Überbackene Bohnen

Habt ihr schon Mal Senf und passierte Tomaten kombiniert? Und dann auch noch zusammen mit Bohnen? Ich bislang noch nie und war dementsprechend skeptisch.

Überbackene Bohnen

Wenn ich im Urlaub bin, esse ich in Hotels zum Frühstück immer sehr gerne weiße Bohnen in Tomatensoße. Auch wenn ich oft die Einzige bin, die sich beim Frühstücksbuffet dafür entscheidet, freue ich mich jedes Mal umso mehr darüber, wenn es die Bohnen gibt. Mit einem süßen Frühstück kann normalerweise nicht viel anfangen. Es kommt alle zwei bis drei Monate einmal vor, dass ich zum Frühstück ein Brot mit Marmelade oder Honig esse, danach reicht es auch wieder für einige Zeit. Für ein herzhaftes Frückstück hingegen bin ich immer zu haben. Als mir dann von diesem Gericht berichtet wurde, das sowohl die weißen Bohnen als auch die zugehörige Tomatensoße enthält, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Das hat sich dann leider doch ein bißchen geändert als ich erfahren habe, dass ich zum Kochen auch Senf und Worcestershire-Sauce verwenden soll. Skeptisch war ich zwar, aber das Gute daran ist, dass ich endlich Mal wieder Verwendung für meine Worcestershire-Sauce hatte, die seit einiger Zeit geöffnet im Kühlschrank stand und auf Verwendung gewartet hat. Wer keine zu Hause hat und sich nicht extra eine kaufen möchte (die Vegetarier sollten beim Kauf darauf achten, eine vegetarische Variante zu kaufen!), kann diese auch ohne Probleme weg lassen. Der Geschmack des Senfs ist viel entscheidender. Wüßte ich nicht, dass Senf verwendet wurde, würde ich nicht darauf kommen, aber den Effekt, den der Senf auf die Soße hat, ist phä­no­me­nal. Optisch kann das Gericht keinen Preis gewinnen, aber ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall. Die zu Beginn beschrieben weißen Bohnen in Tomatensoße gibt es eher zum Frühstück. Dieses Gericht hingegen gab es bei mir zusammen mit Baguette und Salat als Abendessen.

Zutaten (2 Portionen):
1 TL Olivenöl
255 g Kidneybohnen aus der Dose (Abtropfgewicht)
250 g weiße und Borlottibohnen aus der Dose (Abtropfgewicht)
500 g passierte Tomaten
4 TL Worcestershire-Sauce
1 gehäufter TL mittelscharfer Senf
1 TL Salz
Pfeffer
1 TL Honig
1/4 TL Harissa (in Pulverform)
20 g Ziegenkäse „Ziege Alt“ oder Parmesan

Zubereitung:

  • Olivenöl in eine große Pfanne geben.
  • Die Flüssigkeit, die sich bei den Bohnen in der Dose befindet, abgießen und anschließend die Bohnen in einem Sieb gründlich mit Wasser abspühlen.
  • Die Bohnen in die Pfanne geben und dort ca. 10 min brutzeln lassen. Dabei verlieren sie Flüssigkeit, platzen auf und werden außen knusprig.
  • Währenddessen in eienr Schüssel passierte Tomaten, Worcestershire-Sauce, Senf, Pfeffer, Salz, Honig und Harissa vermischen.
  • Wenn ihr eine Pfanne verwendet habt, die groß genug ist und ins Bratrohr darf, könnt ihr die Soße darüber gießen oder ihr füllt zuerst die Bohnen in eine Auflaufform und gießt anschließend die Soße darüber.
  • Den Käse darüber reiben.
  • Das Ganze für ca. 30 min ins Bratrohr stellen (mittlere Schiene, Ober- und Unterhitze, 200°C).
  • Mit Baguette und Salat heiß servieren.

