Schafskäse mit Pistazien-Panade und bayrischem Salat

Schafskäse an sich schmeckt schon extrem gut. Wenn er dann aber noch angebraten und leicht knusprig braun ist, mag ich ihn besonders gerne. Dazu ein frischer Salat und ein Brot und ich bin happy.

panierter Schafskäse

Könnte ich keinen Käse mehr essen, hätte ich ein wirkliches Problem, denn ich liebe Käse. Käse passt einfach immer: aufs Brot, am Stück zum Runterbeißen, zum Überbacken, gegrillt, gerieben, in einer Soße. Neben Parmesan ist der Schafskäse mein liebster Käse. Ich esse ihn am liebsten, wenn er würzig und zugleich so cremig ist, dass er fast auf der Zunge schmilzt. Auf der Tomateninsel gibt es schon einige Rezepte, bei denen Schafskäse verwendet wird, aber ein sehr leckeres habe ich euch noch vorenthalten: in Pistazien panierter Schafskäse. Dazu gibt es einen Kopfsalat, Tomaten und frisch gebackene Baguettesemmeln. Das Dressing, das es dazu gibt, hat sich an einem Salatdressing orientiert, das ich vor kurzem in einem Lokal gegessen habe. Ich war kurz davor, im Lokal noch eine extra Portion Salat nachzubestellen, denn das Dressing war einfach der Hammer und mein restliches Essen war eher Nebensache. Bayrischen Salat habe ich den Salat genannt, nicht weil das ein typisch bayrisches Dressing ist, sondern weil die Salatsoße u.a. aus süßem Senf besteht, den man zu Weißwürsten ist. Und die Weißwürste sind numal ein typisch bayrisches Essen.

Zutaten (2 Portionen):
400 g Schafskäse
2 EL Mehl
1 Ei
80 g gemahlene Pistazien
2 EL Rapsöl
Kopfsalat
Tomaten
süßer Senf
Pfeffer
Salz
Walnussessig
Walnussöl

Zubereitung:

  • Den Schafskäse in 8 gleich große Dreiecke schneiden.
  • Mehl auf einem flachen Teller verteilen.
  • Eiweiß und Eigelb mit einer Gabel verquirlen und auf einen weiteren flachen Teller gießen.
  • Die gemahlenen Pistazien auf einem dritten flachen teller verteilen.
  • Die Schafskäsedreiecke zuerst im Mehl von allen Seiten wälzen, so dass sie mit Mehl bedeckt sind. Auch die Schmalseiten müssen bei jedem Arbeitsschritt mit einbezogen werden.
  • Den Schafkäse anschließend mit allen Seiten in das Ei tauchen.
  • Zum Schluss die Käsestücke in den Pistazien wälzen.
  • Das Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen.
  • Die Schafskäseecken in der Pfanne von allen Seiten anbraten bis der Käse leicht braun ist. Dabei darauf achten, dass der Schafskäse bei zu großer Hitze und je nach Sorte schmelzen kann. Ist dies der Fall, muss der Käse sofort gewendet werden.
  • Währenddessen den Salat putzen und die Tomaten schneiden.
  • Aus süßem Senf, Pfeffer, Salz, Walnussessig und Walnussöl das Dressing zubereiten.

Dauer: 25 Minuten

Marmor-Guglhupf

Der Marmorkuchen zählt für mich eher zu den trockenen Kuchensorten. Ich bevorzuge mehr die saftigen Kuchen, die auch Früchte enthalten. Umso erstaunter war ich als ich das erste Stück dieses Kuchens gegessen habe. Er war extrem saftig und das auch noch am zweiten Tag.

Marmor-Guglhupf

Normalerweise wäre ich nie auf die Idee gekommen, selbst einen Marmorkuchen zu backen, da er mir einfach zu trocken ist. Aber da ich nach dem Zubereiten eines anderen Gerichts noch ein warmes Bratrohr hatte, außerdem Lust auf Kuchen hatte und es leider Sonntag war, so dass ich keine Früchte oder andere Zutaten einkaufen konnte, die einen Kuchen in meinen Augen saftiger machen, habe ich mich spontan doch dazu entschlossen, einen Marmorkuchen zu backen. Im Internet wurde ich schnell fündig und konnte den Teig noch zu Ende rühren bevor ich das andere Essen aus dem Bratrohr nehmen musste. Ich war vom Ergebnis total begeistert, da der Kuchen wunderbar saftig und locker war. Selbst am nächsten Tag hat er noch wie frisch gebacken geschmeckt. Ich werde ihn wohl bald wieder einmal backen, wenn ich Lust auf einen Kuchen habe, der ohne große Aufwand gebacken werden kann.

