Marmor-Guglhupf

Der Marmorkuchen zählt für mich eher zu den trockenen Kuchensorten. Ich bevorzuge mehr die saftigen Kuchen, die auch Früchte enthalten. Umso erstaunter war ich als ich das erste Stück dieses Kuchens gegessen habe. Er war extrem saftig und das auch noch am zweiten Tag.

Marmor-Guglhupf

Normalerweise wäre ich nie auf die Idee gekommen, selbst einen Marmorkuchen zu backen, da er mir einfach zu trocken ist. Aber da ich nach dem Zubereiten eines anderen Gerichts noch ein warmes Bratrohr hatte, außerdem Lust auf Kuchen hatte und es leider Sonntag war, so dass ich keine Früchte oder andere Zutaten einkaufen konnte, die einen Kuchen in meinen Augen saftiger machen, habe ich mich spontan doch dazu entschlossen, einen Marmorkuchen zu backen. Im Internet wurde ich schnell fündig und konnte den Teig noch zu Ende rühren bevor ich das andere Essen aus dem Bratrohr nehmen musste. Ich war vom Ergebnis total begeistert, da der Kuchen wunderbar saftig und locker war. Selbst am nächsten Tag hat er noch wie frisch gebacken geschmeckt. Ich werde ihn wohl bald wieder einmal backen, wenn ich Lust auf einen Kuchen habe, der ohne große Aufwand gebacken werden kann.

Das Orginalrezept habe ich für meine kleine Form halbiert, in der Annahme, das wäre dann die richtige Teigmenge. Während des Backens musste ich leider feststellen, dass das Backpulver im Teig wohl eifriger gearbeitet hat als ich angenommen habe. Durch den Rost, auf dem der Kuchen stand, ist Teig nach unten getropft und es hat sich am Boden des Bratrohrs ein wunderbar braunes Häufchen gebildet. Ich gehe lieber nicht ins Detail wonach es ausgesehen hat… Das nächste Mal werde ich die gleich Teigmenge auf meine Kuchenform und zwei bis drei zusätzliche Muffinförmchen verteilen. Dann sollte es passen.

Welche Kuchensorten esst ihr gerne? Lieber schokoladige Kuchen oder doch eher die fruchtigen Varianten oder etwas ganz anderes?

Zutaten (Guglhupfform 15 cm Durchmesser + 2 bis 3 Muffinförmchen):
125 g Butter
125 g Zucker
175 g Weizenmehl (Type 405)
8 g Backpulver
2 Eier
125 ml Milch
1,5 EL Kakao
Puderzucker

Zubereitung:

  • Butter und Zucker in einer Schüssel mit dem Mixer schaumig rühren.
  • Die beiden Eier trennen.
  • Die beiden Eigelb zu der Butter-Zucker-Mischung geben und nochmals schaumig rühren.
  • Mehl, Backpulver und die Milch dazu geben und mit dem Mixer verrühren.
  • Nun in einer zweiten, sauberen Schüssel die beiden Eiweiß steif schlagen. Dazu ist es wichtig, dass ihr die Quirle des Mixers gründlich vom bisherigen Teig säubert. Andernfalls wird der Eischnee nicht richtig fest.
  • Den Eischnee vorsichtig unter den Teig in der ersten Schüssel heben und nocheinmal kurz mit einem Handrüher vermischen.
  • Die Hälfte des Teiges in eine zweite Schüssel geben und mit dem Kakaopulver vermischen, so dass der Teig gleichmäßig braun ist.
  • Die Guglhupf-Form mit einem Pinsel und etwas Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben, damit ihr den fertigen Kuchen gut aus der Form lösen könnt.
  • Den weißen Teig gleichmäßig in der Form verteilen.
  • Genauso gleichmäßig den brauen auf dem weißen Teig verteilen.
  • Anschließend mit einer Gabel einmal grob durch den Teig fahren. So erhaltet ihr das charakteristische Muster des Marmorkuchens.
  • Den restlichen Teig in die ebenfalls zuvor eingefetteten Muffinförmchen verteilen.
  • Den Kuchen und die Muffinförmchen bei 175°C (Umluft, mittlere Schiene) für 35 min backen. Bei den Muffins eventuell schon vorher den Stäbchentest machen, ob sie schon fertig sind.
  • Den fertigen Marmor-Guglhupf in der Form abkühlen lassen, aus der Form lösen, umdrehen und mit Puderzucker gleichmäßig bestäuben.

Quelle: Chefkoch

Dauer: 1 Stunde

Mini-Schoko-Croissants mit Nougat-Füllung

Zu meinem aktuellen Blog-Event vegetarische Weltreise – Frankreich will ich selbst noch ein zweites Rezept beisteuern. Dabei sind mir sofort Croissants eingefallen.

Schoko-Croissants mit Nougat-Fuellung

Auch wenn es Legenden gibt, nach denen das Croissant nicht aus Frankreich, sondern aus Österreich oder der Türkei stammt, kann ich das nicht glauben. Was einen so wunderbar klingenden, französischen Namen hat, kann einfach nur französisch sein. Die Bezeichnung Croissant stammt vom französischen Ausdruck croissant de lune, was so viel bedeutet wie zunehmende Mondsichel.

