Knoblauch-Champignons (Champiñones al ajillo)

Tapas sind kleine Häppchen, die man in spanischen Tapas-Bars verzehren kann. Dort werden sie meistens zu Wein, manchmal aber auch zu Bier gegessen. Die Auswahl der Tapas ist sehr vielseitig und reicht von einfachen Oliven oder Nüssen über Kartoffeln mit Knoblauchmayonnaise bis hin zu gebratenen Paprikaschoten oder Knoblauch-Champignons. Welche Tapas esst ihr am liebsten?

Knoblauch-Champignons

Der Begriff “Tapas” leitet sich vom spanischen Wort “tapa” ab, das “Deckel” bedeutet. Die Enstehungsgeschichte ist leider nicht mehr eindeutig herzuleiten. Es gibt verschiedene Theorien. Eine besagt, dass der frühere kastillische König Alfonos X. (23.11.1221 – 4.4.1284) auf Anraten seines Arztes während einer Krankheit Wein trank und dazu kleine Häppchen, eben jene Tapas, serviert bekam. Da seine Genesung so erfolgreich verlief, sollten in Zukunft die Gastwirte auf Befehl des Königs immer kleine Speisehäppchen zum Wein servieren. Eine weitere und weitaus simplere Theorie besagt, dass die Gäste in andalusischen Bars ihre Weingläser vor den Fliegen schützen wollten und deshalb Brotscheiben auf ihre Gläser legten. Tapas könnten ihren Ursprung auch bei den Feldarbeitern haben, die diese als kleine Zwischenmahlzeiten zu sich nahmen.

Knoblauch-Champignons Zutaten

Da die Vegetarische Weltreise gerade einen Halt in Spanien macht, paßt dieses Gericht sehr gut dazu.
Vegetarische Weltreise - Spanien

Zutaten (2 Portionen):
4 Knoblauchzehen
330 g braune Champignons
2 EL Olivenöl
12 Zweige Petersilie
Pfeffer
1/4 – 1/2 TL Salz
(Chiliflocken)

Zubereitung:

  • Die Champignons putzen.
  • Wenn es große Champignons sind, diese halbieren und ich Scheiben schneiden. Kleine Champignons müssen nicht geschnitten werden.
  • Die Knoblauchzehen schälen und grob würfeln.
  • Das Öl in einer Pfanne erhitzen.
  • Den Knoblauch goldgelb im Öl anbraten.
  • Die Champignons dazu geben und ein paar Minuten anbraten und dabei regelmäßig umrühren.
  • Die Petersilie von den Stängeln entfernen und hacken.
  • Die Knoblauch-Champignons mit Petersilie, Salz und Pfeffer würzen.
  • Wer mag, kann die Champignons noch mit ein bißchen Chiliflocken würzen.

Dauer: 20 Minuten

Knoblauch-Champignons Zutaten

Falafel im Fladenbrot

Falafel sind frittierte Bällchen aus dem arabischen Raum. Auch in Deutschland erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit. Man kann sie sowohl aus Kichererbsen als auch aus pürierten Bohnen zubereiten. Ich zeige euch ein Rezept mit Kichererbsen als Hauptzutat.

Falafel im Fladenbrot

Als ich vor einigen Jahren in Ägypten das erste Mal Falafel gegessen habe, gab es sie in einem kleinen Fladenbrot. Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Hier in Deutschland gab es sie leider immer nur im Wrap, was auch sehr lecker ist.

Damit die selbst gemachten Falafel von der Konsistenz so wurden, wie ich es mir vorstellte, musste ich länger experimentieren. Zu Beginn habe ich mich an Rezepte gehalten. Allerdings wurden dort nur die Kichererbsen und ein paar Gewürze verwendet. Das Ergebnis beim Frittieren war, dass sich die geformten Bällchen in ihre Bestandteil aufgelöst haben und man das meiste davon nicht mehr essen konnte. Mittlerweile verwende ich aber Kichererbsenmehl anstelle von Kichererbsen und noch zusätzlich Grünkernschrot. Die Konsistenz ist dann nicht mehr so weich und krümelig, sondern viel fester und sie lassen sich auch ohne große Verluste frittieren. Habt ihr einen anderen Geheimtip, der dafür sorgt, dass die Bällchen sich nicht auflösen?

