten in einer Hauptspeise vereinen, allerdings war ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden und entschied mich deshalb dafür, die Zutaten aufzuteilen. Meine Himbeeren habe ich bereits in diesen Himbeer-Clafoutis verarbeitet. Basilikum und Couscous findet ihr in nachfolgendem Rezept.

Im Sommer habe ich immer besonders Appetit auf Couscous, da es mich an vergangene Aufenthalte in Nordafrika erinnert. Dieses Mal wollte ich Couscous aber nicht nur als Beilage zubereiten, sondern es sollte in Form von Puffern verarbeitet werden. Basilikum wollte ich auch noch dabei haben. Aber das war es dann auch schon mit Ideen, was ich alles in meinen Puffern verarbeiten möchte. Die restlichen Zutaten haben sich erst während des Einkaufens ergeben. Vom Ergebnis war ich sofort begeistert. Ich hätte niemals gedacht, dass der Emmentaler so gut zu Couscous paßt. Kombiniert mit getrockneten Tomaten, Basilikum und Champignons schmecken die Puffer einfach umwerfend. Das einzige Problem war, dass ich mehr Eier und Käse hätte verwenden sollen, damit sie schön zusammen kleben. Andererseits wollte ich aber nicht, dass der Geschmack von Ei und Käse zu dominant ist. Wen es also nicht stört, dass sich die Puffer nicht wunderschön formen lassen, der verwendet die Mengenangaben, die ich weiter unten aufführe. Wer hingegen schöne Puffer haben möchte, sollte am besten noch ein zweites Ei sowie mehr Käse verwenden.

Couscous-Emmentaler-Puffer mit Tomatengemuese

Zutaten (2 Portionen):
200 g Couscous
200 ml Gemüsebrühe
150 g geriebener Emmentaler
50 g getrocknete, nicht in Öl eingelegte, Tomaten
20 Basilikumblätter
Pfeffer
1 – 1,5 TL Salz
50 g Champignons
1 Ei
300 g Cocktailtomaten
1/2 EL Olivenöl + Öl zum Rausbacken der Puffer
1/4 TL Zucker

Zubereitung:

  • Den Couscous mit der kochenden Gemüsebrühe übergießen und mit geschlossenem Deckel ca. 5 min quellen lassen.
  • Die getrockneten Tomaten in kleine Stücke schneiden.
  • 15 Basilikumblätter in kleine Streifen schneiden.
  • Die Champignons putzen und in kleine Würfel schneiden.
  • Das Ei mit einer Gabel verquirrlen.
  • Emmentaler, Tomatenstücke, Basilikum und Champignons mit dem Couscous vermischen.
  • Mit Pfeffer und 1/2 TL Salz würzen und abschmecken.
  • Das verquirrlte Ei dazu geben und nochmals alles gut durchmischen.
  • Öl in eine Pfanne geben, erhitzen und die Puffer heraus backen. Eine größere Menge der Couscousmasse in die Pfanne geben, mit einem Pfannenwender platt drücken, warten bis der Käse geschmolzen und leicht braun ist und dann mit dem Pfannenwender umdrehen und auch von der anderen Seite anbraten.
  • Zum Schluß in einem Topf 1/2 EL Olivenöl erhitzen.
  • Die Cocktailtomaten halbieren und in den Topf geben.
  • Das restliche Basilikum klein schneiden und ebenfalls in den Topf geben.
  • Mit Zucker, Pfeffer und 1/2 bis 1 TL Salz würzen.

Dauer: 1 Stunde