Kirsch-Nuss-Blechkuchen

Einmal im Monat gehe ich zu einem Spieleabend, bei dem wir ganz altmodisch Brett- und Kartenspiele spielen. Da wir zu siebt spielen, ist es gar nicht so leicht, immer wieder neue Spiele zu finden. Die meisten sind nämlich nur für sechs Spieler konzipiert. Das eine oder andere Spiel konnten wir bereits so abwandeln, dass wir es doch zu siebt spielen können. Kennt ihr Spiele, die für sieben Spieler geeignet sind?

Kirsch-Nuss-Blechkuchen

Bei jedem Spieleabend gibt es Kuchen für alle. Jeden Monat ist jemand anderes an der Reihe, einen leckeren Kuchen für alle zu backen. Mein Himbeertiramisu habe ich bereits mehrmals gemacht und es kam immer sehr gut an. Da ich außer für den Spieleabend immer kleine Kuchen backe, versuche ich die Rezepte für den Spieleabend immer auf eine 24er Springform oder ein Blech hochzurechnen. Meistens hat das auch ganz gut geklappt, nur der Bountykuchen war in größer nicht mehr ganz so saftig wie in einer Größe von 15 cm Durchmesser. Beim Kirsch-Nuss-Kuchen hat das Hochrechnen der Zutaten hingegen sehr gut funktioniert. Zuerst war ich von der großen Kirschmenge überrascht, im fertigen Kuchen war die Menge aber genau richtig.

Gibt es bei euch auch regelmäßige Spieleabende? Welche Spiele spielt ihr? Gibt es bei eurem Spieleabend auch immer Kuchen oder eher etwas herzhaftes zu essen?

Kirsch-Nuss-Blechkuchen

Zutaten (1 Backblech):

700 g Sauerkirschen aus dem Glas (Abtropfgewicht)
150 g Margarine
100 Kokosblütenzucker / Zucker
4 Eier
300 g Dinkelmehl (Type 630)
100 g gemahlene Haselnüsse
3 TL Backpulver
50 g Puderzucker

Zubereitung:

  • Die Kirschen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Dabei den Saft mit einer Schüssel auffangen. Einen Teil davon benötigen wir noch und der Rest schmeckt sehr gut mit Wasser verdünnt als Schorle.
  • Margarine, Kokosblütenzucker, Eier, Mehl, gemahlene Haselnüsse und das Backpulver in einer Schüssel zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.
  • Backpapier auf ein Backblech legen, damit sich der fertige Kuchen gut vom Blech lösen lässt.
  • Den Teig gleichmäßig auf dem Backblech verteilen.
  • Die abgetropften Kirschen gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
  • Den Kuchen für 25 min bei 160°C (mittlere Schiene, Umluft) backen.
  • Den Kuchen etwas abkühlen lassen.
  • Nach und nach etwas Kirschsaft mit dem Puderzucker vermischen bis eine zähe Masse entsteht.
  • Den rosa Zuckerguss mit einem Löffel in unregelmäßigen Linien über dem Kuchen verteilen und fest werden lassen.
  • Dauer: 1 Stunde

    Da der Name des Kirsch-Nuss-Blechkuchens mit K beginnt, nimmt er an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – K teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - K

    Tomaten-Ziegenkäse-Quiche

    Werbung für kochexperte*

    Dass ich ein großer Tomaten-Fan bin, wird spätestens beim Blick auf meinen Blognamen – Tomateninsel – klar. Ich liebe einfach Tomaten jeder Art, egal ob frisch vom Strauch, getrocknet, als fruchtige Tomatensoße, in einer cremigen Tomatensuppe oder in einem knusprigen Auflauf. Es gibt so viele Verwendungsmöglichkeiten der Tomaten wie es Tomatensorten selbst gibt.