Dauer: 50 Minuten

Grießspätzlesuppe mit Gemüseeinlage

Nachdem es nun einige Wochen auf der Tomateninsel sehr ruhig war, möchte ich euch als erstes ein tolles neues Jahr wünschen. Ich hoffe, ich schaffe es, euch wieder regelmäßig neue Rezepte vorzustellen.

http://tomateninsel.de/wp-content/uploads/Griessspaetzlesuppe-mit-Gemueseinlage.jpg

Auch wenn es noch nicht so kalt ist, wie dies z.B. letzten Winter der Fall war, freue ich mich trotzdem darüber, nach einem Winterspaziergang bei Minusgraden, wenn es etwas warmes zu Essen gibt. Da kommt die Grießspätzlesuppe wie gerufen. Schon seit längerem stand eine Grießknödelsuppe auf meiner ToCook-Liste, allerdings wurde dies dann spontan zu einer Grießspätzlesuppe mit Gemüseeinlage umgewandelt, was dem Gericht in keinster Weise geschadet hat.

Was ist euer liebstes Gericht, wenn ihr von einem Winterspaziergang zurück kommt und euch aufwärmen wollt?

Zutaten (3 Portionen):
1,5 l Gemüsebrühe
150 g Karotten
300 g Lauch
5-6 Blätter glatte Petersilie
80 g Dinkelgrieß Vollkorn
1 Ei
30 g Butter
1 TL Salz
etwas Abrieb von der Muskatnuss

Zubereitung:

  • Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank stellen, so dass sie zimmerwarm ist.
  • Die Gemüsebrühe in einem großen Topf zum Köcheln bringen.
  • Währenddessen die Karotten schälen und in Scheiben schneiden.
  • Den Lauch ebenfalls in Scheiben schneiden.
  • die Blätter der Petersilie von den Stängeln zupfen, hacken und anschließend beiseite stellen.
  • Sobald die Brühe köchelt, die Karotten- und Lauchscheiben hinzu geben.
  • Währenddessen Dinkelgrieß, Ei, Butter Salz und Muskat mit dem Mixer zu einer homogenen Masse verrühren.
  • Mit einem Spätzlehobel den Teig zu Grießspätzle in die Suppe hobeln. Wer keinen Spätzlehobel hat, kann die Spätzle auch mit einem Schneidebrett und ein Messer schaben.
  • Zum Schluss noch die gehackte Petersilie hinzugeben.

Dauer: 35 Minuten

Baba Ganoush

Habt ihr noch ein paar Auberginen aus dem eigenen Garten übrig und überlegt, was ihr damit zubereiten könnt? Dann ist dieses Rezept wie dafür gemacht.

Baba Ganoush

Es gibt Gerichte, die sind extrem simpel in der Zubereitung, schmecken aber trotzdem extrem lecker. Baba Ganoush zählt definitiv auch dazu. Baba Ganoush ist eine Creme bzw ein Püree. Ihr könnt es pur essen, es paßt aber auch sehr gut zu einem frischen Fladenbrot oder Falafel. Eigentlich wird für dieses Gericht Tahini verwendet, eine Creme, die aus gemahlenen Sesamkörnern und Öl hergestellt wird. Anstelle eine große Menge fertiges Tahini zu kaufen, das ich am Ende doch nicht aufbrauchen werde, habe ich einfach Sesamkörner zusammen mit Olivenöl gemahlen.

Wofür, außer Hummus und Baba Ganoush, verwendet ihr noch Tahini? Das sind nämlich die einzigen beiden Rezepte, von denen ich weiß, dass man sie mit Tahini zubereiten kann.

Gerade befinden wir uns mit der Vegetarischen Weltreise in Ägypten. Mein erstes Rezept für diesen Stop ist Baba Ganoush.

Vegetarische Weltreise - Ägypten

Zutaten:
400 g Auberginen
1 EL Sesamkörner
1,5 EL Olivenöl
2 Zehen konfierter Knoblauch
1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
1,5 EL Zitronensaft
2 Messerspitzen Salz
Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Auberginen von allen Seiten mit einer Gabel einstechen.
  • Die Auberginen auf einem Blech für ca. 25 min bei 220°C (mittlere Schiene, Heißluf) ins Bratrohr geben.
  • Die Auberginen sollten nun schön weich und die Haut sollte dunkel verfärbt sein.
  • Die Auberginen halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale löffeln.
  • Die Sesamkörner zusammen mit dem Olivenöl in einem Mörser zermahlen.
  • Auberginen, Sesam-Öl-Paste, sowie die Knoblauchzehen, den Kreuzkümmel, Zitronensaft und Pfeffer und Salz pürieren

Dauer: 1 Stunde

Tomaten-Rezepte

Was macht eure Tomatenernte? Habt ihr auch die leckeren Früchte in Hülle und Fülle? Oder habt ihr auf dem Markt frische Tomaten gekauft und seid auf der Suche nach tollen Anregungen, wie ihr die Tomaten verarbeiten könnt? Dann habe ich genau das Richtige für euch. Die letzten 3 Monate habe ich eure leckersten Tomaten-Rezepte gesammelt und heraus gekommen sind dabei wirklich tolle Rezepte.