Zutaten (4 Portionen)
4 kleine Fladenbrote
200 g Kichererbsenmehl
100 g Grünkernschrot
1,5 TL Salz
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL + 2 Messerspitzen gemahlener Kreuzkümmel
4 EL Zitronensaft
ca. 0,4 l kochendes Wasser
Sonnenblumenöl
8 Cocktailtomaten
3 Blätter Eisbergsalat
6 gehäufte EL Schmand
Pfeffer
1 TL getrockneter Thymian

Zubereitung:

  • Die Fladenbrote backen.
  • Währenddessen die Zwiebel schälen und klein würfeln.
  • Den Knoblauch schälen und ebenso klein würfeln.
  • Kichererbsenmehl, Grünkernschrot, 1 TL Salz, die gewürfelten Zwiebel und den Knoblauch, sowie 1 TL Kreuzkümmel und 2 EL Zitronensaft in einen Becher geben.
  • Das Ganze mit dem Wasser übergießen, eimal grob umrühren und dann ca. 15 min quellen lassen.
  • Sonnenblumenöl ca. 2 cm hoch in einem Topf oder Wok erhitzen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob das Öl heiß genug ist. Sobald an dem Stäbchen Luftblasen aufsteigen, ist das Öl heiß genug.
  • Nun für jede Falafel ca. 1 EL der Kichererbsenmasse zu einer Kugel formen. Da die Masse sehr klebrig ist, ist das mit den Händen nicht so gut möglich. Deshalb zwei Esslöffel verwenden. Die Massse zuerst mit dem ersten Löffel aus dem Becher entnehmen. Nun die Masse mit dem zweiten Löffel vom ersten schaben und dabei die Form der Masse etwas in die gewünschte runde Form drücken. Dies nun so lange im Wechsel durchführen bis ein halbwegs gleichmäßiges rundes Bällchen entstanden ist.
  • Nun der Reihe nach immer einige Falafel formen und diese im heißen Öl goldbraun knusprig heraus backen.
  • Die Tomaten vierteln.
  • Die Eisbergblätter in eine gewünschte Größe schneiden.
  • Zum Schluss noch den Dip herstellen. Dazu den Schmand, 2 EL Zitronensaft, 1/2 TL Salz, Pfeffer, Thymian und 2 Messerspitzen gemahlenen Kreuzkümmel glatt rühren.
  • Sobald das Fladenbrot ein bißchen abgekühlt ist, dieses quer durchschneiden. Es sollte dabei aber nicht komplett durchgeschnitten werden. Zwischen den beiden Hälften etwas Dip verteilen, Falafel hinein legen sowie Tomaten- und Eisbergsalatstücke.

Dauer: 1,5 Stunden

Paprika-Fettuccine mit Schafskäse-Soße

Vor einigen Wochen wurde ich darauf angesprochen, dass es auf meinem Blog noch gar keine Käse-Pastasoße gibt. Das ist richtig und wird hiermit nachgeholt.

Paprika-Fettuccine mit Schafskaese-Sosse

Warum es bis jetzt keine Käse-Pastasoße auf der Tomateninsel zu finden gibt, hat einen ganz einfachen Grund: die “üblichen” Käsesoßen sind mir alle zu schwer. Oft wird auch noch Blauschimmelkäse verwendet, den ich nicht sonderlich mag. Aber dies soll kein Grund sein, dass es keine Käse-Soße gibt. Als ich kurz überlegt habe, welcher Käse sich für meinen Geschmack und eine Käsesoße gut eignet, bin ich auf Schafskäse gekommen. Schafskäse esse ich sehr gerne und in allen möglichen Varianten, sei es im Salat, in einem Gemüseauflauf, im Ofen zubereitet oder in einem Knoblauch-Schafskäse-Brot. Der Käse für die Soße stand also fest. Wie verflüssige ich den Schafskäse nun, damit es auch eine wirkliche Soße wird? Sahne ist mir dafür zu wuchtig, aber ein leckerer Weißwein paßt an dieser Stelle genauso gut. Die Hauptzutaten der Soße standen somit größtenteils fest, aber zu welcher Nudelsorte will ich diese Soße zubereiten? Eine weiße Soße zu gelben Nudeln sieht nicht halb so schön aus, wie zu bunten, eventuell sogar roten Nudeln. Bei diesem Gedanken fiel mir ein, dass ich vor einiger Zeit getrocknete Paprika gekauft habe und diese sich wunderbar für die Zubereitung von Paprika-Fettucchine eignen würden. Heraus kam ein leckeres und optisch kontrastreiches Gericht.