    Tomaten-Ziegenkäse-Quiche

    Seit einigen Jahren ziehe ich mir ab Februar/März aus den verschiedensten Tomatensamen kleine Pflänzchen, um dann in den Sommermonaten in den Genuss sonnengewärmter Tomaten frisch vom Strauch zu kommen. Letztes Jahr habe ich das erste Mal Tomaten angepflanzt, die keine Standardsorten waren. Es gab grüne Tomaten mit roten Zebrastreifen, kleine gelbe und rote in Form von Birnen, lila-farbige und viele mehr. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie gespannt ich die ganze Zeit war, wie die Ernte ausfällt. Da es sich um Samen von alten Sorten gehandelt hat, gingen bis auf zwei oder drei Samen alle auf und es wurden daraus viele kräftige Pflänzchen. Da ich aber mit derselben Erfolgsquote wie in den Jahren zuvor gerechnet habe, nämlich dass nur aus der Hälfte oder maximal 2/3 der Samen auch wirklich Pflänzchen werden, hatte ich letztes Jahr eindeutig mehr Pflänzchen als Platz. Einige habe ich verschenkt, aber der Rest musste mit weniger Platz auskommen als üblich pro Pflanze zur Verfügung steht. Das Ergebnis war leider, dass die Ernte nicht allzu groß ausfiel und ich pro Sorte teilweise nur drei oder vier Tomaten ernten konnte. Von der optischen Vielfalt war ich trotzdem sehr beeindruckt.

    Tomatenernte

    In einer Quiche stellte ich mir die bunte Tomatenvielfalt umwerfend vor, allerdings fehlte mir eine farblich passende Quicheform. Meine bisherige Quicheform ist metallschwarz und ein etwas größerer Durchmesser als der bisherige wäre auch nicht schlecht. Umso mehr habe ich mich gefreut als mir vor Kurzem eine Kooperation mit dem Shop von kochexperte und seinen Le Creuset Produkten* angeboten wurde. Die Produkte von Le Creuset gefallen mir schon länger sehr gut. Einerseits mag ich es sehr gerne bunt und bei Le Creuset Produkten hat man die Qual der Wahl und kann aus dem kompletten Farbspektrum auswählen. Andererseits ist die Qualität und Verarbeitung der Produkte wirklich toll. Es fiel mir dementsprechend schwer, mich zu entscheiden. Als ich allerdings die knallig rote Quicheform entdeckt habe, war mir sofort klar, dass ich sie unbedingt haben muss. Mein Plan einer kunterbunten Tomaten-Quiche vom letzten Jahr war nämlich noch nicht vergessen.

    Dieses Jahr stand ich allerdings vor dem Problem, dass ich weniger experimentierfreudig war und deshalb nur Ochsenherztomaten und verschiedene kleine, rote Tomatensorten angepflanzt habe. Zeitlich wäre die Tomaten-Quiche auch jezt absolut kein Problem. Denn die Haupternte meiner Tomaten findet erst seit ca. vier Wochen statt. Leider sind die Früchte aufgrund der Temperaturen zum Teil bei der Ernte eiskalt und nicht mehr sonnenwarm. Aber sobald die Tomaten in einem geheizten Raum sind, passt auch wieder die Temperatur.

    Das Problem, dass ich dieses Jahr keine bunten Tomaten angepflanzt habe, konnte ich zum Glück auch lösen. Fast direkt neben meiner Arbeit findet jeden Freitag ein kleiner Markt statt, auf dem Bauern ihre regionalen Produkte anbieten. Mein Lieblingsgemüsehändler hatte zum Glück ganz viele unterschiedlich farbige kleine Tomaten. Als es konkreter an die Vorbereitung meiner Tomaten-Quiche ging, kam mir die Idee, dass mein geliebter Belle Blanche, ein milder Ziegenhartkäse, sehr gut mit dem fruchtigen Geschmack der Tomaten in der Quiche harmonisieren würde. Somit standen die Hauptbestandteile meiner Quiche fest.

    Bereits der Geruch der fertigen Tomaten-Ziegenkäse-Quiche war umwerfend. Als ich den ersten Bissen im Mund hatte, ging mir nur eins durch den Kopf: „Geiler Scheiss!“. Sorry für die Ausdrucksweise, aber treffender kann ich den Geschmack nicht beschreiben. Der Käse war durchs Backen herrlich knusprig braun geworden und hatte deshalb einen würzigeren Geschmack als sonst. Zusammen mit den verwendeten Gewürzen ging das fast ein bisschen Richtung Parmesan. Die verschiedenen Geschmäcker der einzelnen Tomatensorten taten ihr übriges, so dass die Tomaten-Ziegenkäse-Quiche ein unglaubliches Geschmackserlebnis war. Selbst am nächsten Tag schmeckte die übrig gebliebene, nochmals erwärmte Quiche noch unglaublich lecker. Dazu gab es, wie könnte es anders sein, noch einen bunten Tomatensalat.

    Was ist eure vegetarische Lieblingsquiche? Ich bin jetzt auf den Geschmack gekommen und würde gerne noch andere Quiche ausprobieren. Bislang habe ich nämlich nur noch diese Käse-Tomaten-Lauch-Quiche gebacken.