Das Orginalrezept habe ich für meine kleine Form halbiert, in der Annahme, das wäre dann die richtige Teigmenge. Während des Backens musste ich leider feststellen, dass das Backpulver im Teig wohl eifriger gearbeitet hat als ich angenommen habe. Durch den Rost, auf dem der Kuchen stand, ist Teig nach unten getropft und es hat sich am Boden des Bratrohrs ein wunderbar braunes Häufchen gebildet. Ich gehe lieber nicht ins Detail wonach es ausgesehen hat… Das nächste Mal werde ich die gleich Teigmenge auf meine Kuchenform und zwei bis drei zusätzliche Muffinförmchen verteilen. Dann sollte es passen.

Welche Kuchensorten esst ihr gerne? Lieber schokoladige Kuchen oder doch eher die fruchtigen Varianten oder etwas ganz anderes?

Zutaten (Guglhupfform 15 cm Durchmesser + 2 bis 3 Muffinförmchen):
125 g Butter
125 g Zucker
175 g Weizenmehl (Type 405)
8 g Backpulver
2 Eier
125 ml Milch
1,5 EL Kakao
Puderzucker

Zubereitung:

  • Butter und Zucker in einer Schüssel mit dem Mixer schaumig rühren.
  • Die beiden Eier trennen.
  • Die beiden Eigelb zu der Butter-Zucker-Mischung geben und nochmals schaumig rühren.
  • Mehl, Backpulver und die Milch dazu geben und mit dem Mixer verrühren.
  • Nun in einer zweiten, sauberen Schüssel die beiden Eiweiß steif schlagen. Dazu ist es wichtig, dass ihr die Quirle des Mixers gründlich vom bisherigen Teig säubert. Andernfalls wird der Eischnee nicht richtig fest.
  • Den Eischnee vorsichtig unter den Teig in der ersten Schüssel heben und nocheinmal kurz mit einem Handrüher vermischen.
  • Die Hälfte des Teiges in eine zweite Schüssel geben und mit dem Kakaopulver vermischen, so dass der Teig gleichmäßig braun ist.
  • Die Guglhupf-Form mit einem Pinsel und etwas Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben, damit ihr den fertigen Kuchen gut aus der Form lösen könnt.
  • Den weißen Teig gleichmäßig in der Form verteilen.
  • Genauso gleichmäßig den brauen auf dem weißen Teig verteilen.
  • Anschließend mit einer Gabel einmal grob durch den Teig fahren. So erhaltet ihr das charakteristische Muster des Marmorkuchens.
  • Den restlichen Teig in die ebenfalls zuvor eingefetteten Muffinförmchen verteilen.
  • Den Kuchen und die Muffinförmchen bei 175°C (Umluft, mittlere Schiene) für 35 min backen. Bei den Muffins eventuell schon vorher den Stäbchentest machen, ob sie schon fertig sind.
  • Den fertigen Marmor-Guglhupf in der Form abkühlen lassen, aus der Form lösen, umdrehen und mit Puderzucker gleichmäßig bestäuben.

Quelle: Chefkoch

Dauer: 1 Stunde

Krapfen

Ich bin ein Faschingsmuffel. Deswegen könnte man, wenn es nur nach mir gehen würde, die fünfte Jahreszeit problemlos ausfallen lassen. Worauf ich aber auf keinen Fall verzichten kann, sind die Krapfen.

Krapfen

Ich mag es total gerne, dass es die Krapfen mit so vielen verschiedenen Füllungen gibt: mit Himbeer-, Aprikosen, oder Hagebuttenmarmelde, mit Schoko- oder Vanillecreme, mit einer Eierlikör-, Tiramisu- Stracciatella- oder Karamellmasse. Da ist für jeden etwas dabei. Welche Füllungen kennt ihr noch und welche esst ihr am liebsten? Ich mag die Krapfen gerne klassisch mit einer Marmeladenfüllung. Am liebsten mag ich eine Johannisbeer-Himbeer-Füllung. Krapfen, die mit Hagebuttenmarmelade gefüllt sind, mag ich hingegen gar nicht.

