Socca mit gemischtem Salat

Socca kannte ich bis vor einem Jahr noch gar nicht. Aufgrund der Zutaten hätte ich es auch eher dem arabischen Raum zugeordnet. Umso überraschter war ich, als ich herausgefunden habe, dass Socca seinen Ursprung in Nizza hat.

Socca mit gemischtem Salat

Vor einiger Zeit habe ich wieder Falafel zubereitet. Deshalb stand auch noch eine angebrochene Packung Kichererbsenmehl in meiner Küche. Allerdings war diese Menge zu wenig, um damit erneut Falafel zuzubereiten. Ich hatte keine Idee, was ich damit anfangen könnte. Beim Stöbern auf anderen Blogs ist mir das Rezept für Socca von Doreen über den Weg gelaufen. Ein bißchen habe ich das Rezept noch abgewandelt, indem ich noch Kreuzkümmel zum Teig hinzugefügt habe. Denn Kichererbsen und Kreuzkümmel sind in meinen Augen ein unschlagbares Dream Team, somit haben die Socca doch noch eine leicht orientalische Note erhalten. Dazu gab es einen gemischten Salat mit einem Senf-Dressing und frischen Kräutern. Heraus kam ein perfektes, leichtes Sommeressen.

Habt ihr Socca schon einmal gegessen? Hat jemand eine Idee, woher der Name kommt oder was er bedeutet?

Socca mit gemischtem Salat

Zutaten (3 – 4 Socca):

100g Kichererbsenmehl
200 ml Wasser
0,5 EL Olivenöl + etwas Olivenöl zum Herausbacken
1/4 TL Salz
2 Messerspitzen Pfeffer
1/4 TL gemahlenen Kreuzkümmel

Zubereitung:

  • Kichererbsenmehl, Salz, Pfeffer sowie Kreuzkümmel in einer Schüssel gründlich vermischen.
  • Nun die flüssigen Zutaten Wasser und Olivenöl hinzugeben und das Ganze zu einem flüssigen Teig mischen.
  • Etwas Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und ca. 1/3 bzw. 1/4 des Teiges darin von beiden Seiten knusprig heraus backen.
  • Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Dazu gab es einen gemischten Salat aus Kopfsalat, Tomaten, Mais. Das Dressing bestand aus Walnuss-Essig, Olivenöl, mittelscharfem Senf, Pfeffer, Salz und frischen Kräutern (Basilikum, Schnittlauch,…).

Dauer: 1 Stunde

Quelle: Kochen und Backen im Wohnmobil

S wie Socca nimmt an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – S teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - S

Hummus

Freut ihr euch auch schon so sehr auf den Sommer wie ich? Der Sommer ist meine liebste Jahreszeit. Die Sonne scheint, es ist schön warm. Alle sind gleich viel besser gelaunt als im grauen, nassen, kalten Winter. Wenn mich die Vorfreude zu sehr packt und ich den Sommer gar nicht mehr erwarten kann, dann verkürze ich mir gerne die Zeit bis zum Sommer damit, dass ich Gerichte koche, die mich entweder an ein warmes Land erinnern oder die ich selbst in einem Sommerurlaub gegessen habe.

Hummus

Ägypten ist mein liebstes Reiseziel. Ich war schon mehrfach dort und war jedes Mal aufs Neue begeistert. Ich finde die Geschichte der Pharaonen faszinierend und die Bauwerke, die zur selben Zeit entstanden, einfach nur überwältigend. Die Menschen hatten beim Bauen der Gebäude damals keinen Strom und hilfreiche Maschinen, wie das in der heutigen Zeit der Fall ist. Sie mussten alles mit der eigenen Körperkraft bewältigen. Riesige Steine wurden von einem Ort zum anderen bewegt. Und trotzdem sind dabei so massive Gebäude wie die Pyramiden oder der Karnak-Tempel mit seinen riesigen Säulen entstanden. Ich finde, die meisten Fotos vermitteln gar keinen richtigen Eindruck darüber, wie gewaltig die Bauwerke aus der damaligen Zeit sind. Das muss man einfach vor Ort mit eigenen Augen sehen, um dieses Ausmaß zu begreifen.