Blogevent - Tomaten

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Tomaten-Spinat-Reis

Mochtet ihr als Kind Spinat? Ich nicht und das hat noch viel länger angedauert als nur bis zum Ende meiner Kindheit. Ich wollte zwar immer so stark werden wie Popey und so tolle Oberarme haben, aber deshalb Spinat essen? Ach ne, meine dünnen Kinderärmchen waren dann eigentlich auch ganz ok.

Tomaten-Spinat-Reis

Das Leben eines Food-Bloggers hat schon viele Vorteile, das kann man nicht leugnen. Während ich früher immer nur dieselben Zutaten beim Kochen verwendet habe und nicht sehr experimentierfreudig war, hat sich das nun geändert. Was sollen meine Leser mit dem zehnten Pastagericht mit Tomatensoße in einem Monat anfangen? Ich ertappe mich, wie ich immer öfters Gemüse, Obst oder auch andere Produkte ausprobiere, die ich früher niemals gegessen hätte. Kokosmilch in herzhaften Gerichten ist z.B. etwas, das es früher bei mir nie gab. Genauso kam kein Brokkoli bei mir auf den Teller. Die Liebe zum Spargel musste auch sehr langsam und behutsam wachsen. Mittlerweile freue ich mich immer schon auf den Beginn der Spargelsaison. Spinat gehört auch in meine Gruppe der „esse ich erst seit ich Blogger bin“-Gruppe. Früher mochte ich keinen Spinat, wahrscheinlich weil ich damit immer die Bilder aus der Werbung mit cremigem Blubb-Spinats verbunden habe. Sorry, aber der sieht nicht gerade sehr einladend aus. Diese Meinung hat sich bis heute nicht geändert. Aber der eigentliche Spinat sieht zum Glück ganz anders aus und schmeckt auch nicht so wie der fertige Rahm-Spinat. Deshalb findet hier eine Tomateninsel-Premiere statt. Es gibt ein Gericht mit Spinat, nämlich einen Tomaten-Spinat-Reis.

Wie bereitet ihr Spinat zu? Womit kombiniert ihr ihn? Was sind eure liebsten Spinatgericht? Da ich absoluter Spinatneuling bin, freue ich mich über eure Vorschläge und Ideen!

Tomaten-Spinat-Reis

Zutaten (2 Portionen):
250 ml Gemüsebrühe
250 ml Tomatensaft
250 g Naturreis
1 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
200 g Cocktailtomaten
85 g frischen Spinat
40 g Parmesan
1/2 TL Salz
Pfeffer

Zubereitung:

  • Gemüsebrühe und Tomatensaft in einen Topf geben.
  • Den Reis hinzu geben und ihn darin kochen.
  • Die Knoblauchzehen schälen und klein schneiden.
  • Das Öl in einer Pfanne erhitzen.
  • Knoblauchstückchen und die ganzen Tomaten für ca. 3 min in die Pfane geben. Die Tomaten platzen hierbei an einigen Stellen auf.
  • Die Spinatblätter in grobe Stücke schneiden.
  • Den Parmesan mahlen.
  • Knoblauch, Tomatenn Spinat und den gemahlenen Parmesan unter den Reis heben.
  • Mit Salz und Pfeffer würzen.

Dauer: 45 Minuten

Da gerade bei der Mädchenküche Spinatrezepte gesammelt werden, reiche ich diesen Tomaten-Spinat-Reis dort ein.

Welcher Blog-Event würde zu diesem Gericht passen als der von Janke mit dem tollen Thema Geschmackswandel – Früher „Bäh“ – Heute „Yeah“?

Geschmackswandel

Aber auch zu meinem eigenen Blogevent Tomaten passt dieses Gericht natürlich perfekt.