Zutaten für 30 Krapfen:
250 ml Milch
1 Würfel Hefe
500 g Weizenmehl (Type 405)
2 Eier
2 Eier davon das Eigelb
40 g Zucker
50 g Butter
1 Prise Salz
Sonnenblumenöl zum Frittieren
250 g Himbeermarmelade / Himbeer-Johannisbeer-Gelee
Puderzucker

Zubereitung:

  • Die Butter aus dem Kühlschrank stellen, damit sie weich wird.
  • 100 ml Milch laurwam erhitzen.
  • Hefe klein bröseln, zur Milch geben und verrühren.
  • 150 g Mehl dazu geben und zu einem Teig verarbeiten.
  • Teig ca. 25 min an einem warmen Ort ruhen lassen.
  • Die beiden Eier, die 2 Eigelb und den Zucker verrühren.
  • Die Ei-Zucker-Mischung, 150 ml Milch, 350 g Mehl, die Butter, die Prise Salz und den Vorteig zu einem glatten Teig verrühren.
  • Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort erneut ca. 25 min ruhen lassen.
  • Ein Backbleck mit Mehl bestäuben, um die geformten Krapfen nochmals gehen zu lassen.
  • Den Teig in 30 g große Stücke aufteilen, diese zu Kugeln formen, auf das Blech legen und ein bißchen platt drücken. Am Besten auch die Hände mit Mehl bestäuben, damit der Teig nicht kleben bleibt.
  • Die geformten Krapfen nochmal 45 min gehen lassen. Dabei sollte sich die Teigmenge jeweils verdoppeln.

Krapfen roh

  • Das Öl in eine Pfanne oder einen Wok geben und erhitzen bis es Blasen wirft.
  • Die Krapfen nach und nach von beiden Seiten goldgelb backen, heraus nehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

Krapfen im Wok

  • Die Krapfen mit einem Spritzbeutel mit Marmelade füllen und mit Puderzucker bestäuben.

Dauer inkl. Wartezeiten: 3,5 Stunden

Selbst gemachte Paprika-Fettuccine

Selbst gemachte Pasta haben gegenüber gekauften den Vorteil, dass man sie in der Geschmacksrichtung zubereiten kann, auf die man gerade Lust hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Oberfläche meiner selbst hergestellten Nudeln etwas rauer als bei den meisten gekauften Nudeln ist und somit die Soße viel besser daran hängen bleibt.

Selbst gemachte Paprika-Fettuccine

Fettuccine sind zur Zeit meine Lieblingsnudelsorte. Sie sind nicht zu dünn, nicht zu breit, die Soße bleibt gut hängen – gerade richtig. Da sie meine Lieblingssorte sind, experimentiere ich damit besonders gerne herum. Sie schmecken schon ohne irgendwelche Zusätze und nur mit einer einfachen Buttersoße mit frischen Kräutern extrem gut. Ich mag es auch, wenn die Nudeln an sich unterschiedlich schmecken. Bis jetzt habe ich sie schon mit Steinpilzen zubereitet. Dieses mal wollte ich orange bzw. rote Fettuccine zubereiten. Eine orange Nudelsorte habe ich bereits hergestellt. Damals habe ich Tomatenmark verwendet. Allerdings wurde dadurch der Teig etwas weicher. Auf der Suche nach einem roten bzw. orangen Pulver, mit dem ich den Teig färben könnte ohne diesen dadurch weicher zu machen, bin ich auf die Idee gekommen, getrocknete Paprikaschoten zu mahlen und diese unter den Teig zu mischen. Das Ergebnis seht ihr hier.

Zutaten (2 Portionen):
10 g getrocknete, entkernte Paprikaschoten (nicht in Öl eingelegt) / süßes Paprikapulver
200 g Weizenmehl (Type 405)
2 Eier
2 EL Olivenöl
1 TL Salz

Zubereitung:

  • Die getrockneten Paprikaschoten aufschneiden und die Kerne entfernen.
  • Die entkernten Paprikaschoten klein schneiden und mit einer Mühle ganz fein mahlen. Im besten Fall bestehen die Paprikaschoten nur noch aus Pulver.
  • Wer keine getrockneten Paprikaschoten hat, kann auch süßes Paprikapulver verwenden.
  • Gemahlene Paprika, Mehl, Eier, Olivenöl und Salz mit einem Mixer gut miteinander verrühren bis ein glatter Teig entsteht.
  • Den Teig für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  • Der Teig kann nun zu Fettuccine verarbeitet werden. Wie dies mit und ohne Nudelmaschine funktioniert, habe ich bereits hier ausführlich beschrieben.