Warum ich euch das alles erzähle? Ägypten hat nicht nur wunderschöne Bauwerke zu bieten, sondern auch sehr leckeres Essen. Während unserer Vegetarischen Weltreise haben wir auch einen Stop in Ägypten eingelegt. Dort gab es auch viele ägyptische Köstlichkeiten zu entdecken. Etwas, das ich schon sehr lange und immer wieder sehr gerne esse, ist Hummus. Nein, keine Angst, das hat nichts mit dem Humus zu tun, den es auch in der deutschen Sprache gibt und den die Pflanzen zum besseren Wachsen erhalten. Hummus ist ein orientalisches Püree, das aus Kichererbsen hergestellt wird. Daher hat es auch seinen Namen, denn Hummus حمص übersetzt bedeutet „Kichererbse“. Verfeinert wird das Ganze noch mit Gewürzen, Zitronensaft, Olivenöl und Knoblauch. Wer mag kann auch noch Tahina, eine Sesam-Paste, dazu geben.

Jedes Mal, wenn ich Hummus herstelle, und das ist sehr oft der Fall, nasche ich während des Zubereitens. Dann nochmal ein bißchen… Und noch einen kleinen Löffel… Und schwupps – habe ich die Hälfte schon gegessen bevor es überhaupt auf dem Tisch steht. Deshalb habe ich mir angewöhnt, von vornherein die doppelte Menge Hummus zuzubereiten. Dann ist wenigstens noch genug übrig, wenn das eigentliche Essen beginnt.

Seid ihr auch so ungeduldig und nascht immer während des Kochens so viel, dass im schlimmsten Fall nicht mehr genug übrig bleibt? Wie überbrückt ihr die Zeit bis es endlich warm wird?

Zutaten Hummus (2 Portionen):

1 Dose Kichererbsen (netto 265 g)
1 Knoblauchzehe
Saft von 1 Zitrone
25 ml Olivenöl
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Mit dem Pürierstab alles zu einer cremigen Masse pürieren.

Dauer: ca. 5 Minuten

Da ich aktuell bei meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet eure vegetarischen Gerichte suche, deren Namen mit H beginnt, nimmt Hummus an diesem Event teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - H

Linsen-Kichererbsen-Eintopf

Ich stehe im Supermarkt und will einkaufen – ohne Einkaufszettel. Ich weiß schließlich, was ich für das Abendessen brauche. Kichererbsen – hab ich da noch welche zu Hause? Hmm. Wahrscheinlich schon, aber nehme ich vorsichtshalber noch welche mit, damit ich nicht nochmal in den Supermarkt muss. Und rote Linsen? Da sind eigentlich immer welche im Schrank. Aber habe ich nicht beim letzten Kochen das Glas mit den roten Linsen ziemlich geleert? Besser ich kaufe noch welche, die halten sich ja auch eine Weile. Passierte Tomaten gibt es gerade im Angebot. Super, nehme ich gleich zehn Packungen mit; die brauche ich schließlich oft. Dinkel-Spaghetti gibt es auch gerade wieder von meiner Lieblingsmarke. Die sind immer so schnell ausverkauft. Drei Packungen auf Vorrat müssten erst mal reichen. Ach Quatsch, ich muss gerade wenig im Korb nach Hause tragen, nehme ich lieber gleich fünf Packungen davon mit. Von Nudeln kann ich nie genug bekommen. Zu Hause angekommen freue ich mich erst einmal, dass ich alle Zutaten für das Abendessen gekauft habe. Es kam in der Vergangenheit nicht nur einmal vor, dass ich die Hälfte vergessen habe und nochmal los musste. Beim Blick in den Schrank fällt mir auf, rote Linsen habe ich noch genug da für mindestens fünf Gerichte, Kichererbsen sowieso. Außerdem stapeln sich die passierten Tomaten und Packungen mit Dinkel-Spaghetti in der Vorratskammer.