Blogevent - Tomaten

Blog-Event Tomaten

Bald ist es soweit. Ihr könnt euch vom Duft und Geschmack frisch geernteter Tomaten verführen lassen. Für mich gibt es nichts besseres als eine sonnengereifte Tomate zu essen, wenn sie noch sonnenwarm ist und gerade eben vom Strauch geerntet wurde. Nicht ohne Grund heißt mein Blog Tomateninsel, ist es doch mein liebstes Lebensmittel, das ich in unzähligen Gerichten verwende. Tomaten sind einfach wunderbar vielfältig. Frisch im Salat, auf ein Brot oder einfach pur sind sie unschlagbar. Als getrocknete Tomaten haben sie einen extrem intensiven Eigengeschmack. In einer Soße veredeln sie jedes Gericht. Ihr seht, ich bin diesen leckeren roten Früchtchen komplett verfallen. Umso schlimmer ist es, dass ich ihnen zu Ehren noch keinen Blog-Event ausgerichtet habe. Das muss sich ganz schnell ändern.

Blogevent - Tomaten

Ihr seid noch unentschlossen und braucht ein paar Denkanstöße? Ich zeige euch meine bisherigen liebsten Tomatengerichte. Für einen Grillabend eignen sich Tomatenbrot, Tomatenbutter und Spargel-Tomaten-Grillpäckchen sehr gut. Wie wäre es mit einem cremigen Feta-Tomaten-Aufstrich? Egal zu welcher Jahreszeit, für ein Risotto mit getrockneten Tomaten bin ich immer zu haben. Gebackener Schafskäse mit Ofentomaten ist perfekt für die Feierabendküche, da er sich fast von selbst zubereitet und obendrein auch noch sehr lecker schmeckt. Bislang kanntet ihr Clafoutis nur mit Früchten? Dann bereitet doch zur Abwechslung Clafoutis mit Tomaten zu. Tomaten und Käse sind ein Dream-Team, was sie auch in der Käse-Tomaten-Lauch-Quiche unter Beweis stellen. Was auf keinen Fall in der Liste meiner liebsten Rezepte mit Tomaten fehlen darf, sind selbst gemacht Pasta. Da ich ein großer Ravioli-Fan bin, gibt es bei mir öfters Mal dreierlei Walnuss-Tomaten-Ravioli mit Basilikum-Butter.

Jetzt seid ihr an der Reihe. Ab heute suche ich die nächsten drei Monate euren liebsten vegetarischen Gerichte und Getränke, die ihr mit Tomaten zubereitet. Backt einen Tomatenkuchen, zaubert eine Tomatenlimo, kreiert ein Tomateneis, bereitet ein Tomatenfondue zu – je ausgefallener, desto besser!

Teilnahmebedingungen:

  • Das eingereichte Rezept muss vegetarisch sein und zum Thema Tomaten passen. Dabei ist es unerheblich, ob das eingereichte Gericht eine Vor-, Haupt- oder Nachspeise ist, ob es etwas Gebackenes, Gekochtes oder ein Getränk ist. Alle thematisch passenden Rezepte sind willkommen.
  • Das Rezept soll ein neues sein und keines aus dem Archiv, d.h. es soll zwischen dem 17.5.2015 und dem 17.8.2015 auf eurem Blog veröffentlich worden sein.
  • Der Event startet am 17.5.2015. Eure Rezepte könnt ihr bis zum 17.8.2015 um 23:55 Uhr einreichen.
  • Klickt am Ende dieses Artikels auf den blauen Button “Add your link” und tragt den Link sowie den Namen und ein Foto eures Rezeptes ein. Sobald ihr die Eingaben bestätigt habt und wieder zu dieser Seite zurück gekehrt seid, sollte euer Rezept mit Bild am Ende dieses Artikels sichtbar sein. Ihr könnt mehr als ein Rezept einreichen.
  • Ich würde mich freuen, wenn ihr euer Rezept auf diesen Beitrag verlinkt. Banner findet ihr weiter unten.
  • Mit der Teilnahme an diesem Event stimmt ihr zu, dass ich für die Zusammenfassung auf der Tomateninsel das Foto eures Rezeptes einbinde und auf eure Seite verlinke. Desweiteren erklärt ihr mit der Teilnahme, dass das eingereichte Rezept sowie die Fotos keine Urheberrechte verletzen. Ich behalte mir das Recht vor, eingereichte Rezepte nicht in die Zusammenfassung aufzunehmen.