Dauer: 3 Stunden (inkl. Wartezeit)

Basilikumpfannkuchen mit Schafskäse-Tomaten-Füllung

Immer nur süße Pfannkuchen sind mir auf Dauer zu langweilig. Herzhaftere Füllungen haben es mir angetan. Wie esst ihr sie denn am liebsten? Herzhaft oder süß? Welches ist eure liebste Füllung?

Basilikumpfannkuchen mit Schafskäse-Tomaten-Füllung

Von Zeit zu Zeit esse ich Pfannkuchen sehr gerne, auch mit Marmelade. Am liebsten esse ich sie dann mit Himbeer-Johannisbeer-Gelee. Der dezente Säureanteil der Johannisbeeren im Gelee ist mir lieber als eine sehr süße Erdbeer-Marmelade zu den Pfannkuchen. Auch esse ich die Pfannkuchen sehr gerne mit Zimt und Zucker. Man kann natürlich nicht nur die Füllung variieren, sondern auch den Teig. Kokosmilch-Pfannkuchen mit Schattenmorellen wären dafür eine Möglichkeit.

Pfannkuchen können natürlich nicht nur süß gegessen werden, sondern auch herzhaft. Zum einen gibt es die Pfannkuchensuppe, aber auch die herzhaften Füllungen. Überbackene Pfannkuchen mit Pfifferling-Füllung sind dafür ein gutes Beispiel. Da ich dieses Mal aber auch nicht den normalen Teig für die Pfannkuchen verwenden wollte, habe ich noch Basilikumblätter dazu gegegebn, in der Hoffnung, der Teig erhält dadurch einen grünen Farbton. Das hat leider nicht funktioniert, heraus geschmeckt hat man das Baslikum aber trotzdem. Ergänzt wurde das ganze durch eine Schafskäse-Tomaten-Füllung.

Zutaten(6 Pfannkuchen):
5 Eier
415 ml Milch
200 g Weizenmehl (Type 405)
7 g frische Basilikumblätter
1/4 TL + 1 Prise Salz
Sonnenblumenöl
260 g Schafskäse
250 g Cocktailtomaten
Pfeffer
1/2 TL getrockneter Thymian

Zubereitung:

  • Milch, Eier, Mehl und eine Prise Salz mit dem Mixer zu einem Teig verrühren.
  • Die Basilikumblätter klein hacken und unter den Teig mischen.
  • In einer Pfanne einen Schuß Sonnenblumenöl erhitzen
  • Anschließend eine Schöpfkelle voll Teig in der Pfanne zügig verteilen und eventuell die Pfanne noch leicht schwenken, so dass der gesamte Pfannenboden gleichmäßig mit Teig bedeckt ist. Dies muss allerdings ziemlich schnell ablaufen, damit der Teig nicht schon zu einer festen Konsistenz gebacken ist. Sobald die Unterseite des Pfannkuchens leicht braun ist, diesen mit einem Pfannenwender umdrehen und warten bis auch die zweite Seite leicht braun ist. Dies so lange machen bis der gesamte Teig heraus gebacken ist.
  • Währenddessen den Feta zerkrümeln und in einer zweiten Pfanne erhitzen bis er geschmolzen ist.
  • Die Tomaten vierteln und zusammen mit dem Schafskäse kurz erhitzen.
  • Die Füllung mit Pfeffer, Thymian und 1/4 TL Salz abschmecken.
  • Sobald die Pfannkuchen fertig sind, die Füllung aus der Pfanne nehmen und die Pfannkuchen damit füllen und rollen.

Dauer: 1 Stunde

Salzburger Nockerln

Kennt ihr das Lied “Salzburger Nockerln” von Peter Alexander? Ich finde, damit beschreibt er die Salzburger Nockerln sehr treffend: Salzburger Nockerln, Salzburger Nockerln, süß wie die Liebe und zart wie ein Kuß. Salzburger Nockerln, Salzburger Nockerln, sind wie ein himmlischer Gruß.