    Tomaten-Ziegenkaese-Quiche

    Zutaten (28 cm Durchmesser)

    300 g Dinkelmehl (Type 630)
    1,5 TL Salz + zusätzlich etwas für die Form
    150 g Margarine + zusätzlich etwas für die Form
    3,5 EL eiskaltes Wasser
    175 g geriebener Belle Blanche
    100 ml Sahne / Sojasahne
    Pfeffer
    Salz
    1 TL Thymian
    1 Ei
    250 g bunte, kleine Tomaten

    Zubereitung

    • Mehl, Salz, Margarine und Wasser zügig zu einem glatten Teig verarbeiten.
    • Den Teig zu einer Kugel formen und für 1 Std. in den Kühlschrank stellen.
    • Die Quicheform mit Margarine auspinseln und mit Mehl dünn ausschwenken, so dass sich die fertige Quiche besser aus der Form lösen lässt.
    • Den Teig in der Form gleichmäßig ausrollen und auch den Rand damit auskleiden. Da ich keine allzu hohe Quiche wollte, habe ich den Rand nur bis zur halben Höhe mit Teig bedeckt.
    • In einer Schüssel den geriebenen Belle Blanche mit der Sahne vermischen und mit etwas Pfeffer, Salz und 1 TL Thymian würzen.
    • Das Ei in einer Tasse mit einer Gabel verquirlen und ebenfalls zur Käse-Sahne-Mischung geben. Anschließend alles nochmal gut durchmischen.
    • Die Käse-Sahne-Ei-Mischung auf dem Teig gleichmäßig verteilen.
    • Die Tomaten halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auf die Käse-Sahne-Ei-Mischung legen.
    • Die Tomaten mit Pfeffer und Salz würzen.
    • Die Quiche nun 40 min bei 180°C (Heißluft, mittlere Schiene) in den Ofen geben bis der Käse leicht braun ist.

    Dauer: 2 Stunden 15 Minuten (mit Wartezeit)

    Tomaten-Ziegenkaese-Quiche

    * Werbung: Link zu meinem Kooperationspartner

    Feta-Dinkel-Brot

    Feta könnte ich einmal pro Woche essen, in einem Feta-Tomaten-Salat, im Ofen zubereitet zusammen mit Ofentomaten oder als Bestandteil einer leckeren Schafskäse-Soße zu selbst gemachten Paprika-Fettuccine. Es gibt so viele Möglichkeiten und heute möchte ich euch eine weitere vorstellen – ein Feta-Dinkel-Brot.

    Feta-Dinkel-Brot

    Ich stelle öfters mal Ricotta aus Ziegenmilch her, da es meines Wissens nirgendwo Ricotta aus Ziegenmilch zu kaufen gibt (Wenn jemand doch eine Marke kennt, dann würde ich mich über diese Information sehr freuen.). Da bei der Ricottaherstellung aber jedes Mal Molke übrig bleibt und mir diese viel zu schade ist, um sie wegzuwerfen, habe ich mich auf die Suche nach einem Rezept gemacht, um die Molke verwenden zu können. Ich wurde dann auch relative schnell bei diesem leckeren Schafskäsebrot fündig. Das Weizenmehl habe ich durch Dinkelmehl ersetzt und die Zwiebeln habe ich ganz heraußen gelassen. Das Ergebnis war so lecker, dass ich das Brot mittlerweile jedes Mal backe, wenn ich wieder Ziegenricotta hergestellt habe. Wer keine Molke hat, kann stattdessen auch Milch oder Buttermilch verwenden.

    Habt ihr schon mal etwas mit Molke gebacken oder diese anderweitig verarbeitet? Wenn ja, was habt ihr damit zubereitet?