Zur Zeit gibt es auf dem Blog Aus meinem Kochtopf einen Event bei dem Gerichte gesucht sind, die zwei Leute sättigen und zusammen maximal 5€ kosten. Das Thema lautet: Satte zwei für weniger als fünf. Kurz im Kopf überschlagen (Öl, Pfeffer, Salz habe ich nur geschätzt) – ja, das kommt bei diesem Gericht hin. Ich komme auf 3,10€. Hier kommt die Einzelauflistung für die Zutaten der Fettuccine und der Schafskäse-Soße:

10 g getrocknete Paprikaschoten: 0,40€
200 g Weizenmehl (Type 405): 0,07€
2 Eier: 0,60€
2 EL Olivenöl: 0,10€
Salz: 0,01€
3 EL Knoblauchöl: 0,10€
3 confierte Knoblauchzehen: 0,20€
Pfeffer: 0,02€
100 g Schafskäse: 1€
8 EL Chardonnay: 0,50€
5 Basilikumblätter: 0,10€

Blogevent Satte ZWEI für weniger als 5

Zutaten (2 Portionen):
2 Portionen selbst gemachte Paprika-Fettuccine
3 EL Knoblauchöl
3 confierte Knoblauchzehen
Pfeffer
Salz
100 g Schafskäse
8 EL Chardonnay
5 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • Die Fettuccine in einem Topf mit reichlich Salzwasser al dente kochen.
  • Das Knoblauchöl in einer Pfanne erhitzen.
  • Den confierten Knoblauch in die Pfanne geben und mit einem Löffel zerdrücken.
  • Den Schafskäse mit den Händen zerkrümeln und in der Pfanne zum Schmelzen bringen.
  • Den Chardonnay dazu geben und alles umrühren, so dass es gleichmäßige, cremige Soße gibt.
  • Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  • Vor dem Servieren noch das Basilikum klein schneiden und unter die Soße mischen.

Dauer: 20 Minuten

Käsefondue

Was gibt es bei euch an Silvester zu essen? Viele denken bei dem Thema Silvesteressen an Raclette. Ich esse zwar Raclette auch sehr gerne, an Silvester bevorzuge ich allerdings Käsefondue.

Käsefondue

Von Käsefondue kann ich nie genug bekommen. Da es dieses Essen bei mir aber nur in der kalten Jahreszeit gibt, freue ich mich schon immer das ganze Jahr über auf die Herbst- bzw. Wintersaison. Bereits während des Zubereitens nasche ich aus dem Topf, auch wenn der Käse noch gar nicht komplett geschmolzen. Ich muss schließlich auch probieren, ob das Fondue schmeckt. Vielleicht wurde der Käse in den letzten 2 Minuten schlecht, ohne dass ich es bemerkt habe. Ihr versteht, was ich meine?

Wenn der Käse dann endlich geschmolzen ist, freue ich mich wie ein kleines Kind darüber, dass es endlich los geht. Überall hängt der Geruch von geschmolzenem Käse. Der Knoblauch ist mittlerweile schön weich und mild im Geschmack – einfach himmlisch. Richtig perfekt wird es dann kurz vor Ende, wenn man eigentlich schon total satt ist und sich nur noch ganz wenig Käse im Topf befindet. Denn dann wird der Käse zum Schluß noch leicht knusprig und bekommt einen noch würzigeren Touch.

Ich habe gelesen, dass man für ein Käsefondue einen Keramiktopf und nicht den ansonsten für das Fondue üblichen Metalltopf verwenden soll. Warum das so ist, kann ich euch leider nicht sagen. Wißt ihr das?