Salzburger Nockerln

Salzburger Nockerln sind ein fluffig, leichtes Eier-Dessert, das außen karamellfarben und etwas fest und im Inneren leicht saftig ist. Sie werden noch warm genossen. Wie der Namen bereits vermuten läßt, stammt dieses Gericht aus Salzburg.

Die genaue Herkunft der Salzburger Nockerln ist nicht eindeutig geklärt. Einerseits soll die Speise von Salome Alt, der Mätresse des Salzburger Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau, stammen. Andererseits soll diese Speise auf Napoleon Bonaparte zurück gehen. In einem sind sich aber alle Überlieferungen einig, nämlich was die Nockerln symbolisieren sollen. Traditionell sollen die Salzburger Nockerl wie drei Hügel geformt und am Ende mit Puderzucker bestäubt werden. Diese Hügel stellen die drei Hausberge Salzburgs (Gaisberg, Mönchsberg und Kapuzinerberg), vom Schnee gezuckert, dar.

Da dies ein typisches Gericht aus Österreich ist, paßt es sehr gut zu meinem Blog-Event Vegetarische Weltreise – Österreich.
Vegetarische Weltreise - Österreich

Zutaten (2 Portionen):
4 Eiweiß
2 Eigelb
3 EL Zucker
1 EL Weizenmehl (Type 405)
etwas Margarine
1/2 TL Puderzucker

Zubereitung:

  • Das Bratrohr auf 150°C Umluft vorheizen.
  • Die Eier trennen. Dabei die Eigelb und die Eiweiß jeweils in getrennte Schüsseln geben.
  • Die Eiweiß mit 1 EL Zucker mit den Quirlen des Mixers steif schlagen. Anschließend die Schüssel beiseite stellen.
  • Die Eigelb mit 1 EL Zucker schaumig rühren.
  • Das Mehl zu der Eigelb-Zucker-Mischung geben und erneut mit dem Mixer verrühren. Dabei entsteht eine klebrig, zähe Masse.
  • Die Quirle des Mixers säubern bevor damit erneut das Eiweiß steif geschlagen wird. Ansonsten fällt es eventuell zusammen, wenn beim Schlagen noch etwas Eigelb in die Eiweißmasse gelangt.
  • Die Eiweißmasse ist mittlerweile etwas zusammen gefallen. Das soll auch so sein. Nun muss das Eiweiß zusammen mit einem weiteren EL Zucker erneut steif geschlagen werden.
  • Anschließend die Eigelb-Zucker-Masse vorsichtig mit einem Schneebesen unter das steif geschlagene Eiweiß rühren bis die gesamte Masse einen einheitlichen, zarten orangen Farbton hat.
  • Nun eine kleine Auflaufform oder zwei Teller, die man bei 150°C ins Bratrohr stellen kann (Vorsicht, das ist nicht bei allen der Fall!), mit Margarine einpinseln. Dadurch lassen sich die fertigen Nockerln besser lösen.
  • Vorsichtig die Masse in die Form oder auf die beiden Teller verteilen. Wer mag kann die traditionellen 3 Hügel formen, oder wie auf meinem Foto, nur einen.
  • Die Nockerln nun für 12 bis 15 min ins Bratrohr bei 150°C Umluft (mittlere Schiene) stellen. Dabei die Türe das Bratrohrs nicht mehr öffen, da sie ansonsten zusammen fallen können.
  • Haben die Nockerln einen karamellfarbenen Farbton erreicht, sind sie fertig und können mit Puderzucker bestäubt werden.

Dauer: 30 Minuten

Selbst gemachte Orecchiette

Dass ich am liebsten die Pasta selbst zubereite anstatt sie fertig zu kaufen, habt ihr sicherlich schon gemerkt. Auch habe ich großen Spaß daran, immer wieder neue Formen oder Geschmacksrichtungen auszuprobieren. Dieses Mal sollten es Orecchiette sein.

selbst gemachte Orecchiette

Die Orecchiette stammen aus der süd-italienischen Region Apulien und sind das kulinarische Wahrzeichen der Stadt Bari, die die Hauptstadt der Region Apulien ist. Der Begriff Orecchiette bedeutet wörtlich übersetzt “Öhrchen”. Ihre Form erinnert aber auch ein bißchen an Hüte, da sie kreisrund sind und in der Mitte eine Vertiefung haben, wie dies bei einem Hut der Fall ist. Außerdem haben sie einen etwas dickeren Rand, der an eine Hutkrempe erinnert. Die Vertiefung der Orecchiette sorgt dafür, dass schön viel Soße an jeder einzelnen Nudel hängen bleibt. Das ist mit ein Grund, warum ich diese Pastasorte sehr gerne mag. Ich liebe es nämlich, wenn ich viel Soße zu den Nudeln habe und diese auch an den Nudeln kleben bleibt.