    Feta-Dinkel-Brot

    Zutaten (1 Feta-Dinkel-Brot):

    250 ml (Ziegen-)Molke / Milch / Buttermilch
    7 g Trockenhefe
    1/2 TL Zucker
    500 g Dinkelmehl (Type 630)
    1/2 TL Salz
    125 g Feta
    1,5 EL lauwarmes Wasser
    etwas Öl für das Blech

    Zubereitung:

    • Molke, Hefe und Zucker in eine kleinere Schüssel geben, verrühren und ca. 5 min. stehen lassen.
    • Mehl und Salz in einer größeren Schüssel vermischen.
    • Die Molke-Hefe-Mischung zum Mehl geben und gut durchrühren.
    • Feta klein bröseln, mit dem Wasser vermischen und ebenfalls zur Mehl-Mischung geben. Anschließend gründlich verrühren.
    • Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. eine halbe Stunde gehen lassen.
    • Ein Backblech mit Backpapier auslegen und anschließend mit etwas Öl einpinseln, damit sich das fertige Brot besser lösen lässt.
    • Den Teig auf das Blech legen und daraus eine halbwegs runde, gleichmäßige Form bilden.
    • Den Teig nochmals ca. 15 min. gehen lassen.
    • Das Brot nun bei 200°C (mittlere Schiene, Heißluft) backen.

    Dauer: 1,5 Stunden

    Quelle: Chefkoch

    Da Feta-Dinkel-Brot mit F beginnt, nimmt dieses Brot an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – F teil, bei dem ich vegetarische Gerichte suche, deren Namen mit F beginnen.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - F

    Spinatspätzle mit Gemüse und geschmelzten Zwiebeln

    Die besten Anregungen für neue Gerichte bekomme ich oft auf Reisen. Die Spinatspätzle mit Gemüse und geschmelzten Zwiebeln sind auch eines dieser schönen kulinarischen Reiseandenken.

    Spinatspätzle mit Gemüse und geschmeclzten Zwiebeln

    Die bayrische Küche ist nicht gerade vegetarierfreundlich. In Gasthöfen kann ich froh sein, wenn es Kässpatzen gibt. Möchte ich irgendwo in einem Biergarten etwas essen, bleibt mir oft nur ein Brot mit Obazdn. Nicht falsch verstehen, ich mag beides total gerne. Nur fände ich es einfach schön, wenn ich ein bißchen mehr Auswahl hätte, wie das z.B. in der Mittelmeerküche der Fall ist.

    Letztes Jahr war ich für einen Kurzurlaub in einem Hotel in der Nähe von Garmisch. Das Hotel war wunderschön ruhig gelegen an einem kleinen, idyllischen See mit einem perfekten Blick auf die Zugspitze. Allerdings hatte ich dort auch das Problem, dass es nur ein vegetarisches Gericht gab, obwohl ich bereits vor der Buchung nach vegetarischem Essen für die beiden enthaltenen Abendessen gefragt habe. Dies sei kein Problem, war damals die Antwort. Vor Ort war es dann leider doch ein Problem. In gewisser Weise hatte ich aber dennoch Glück, denn es gab keine Kässpatzen, sondern sehr leckere Spinatspätzle mit Gemüse und geschmelzten Zwiebeln. Diese waren sogar so lecker, dass ich kein Problem damit hatte, sie am nächsten Abend noch einmal zu essen. Auch zu Hause war ich weiterhin so begeistert, dass ich das Gericht bereits ein paar Mal nachgekocht habe.

    Mögt ihr Spinatspätzle? Was gibt es bei euch zu den Spinatspätzlen?

    Spinatspätzle mit Gemüse und geschmelzten Zwiebeln

    Zutaten (4 Portionen):

    250 g frischen Spinat
    400 g Dinkelmehl (Type 630)
    4 TL Salz
    4 Eier
    ca. 180 ml kaltes Wasser
    2 EL Olivenöl
    270 g weiße Zwiebeln
    530 g rote Paprika
    3 Frühlingszwiebeln
    670 g Zucchini
    470 g Cocktailtomaten
    Pfeffer
    1 TL Thymian

    Zubereitung:

    • Mehl, 1 TL Salz und die Eier mit dem Mixer verrühren.
    • Den Spinat klein pürieren, zum Teig geben und zu einem gleichmäßig gefärbten Teig verrühren.
    • Nach und nach etwas Wasser dazu geben bis ein zähflüssiger Teig ensteht. Das können somit auch etwas mehr oder weniger als 180 ml Wasser sein.
    • In einem großen Topf Wasser mit 1 TL Salz zum kochen bringen.
    • Sobald das Wasser kocht, ein Viertel des Teiges mit einem Spätzlehobel zügig zu Spätzlen verarbeiten. Sobald die Spätzle an der Wasseroberfläche schwimmen, sind sie fertig und können vorsichtig mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser geholt werden.
    • Den restlichen Teig ebenfalls zu Spätzlen verarbeiten.
    • Die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden.
    • Die Paprikas würfeln.
    • Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
    • Die Zucchinis ebenfalls würfeln.
    • Die Tomaten vierteln.
    • Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und darin die Zwiebelringe glasig dünsten.
    • Die Zwiebelringe aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
    • Paprika- und Zucchiniwürfel sowie die Frühlingszwiebelringe in die Pfanne geben und ca. 5-10 min dünsten und dabei regelmäßig umrühren.
    • Die Tomatenviertel dazu geben und alles noch weitere 5 min in der Pfanne lassen.
    • Das Gemüse mit Pfeffer, 1 TL Salz, sowie Thymian würzen.