Auch wenn ich sonst experimentierfreudig bin, was das Kochen und Backen betrifft, so habe ich vor dem Herstellen des Blätterteiges einen so großen Respekt, dass ich mich noch nicht selbst heran getraut habe. Ich habe gehört, dass es kompliziert ist, einen guten Blätterteig selbst herzustellen, der sich beim Backen in filigrane Schichten zerteilt. Habt ihr ein Blätterteigrezept, das immer gelingt? Ausprobieren würde ich es dann doch gerne einmal. Aus den eben genannten Gründen verwende ich für dieses Rezept den Fertigblätterteig.

Vegetarische Weltreise - Frankreich

Zutaten (14 Stück):
275 g Fertig-Blätterteig
40 g Nuss-Nougat
1 TL Milch
60 g zartbitter Schokolade

Zubereitung:

  • Den fertig ausgerollten Blätterteig der Länge nach einmal halbieren.
  • Aus beiden Blätterteighälften Dreicke schneiden. Dabei ist die Schmalseite eines Dreicks (rot in der Zeichung) ca. 9 cm lang und die beiden Längsseiten (blau in der Zeichung) ca. 12 cm lang. Da es etwas schwieirg ist das Ganze zu beschreiben, habe ich eine kleine Zeichung angefertigt.

Croissants Teig schneiden

  • Nun den Nougat in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und diese dann in 1 cm x 1cm große Würfel.
  • An die Schmalseite jedes Dreiecks einige Nougatwürfel legen.
  • Nun jedes Dreieck von der Schmalseite zur Spitze hin aufrollen.
  • Da der Nougat während des Backens schmilzt, müssen die Enden der gerade gerftigten Rollen gut verklebt werden. Damit das Ganze auch noch halbwegs hübsch aussieht, habe ich die Enden mit den Fingern zu Spitzen gezwirbelt.
  • Um dem Namen Mondsichel gerecht zu werden, nun die Rollen ein bißchen U-förmig biegen.

Croissants rollen

  • Die Corissants auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
  • Mit einem Pinsel die Croissants vorsichtig mit Milch bestreichen.
  • Die Croissants für 20 min im nicht vorgeheizte Bratrohr bei 220°C (mittlere Schiene, Umluft) backen.
  • Sind die Croissants knusprig und leicht braun, so können sie zum Abkühlen aus dem Bratrohr genommen werden.
  • Währenddessen die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen.
  • Nun die beiden Enden der Corissants gleichmäßig in die flüssige Schokolade tauchen und trocknen lassen.

Dauer: 1,5 Stunden

Schoko-Croissants

Krapfen

Ich bin ein Faschingsmuffel. Deswegen könnte man, wenn es nur nach mir gehen würde, die fünfte Jahreszeit problemlos ausfallen lassen. Worauf ich aber auf keinen Fall verzichten kann, sind die Krapfen.

Krapfen

Ich mag es total gerne, dass es die Krapfen mit so vielen verschiedenen Füllungen gibt: mit Himbeer-, Aprikosen, oder Hagebuttenmarmelde, mit Schoko- oder Vanillecreme, mit einer Eierlikör-, Tiramisu- Stracciatella- oder Karamellmasse. Da ist für jeden etwas dabei. Welche Füllungen kennt ihr noch und welche esst ihr am liebsten? Ich mag die Krapfen gerne klassisch mit einer Marmeladenfüllung. Am liebsten mag ich eine Johannisbeer-Himbeer-Füllung. Krapfen, die mit Hagebuttenmarmelade gefüllt sind, mag ich hingegen gar nicht.

Zutaten für 30 Krapfen:
250 ml Milch
1 Würfel Hefe
500 g Weizenmehl (Type 405)
2 Eier
2 Eier davon das Eigelb
40 g Zucker
50 g Butter
1 Prise Salz
Sonnenblumenöl zum Frittieren
250 g Himbeermarmelade / Himbeer-Johannisbeer-Gelee
Puderzucker

Zubereitung:

  • Die Butter aus dem Kühlschrank stellen, damit sie weich wird.
  • 100 ml Milch laurwam erhitzen.
  • Hefe klein bröseln, zur Milch geben und verrühren.
  • 150 g Mehl dazu geben und zu einem Teig verarbeiten.
  • Teig ca. 25 min an einem warmen Ort ruhen lassen.
  • Die beiden Eier, die 2 Eigelb und den Zucker verrühren.
  • Die Ei-Zucker-Mischung, 150 ml Milch, 350 g Mehl, die Butter, die Prise Salz und den Vorteig zu einem glatten Teig verrühren.
  • Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort erneut ca. 25 min ruhen lassen.
  • Ein Backbleck mit Mehl bestäuben, um die geformten Krapfen nochmals gehen zu lassen.
  • Den Teig in 30 g große Stücke aufteilen, diese zu Kugeln formen, auf das Blech legen und ein bißchen platt drücken. Am Besten auch die Hände mit Mehl bestäuben, damit der Teig nicht kleben bleibt.
  • Die geformten Krapfen nochmal 45 min gehen lassen. Dabei sollte sich die Teigmenge jeweils verdoppeln.