Zutaten (2 Personen):
450 g Emmentaler
0,1 l Pinot Grigio
4-6 Knoblauchzehen
1/2 TL Salz
Pfeffer
1/4 TL Chilipulver
1 Schnapsglas (2-3 cl) Kirschwasser oder Williams
1 TL Speisestärke
1 großes Baguette

Zubereitung:

  • Den Käse in kleine Stücke schneiden bzw. grob mahlen.
  • Das Baguette in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und diese noch einmal vierteln.
  • Den Käse zusammen mit dem Weißwein unter ständigem Rühren (brennt ansonsten leicht an!!) auf dem Herd im Fonduetopf zum Schmelzen bringen.
  • Die geschälten Knoblauchzehen sowie Salz, Pfeffer und Chilipulver in den Topf geben.
  • Um die Konsistenz der Käsemasse ein bißchen einzudicken, Kirschwasser/Williams in eine Schnapsglas geben und darin die Speisestärke auflösen.
  • Die Speisestärke-Schnaps-Mischung zur Käsemasse hinzugeben. Je nach Käsekonsistenz muss evtl. noch ein bißchen mehr eingedickt werden.
  • Sobald sich in der Käsemasse kleine Bläschen bilden, kann der Fonduetopf vom Herd auf das Fonduestöfchen gestellt werden.
  • Die Brotstücke einzeln mit einer Fonduegabel aufspießen und in den warmen Käse eintauchen. Damit man die Baguettestücke nicht so leicht im heißen Käse verliert, am besten mit der Gabel zuerst in die Rinde des Brotstückes stechen und anschließend den weichen Teil aufpiksen.
  • Je länger sich der Knoblauch in der heißen Käsemasse befindet, umso weicher wird er und schmeckt meiner Meinung nach dann auch noch besser. Zum Verzehr einfach mit der Fonduegabel heraus fischen.

Dazu paßt sehr gut ein weiteres Gläschen des verwendeten Weines, eine Tasse Schwarztee und ein Schapsglas Kirschwasser oder Williams. Dadurch wird die große Käse-/Fettmenge auch bekömmlicher.

Am besten ist es, wenn das Baguette bereits vom Vortag ist, da es ansonsten leicht im Topf in seine Einzelteile zerfällt. Ist das Baguette allerdings vom aktuellen Tag, hilft es die geschnittenen Baguettestücke in einer Schüssel für ca. 5 min mit der Grillfunktion der Mikrowelle zu grillen.

Dauer: ca. 30 Minuten

Das Rezept nimmt am Gewinnspiel Silvester daheim teil.
Das Silvestergewinnspiel von www.youarehungry.com

Knoblauch-Schafskäse-Brot

Das letzte Mal habe ich euch ein Kastenbrot vorgestellt. Das Rezept dazu findet ihr hier. Diese Mal zeige ich euch, wie man das Brot mit einigen Zutaten noch aufpeppen kann.

Knoblauch-Schafskaese-Brot

Wenn ich Brot backe und es in der ganzen Wohnung so toll nach frischem Brot riecht, muss ich mich immer sehr zurück halten, dass ich nicht sofort etwas vom Brot esse. Jetzt möchte ich euch eine Variation zeigen, in der das Brot nach dem Backen mit einer Schafskäsemasse gefüllt und erneut gebacken wird. Dadurch schmilzt der Käse im Brot.

Ich esse dieses Brot sehr gerne zu einem Salat, solange es noch warm ist. Für den Salat habe ich Tomaten, Eisbergsalat und Schafskäse geschnitten. Als Dressing habe ich ein Senfdressing zubereitet. Dazu habe ich Pfeffer, Salz, Walnussessig und Walnussöl mit einem Klecks Senf vermischt und alles mit einem Schneebesen verrührt.

Zutaten (Kastenform 21 cm x 11,5 cm)
100 g Schafskäse
25 g Butter
2 Knoblauchzehen
1/2 TL getrockneter Oregano
1/4 TL getrocknetes Basilikum

Zubereitung:

  • Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank stellen, so dass sie weich wird.
  • Das Kastenbrot backen, wie ich es hier beschrieben habe.
  • Den Schafskäse mit den Fingern zerkrümeln.
  • Die Knoblauchzehen schälen und ganz fein würfeln.
  • In einer Schüssel Schafskäse, Butter, Knoblauch, Orgeano und Basilikum gleichmäßig vermischen.
  • Das Kastenbrot aus der Form nehmen sobald es abgekühlt ist.
  • Das Kastenbrot so einschneiden, dass 1 cm dicke Scheibe enstehen, diese aber nicht komplett abgeschnitten werden sondern am Boden noch zusammen hängen.
  • Die Schafskäsemasse zwischen den Scheiben verteilen und die Scheiben damit ganz bestreichen.
  • Das Brot wieder in die Kastenform geben und erneut ca 25 min bei 180°C backen (mittlere Schiene, Umluft).