Hier sind die Bannercodes zum Mitnehmen:

Hochformat 130×250:

Querformat: 500×112:

Querformat: 400×89:

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Bohnen-Feta-Bratlinge mit Tomaten-Sugo

Gebt mir Schafskäse mit Tomaten und meine Welt ist wieder in Ordnung. Ich liebe sowohl den Geruch als auch den Geschmack, den Schafskäse hat, wenn er erhitzt wird und dann leicht braun ist. Dabei muss ich immer an tolle Urlaube in Griechenland denken, an das Meer, den Strand, die Sonne… Bis auf die Sonne sind das leider alles Sachen, die ich hier nicht gerade ums Eck habe und die Sonne läßt sich in Deutschland leider auch nicht so regelmäßig blicken wie das in Griechenland der Fall ist. Aber egal, ich hole mir die Sonne und meine Urlaubsstimmung einfach von Zeit zu Zeit auf den Teller.

Bohnen-Feta-Bratlinge mit Tomaten-Sugo

Schafskäse und Tomaten sind für mich Lebensmittel, auf die ich nur ungern verzichten möchte. Deshalb kommen sie auch in vielen meiner Gerichte vor, einzeln oder auch sehr gerne zusammen. Denn zusammen sind die beiden für mich ein absolutes Dream-Team. Auf der Suche nach neuen Gerichten bin ich dann auf ein tolles Gericht gestoßen, das Riesenbohnen, Schafskäse und Tomaten vereint. Schon beim Durchlesen ist mir das Wasser im Munde zusammen gelaufen. Beim Essen kam ich gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. Ich hätte niemals gedacht, dass weiße Riesenbohnen und Schafskäse so perfekt harmonieren. Zusammen mit dem Tomaten-Sugo sind die Bratlinge einfach nur perfekt.

Habt ihr auch Lebensmittel oder ganze Gerichte, die euch immer wieder an den Urlaub erinnern und die ihr dann gerne zubereitet, um in Urlaubsstimmung zu kommen oder das kalte, nasse Wetter in Deutschland zu vergessen?

Zutaten (13 Bratlinge):
480 g weiße Riesenbohnen (aus der Dose, Abtropfgewicht)
2 Knoblauchzehen
150 g Schafskäse
Pfeffer
1/2 TL Salz
10 Basilikumblätter
60 g Weizenmehl (Type 405)
ca. 3-4 EL Olivenöl zum Braten

Zutaten (Tomatensugo):
1 mittlere Zwiebel
1 TL Olivenöl
400 stückige Tomaten
1/2 – 1 TL Salz
Pfeffer
1/2 TL Zucker
10 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • Die Bohnen in ein Sieb geben und gründlich mit Wasser abspühlen, so dass die Soße, die sich an den Bohnen befindet, nicht mehr vorhanden ist.
  • Die Knoblauchzehen schälen und klein schneiden.
  • Bohnen und Knoblauch in eine Schüssel geben und mit einer Gabel klein drücken.
  • Den Schafskäse klein schneiden oder mit den Fingern zerkrümeln und zu den Bohnen geben.
  • 10 Basilikumblätter klein hacken.
  • Basilikum, Pfeffer sowie ca. 1/2 TL Salz zur Bohnen-Schafskäse-Masse geben. Je nachdem wie salzig euer Schafskäse ist, müsst ihr etwas weniger oder mehr Salz verwenden.
  • Das Mehl ebenfalls dazu geben und alles gründlich vermischen.
  • Nun aus der Bohnen-Schafskäse-Masse Bratlinge formen. Dafür ca. 1,5 – 2 EL Masse nehmen, zu einer Kugel formen und anschließend platt drücken, so dass der Bratling ca. 1 cm dick ist.
  • Sobald alle Bratlinge geformt sind, etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.
  • Die Bratlinge von beiden Seiten jeweils anbraten bis sie die gewünschte Bräune haben.
  • Währenddessen die Zwiebel schälen und würfeln.
  • 1 TL Olivenöl in einen Topf geben.
  • Die Zwiebelstücke im Topf glasig dünsten.
  • Die stückigen Tomaten dazu geben.
  • Mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen.
  • Das restliche Basilikum grob hacken und ganz zum Schluß zu den Tomaten geben.