Krapfen roh

  • Das Öl in eine Pfanne oder einen Wok geben und erhitzen bis es Blasen wirft.
  • Die Krapfen nach und nach von beiden Seiten goldgelb backen, heraus nehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

Krapfen im Wok

  • Die Krapfen mit einem Spritzbeutel mit Marmelade füllen und mit Puderzucker bestäuben.

Dauer inkl. Wartezeiten: 3,5 Stunden

Schoko-Macarons

Schon länger reizt es mich, Macarons selbst zu machen. Aber die ganzen Erfahrungsberichte auf anderen Blogs fand ich doch sehr abschreckend: “Erst beim fünften Anlauf hat es geklappt.”, “Meine Macarons sind gerissen und ließen sich nicht in einem Stück vom Backblech lösen.”. Natürlich gab es auch Berichte über Erfolgserlebnisse und das wird zum Glück auch einer von der positiven Sorte.

Schoko-Macarons

Ich muss gestehen: einen Fehlversuch hatte ich auch. Beim ersten Versuch habe ich den Fehler gemacht und “nur” gemahlene Mandeln gekauft. Ich habe mich schon gewundert, wie ich die hellbraunbraun, beige und dunkelbraunen Mandelkrümel zu einer gleichmäßig einfarbigen Masse bekommen soll. Aber ich dachte mir, dass das schon irgendwie klappen wird. So weit bin ich bei diesem Versuch aber gar nicht erst gekommen.

In allen Rezepten wird berichtet, man solle die gemahlenen Mandeln erst einmal sieben. Gesagt getan. Nach 30 Minuten und 7 g erfolgreich gesiebten Mandeln habe ich kapituliert. Dank des Siebens blieben wirklich nur noch die hellen, beigen Mandelkrümel übrig. Aber ich war zu sehr gefrustet und wollte nicht weiter machen. Das Ganze hatte mir bis dahin viel zu lange gedauert. Also habe ich das Ganze erst einmal verschoben und mich weiter im Internet und v.a. im Supermarkt schlau gemacht. Es gibt nämlich zweierlei Sorten gemahlene Mandeln: die gemahlenen Mandeln, deren Krümel unterschiedliche Brauntöne haben, und die gemahlenen blanchierten(!) Mandeln. Die zweiten sind genau die Richtigen. Zum Einen enthalten sie keine gemahlenen dunkelbraunen Schalen, was auch mein Farbproblem löst. Zum anderen sind sie auch viel feiner, fast pulvrig. Also achtet bei eurem Einkauf darauf, dass auf der Tüte auch wirklich blanchiert steht und nicht nur gemahlene Mandeln.

Da ich bisher nur Macarons mit Schoko-Füllung gegessen habe, bin ich auf der Suche nach Alternativen. Womit sind die Macarons gefüllt, die ihr am liebsten esst? Welche Füllung verwendet ihr, wenn ihr Macarons selbst herstellt?

Dies ist mein Beitrag zu meinem Blog-Event Vegetarische Weltreise – Frankreich.
Vegetarische Weltreise - Frankreich

Zutaten (8 – 10 Stück):
45 g gemahlene, blanchierte(!) Mandeln
75 g Puderzucker
36 g Eiweiß (sollte einem Eiweiß entsprechen; trotzdem genau abwiegen)
rote, flüssige Lebensmittelfarbe
10 g Zucker
50 g Zartbitterschokolade
10 g flüssige Sahne
etwas Öl

Zubereitung:

  • Die meisten Quellen geben an, dass die gemahlenen Mandeln und der Puderzucker gesiebt werden sollen. Aber dank meines ersten Fehlversuches fand ich das so abschreckend (und ehrlich gesagt, war ich außerdem auch zu faul), dass ich die gemahlenen Mandeln und den Puderzucker ungesiebt zusammen in eine Schüssel gegeben habe und so lange mit dem Schneebesen durchgerührt habe, bis alles schön vermischt und keine Klumpen mehr vorhanden waren.
  • In einer weiteren, sauberen Schüssel das Eiweiß mit einem Mixer steif schlagen.
  • Die 10 g Zucker zum Eiweiß geben und das Eiweiß nochmals steif schlagen.
  • Die Lebensmittelfarbe dazu geben bis der gewünschte Farbton erreicht ist und das Eiweiß nochmals mit dem Mixer schlagen.
  • Die Mandel-Puderzucker-Masse auf drei Mal zum Eiweiß geben und vorsichtig umrühren.
  • Nun das Backblech mit Backpapier auslegen. Damit dies nicht verrutscht oder wellig ist, habe ich im am Rand etwas Öl auf dem Backblech verteilt und dann das Backpapier darauf “geklebt”. Dadurch wollte ich sicherstellen, dass die Macarons während des Backens im Ofen eine glatte, gerade Unterlage haben und gleichmäßig werden.
  • Die rosa Macarons-Masse nun in einen kleinen Gefrierbeutel geben. Ein Eck am Gefrierbeutel abschneiden, so dass ein Loch von ca 0,5 cm ensteht.
  • Die Masse nun mit gleichmäßigem Druck auf das Backpapier spritzen, so dass gleichmäßig große Kreise entstehen. Meine Kreise hatten ein Durchmesser von ca. 3 cm. Dadurch, dass sie noch ein bißchen breiter und flacher werden, war mir das für das Gesamtergebnis fast ein bißchen zu viel, so dass ich es das nächste Mal mit ca. 2 cm Kreisdurchmesser versuchen werde.
  • Die noch nicht gebackenen Macarons haben jetzt noch keine schöne, gleichmäßige Oberfläche. Um das zu ändern sucht ihr euch jetzt am besten einen gepolsterten Stuhl oder legt ein dickes Handtuch auf die Arbeitsfläche eurer Küche. Laßt das Backblech nun einige Male vorsichtig(!) aus ca. 5 cm Höhe auf die weiche Unterlage fallen. Aufgrund der geringen Erschütterung formen sich nun nach und nach gleichmäßige Macarons mit einer glatten Oberfläche.
  • Nun müssen die Macarons für ca. 15 min außerhalb des Ofens leicht antrocknen, so dass ihre Oberfläche eine leichte Haut bekommt.
  • Den Ofen währenddessen auf 150°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Sobald die Temperatur erreicht und die 15 min vergangen sind, könnt ihr das Backblech in den Ofen schieben und die Temperatur auf 145°C herunter schalten.
  • Die Macarons nun für 12 min backen.
  • Anschließend das Backblech aus dem Ofen nehmen und die Macarons auf dem Blech und auf dem Backpapier abkühlen lassen.
  • Die Sahne in einem Topf erhitzen.
  • Die Schokolade zur Sahne geben und diese unter regelmäßigem Umrühren schmelzen lassen.
  • Sobald die Schokolade komplett geschmolzen ist, den Topf vom Herd nehmen und die Masse mit einem Schneebesen gründlich vermischen.
  • Die abgekühlte Schokomasse zwischen jeweils 2 Macaronhälften gleichmäßig verteilen und dann die beiden Hälften aufeinander kleben.

Dauer: 1,5 Stunden

Quelle: Krümelkreationen

Salzburger Nockerln

Kennt ihr das Lied “Salzburger Nockerln” von Peter Alexander? Ich finde, damit beschreibt er die Salzburger Nockerln sehr treffend: Salzburger Nockerln, Salzburger Nockerln, süß wie die Liebe und zart wie ein Kuß. Salzburger Nockerln, Salzburger Nockerln, sind wie ein himmlischer Gruß.

Salzburger Nockerln

Salzburger Nockerln sind ein fluffig, leichtes Eier-Dessert, das außen karamellfarben und etwas fest und im Inneren leicht saftig ist. Sie werden noch warm genossen. Wie der Namen bereits vermuten läßt, stammt dieses Gericht aus Salzburg.

Die genaue Herkunft der Salzburger Nockerln ist nicht eindeutig geklärt. Einerseits soll die Speise von Salome Alt, der Mätresse des Salzburger Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau, stammen. Andererseits soll diese Speise auf Napoleon Bonaparte zurück gehen. In einem sind sich aber alle Überlieferungen einig, nämlich was die Nockerln symbolisieren sollen. Traditionell sollen die Salzburger Nockerl wie drei Hügel geformt und am Ende mit Puderzucker bestäubt werden. Diese Hügel stellen die drei Hausberge Salzburgs (Gaisberg, Mönchsberg und Kapuzinerberg), vom Schnee gezuckert, dar.

Da dies ein typisches Gericht aus Österreich ist, paßt es sehr gut zu meinem Blog-Event Vegetarische Weltreise – Österreich.
Vegetarische Weltreise - Österreich

Zutaten (2 Portionen):
4 Eiweiß
2 Eigelb
3 EL Zucker
1 EL Weizenmehl (Type 405)
etwas Margarine
1/2 TL Puderzucker

Zubereitung:

  • Das Bratrohr auf 150°C Umluft vorheizen.
  • Die Eier trennen. Dabei die Eigelb und die Eiweiß jeweils in getrennte Schüsseln geben.
  • Die Eiweiß mit 1 EL Zucker mit den Quirlen des Mixers steif schlagen. Anschließend die Schüssel beiseite stellen.
  • Die Eigelb mit 1 EL Zucker schaumig rühren.
  • Das Mehl zu der Eigelb-Zucker-Mischung geben und erneut mit dem Mixer verrühren. Dabei entsteht eine klebrig, zähe Masse.
  • Die Quirle des Mixers säubern bevor damit erneut das Eiweiß steif geschlagen wird. Ansonsten fällt es eventuell zusammen, wenn beim Schlagen noch etwas Eigelb in die Eiweißmasse gelangt.
  • Die Eiweißmasse ist mittlerweile etwas zusammen gefallen. Das soll auch so sein. Nun muss das Eiweiß zusammen mit einem weiteren EL Zucker erneut steif geschlagen werden.
  • Anschließend die Eigelb-Zucker-Masse vorsichtig mit einem Schneebesen unter das steif geschlagene Eiweiß rühren bis die gesamte Masse einen einheitlichen, zarten orangen Farbton hat.
  • Nun eine kleine Auflaufform oder zwei Teller, die man bei 150°C ins Bratrohr stellen kann (Vorsicht, das ist nicht bei allen der Fall!), mit Margarine einpinseln. Dadurch lassen sich die fertigen Nockerln besser lösen.
  • Vorsichtig die Masse in die Form oder auf die beiden Teller verteilen. Wer mag kann die traditionellen 3 Hügel formen, oder wie auf meinem Foto, nur einen.
  • Die Nockerln nun für 12 bis 15 min ins Bratrohr bei 150°C Umluft (mittlere Schiene) stellen. Dabei die Türe das Bratrohrs nicht mehr öffen, da sie ansonsten zusammen fallen können.
  • Haben die Nockerln einen karamellfarbenen Farbton erreicht, sind sie fertig und können mit Puderzucker bestäubt werden.

Dauer: 30 Minuten

Limettenkekse

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Nachdem ich euch bereits die Nougatplätzchen mit flüssigem Kern und die Vanillekugeln vorgestellt habe, gibt es mein letztes Plätzchenrezept für dieses Jahr: Limettenkekse.

Limettenkekse

Als ich dieses Rezept im Internet entdeckt habe, hat es mich sofort angelacht. Ich liebe den Geschmack von Limetten und auch den von Marzipan, wie ich vor Kurzem festgestellt habe. Bis vor zwei Jahren dachte ich nämlich, ich mag keine Marzipan. Wie ich auf diese Idee kam, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber sobald ich irgendwoe gelesen habe, dass Marzipan enthalten ist, habe ich es nicht gegessen. Vor zwei Jahren konnte ich aber nicht widerstehen als ich an Weihnachten einen gefüllten Plätzchenteller vor mir stehen hatte und darauf auch Plätzchen mit einer Marzipanschicht entdeckt habe. Obwohl ich der Meinung war, kein Marzipan zu mögen, habe ich mir ein Marzipanplätzchen genommen und gegessen. Danach wanderte noch ein zweites Marzipanplätzchen in meinen Mund und ein drittes… Das war wie eine Aha-Erlebnis: Marzipan schmeckt doch!

Umso mehr habe ich mich also gefreut als ich dieses Rezept entdeckt habe, das Limette und Marzipan vereint. Ein kurzer Check in der Küche: bis auf eine Limette ist alles vorhanden. Diese habe ich dann noch eingekauft und wollte am nächsten Tag loslegen. Vor dem Backen habe ich alle Zutaten heraus gelegt bis auf das Marzipan, denn es war unauffindbar. Was für mich typisch ist, dass mir so etwas an einem Tag passiert, an dem die Geschäfte nicht geöffnet haben. Ich schaffe es sogar, dass ich Zutaten für ein Rezept auf die Einkaufsliste schreibe, durch den Supermarkt gehe, nochmal die Liste überprüfe, ob alles im Einkaufswagen ist, zu Hause ankomme und dann doch etwas von der Liste vergessen habe. Im Fall des Marzipans war es aufgrund der geschlossenen Geschäfte leider nicht mehr möglich noch Marzipan zu kaufen. Also habe ich die Plätzchen abgewandelt und es gab die Limettenkekse ohne Marzipan. Und jetzt ratet mal, was ich in der Küche entdeckt habe als die Limettenkekse lecker duftend in der Küche standen? Richtig, das gesuchte Marzipan.

Die Limettenkekse haben mir gut geschmeckt, allerdings war vom erhofften Limettengeschmack nicht allzu viel zu schmecken. Wenn man die Limettenkekse einfach in Kekse umbennent und nicht auf einen leicht sauren geschmack wartet, sind sie sogar sehr lecker. Das nächste Mal werde ich sie mit etwas weniger Zucker und dafür mit mehr Limettensaft backen.

Zutaten (ca. 70 Stück):
150 g Butter
200 g Zucker
1 Ei
1 EL Limettensaft
230 g Weizenmehl (Type 405)

Zubereitung:

  • Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank stellen, so dass sie weich ist und gut verarbeitet werden kann.
  • Butter und Zucker in einer Schüssel verrühren.
  • Das Ei und den Limettensaft dazu geben.
  • Das Mehl mit den restlichen Zutaten vermischen und zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • Den Teig in zwei Teile teilen und aus jedem auf einer mehligen Arbeitsfläche eine Rolle formen, die ca. 3 cm Durchmesser hat.
  • Die Rollen in Frischhaltefolie einwickeln und für ca. 30 min ins Gefrierfach legen.
  • Das Bratrohr auf 180°C (Heißluft) vorheizen.
  • Die Rollen aus der Folie nehmen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Zweie Backbleche mit Backpapier belegen, die Teigscheiben darauf verteilen und die Kekse für 10 min auf den mittleren Schienen backen. Da die Kekse noch etwas aufgehen werden, empfiehlt es sich, genug Platz zwischen den einzelnen Teigscheiben zu lassen.