Dauer gesamt: 2,5 Stunden

Dal mit Reis

Bis vor einem Jahr hatte ich nicht viele Berührungspunkte mit der indischen Küche. Aber das hat sich zum Glück geändert, denn mittlerweile kann man sagen, dass es bei mir Liebe auf den zweiten Blick war.

Dal mit Reis

Vor über 10 Jahren habe ich auf Zypern das erste Mal in einem indischen Lokal gegessen. Was ich damals genau gegessen habe, weiß ich gar nicht mehr, es war wohl Reis mit gemischtem Gemüse. Obwohl es in der Speisekarte nicht als scharf markiert war, war es für meinen Geschmack viel zu scharf und hat mich geschmacklich nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Seitdem habe ich mit indischem Essen immer Speisen verbunden, die für mich viel zu scharf sind.

Vor einem Jahr war ich dann nach vielen Jahren wieder indisch Essen, dieses mal in einem indischen Lokal in Deutschland. Ich war begeistert, es hat mir sehr gut geschmeckt. Kurz darauf habe ich erneut in einem anderen indischen Lokal Dal gegessen. Von dem Dal, das ich dort gegessen habe, war ich total begeistert. Daraufhin habe ich dieses Gericht mehrmals dort gegessen, weil es so gut geschmeckt hat. Ich wollte es aber nicht nur in einem Lokal essen, sondern selbst zu Hause zubereiten. Nach einigen Versuchen und Experimenten mit den Gewürzen schmeckt es nun fast genauso wie im Lokal.

Zutaten (2 Portionen):
1/2 TL schwarze Senfkörner
1 EL Butter oder Geeh
2 kleine Zwiebeln
5 Kardamomkapseln
2 Knoblauchzehen
5 g Ingwer
1/2 TL Kurkuma
120 g geschälte Dosentomaten
270 g rote Linsen (Sorte, die nicht zuerst in Wasser eingeweicht werden muss)
0,7 l + 1 Tasse Wasser
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL Fenchelsamen
1/2 TL Garam Masala
3 Messerspitzen gemahlenen Chili
1 TL Salz
1 Tasse Reis

Zubereitung:

  • Butter bzw Geeh in einem Topf erhitzen.
  • Die schwarzen Senfkörner im Topf anrösten bis sie springen. Deshalb am besten den Topf mit einem Deckel aus Glas bedecken.
  • Die Zwiebeln schälen und klein würfeln. Anschließend in den Topf geben und unter regelmäßigem Umrühren gold braun werden lassen.
  • Die Knoblauchzehen schälen, ganz klein würfeln und ebenfall in den Topf geben.
  • Den Ingwer schälen und fein reiben. Den geriebenen Ingwer in den Topf geben.
  • Anschließend den Kurkuma in den Topf geben.
  • Die geschälten Domaten zu den bisherigen Zutaten geben und einmal aufkochen lassen.
  • Anschließend die roten Linsen sowie 0,7, l Wasser dazu geben. Das Ganze unter regelmäßigem Umrühren köcheln lassen bis der Inhalt des Topfes eine breiartige Konsistenz hat.
  • Kreuzkümmel, Koriandersamen sowie Fenchelsamen dazu geben.
  • Die Kardamonkapseln öffnen. Sind die Samen dunkelbraun bis schwarz, können sie verwendet werden. Sind sie hingegen noch grün, solten sie nicht verwendet werden, da sie nicht schmecken. Die Samen nun mit einem Mörser klein stoßen.
  • Mit Garam Masala, Chili und 1 TL Salz abschmecken.
  • Während der Zubereitung des Dals 1 Tasser Wasser in einem Topf erhitzen, etwas Salz hinzugeben und den Reis in diesem Topf unter regelmäßigem Umrühren kochen bis das Wasser verdampft ist.