Linsen-Kichererbsen-Eintopf

Das ist dann immer der Zeitpunkt, an dem ich mir vornehme, das nächste Mal einen Einkaufszettel zu schreiben. Mittlerweile ziehe ich das auch in 50% der Einkäufen durch. Es kommt aber trotzdem vor, dass ich dann zu Hause feststelle, dass ich Dinge, die auf dem Einkaufszettel stehen, nicht gekauft habe, aber dafür einiges anderes, das nicht auf der Liste steht. Dank dieser wunderbar strukturierten Einkäufe ist meine Vorratskammer immer bis ins letzte Ecke gefüllt. Gut zu wissen, dass ich so schnell nicht verhungern werde. Den Überblick, welche Schätze sich in meinem Vorrat befinden, habe ich allerdings nicht mehr so ganz. Deshalb ist mein Plan, die Vorratskammer etwas zu leeren. Rote Linsen, Kichererbsen und passierte Tomaten sind neben den genannten Nudeln (in allen Formen) tatsächlich meine Top 3 der Lebensmittel, die sich bei mir stapeln und die ich zum Glück auch sehr oft esse. Es muss aber trotzdem nicht sein, dass ich damit selbst einen kleinen Laden eröffnen könnte.

Mit dem Linsen-Kichererbsen-Eintopf komme ich also meinem Plan, wieder Herrin über meinen Vorrat zu sein, einen Schritt näher. Noch dazu wird endlich das Glas mit dem Bulgur leer. Besser kann es eigentlich nicht laufen, oder? Doch, kann es. Wenn nämlich aus dem Resteessen ein „Verdammt, wieso habe ich das nicht schon früher gekocht?“-„Das muss ich nächste Woche nochmal kochen, so lecker war es“-Gericht wird. Das war bei diesem Eintopf nämlich eindeutig der Fall. In diesem Jahr habe ich ihn bereits drei Mal gekocht. Und außer dem Bulgur habe ich auch noch meinen Couscous-Vorrat aufgebraucht, denn den gab es alternativ als Beilage zum Linsen-Kichererbsen-Eintopf.

Wie schafft ihr es, einen Überblick über euren Lebensmittelvorrat zu haben? Kauft ihr mit Einkaufsliste ein oder lasst ihr euch auch vom Angebot des Supermarktes verführen?

Zutaten Linsen-Kichererbsen-Eintopf (3 Portionen):

150 g Zwiebeln
1 EL Olivenöl
500 g passierte Tomaten
480 g Kichererbsen aus der Dose (Abtropfgewicht)
225 g rote Linsen (die nicht mehr in Wasser eingeweicht werden müssen)
3 Knoblauchzehen
500 ml Gemüsebrühe
1 TL Salz
Pfeffer
2 TL getrocknete Bockshornklee-Bätter
2 gehäufte TL Harissa Gewürzmischung
1 TL Kreuzkümmel
1 große Tasse Bulgur / Couscous
1,5 große Tassen Wasser

Zubereitung:

  • Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden.
  • Das Olivenöl in einem Topf erhitzen.
  • Die Zwiebelstückchen glasig dünsten.
  • Die passierten Tomaten dazu geben.
  • Die Knoblauchzehen in ganz kleine Stücke schneiden und in den Topf geben.
  • Die Kichererbsen und die roten Linsen dazu geben.
  • Mit der Gemüsebrühe aufgießen.
  • Mit Salz, Pfeffer, Bockshornklee-Blättern, Harissa und Kreuzkümmel würzen.
  • Ca. 15 min. auf maximaler Temperatur kochen, so dass ein Großteil der Flüssigkeit verdampft ist. Deshalb keinen Deckel auf den Topf legen.
  • Währenddessen den Bulgur bzw. Couscous in einen Topf geben, mit 1,5 Tassen kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Zwischendrin ein oder zweimal umrühren.

Dauer: 40 Minuten

Linsen-Kichererbsen-Eintopf beginnt mit L und nimmt deshalb an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – L teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - L

Baba Ganoush

Habt ihr noch ein paar Auberginen aus dem eigenen Garten übrig und überlegt, was ihr damit zubereiten könnt? Dann ist dieses Rezept wie dafür gemacht.

