One Pan Pasta

One Pan Pasta, also Nudeln, die inklusive Soße in nur einem Topf bzw in einer Pfanne zubereitet werden, klingt zuerst ungewohnt. Aber mein Interesse war schnell geweckt.

One Pan Pasta Pfanne

Eine Portion Skepsis war natürlich vorhanden als ich dieses Rezept entdeckt habe, denn wieso mache ich mir immer die Mühe, die Nudeln getrennt von der Soße zuzubereiten, wenn es so viel einfacher gehen würde? Anderseits konnte ich mir vorstellen, dass die Nudeln viel mehr vom Geschmack der aromatischen Tomaten aufnehmen würden, wenn sie während des Kochens bereits von Ihnen umgeben sind.

Bis jetzt kannte ich nur die Variante, dass Pasta und Soße parallel gekocht werden und die Nudeln dann für die letzten ein bis zwei Minuten, in denen sie gekocht werden, noch zur Soße gegeben werden, um dort ein bißchen durchzuziehen und den Geschmack der Soße annehmen zu können. Wenn sie also von Anfang an im gleichen Gefäß gekocht werden, müsste sich das Aroma der Tomaten noch viel mehr auf die Pasta übertragen. So war jedenfalls meine Theorie.

Um herauszufinden, ob meine Theorie stimmt, habe ich dieses einfache Gericht zubereitet. Ich war positiv überrascht; es funktioniert wirklich: die Pasta schmecken viel tomatiger als bei der getrennten Zubereitung. Ein kleiner Nachteil ist allerdings, dass die Nudeln einen Hauch weicher/matschiger als bei der herkömmlichen Zubereitung waren. Normalerweise hätten die Nudeln laut Packungsanweisung nur 8 Minuten gekocht werden sollen, hier waren es über 10 Minuten. Wen dies allerdings nicht stört, der sollte dieses Gericht unbedingt einmal selbst kochen.
EIn kleiner Nachtrag: Dass die Nudeln matschig wurden, lag wohl an der Pastamarke. Mit den Linguine eines anderen Herstellers wurde zwar mehr Wasser benötigt, allerdings wurden die Pasta nicht matschig.

Zutaten:
250 g Linguine
300 g Cocktailtomaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
10 Basilikumblätter
1 Messerspitze getrocknete, gemahlene Chili
1 EL Olivenöl
1 TL Salz
Pfeffer
500 ml kaltes Wasser
(Parmesan)

Zubereitung:

  • Die Tomaten vierteln.
  • Die Zwiebel schälen und würfeln.
  • Die Knoblauchzehen schälen und klein würfeln.
  • Alle Zutaten in eine große Pfanne oder einen großen Topf geben. Die Pfanne muss dabei groß genug sein, so dass das kochende Wasser nicht überläuft.
  • Sofort alles auf höchster Flamme ohne Deckel erhitzen und dabei regelmäßig umrühren.
  • Sobald fast das ganze Wasser verdampft ist, solltet ihr die Bißfestigkeit der Nudeln überprüfen. Eventuell müsst ihr noch etwas Wasser nachgießen. Das hängt mit den unterschiedlichen Zusammensetzungen des Nudelteigs der einzelnen Hersteller zusammen.
  • Wer mag, kann noch frisch geriebenen Parmesan darüber streuen.

One Pan Pasta Teller

Dauer: 20 Minuten

Quelle: Martha Stewart

15 comments

  1. Das Gericht wird ja gerade heiß diskutiert in div. FB-Gruppen. Dass es tatsächlich schmeckt, finde ich interessant 😉 Kann man die Nudeln denn nicht einfach 8 min kochen? Matschige Nudeln sind ja echt nicht so toll, wenn der Rest doch tatsächlich taugt. Und: Auch das Basilikum würde ich nicht von Beginn an dazugeben. Ansonsten finde ich die Idee witzig…

    1. Mit derselben Wassermenge würde das nicht funktionieren, fürchte ich. Das Wasser muss schließlich komplett verkochen. Ansonsten hat man Wasser als Soße. Eventuell würde es genügen, die Wassermenge noch ein bißchen zu reduzieren. Aber es war auch nicht so, dass sie extrem matschig waren, sie waren einfach einen Tick weicher als üblich 😉

  2. Also irgendwie kann ich mir das noch nicht so ganz vorstellen…
    Den Deckel beim Kochen weglassen und wirklich warten, bis das ganze Wasser verkocht ist?
    Die Idee an sich ist genial! Werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    1. Mir ging es genau wie dir: ich konnte es mir auch nicht vorstellen.
      Genau, einfach ohne Deckel kochen (ich habe es oben ergänzt ;-)) , regelmäßig umrühren, v.a. gegen Ende, und warten bis das Wasser verdampft ist.

      1. Das Wasser verkocht nicht komplett, ein großer Teil wird von den Nudeln aufgenommen – wiegt mal Nudeln vor und nach dem Kochen. Bei geschlossenem Deckel geht auch das verdampfte wieder zurück in den Topf.

        1. Da hast du Recht. Die Nudeln saugen natürlich auch noch etwas Wasser auf ,-)

  3. Meine ungarische Mutter kocht Duwetsch – das ist Reis mit Tomaten – zusammen. Bei sauren Tomaten verhindert aber die Säure das Weichwerden vom Reis. Ich bin daher dazu über gegangen, den Reis getrennt zu kochen und dann kurz bevor die Tomaten weich werden, zusammen zu kochen, denn ich habe gerne den Reis so weich und etwas sämig wie Risotto.

    Bei Deinen Spagetti überrascht mich, dass diese matschig geworden sind. Aber das liegt vielleicht daran, dass die Cocktailtomaten kaum Säure habe. Mit normalen Tomaten würde Deine Theorie bestens funktionieren. Ich werde es daher auf jeden Fall einmal testen. Alleine schon weil es mich an Duwetsch erinnert.

    Liebe Grüße
    Anna

    1. Duwetsch habe ich noch nie gegessen.
      Heute habe ich erfahren, dass es wohl an der Pastamarke lag, dass die Nudeln matschig wurden. Mit Linguine von einer anderen Marke passiert das wohl nicht.

  4. Hallo,

    vielen Dank für den guten Eintrag.
    Auf dem Gebiet kenne Ich mich noch nicht richtig aus.Könnte ich auch ganz normale Tomaten nehmen?
    Aber Dank eurem Blog weiss Ich nun wieder etwas mehr.
    Danke dafür. Schönen Abend,

    Thilo

    1. Klar, du kannst auch normale Tomaten verwenden. Allerdings haben Cocktailtomaten ein intensiveres Aroma und sorgen so für einen besseren Gesamtgeschmack.

  5. Also,ich habe das Rezept nach gekocht und soviel besser oder anders als wenn ich die Soße und Nuddeln getrennt kochen würde, fand ich es jetzt nicht! Aber es stimmt, die Nuddeln sind etwas weicher nicht wirklich all dente und schmeckt aber trotzdem gut. Danke, denn nur so lernt man dazu

    1. Gerne geschehen. :-)

  6. […] Durch meine nicht berauschenden Kochkuenste, macht es keinen Sinn mit einem hohen Warenwert zu hantieren. Hierdurch kam ich auf eine groesstenteils vegetarische Ernaehrung. Der Blog “Tomateninsel” versprach genau dieses. Neben ausgefallenen Rezepten wie “Ricotta Gnocchi mit Tomatensosse und Salat mit Parmesan Croutons”, stiess ich auf die “One Pan Pasta”. […]

  7. Top!!! Schnell, einfach und auch noch lecker, nur zu empfehlen

    1. Danke, das freut mich :-)

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