Dauer: 1 Stunde

Quelle: köstlich vegetarisch

Kartoffel-Käse-Rösti

Eventuell ist euch schon aufgefallen, dass es nur sehr wenige Rezepte mit Kartoffeln auf der Tomateninsel gibt. Woran das liegt? Ich bin kein großer Fan von Kartoffeln. Langsam, aber nur sehr langsam taste ich mich an die Kartoffeln heran. Käse hingegen mag ich sehr gerne. Deshalb ist das für mich die perfekte Kombination, um langsam mit den Kartoffeln warm zu werden. Was mich dann doch sehr überrascht hat, war die Tatsache, dass ich von dieser Kombination so begeistert war, dass ich fast traurig war als ich alles gegessen hatte.

Kartoffel-Kaese-Roesti

Von welchem Gericht ich so angetan bin? Kartoffel-Käse-Rösti. Aktuell befindet sich die vegetarische Weltreise in der schönen Schweiz und da bieten sich Rösti natürlich an. Normalerweise genügt es auch, nur Kartoffeln, egal ob gekocht oder roh, zu verwenden. Die darin enthaltene Stärke sorgt dafür, dass die klein geschnittenen Kartoffelstücke als Rösti zusammen kleben. Mit dem geschmolzenen Käse kleben die kleinen Kartoffelstücke natürlich noch besser zusammen, ganz zu schweigen vom tollen Geschmack, den die Rösti aufgrund des zusätzlichen Käses bekommen. Wenn ihr dann noch einen Salat dazu esst, habt ihr eine leckere Mahlzeit.

Vegetarische Weltreise - Schweiz

Zutaten (4 Stück):
1 kg Kartoffeln
300 g Emmentaler
110 g Zwiebeln
etwas Abrieb von einer Muskatnuss
Pfeffer
1 TL Salz
ca. 1-2 EL Olivenöl

Zubereitung:

  • Die Kartoffeln schälen.
  • Anschließend die Kartoffeln mit einer Küchenmaschine oder einer Reibe klein raspeln.
  • Die kleinen Kartoffelstücke ausdrücken, so dass sie etwas Flüssigkeit verlieren.
  • Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Den Emmentaler in kleine Würfel schneiden.
  • Kartoffel-, Zwiebel- und Emmentalerstücke in einer Schüssel vermischen.
  • Die Röstimasse mit Muskat, Pfeffer und Salz würzen.
  • Eine kleine Pfanne verwenden und darin etwas Olivenöl erhitzen.
  • 1/4 der Röstimasse in die Pfanne geben, mit einem Löffel leicht andrücken und anschließend von beiden Seiten knusprig braten.

Dauer: 2 Stunden

Kartoffel-Kaese-Roesti

Gesund durch den Winter mit frischen Vitaminen – Sprossen

Im Sommer könnt ihr Obst und Gemüse im eignenen Garten oder auf dem Balkon anpflanzen. So kommt ihr jederzeit an viele frische Vitamine, indem ihr die Lebensmittel erst kurz vor dem Zubereiten der Mahlzeit erntet. Aber wie gelangt man im Winter an frische Vitamine? Bis das Obst und Gemüse, das ihr im Winter im Supermarkt kauft, bei euch im Einkaufswagen oder auf dem Teller landet, sind im Normalfall seit der Ernte bereits viele Stunden oder sogar Tage vergangen. Der Vitamingehalt des Obsts und Gemüses leidet darunter natürlich auch. Für dieses Problem gibt es zum Glück eine Lösung.

Sprossen

Das Zauberwort heißt selbst gezogene Sprossen. In den 90ern erfreuten sich die Sprossen bereits großer Beliebtheit. In vielen Haushalten gab es Sprossentürme, Keimgläser oder -schalen, in denen die Vitaminbomben auf der Fensterbank selbst gezogen wurden. Irgendwann verschwanden sie allerdings von der Bildfläche.