Baba Ganoush

Es gibt Gerichte, die sind extrem simpel in der Zubereitung, schmecken aber trotzdem extrem lecker. Baba Ganoush zählt definitiv auch dazu. Baba Ganoush ist eine Creme bzw ein Püree. Ihr könnt es pur essen, es paßt aber auch sehr gut zu einem frischen Fladenbrot oder Falafel. Eigentlich wird für dieses Gericht Tahini verwendet, eine Creme, die aus gemahlenen Sesamkörnern und Öl hergestellt wird. Anstelle eine große Menge fertiges Tahini zu kaufen, das ich am Ende doch nicht aufbrauchen werde, habe ich einfach Sesamkörner zusammen mit Olivenöl gemahlen.

Wofür, außer Hummus und Baba Ganoush, verwendet ihr noch Tahini? Das sind nämlich die einzigen beiden Rezepte, von denen ich weiß, dass man sie mit Tahini zubereiten kann.

Gerade befinden wir uns mit der Vegetarischen Weltreise in Ägypten. Mein erstes Rezept für diesen Stop ist Baba Ganoush.

Vegetarische Weltreise - Ägypten

Zutaten:

400 g Auberginen
1 EL Sesamkörner
1,5 EL Olivenöl
2 Zehen konfierter Knoblauch
1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
1,5 EL Zitronensaft
2 Messerspitzen Salz
Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Auberginen von allen Seiten mit einer Gabel einstechen.
  • Die Auberginen auf einem Blech für ca. 25 min bei 220°C (mittlere Schiene, Heißluf) ins Bratrohr geben.
  • Die Auberginen sollten nun schön weich und die Haut sollte dunkel verfärbt sein.
  • Die Auberginen halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale löffeln.
  • Die Sesamkörner zusammen mit dem Olivenöl in einem Mörser zermahlen.
  • Auberginen, Sesam-Öl-Paste, sowie die Knoblauchzehen, den Kreuzkümmel, Zitronensaft und Pfeffer und Salz pürieren

Dauer: 1 Stunde

Indische Linsen-Kartoffel-Suppe

Kennt ihr das? Ihr steht unter Zeitdruck, wollt ein Gericht zu einem bestimmten Thema zubereiten und dann misslingt es euch gründlich? So erging es mir mit der aktuellen Station der vegetarischen Weltreise, mit Indien.

Indische Linsen-Kartoffel-Suppe

Als ich mir Gedanken darüber gemacht habe, was ich für den Aufenthalt der vegetarischen Weltreise in Indien beisteuern kann, dachte ich zuerst darüber nach, ein Naanbrot zu backen. Aber nur ein Brot ohne etwas dazu ist auch ein bißchen langweilig. Dann dachte ich darüber nach, ein Gemüse-Curry zuzubereiten. Ich hatte zwar keine allzu genaue Vortsellung, was in mein Curry sollte, am Ende lief es aber auf Möhren, Kartoffeln, Zuckerschoten und rote Paprika hinaus. Würzen wollte ich das Ganze mit Kokosmilch, Fenchelsamen, Kardamon, Koriandersamen, Knoblauch und Ingwer, soweit jedenfalls der Plan. Als ich das erste Mal abgeschmeckt habe, hat das Curry noch extrem fad geschmeckt, aber ist ja kein Problem, dachte ich mir, ich habe noch genug Gewürze da. Mein Fehler war allerdings, dass ich es zu gut gemeint habe und zu viel von einem der Gewürze erwischt habe. Welches es war, kann ich nicht einmal sagen. Das Gemüse-Curry war zwar noch genießbar, aber um ehrlich zu sein, war ich froh als der Teller leer war.
Nun stand ich also ohne indisches Rezept da. Kurzer Blick in den Vorratsraum und ich hatte die Idee, eine indische Linsen-Kartoffel-Suppe zu kochen. Dieses Mal wollte ich das Würzen allerdings vorsichtiger angehen. Damit war ich dann auch erfolgreich. Ich mag es total gerne, wenn eine Suppe nicht allzu wässrig, sondern eher sättigend ist. Hinzu kommt bei dieser Suppe noch die Geschmacksexplosion im Mund, die durch die Gewürze hervor gerufen wird. Im Nachhinein bin ich sogar froh darüber, dass das Gemüse-Curry misslungen ist. Andernfalls hätte ich diese Suppe wohl nicht gekocht und das wäre sehr schade gewesen.