Dauer: 1 Stunde

Noch ein kleiner Tip: Verwendet keine hellen Kochlöffel aus Plastik oder aus Holz, wenn ihr nicht wollt, dass der Kochlöffel trotz mehrmaligem Abspühlen immer noch knallig gelb aussieht. Kurkuma färbt sehr intensiv.

gelber Kochloeffel

Auberginen mit Joghurt-Buttermilch Soße und Granatapfelkernen

Warum habe ich den Granatapfel so lange ignoriert? Er hat mich in Geschäften zwar öfters angelacht, aber ich habe immer nur freundlich zurück gegrinst und bin weiter gegangen ohne dass einer in meinen Einkaufswagen gewandert ist. Erst ein Türkeiurlaub hat mich bekehrt.

Auberginen mit Joghurt-Buttermilch Sosse und Granatapfelkernen

Ende Oktober ist Granatapfel-Erntezeit in der Türkei. Als ich zu dieser Zeit dort war, kam ich gar nicht umhin, den wunderschönen Anblick der reifen Früchte nicht zu genießen. Die Granatäpfel haben an den Bäumen in einem intensiv roten Farbton nur so geleuchtet und sich farblich von dem satten Grün der Bäume und dem intensiven Blau des Himmels abgesetzt. Überall gabe es für wenig Geld frisch gepressten Granatapfelsaft zu kaufen, entweder pur oder mit Orangensaft gemischt. Ich hatte gar keine Chance, mich an diesen leckeren Früchten vorbei zu schleichen, wie ich es im Supermarkt bisher immer getan habe.

Als ich wieder in Deutschland war, war ich froh, dass ich einen Granatapfel direkt aus der Türkei mitgebracht habe. Denn das, was unser Supermarkt als Granatapfel verkauft hat, war ein Witz. Das leuchtende Rot der Schale, das ich aus dem Urlaub kannte, war hier nur ein matter orangebrauner Ton. Auch die Konsistenz war eine andere als die, die ich aus dem Urlaub kannte. Als ich im Supermarkt den Granatapfel in die Hand genommen habe, ging es mir so als würde ich eine pralle Weintraube erwarten und stattdessen eine verhutzelte Rosine in den Händen halten, so vertrocknet war der Granatapfel. Ich hoffe, das war eine Ausnahme und in Zukunft wird es auch in unserem Supermarkt schön pralle, leuchtend rote, frische Granatäpfel zu kaufen geben.

Granatapfel

Zutaten (2 Portionen):
1 Aubergine (330 g)
1 EL Olivenöl
Pfeffer
Salz
1 TL getrockneter Thymian
30 ml Buttermilch
80 g griechischer Joghurt
1 Knoblauchzehe
Kerne von 1/4 Granatapfel

Zubereitung:

  • Die Aubergine waschen und der Länge nach halbieren. Anschließend mit einem scharfen Messer die Schnittflächen diagonal so einschneiden, dass ein oberflächliches Rautenmuster entsteht und nur das Fruchtfleisch aber nicht die Schale eingeschnitten ist.
  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die beiden Auberginenhälften mit der Schnittfläche nach oben darauf legen.
  • Das Öl gleichmäßig auf den Schnittflächen der Auberginen verteilen und diese mit Pfeffer, Salz und Thymian würzen.
  • Die Aubergine nun für 45 min im nicht vorgeheizten Bratrohr bei 150°C (mittlere Schiene, Umluft) backen.
  • Sobald die Auberginenälften fertig sind, diese aus dem Bratrohr nehmen und auskühlen lassen.
  • Währenddessen die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln.
  • Knoblauch, Buttermilch, Joghurt und etwas Salz gleichmäßig vermischen.
  • Die Kerne aus dem Granatapfel lösen. Dazu habe ich den Granatapfel halbiert und dann jede Hälfte an den dicken weißen Trennwänden durchgeschnitten, so dass “Kuchenstücke” enstehen. Nun konnten diese einzelnen Stücke gebogen und die Kerne leicht heraus gelöst werden. Weiß jemand eine bessere Möglichkeit, um die Kerne aus dem Granatapfel heraus zu lösen? Dann her damit. So ganz zufrieden war ich mit meiner Technik nämlich noch nicht, da sie sehr Zeit raubend ist.