Dauer: ca. 1 Stunde

Quelle: Stephis Köstlichkeiten

Vanillekugeln

Dieses Rezept ist bereits die dritte Version, in der ich diese Zutatenkombination gebacken habe. Die Zusammensetzung und Mengen der einzelnen Zutaten habe ich dabei nicht verändert.

Vanillekugeln

Vor einigen Jahren habe ich mich auf die Suche nach einem tollen Rezept für Vanillekipferl gemacht und wurde fündig. Die Kipferl haben sehr gut geschmeckt, das stand außer Frage. Allerdings ist der Teig sehr krümelig und somit ist es sehr schwer, gleichmäßige Vanillekipferl zu formen.
Im Jahr darauf habe ich sie wieder nach demselben Rezept gebacken. Im Hinterkopf hatte ich noch, dass die Verarbeitung des Teiges im Jahr zuvor nicht so toll war, aber egal, die Kipferl haben geschmeckt. Da muss man eben in den sauren Apfel beißen und das auf sich nehmen. Als ich dann nach wenigen Minuten ins Bratrohr geschaut habe, staunte ich nicht schlecht. Auf dem Backblech war nur noch ein einziger geschmolzener, schwarz gepunkteter Margarine-See zu sehen. Kurz nachgedacht, was habe ich falsch gemacht? Der Blick zum Mehl war des Rätsels Lösung. Ich hatte das Mehl zwar heraus gestellt, aber vergessen in den Teig zu rühren. Beim Vermischen der Zutaten hatte ich mich schon gefreut, dass dieses Mal die Verarbeitung wohl keine allzu großen Probleme bereiten dürfte. Vielleicht hatte ich das einfach nur falsch in Erinnerung vom Jahr zuvor. Nachdem ich schnell das Blech aus dem Ofen genommen hatte, dachte ich mir, schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden. Wieso also nicht einfach das Mehl noch dazu geben, nochmal kurz durchkneten und dann die Vanillekipferl formen? Gesagt, getan. Das Formen der Vanillekipferl war ein Kinderspiel im Vergleich zum Vorjahr. Seitdem habe ich immer, entgegen des ursprünglichen Rezeptes, die Margarine zuerst in einem Topf auf dem Herd geschmolzen und dann mit den restlichen Zutaten vermischt. Das war also die zweite Version des Rezeptes.

Letztes Jahr wollte ich wieder Vanillekipferl machen. Aber wieso eigentlich Kipferl? Kugeln wären doch sicher auch eine tolle Idee, denn Vanillekipferl kann schließlich jeder. Seitdem gibt es bei mir Vanillekugeln anstelle der Kipferl.

Zutaten (ca. 50 Stück):
200 g Margarine
100 g Vanillezucker
1 Vanilleschote
100 g Mandeln
260 g Weizenmehl (Type 405)

Zubereitung.

  • Die Margarine bei kleiner Flamme in einem Topf schmelzen.
  • Den Vanillezucker unter die flüssige Margarine mischen und zu einer glatten Masse verrühren.
  • Die Vanilleschote der Länge nach durchschneiden und mit einem Messer das Vanillemark heraus kratzen. Das Vanillemark ebenso in den Topf geben. Die leere Vanilleschote kann noch zu Vanillezucker verarbeitet werden.
  • Die Mandeln mahlen und zusammen mit dem Mehl zu den bisherigen Zutaten geben und verkneten
  • Ein Backbleck mit Backpapaier auslegen.
  • Die Kugeln formen. Dazu jeweils ca. 1 EL von dem Teig nehmen, zu einer Kugel formen und auf das Blech legen. Der Teig ist extrem krümelig. Am besten läßt er sich formen, wenn die Hände sehr warm sind. Deshalb zwischendurch immer wieder die Hände mit heißem Wasser waschen.
  • Das Bratrohr auf 190°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Sobald die Temperatur erreicht ist, die Kugeln für ca. 10 min auf der mittleren Schiene hellbraun backen.

Dauer: ca. 1 Stunde

Nougatplätzchen mit flüssigem Kern

Letztes Jahr habe ich festgestellt, dass ich wohl ein anderes Plätzchenbackverhalten wie die Masse der Plätzchenbäcker habe. Und wem habe ich diese Erkenntnis zu verdanken? Meinem Blog.