Dieses Rezept nimmt auch an meinem Blog-Event Vegetarische Weltreise – Italien teil.
Vegetarische Weltreise - Italien

Zutaten (2 Portionen):
200 g Weizenmehl (Type 405)
90 ml Wasser
1 EL Olivenöl
1 TL Salz

Zubereitung:

  • Das Mehl in eine Schüssel geben.
  • In der Mitte des Mehls eine Mulde formen und 80 ml Wasser sowie das gesamte Olivenöl hinein gießen.
  • Das Salz gleichmäßig über dem gesamten Mehl verteilen.
  • Alle Zutaten zuerst mit einer Gabel und anschließend mit den Händen verkneten bis ein Großteil des Mehls zu einem halbwegs zusammenhängenden Teig geformt ist.
  • Das restliche Wasser dazu geben und damit das noch in der Schüssel übrige Mehl in den Teig einarbeiten. Ist dies nicht möglich, da zu viel Mehl übrig bleibt bzw sich nicht alle Zutaten komplett verbinden, so hilft es, die Hände kurz naß zu machen ohne sie anschließend abzutrocknen und mit der wenigen Flüssigkeit, die sich noch an den Händen befindet, weiter zu kneten.
  • Den Teig zu einer Kugel formen und bei Zimmertemperatur ca. 1 Stunde ruhen lassen.
  • Wer eine Pasta-Maschine hat, sollte den Teig noch einige Male mit der Pasta-Maschine auf verschiedenen Stufen bearbeiten. Dazu mit der dicksten Stufe beginnen und langsam immer feinere Stufen verwenden. Dadurch wird der Teig noch viel geschmeidiger und homogener. Wer keine Pasta-Maschine hat, muss den Teig mit den Händen so lange bearbeiten bis er gleichmäßig glatt ist.
  • Aus dem Teig nun nach und nach kleine Kügelchen mit einem Durchmesser von 1 cm bis 1,5 cm formen.
  • Anschließend mit dem kleinen Finger eine Mulde in die Kügelchen pieksen und den Teig leicht über den kleinen Finger ziehen. Dadurch ensteht die für Orecchiette typische Form.

Selbst gemachte Orecchiette

  • Anschließend müssen die Nudeln getrocknet werden, bevor sie gekocht werden können. Dafür kann ein Küchentuch leicht bemehlt werden und die Nudeln darauf möglichst nebeneinander gelegt trocknen.
  • Sollen die Nudeln anschließend gekocht werden, genügt es, die Nudeln ca. 30 min zu trocknen. Werden sie 1 bis 2 Tage getrocknet, sind sie in einem Glas mit Schraubverschluss ca. 2 Monate haltbar.
  • Die frischen Nudeln müssen vor dem Verzehr ca. 3 min in einem Topf mit Salzwasser gekocht werden, um al dente zu sein. Angetrocknete Orecchiette benötigen ca. 4 – 5 min.

Dauer: 2 Stunden (inkl. Wartezeit)

Limettenkekse

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Nachdem ich euch bereits die Nougatplätzchen mit flüssigem Kern und die Vanillekugeln vorgestellt habe, gibt es mein letztes Plätzchenrezept für dieses Jahr: Limettenkekse.

Limettenkekse

Als ich dieses Rezept im Internet entdeckt habe, hat es mich sofort angelacht. Ich liebe den Geschmack von Limetten und auch den von Marzipan, wie ich vor Kurzem festgestellt habe. Bis vor zwei Jahren dachte ich nämlich, ich mag keine Marzipan. Wie ich auf diese Idee kam, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber sobald ich irgendwoe gelesen habe, dass Marzipan enthalten ist, habe ich es nicht gegessen. Vor zwei Jahren konnte ich aber nicht widerstehen als ich an Weihnachten einen gefüllten Plätzchenteller vor mir stehen hatte und darauf auch Plätzchen mit einer Marzipanschicht entdeckt habe. Obwohl ich der Meinung war, kein Marzipan zu mögen, habe ich mir ein Marzipanplätzchen genommen und gegessen. Danach wanderte noch ein zweites Marzipanplätzchen in meinen Mund und ein drittes… Das war wie eine Aha-Erlebnis: Marzipan schmeckt doch!