Dauer: 1 Stunde

Quelle: Rezepte aus einer kleinen aber feinen Küche

Knoblauch-Confit

Ich esse Knoblauch sehr gerne. Allerdings ist es mir schon öfters passiert, dass er begonnen hat zu schimmeln bevor ich ihn verarbeiten konnte. Das Problem habe ich glücklicherweise nun nicht mehr.

Knoblauch-Confit

Vor einiger Zeit war ich wieder einmal enttäuscht, da eine Knoblauchknolle schimmlig war obwohl ich sie erst kurz zuvor gekauft habe. So etwas passiert natürlich an einem Sonntag und ich hatte keinen weiteren Knoblauch mehr zu Hause. Ich habe es mir sowieso angewöhnt, nie mehr als eine Knoblauchknolle zu Hause zu haben, da ich leider öfters das Problem mit verschimmelten Knoblauchzehen hatte. Das half mir an besagtem Sonntag natürlich nichts.

Ich wollte aber vermeiden, wieder in so eine Situation zu geraten und habe mich im Internet auf die Suche nach alternativen Aufbewarungsmöglichkeiten gemacht. Dabei bin ich auf ein Rezept für confierten Knoblauch gestoßen. Dabei wird der Knoblauch bei minimaler Temperatur ca. 45 bis 60 min. in einem geschmacksneutralen Öl confiert.

Das Ergebnis ist ein extrem milder, haltbarer, sehr gut schmeckender Knoblauch. Der Knoblauch wird aufgrund dieser Zubereitungsart weich und kann mit einer Gabel zerdrückt werden, so dass er bei der Verwendung nicht mehr klein geschnitten werden muss. In einem sauberen und gut verschlossenen Schraubglas halten sich die Knoblauchzehen so einige Monate.

Das verwendete Öl nimmt während des Confierens einen herrlichen Knoblauchgeschmack an und kann als Knoblauchöl für Salate oder andere Gerichte verwendet werden.

Zutaten:
Knoblauchknollen
Sonnenblumenöl

Zubereitung:

  • Die Knoblauchknollen in einzelne Knoblauchzehen zerteilen, aber noch nicht schälen.
  • Die Zehen inkl. Schale ca. 20 sec in kochendem Wasser blanchieren, in einen anderen Topf geben und danach mit eiskaltem Wasser übergießen. Dadurch lassen sich die Zehen sehr gut schälen.
  • Die Zehen schälen sobald sie kalt genug sind, um sie anzufassen, und dabei auch die holzige Seite mit einem Messer abschneiden.
  • Den geschälten Knoblauch abtrocknen und in einen leeren Kochtopf geben.
  • Die Knoblauchzehen mit Öl bedecken.
  • Die Zehen bei minimaler Temperatur im Öl confieren bis sie weich und leicht gelblich sind. Das dauert ca. 45-60 min.
  • Den Knoblauch, sobald er abgekühlt ist, zusammen mit dem Öl in ein gut verschließbares Glas geben. Dabei ist wichtig, dass der Knoblauch komplett vom Öl bedeckt ist und keine Luftbläschen mehr im Öl enthalten sind, da der Knoblauch ansonsten schlecht werden kann.

Quelle: Kleiner Kuriositätenladen

One Pan Pasta

One Pan Pasta, also Nudeln, die inklusive Soße in nur einem Topf bzw in einer Pfanne zubereitet werden, klingt zuerst ungewohnt. Aber mein Interesse war schnell geweckt.

One Pan Pasta Pfanne

Eine Portion Skepsis war natürlich vorhanden als ich dieses Rezept entdeckt habe, denn wieso mache ich mir immer die Mühe, die Nudeln getrennt von der Soße zuzubereiten, wenn es so viel einfacher gehen würde? Anderseits konnte ich mir vorstellen, dass die Nudeln viel mehr vom Geschmack der aromatischen Tomaten aufnehmen würden, wenn sie während des Kochens bereits von Ihnen umgeben sind.