Nougatplaetzchen mit fluessigem Kern

Normalerweise backe ich die erste Hälfte des Dezembers noch keine Plätzchen. So richtig losgelegt wird dann erst ein oder zwei Tage vor Heiligabend, damit die Plätzchen pünktlich zu Weihnachten fertig sind. Ich habe davor meistens auch gar nicht das Bedürfnis Plätzchen zu backen, geschweige denn sie zu essen. Die Mehrheit der Plätzchen verschenke ich dann immer an Weihnachten und esse nur einen kleinen Teil selbst. Als ich letztes Jahr meine Plätzchen gebacken hatte, fiel mir auf, dass ich viel zu spät dran bin, um sie zu verbloggen. Wen interessiert denn nach Weihnachten noch ein Plätzchenrezept und sei es noch so toll? Deshalb habe ich mir extra im Kalender für dieses Jahr vorgemerkt, dass bereits Anfang Dezember die Plätzchen fertig sein müssen, damit ich sie euch präsentieren kann. Nun kommt ihr in den nächsten Tagen in den Genuss von drei, wie ich finde, sehr leckeren Plätzchenrezepten. Den Anfang machen die Nougatplätzchen mit flüssigem Kern.

Zutaten (ca. 30 Stück):
125 g weiche Butter
100 g Zucker
2 Eier
180 g Weizenmehl (Type 405)
100 g gemahlene Haselnüsse
1 TL Backpulver
60 g Nußnougat

Zubereitung:

  • Butter und Zucker in einer Schüssel vermischen.
  • Die beiden Eier dazu geben.
  • Zu den bisherigen Zutaten Mehl, Haselnüsse swie Backpulver dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  • Das Nußnougat in Würfel schneiden, die eine ca. 1 cm lange Kante haben.
  • Das Bratrohr auf 170°C (Heißluft) vorheizen.
  • Nun können die Plätzchen geformt werden. Da der Teig sehr klebrig ist, empfiehlt es sich, neben die Arbeitsfläche eine kleine Schüssel mit kaltem Wasser zu stellen und die Hände immer wieder einzutauschen. Dadurch bleibt der Teig fast gar nicht an den Fingern kleben.
  • Für jedes Plätzchen ca. 1 TL Teig aus der Schüssel nehmen, ihn zu einer Kugel formen, in die Mitte eine kleine Mulde formen, darin das Nußnougat legen und dieses mit dem Teig komplett umschließen.
  • Zwei Backbleche mit Backpapier belegen und darauf die Kugeln legen. Da die Kugeln während des Backens breiter und niedriger werden, muss zwischen den einzelnen Kugeln genug Platz bleiben.
  • Die Plätzchen nun auf den mittleren Schienen für ca. 12 min backen.

Dauer: ca. 45 Minuten

Quelle: Cake Friday

Mit diesen Plätzchen nehme ich am Event KEKSin’ around the Christmas Time von Genusskochen teil.

Außerdem nimmt das Rezept am Event In der Weihnachtsbäckerei von SchokoladenFee teil.
In der Weihnachstbäckerei

Zwetschgendatschi

Noch ein paar Tage ist Zwetschgensaison und dann ist es leider auch schon wieder vorbei mit dem leckeren Obst. Zu meiner Schande musste ich feststellen, dass ich euch noch gar nicht das Rezept für meinen Lieblingskuchen vorgestellt habe, den Zwetschgendatschi.

Zwetschgendatschi

Datschi? Ja, ihr habt richtig gelesen. Woher das Wort stammt ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt zwei Erklärungsansätze. Einerseits könnte es vom ober- und mitteldeutschen Wort “detschen” oder “datschen” abgeleitet sein. Bei der Herstellung des Kuchens werden die Zwetschgen in den Teig gedatscht, also gedrückt. Der zweite Erklärungsansatz ist, dass sich das Wort Datschi von dem Gebäude ableitet, in dem der Zwetschgendatschi früher ursprünglich hergestellt wurde und das war eine “Datsche”, also ein Landhaus.

Und wer hats erfunden? Nicht die Schweizer haben den Zwetschgendatschi erfunden, sondern die Augsburger. Das ist auch der Grund, warum die Augsburger seit dem 19. Jahrhundert Datschiburger genannt werden. Die Form der aufgeschnittenen Zwetschgen auf dem Datschi erinnert an das Stadtwappen der Stadt Augsburg, auf dem eine Zirbelnuss, ein aufrecht stehender Zapfen einer Zirbelkiefer, abgebildet ist.

Jetzt bleibt noch die Frage zu klären, wie wurde der Datschi ursprünglich hergestellt? Mit oder ohne Streusel? Aus Mürbteig oder Hefeteig? Das aus Augsburg stammende Orginal wird mit einem Mürbteig, ohne Streusel und auf einem Blech gebacken. Dieses Jahr wollte ich aber die Variante mit Hefeteig auprobieren und sie hat mir auch sehr gut geschmeckt.

Beim Kauf der Zwetschgen solltet ihr darauf achten, dass die Schalen einen schönen kräftigen dunkellila Fabrton haben. Außerdem sollten die Früchte nicht zu hart sein und beim Druck mit dem Daumen leicht nachgeben.