Im Frühsommer 2011 erlangten die Sprossen wieder mehr Aufmerksamkeit, allerdings waren das Negativschlagzeilen. Könnt ihr euch noch an den EHEC-Skandal erinnern, der von verseuchten Sprossen verursacht wurde? Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurden die Sprossen immer unbeliebter, meiner Meinung nach völlig zu Unrecht.

Fertig gezogene Sprossen würde ich zwar immer noch nicht in einem Geschäft kaufen. Aber was spricht dagegen, die Sprossen zu Hause selbst zu ziehen? Dort habt ihr die komplette Kontrolle darüber, ob sie bei der richtigen Temperatur gewachsen sind, regelmäßig gewässert wurden…

Sprossen im Keimglas

Auf den meisten Verpackungen der Samenkörner steht, wie oft die jeweilige Sorte gewässert werden muss, im Normalfall ein- bis dreimal pro Tag. Daran solltet ihr euch auch halten. Wässert ihr zu oft, kann es dazu führen, dass die Sprossen verschimmeln, wässert ihr zu wenig, können die Sprossen, v.a. an den ersten Tagen, vertrocknen. In beiden Fällen bleibt euch nichts anderes übrig als die Sprossen wegzuwerfen. Außerdem ist es wichtig, dass die Sprossen nah genug am Fenster stehen, so dass sie ausreichend Tageslicht abbekommen, das wichtig für deren Wachstum ist. Die ideale Zimmertemperatur beträgt zwischen 18°C und 21°C. Wenn ihre dies beachtet, habt ihr, je nach Sprossensorte, bereits nach 5 bis 7 Tagen vitaminreiche, leckere Sprossen.

Bei der Wahl der Samenkörner habt ihr die Qual der Wahl. Ihr könnt euch z.B. für Alfalfa entscheiden, das mild im Geschmack und reich an Vitaminen ist. Linsensprossen haben einen leicht nussigen Geschmack. Die Sprossen von Rucolasamen schmecken würzig, die von Sesamkörnern hingegen schmecken auch nussig. Neben den eben genannten könnt ihr noch weitere Sprossen ziehen, z.B. aus Samen von Amaranth, Senf, Kichererbsen, Sonnenblumen, Gerste, Radieschen.

Sprossen in der Keimschale

Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, habe ich sowohl ein Keimglas als auch eine Keimschale verwendet. Mir gefällt das Keimglas besser, da die darin enthaltenen Sprossen sich besser wässern lassen als in der Schale. Im Keimglas finde ich es leichter, das übrige Wasser zu entfernen; einfach das Glas umdrehen und das Wasser durch das Sieb im Deckel abfließen lassen. Bei der Schale hingegen müsst ihr entweder immer nur wenig Wasser verwenden und dann durch das vorhandene Ausgußloch abfließen lassen oder jedes Mal das Sieb entfernen, damit ihr das Wasser aus der sich darunter befindenden Schale wegschütten könnt. Vom ersten Tag der Anzucht bis zur Ernte habe ich leider beim Wässern der Keimschale einige Sprossen verloren, da sie beim Abgießen des Wassers aus dem Gitter gefallen sind. Sprossentürme finde ich auch nicht so optimal, da ihr dann nicht in einem Stockwerk Sprossen ziehen könnt, die einmal am Tag gewässert werden müssen, und im anderen welche, die ihr dreimal täglich wässern müsst, d.h. sie müssen auf allen Ebenen immer gleich viel Wasser bekommen. Auch wachsen die Sprossen in dem Keimglas viel schneller als in der Keimschale. Ich habe Alfalfa-Sprossen sowohl im Keimglas als auch in der Keimschale gezogen. Die im Keimglas haben bereits am ersten Tag kleine, grüne Triebe gezeigt und waren insgesamt den anderen aus der Keimschale um ca. 3 Tage voraus.

Jetzt bin ich sehr gespannt, wie eure Erfahrungen mit Sprossen sind. Zieht ihr selbst Sprossen? Wenn ja, verwendet ihr ein Keimglas, einen Turm, eine Schale oder etwas ganz anderes? Welches sind eure Lieblingssorten? Wie „verarbeitet“ ihr die Sprossen? Ich verwende sie meistens nur im Salat oder aufs Brot, bin aber dankbar für weitere Alternativen.