Vegetarische Weltreise - Indien

Zutaten (2 Portionen):
1,5 TL Butter
1 TL schwarze Senfkörner
2 Zwiebeln
3 Kardamonkapseln
1/2 TL Kurkuma
400 ml Wasser
200 g rote Linsen
180 g Kartoffeln
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Knoblauchzehe
1/2 TL geriebener Ingwer
3 – 4 TL Zitronensaft
220 g Tomaten
1/2 TL Salz
1/4 TL Garam Masala

Zubereitung:

  • Die beiden Zwiebeln schälen. Eine in Ringe schneiden und beiseite stellen, die andere würfeln.
  • 1 TL Butter in einem großen Topf erhitzen.
  • Sobald die Butter geschmolzen ist, können die Senfkörner und Zwiebelwürfel dazu gegeben werden.
  • Die Kardamonkapseln vorsichtig öffnen. Es sollten nur die Samen verwendet werden, die nicht mehr grün, sondern bereits braun bzw schwarz sind.
  • Die Kardamonsamen zusammen mit dem Kurkuma in den Topf geben, sobald die Zwiebeln glasig sind.
  • Nach ca. 30 Sekunden die roten Linsen und das Wasser dazu geben.
  • Die Kartoffeln schälen, würfeln und ebenfalls in den Topf geben.
  • Das Ganze nun bei mittlerer Flamme köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind. Eventuell muss noch etwas Wasser nachgegossen werden, damit die Suppe nicht anbrennt.
  • Die Tomaten nun häuten. Dazu die Haut der Tomaten mehrfach kreuzweise mit einem Messer einritzen. Anschließend die Tomaten in eine Schüssel legen, mit kochendem Wasser übergießen und warten bis die Haut aufplatzt. Nun lassen sich die Tomaten besser schälen.
  • Die geschälten Tomaten würfeln und in der Suppe mitkochen.
  • Den Ingwer schälen und mit einer Reibe reiben. Anschließend ebenso zur Suppe geben.
  • Die Knoblauchzehe, schälen, würfeln und zu den bisherigen Zutaten in den Topf geben.
  • Mit Zitronensaft, Salz und Garam Masala würzen.
  • In einer Pfanne die restliche Butter erhitzen und darin die Zwiebelringe goldbraun anbraten.
  • Die Suppe zum Schluss mit einem Pürierstab cremig pürieren.
  • Die Suppe eventuell noch mit etwas Wasser verdünnen und mit den Zwiebelringen dekorieren.

Dauer: 45 Minuten

Falafel im Fladenbrot

Falafel sind frittierte Bällchen aus dem arabischen Raum. Auch in Deutschland erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit. Man kann sie sowohl aus Kichererbsen als auch aus pürierten Bohnen zubereiten. Ich zeige euch ein Rezept mit Kichererbsen als Hauptzutat.

Falafel im Fladenbrot

Als ich vor einigen Jahren in Ägypten das erste Mal Falafel gegessen habe, gab es sie in einem kleinen Fladenbrot. Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Hier in Deutschland gab es sie leider immer nur im Wrap, was auch sehr lecker ist.

Damit die selbst gemachten Falafel von der Konsistenz so wurden, wie ich es mir vorstellte, musste ich länger experimentieren. Zu Beginn habe ich mich an Rezepte gehalten. Allerdings wurden dort nur die Kichererbsen und ein paar Gewürze verwendet. Das Ergebnis beim Frittieren war, dass sich die geformten Bällchen in ihre Bestandteil aufgelöst haben und man das meiste davon nicht mehr essen konnte. Mittlerweile verwende ich aber Kichererbsenmehl anstelle von Kichererbsen und noch zusätzlich Grünkernschrot. Die Konsistenz ist dann nicht mehr so weich und krümelig, sondern viel fester und sie lassen sich auch ohne große Verluste frittieren. Habt ihr einen anderen Geheimtip, der dafür sorgt, dass die Bällchen sich nicht auflösen?