Zutaten (Kuchenform 25 cm x 17 cm):
3 g Trockenhefe
60 ml Milch
200 g Weizenmehl (Type 405)
50 g Sonnenblumenmargarine
40 g + 2 TL Zucker
1 Ei
3 g Backpulver
1 Prise Salz
500 g Zwetschgen
1/4 TL Zimt

Zubereitung:

  • Die Milch leicht erwärmen, aber nicht kochen.
  • Die Hefe darin auflösen.
  • Mehl, Margarine, Zucker, Ei, Backpulver, Salz sowie die Hefe-Milch-Mischung mit dem Mixer zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • Das Die Kuchenform mit Margarine einpinseln und Mehl besteuben, so dass sich der fertige Kuchen später leicht heraus lösen läßt.
  • Den Teig gleichmäßig in der Form ausrollen.
  • Die Zwetschgen müssen nun entkernt werden. Dazu die Zwetschge mit einem scharfen Messer der Länge nach aufschneiden. Den Schnitt aber nicht komplett einmal um den Kern herum ausführen, sondern nur so weit, dass der Kern sich heraus lösen läßt und die beiden Hälften noch zusammen hängen.
  • Die zusammenhängenden Zwetschgenhälften mit der Schale nach unten nebeneinander wie Dachziegel anordnen.
  • Den Kuchen 30 min im nicht vorgeheizten Bratrohr bei 195°C (Umluft, mittlere Schiene) backen.
  • Den gebackenen Kuchen nun mit Zucker und Zimt bestreuen. Dazu 2 TL Zucker mit 1/4 TL Zimt vermischen und gleichmäßig über dem Kuchen verteilen.
  • Am besten schmeckt der Datschi, wenn er noch leicht warm ist, zusammen mit geschlagener Sahne.

Dauer: 1 Stunde

Zipperle-Kuchen

Zipperle-Kuchen

Als ich letzten Sommer das erste Zipperle-Rezept veröffentlicht habe, habe ich mich auf die Suche nach dem offiziellen Namen der Zipperle gemacht. Schnell musste ich feststellen, dass dies gar nicht so einfach ist. Es gibt Obstsorten, wie z.B. Birnen oder Bananen, von denen mir nur eine Bezeichnung bekannt ist. Zipperle hingegen haben die unterschiedlichsten Namen. Bei meiner Recherche in meinem Umfeld habe ich heraus gefunden, dass sie auch Zibarte, Kriecherl, Kriechenpflaume, Kirschpflaumen und Wildpflaumen genannt werden.

Auf Wikipedia wurde ich regelrecht erschlagen von weiteren Bezeichnungen:
Krieche, Kritzschken, Krellen, Kricke, Kreke, Weinkrieche(rle) oder Weinkrüglein, Schwein- oder Saukrieche, Kriacherl, Cypern oder Ziper(le), Ziparte, Ziegfarze, Bocks- oder Geißhoden, Maroncken oder Malo(n)cken, Tornigel, Tarrnickel, Ross-, Scheiß-, Wein-, Haber-, Hafer- oder Au(g)stpflaume, Pflaumenschlehe, Aug(u)stkirsche, Fluder, Flüder, Pfluder, Priester, Schlupfen, Schlupfer, Weinling und Prunellen, Brunellen, Brinellen, Brigniolen, Prünellen oder Brugnolen. Kennt ihr noch zusätzliche Namen?

So vielseitig wie der Name ist auch ihre Verwendung. Bisher habe ich sie als Marmelade gegessen, als Tiramisu oder Crumble zubereitet. Jetzt möchte ich mit euch das Rezept für einen sehr saftigen Zipperle-Kuchen teilen.

Zutaten (Springform 15 cm Durchmesser):
50 g Sonnenblumenmargarine
1 Ei
60 g Zucker
95 g Weizenmehl (Type 405)
5 g Backpulver
65 ml Milch
135 g Zipperle
1 -2 TL Puderzucker

Zubereitung:

  • Margarine, Ei und Zucker mit dem Mixer in einer Schüssel schaumig rühren.
  • Milch, Mehl und Backpulver dazu geben und mit dem Mixer zu einem glatten Teig verrühren.
  • Die Kuchenform mit ein bißchen Margarine auspinseln und mit Mehl bestäuben, damit sich der fertig gebackene Kuchen später leicht aus der Form lösen läßt.
  • In die Kuchenform gerade so viel Teig füllen, dass der Boden damit bedeckt ist. Das ist ca. 1/3 der gesamten Teigmenge.
  • Die Zipperle mit einem scharfen Messer der Länge nach halbieren, den Kern entfernen und mit der Schnittseite nach unten nebeneinander auf dem Teig verteilen.
  • Den restlichen Teig gleichmäßig über dem Obst verteilen. Die Zipperle sollten komplett vom Teig bedeckt sein.
  • Den Kuchen im nicht vorgeheizten Bratrohr bei 180°C (Umluft, mittlere Schiene) ca. 30 min im Bratrohr backen.
  • Sobald der Kuchen fertig gebacken ist, sollte dieser ein bißchen auskühlen und anschließend aus der Form genommen werden.
  • Anschließend den Kuchen mit Puderzucker bestreuen. Damit dies gleichmäßig wird, ein kleines Sieb verwenden, den Puderzucker hinein füllen. Nun das Sieb über den Kuchen bewegen und gleichzeitig den Puderzucker mit einem Teelöffel im Sieb verstreichen.

Dauer: 1 Stunde