Umso mehr habe ich mich also gefreut als ich dieses Rezept entdeckt habe, das Limette und Marzipan vereint. Ein kurzer Check in der Küche: bis auf eine Limette ist alles vorhanden. Diese habe ich dann noch eingekauft und wollte am nächsten Tag loslegen. Vor dem Backen habe ich alle Zutaten heraus gelegt bis auf das Marzipan, denn es war unauffindbar. Was für mich typisch ist, dass mir so etwas an einem Tag passiert, an dem die Geschäfte nicht geöffnet haben. Ich schaffe es sogar, dass ich Zutaten für ein Rezept auf die Einkaufsliste schreibe, durch den Supermarkt gehe, nochmal die Liste überprüfe, ob alles im Einkaufswagen ist, zu Hause ankomme und dann doch etwas von der Liste vergessen habe. Im Fall des Marzipans war es aufgrund der geschlossenen Geschäfte leider nicht mehr möglich noch Marzipan zu kaufen. Also habe ich die Plätzchen abgewandelt und es gab die Limettenkekse ohne Marzipan. Und jetzt ratet mal, was ich in der Küche entdeckt habe als die Limettenkekse lecker duftend in der Küche standen? Richtig, das gesuchte Marzipan.

Die Limettenkekse haben mir gut geschmeckt, allerdings war vom erhofften Limettengeschmack nicht allzu viel zu schmecken. Wenn man die Limettenkekse einfach in Kekse umbennent und nicht auf einen leicht sauren geschmack wartet, sind sie sogar sehr lecker. Das nächste Mal werde ich sie mit etwas weniger Zucker und dafür mit mehr Limettensaft backen.

Zutaten (ca. 70 Stück):
150 g Butter
200 g Zucker
1 Ei
1 EL Limettensaft
230 g Weizenmehl (Type 405)

Zubereitung:

  • Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank stellen, so dass sie weich ist und gut verarbeitet werden kann.
  • Butter und Zucker in einer Schüssel verrühren.
  • Das Ei und den Limettensaft dazu geben.
  • Das Mehl mit den restlichen Zutaten vermischen und zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • Den Teig in zwei Teile teilen und aus jedem auf einer mehligen Arbeitsfläche eine Rolle formen, die ca. 3 cm Durchmesser hat.
  • Die Rollen in Frischhaltefolie einwickeln und für ca. 30 min ins Gefrierfach legen.
  • Das Bratrohr auf 180°C (Heißluft) vorheizen.
  • Die Rollen aus der Folie nehmen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Zweie Backbleche mit Backpapier belegen, die Teigscheiben darauf verteilen und die Kekse für 10 min auf den mittleren Schienen backen. Da die Kekse noch etwas aufgehen werden, empfiehlt es sich, genug Platz zwischen den einzelnen Teigscheiben zu lassen.

Dauer: ca. 1 Stunde

Quelle: Stephis Köstlichkeiten

Nougatplätzchen mit flüssigem Kern

Letztes Jahr habe ich festgestellt, dass ich wohl ein anderes Plätzchenbackverhalten wie die Masse der Plätzchenbäcker habe. Und wem habe ich diese Erkenntnis zu verdanken? Meinem Blog.

Nougatplaetzchen mit fluessigem Kern

Normalerweise backe ich die erste Hälfte des Dezembers noch keine Plätzchen. So richtig losgelegt wird dann erst ein oder zwei Tage vor Heiligabend, damit die Plätzchen pünktlich zu Weihnachten fertig sind. Ich habe davor meistens auch gar nicht das Bedürfnis Plätzchen zu backen, geschweige denn sie zu essen. Die Mehrheit der Plätzchen verschenke ich dann immer an Weihnachten und esse nur einen kleinen Teil selbst. Als ich letztes Jahr meine Plätzchen gebacken hatte, fiel mir auf, dass ich viel zu spät dran bin, um sie zu verbloggen. Wen interessiert denn nach Weihnachten noch ein Plätzchenrezept und sei es noch so toll? Deshalb habe ich mir extra im Kalender für dieses Jahr vorgemerkt, dass bereits Anfang Dezember die Plätzchen fertig sein müssen, damit ich sie euch präsentieren kann. Nun kommt ihr in den nächsten Tagen in den Genuss von drei, wie ich finde, sehr leckeren Plätzchenrezepten. Den Anfang machen die Nougatplätzchen mit flüssigem Kern.