Zutaten (4 Portionen)
4 kleine Fladenbrote
200 g Kichererbsenmehl
100 g Grünkernschrot
1,5 TL Salz
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL + 2 Messerspitzen gemahlener Kreuzkümmel
4 EL Zitronensaft
ca. 0,4 l kochendes Wasser
Sonnenblumenöl
8 Cocktailtomaten
3 Blätter Eisbergsalat
6 gehäufte EL Schmand
Pfeffer
1 TL getrockneter Thymian

Zubereitung:

  • Die Fladenbrote backen.
  • Währenddessen die Zwiebel schälen und klein würfeln.
  • Den Knoblauch schälen und ebenso klein würfeln.
  • Kichererbsenmehl, Grünkernschrot, 1 TL Salz, die gewürfelten Zwiebel und den Knoblauch, sowie 1 TL Kreuzkümmel und 2 EL Zitronensaft in einen Becher geben.
  • Das Ganze mit dem Wasser übergießen, eimal grob umrühren und dann ca. 15 min quellen lassen.
  • Sonnenblumenöl ca. 2 cm hoch in einem Topf oder Wok erhitzen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob das Öl heiß genug ist. Sobald an dem Stäbchen Luftblasen aufsteigen, ist das Öl heiß genug.
  • Nun für jede Falafel ca. 1 EL der Kichererbsenmasse zu einer Kugel formen. Da die Masse sehr klebrig ist, ist das mit den Händen nicht so gut möglich. Deshalb zwei Esslöffel verwenden. Die Massse zuerst mit dem ersten Löffel aus dem Becher entnehmen. Nun die Masse mit dem zweiten Löffel vom ersten schaben und dabei die Form der Masse etwas in die gewünschte runde Form drücken. Dies nun so lange im Wechsel durchführen bis ein halbwegs gleichmäßiges rundes Bällchen entstanden ist.
  • Nun der Reihe nach immer einige Falafel formen und diese im heißen Öl goldbraun knusprig heraus backen.
  • Die Tomaten vierteln.
  • Die Eisbergblätter in eine gewünschte Größe schneiden.
  • Zum Schluss noch den Dip herstellen. Dazu den Schmand, 2 EL Zitronensaft, 1/2 TL Salz, Pfeffer, Thymian und 2 Messerspitzen gemahlenen Kreuzkümmel glatt rühren.
  • Sobald das Fladenbrot ein bißchen abgekühlt ist, dieses quer durchschneiden. Es sollte dabei aber nicht komplett durchgeschnitten werden. Zwischen den beiden Hälften etwas Dip verteilen, Falafel hinein legen sowie Tomaten- und Eisbergsalatstücke.

Dauer: 1,5 Stunden

Ägyptische Linsensuppe (Shurit Ads)

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das erste Mal die Shurit Ads gegessen habe. Ich weiß nur, dass ich sofort von ihr verzaubert war und so ging es bisher jedem, dem ich sie serviert habe.

Ägyptische Linsensuppe

Ich bin eigentlich kein Suppenkasper. Es nicht so, dass ich Suppen geschmacklich nicht mag. Mich stört an den meisten Suppen, dass sie zwar für den Moment sättigen, ich mich aber eine Stunde später dabei ertappe, wie ich mich auf die Suche nach Essbarem begebe. Wenn ich eine Suppe esse, dann sollte sie auch länger sättigen. Meiner Meinung nach kommt das fehlende Sättigungsgefühl vieler Suppen vom zu großen Wasseranteil. Dies ist bei der Ägyptischen Linsensuppe eindeutig nicht der Fall. Dazu kommt der tolle Geschmack, sie schmeckt wunderbar orientalisch, hat aufgrund des Zitronensaftes eine saure Note und die gerösteten Zwiebeln runden das Ganze noch ab.