Bis jetzt kannte ich nur die Variante, dass Pasta und Soße parallel gekocht werden und die Nudeln dann für die letzten ein bis zwei Minuten, in denen sie gekocht werden, noch zur Soße gegeben werden, um dort ein bißchen durchzuziehen und den Geschmack der Soße annehmen zu können. Wenn sie also von Anfang an im gleichen Gefäß gekocht werden, müsste sich das Aroma der Tomaten noch viel mehr auf die Pasta übertragen. So war jedenfalls meine Theorie.

Um herauszufinden, ob meine Theorie stimmt, habe ich dieses einfache Gericht zubereitet. Ich war positiv überrascht; es funktioniert wirklich: die Pasta schmecken viel tomatiger als bei der getrennten Zubereitung. Ein kleiner Nachteil ist allerdings, dass die Nudeln einen Hauch weicher/matschiger als bei der herkömmlichen Zubereitung waren. Normalerweise hätten die Nudeln laut Packungsanweisung nur 8 Minuten gekocht werden sollen, hier waren es über 10 Minuten. Wen dies allerdings nicht stört, der sollte dieses Gericht unbedingt einmal selbst kochen.
EIn kleiner Nachtrag: Dass die Nudeln matschig wurden, lag wohl an der Pastamarke. Mit den Linguine eines anderen Herstellers wurde zwar mehr Wasser benötigt, allerdings wurden die Pasta nicht matschig.

Zutaten:
250 g Linguine
300 g Cocktailtomaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
10 Basilikumblätter
1 Messerspitze getrocknete, gemahlene Chili
1 EL Olivenöl
1 TL Salz
Pfeffer
500 ml kaltes Wasser
(Parmesan)

Zubereitung:

  • Die Tomaten vierteln.
  • Die Zwiebel schälen und würfeln.
  • Die Knoblauchzehen schälen und klein würfeln.
  • Alle Zutaten in eine große Pfanne oder einen großen Topf geben. Die Pfanne muss dabei groß genug sein, so dass das kochende Wasser nicht überläuft.
  • Sofort alles auf höchster Flamme ohne Deckel erhitzen und dabei regelmäßig umrühren.
  • Sobald fast das ganze Wasser verdampft ist, solltet ihr die Bißfestigkeit der Nudeln überprüfen. Eventuell müsst ihr noch etwas Wasser nachgießen. Das hängt mit den unterschiedlichen Zusammensetzungen des Nudelteigs der einzelnen Hersteller zusammen.
  • Wer mag, kann noch frisch geriebenen Parmesan darüber streuen.

One Pan Pasta Teller

Dauer: 20 Minuten

Quelle: Martha Stewart

Antipasti – Gefüllte Spitzpaprika

Gefuellte Spitzpaprika

Zutaten (6 Stück):
10 Pfefferkörner
3 TL Salz
1 EL Zucker
5 EL Tafelessig
2 l Wasser
250 g Spitzpaprika (6 Stück)
200 g Schafskäse
140 g Frischkäse Natur
2 Knoblauchzehen
7 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • Pfefferkörner, Salz, Zucker, Tafelessig und Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
  • Währenddessen die Deckel der Paprikas entfernen und vorsichtig mit einem Messer die Kerne heraus schneiden.
  • Sobald das Wasser kocht, die Paprikas in diesen Sud legen, noch einmal kurz aufkochen und anschließend ca. 5 min köcheln lassen.
  • Für die Füllung den Schafskäse zerkrümeln.
  • Anschließend den Frischkäse unter den Schafskäse mischen.
  • Die Knoblauchzehen schälen und klein würfeln.
  • Die Basilikumblätter ebenfalls klein schneiden.
  • Basilikum und Knoblauch unter die Käsemischung mischen.
  • Sobald die Paprikas nach dem Kochen so weit abgekühlt sind, dass man sie anfassen kann, können sie bereits vorsichtig mit einem kleinen Löffel gefüllt werden. Dadurch, dass die Paprikas noch leicht warm sind, schmilzt der Käse beim Einfüllen ein bißchen und die Paprikas lassen sich dadurch besser füllen.

Die Füllung hätte ausgreicht, um weitere 2-3 Spitzpaprikas zu füllen. Ansonsten schmeckt sie auch sehr gut als Brotaufstrich, z.B. auf einem Baguette.

Dauer: 40 Minuten

Quelle: Chefkoch

Dieses Rezept nimmt am Blog-Event Una fiesta mediterranea teil.

Una fiesta mediterranea