Zutaten (ca. 30 Stück):
125 g weiche Butter
100 g Zucker
2 Eier
180 g Weizenmehl (Type 405)
100 g gemahlene Haselnüsse
1 TL Backpulver
60 g Nußnougat

Zubereitung:

  • Butter und Zucker in einer Schüssel vermischen.
  • Die beiden Eier dazu geben.
  • Zu den bisherigen Zutaten Mehl, Haselnüsse swie Backpulver dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  • Das Nußnougat in Würfel schneiden, die eine ca. 1 cm lange Kante haben.
  • Das Bratrohr auf 170°C (Heißluft) vorheizen.
  • Nun können die Plätzchen geformt werden. Da der Teig sehr klebrig ist, empfiehlt es sich, neben die Arbeitsfläche eine kleine Schüssel mit kaltem Wasser zu stellen und die Hände immer wieder einzutauschen. Dadurch bleibt der Teig fast gar nicht an den Fingern kleben.
  • Für jedes Plätzchen ca. 1 TL Teig aus der Schüssel nehmen, ihn zu einer Kugel formen, in die Mitte eine kleine Mulde formen, darin das Nußnougat legen und dieses mit dem Teig komplett umschließen.
  • Zwei Backbleche mit Backpapier belegen und darauf die Kugeln legen. Da die Kugeln während des Backens breiter und niedriger werden, muss zwischen den einzelnen Kugeln genug Platz bleiben.
  • Die Plätzchen nun auf den mittleren Schienen für ca. 12 min backen.

Dauer: ca. 45 Minuten

Quelle: Cake Friday

Mit diesen Plätzchen nehme ich am Event KEKSin’ around the Christmas Time von Genusskochen teil.

Außerdem nimmt das Rezept am Event In der Weihnachtsbäckerei von SchokoladenFee teil.
In der Weihnachstbäckerei

Kastenbrot

Ich mag es total gerne, wenn der Geruch von frisch Gebackenem durch die Wohnung zieht. Dabei ist es mir egal, ob es nach frischem Kuchen oder frischem Brot riecht. Dieses Mal war es der Geruch eines frischen Kastenbrotes.

Kastenbrot

Mögt ihr es genau so gerne, wie ich, wenn es nach frisch gebackenem Kuchen oder Brot riecht? Ich kann es meistens kaum erwarten bis das Gebackene abgekühlt ist und probiert werden kann. Auf frisch gebackenes Brot streiche ich am liebsten nur Butter und bestreue diese mit etwas Salz. Ist das Brot noch leicht warm, dann zerfliesst die Butter, so dass das Brot gleich doppelt so gut schmeckt.

Ich finde es total faszinierend, wie man aus wenigen Zutaten etwas so leckeres wie ein Brot zaubern kann. Durch kleine Änderung der Zutaten entstehen sofort neue Brotsorten. Ihr könnt verschiedene Kräuter, klein geschnittene getrocknete Tomaten oder Oliven dazu geben. Klein gehackte Walnüsse oder andere Nüsse passen auch sehr gut in einen Brotteig. Ihr seht, eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jetzt zeige ich euch das Grundrezept für ein Kastenbrot. Das nächste Mal wird das Brot noch mit Schafskäse und weiteren Zutaten aufgepeppt. Also lasst euch überraschen.

Zutaten (21 cm x 11,5 cm):
170 g Weizenmehl (Type 405)
1/2 TL Salz
4 g Trockenhefe
125 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:

  • Die Hefe im lauwarmem Wasser auflösen.
  • Mehl, Salz und das Hefewasser in eine Schüssel geben und mit dem Mixer zu einem glatten Teigverrühren.
  • Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 30 min gehen lassen.
  • Die Kastenform mit etwas Öl oder Margarine einfetten und anschließend mit Mehl bestäuben. Dadurch läst sich das gebackene Brot leichter aus der Form lösen.
  • Das Brot 1 Std im nicht vorgeheizten Bratrohr backen (mittlere Schiene, Umluft).

Dauer: 2 Stunden