Zutaten (3 Portionen):
200 g rote Linsen (Linsensorte, die NICHT mehr eingeweicht werden muss!)
2 große Zwiebeln
2 große Tomaten
1 l Gemüsebrühe
1/2 TL Salz
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Pfeffer
1/2 EL Olivenöl
1/2 Zitrone

Zubereitung:

  • Die Gemüsebrühe in einem großen Topf zum Kochen bringen
  • Die Tomaten müssen gehäutet werden. Dazu muss die Schale der einzelnen Tomaten mehrmals kreuzweise mit dem Messer ganz leich eingeschnitten werden. Anschließend die Tomaten in eine Tasse legen und mit heißem Wasser übergießen. Solange warten bis die Schale ein bißchen aufgeplatzt ist. Anschließend die Tomaten aus dem Wasser nehmen und die Tomatenschale komplett entfernen.
  • 1 Zwiebel schälen und, ebenso wie die Tomaten, vierteln.
  • Die geviertelten Tomaten und Zwiebeln zusammen mit den Linsen in die kochende Gemüsebrühe geben.
  • Auf kleiner Flamme ca. 45 min köcheln lassen. Den Deckel auf den Topf legen, aber nicht ganz schließen.
  • Währenddessen die zweite Zwiebel schälen, würfeln und im Olivenöl bräunen.
  • Die Suppe mit dem Pürierstab pürieren bis sie cremig ist.
  • Mit Pfeffer, Salz und Kreuzkümmel würzen.
  • Die Suppe mit den Zwiebeln servieren und zu jedem Teller einen Schnitzer Zitrone geben, so dass der Zitronensaft selbst dosiert und in die Suppe gegeben werden kann.

Dauer: ca. 55 Minuten

Dal mit Reis

Bis vor einem Jahr hatte ich nicht viele Berührungspunkte mit der indischen Küche. Aber das hat sich zum Glück geändert, denn mittlerweile kann man sagen, dass es bei mir Liebe auf den zweiten Blick war.

Dal mit Reis

Vor über 10 Jahren habe ich auf Zypern das erste Mal in einem indischen Lokal gegessen. Was ich damals genau gegessen habe, weiß ich gar nicht mehr, es war wohl Reis mit gemischtem Gemüse. Obwohl es in der Speisekarte nicht als scharf markiert war, war es für meinen Geschmack viel zu scharf und hat mich geschmacklich nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Seitdem habe ich mit indischem Essen immer Speisen verbunden, die für mich viel zu scharf sind.

Vor einem Jahr war ich dann nach vielen Jahren wieder indisch Essen, dieses mal in einem indischen Lokal in Deutschland. Ich war begeistert, es hat mir sehr gut geschmeckt. Kurz darauf habe ich erneut in einem anderen indischen Lokal Dal gegessen. Von dem Dal, das ich dort gegessen habe, war ich total begeistert. Daraufhin habe ich dieses Gericht mehrmals dort gegessen, weil es so gut geschmeckt hat. Ich wollte es aber nicht nur in einem Lokal essen, sondern selbst zu Hause zubereiten. Nach einigen Versuchen und Experimenten mit den Gewürzen schmeckt es nun fast genauso wie im Lokal.

Zutaten (2 Portionen):
1/2 TL schwarze Senfkörner
1 EL Butter oder Geeh
2 kleine Zwiebeln
5 Kardamomkapseln
2 Knoblauchzehen
5 g Ingwer
1/2 TL Kurkuma
120 g geschälte Dosentomaten
270 g rote Linsen (Sorte, die nicht zuerst in Wasser eingeweicht werden muss)
0,7 l + 1 Tasse Wasser
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL Fenchelsamen
1/2 TL Garam Masala
3 Messerspitzen gemahlenen Chili
1 TL Salz
1 Tasse Reis

Zubereitung:

  • Butter bzw Geeh in einem Topf erhitzen.
  • Die schwarzen Senfkörner im Topf anrösten bis sie springen. Deshalb am besten den Topf mit einem Deckel aus Glas bedecken.
  • Die Zwiebeln schälen und klein würfeln. Anschließend in den Topf geben und unter regelmäßigem Umrühren gold braun werden lassen.
  • Die Knoblauchzehen schälen, ganz klein würfeln und ebenfall in den Topf geben.
  • Den Ingwer schälen und fein reiben. Den geriebenen Ingwer in den Topf geben.
  • Anschließend den Kurkuma in den Topf geben.
  • Die geschälten Tomaten zu den bisherigen Zutaten geben und einmal aufkochen lassen.
  • Anschließend die roten Linsen sowie 0,7, l Wasser dazu geben. Das Ganze unter regelmäßigem Umrühren köcheln lassen bis der Inhalt des Topfes eine breiartige Konsistenz hat.
  • Kreuzkümmel, Koriandersamen sowie Fenchelsamen dazu geben.
  • Die Kardamonkapseln öffnen. Sind die Samen dunkelbraun bis schwarz, können sie verwendet werden. Sind sie hingegen noch grün, solten sie nicht verwendet werden, da sie nicht schmecken. Die Samen nun mit einem Mörser klein stoßen.
  • Mit Garam Masala, Chili und 1 TL Salz abschmecken.
  • Während der Zubereitung des Dals 1 Tasser Wasser in einem Topf erhitzen, etwas Salz hinzugeben und den Reis in diesem Topf unter regelmäßigem Umrühren kochen bis das Wasser verdampft ist.

Dauer: 1 Stunde

Noch ein kleiner Tip: Verwendet keine hellen Kochlöffel aus Plastik oder aus Holz, wenn ihr nicht wollt, dass der Kochlöffel trotz mehrmaligem Abspühlen immer noch knallig gelb aussieht. Kurkuma färbt sehr intensiv.

gelber Kochloeffel

Mercimek Köftesi mit Cacık

Mercimek Köftesi mit Cacık

Zutaten Mercimek Köftesi (3 Portionen):
0,6 l Wasser
130 g rote Linsen (Sorte, die nicht mehr in Wasser eingeweicht werden muss)
1 TL Salz
130 g Bulgur
50 ml Olivenöl
1 Zwiebel
1,5 gehäufte EL Aci Biber Salçasi (= scharfes, türk. Paprikamark) oder Tomatenmark
0,5 TL scharfes Paprikapulver
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
Pfeffer
2 Frühlingszwiebeln
1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

  • Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
  • Die roten Linsen im Topf 15 min kochen.
  • Salz und Bulgur in den Topf geben, umrühren und den Bulgur noch 5 min auf kleiner Flamme mit kochen lassen.
  • Den Topf abdecken und den Bulgur zusammen mit den Linsen ca 15 min quellen lassen.
  • Währenddessen die Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden und im Öl in einer Pfanne glasig andünsten.
  • Aci Biber Salçasi/Tomatenmark, Paprikapulver, Kreuzkümmel und Pfeffer zu den Zwiebeln geben und gut umhrühren, so dass ein roter Brei entsteht.
  • Sobald die Quellzeit des Bulgur zu Ende ist, den Zwiebel-Brei unter die Linsen-Bulgur-Mischung heben und gut vermischen.
  • Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden und zusammen mit dem Zitronensaft ebenfalls unter die Masse mischen.
  • Die Köfte können nun geformt werden, indem ca 1 EL der Masse mit den Händen zu einer länglichen, ovalen Wurst geformt werden.

Quelle: Suppenhühnchen

Dauer: 1,5 Stunden

Zutaten Cacık (2 Portionen):
200 g griechischer Joghurt
100 g Gurke
1 Knoblauchzehe
1/4 TL Dill
1/2 TL Salz
Pfeffer
1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

  • Die Knoblauchzehe schälen und in ganz kleine Stücke schneiden.
  • Die Gurke schälen und mit einem Hobel ganz klein raspeln. Anschließend die Gurkenraspel mit den Händen ausdrücken und das überflüssige Gurkenwasser entfernen.
  • Joghurt, Gurkenraspel, Knoblauch, Dill sowie Pfeffer, Salz und Zitronensaft gut vermischen.

Dauer: 5 Minuten

Dieses Rezept nimmt am Blogevent Aus Sultans Küchen teil, der von 1x umrühren bitte aka kochtopf zusammen mit der Gastgeberin Ninive von ninivepisces ausgerichtet wird.
Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)