    Dauer: 1,5 Stunden

    Meine Spinatspätzle mit Gemüse und geschmelzten Zwiebeln nehmen am Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – S teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - S

    Mini-Mini-Vanille-Muffins

    Steht ihr auch so sehr auf kleine Back-und Kuchenförmchen wie ich? Ich würde am liebsten alle kaufen, die ich neu entdecke obwohl mein Schrank schon viel zu voll mit diesen kleinen Formen ist.

    Mini-Mini-Vanille-Muffins

    Erst vor ein paar Monaten konnte ich wieder die Reaktion beobachten, die kleine Tiere auf Menschen ausüben. Bei einem Besuch der Ausgrabungen von Troja, befanden sich in einer Ecke vier kleine Hundewelpen. Ab dem Zeitpunkt, an dem eine Touristin die Welpen entdeckt und dies den um sie herum stehenden Besuchern mitgeteilt hat, waren die historischen Ausgrabungen Nebensache. Es war nur noch ein einstimmiges „Ach wie süß!“, „Die sind aber goldig!“ zu hören. Die Kameras wurden gezückt, die Hunde fotografiert und Troja war nicht mehr so wichtig. Troja steht schließlich schon seit so vielen hundert Jahren, das gibt es in ein paar Minuten auch noch. Die kleinen Hunde hingegen könnten jeden Moment weg laufen.

    Genau dasselbe Phänomen beobachte ich bei mir, wenn es um Backformen geht. Kuchen backe ich schon seit einiger Zeit in kleineren Formen. Meine runde Springform hat z.B. nur 15 cm Durchmesser. Das hat zum einen den Grund, dass die Kuchenmenge bei einer größeren Form einfach zu groß wäre. Aber, ich muss zugeben, dass es schon auch den Reiz „Ach, wie süß ist der kleine Kuchen!“ hat. Ihr könnt euch also vorstellen, wie mein Gesicht aussah als ich die Silikonförmchen für die Mini-Mini-Muffins entdeckt habe. Die Teigmenge von sechs dieser kleinen Förmchen wird benötigt, um ein herkömmlich großes Muffinförmchen zu füllen. Klar, dass ich die Förmchen sofort kaufen und ausprobieren musste. Da sie so klein sind, habe ich mich gegen Früchte in den Muffins entschieden und den Teig einfach nur mit Vanille verfeinert.

    Bin ich die Einzige, die von der Industrie so gnadenlos manipuliert wird und in den Geschäften auf die vielen kleinen, putzigen, süßen Backförmchen anspringt? Ich hoffe nicht! 😉

    Mini-Mini-Vanille-Muffins

    Zutaten (45 – 50 Mini-Mini-Vanille-Muffins):

    1 Ei
    80 ml Buttermilch
    40 g Margarine
    100 g Weizenmehl (Type 405)
    75 g Vanillezucker
    1 Prise Salz
    1/2 TL Backpulver
    1 Vanilleschote

    Zubereitung:

    • Margarine schmelzen und ein bißchen abkühlen lassen.
    • Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und mit einem Messer das Vanillemark heraus lösen. Dieses in die Milch geben und verrühren.
    • Geschmolzene Margarine, Eier, Milch sowie Mehl, Zucker, Salz und Backpulver zu einem Teig verrühren.
    • Die Muffinförmchen mit Margarine auspinseln und anschließend den Teig darin verteilen.
    • Bei Umluft 170°C (mittlere Schiene) ca. 30 min im nicht vorheizten Ofen backen.

    Aus den ausgekratzten Hälften der Vanilleschote könnt ihr ganz einfach einen aromatischen Vanillezucker herstellen. Wie das funkitoniert? Das erfahrt ihr hier.

    Dauer: ca. 45 Minuten

    Einhorn-Erdbeer-Törtchen

    Fragt ihr euch manchmal auch, wie Trends entstehen? Mir geht es gerade mir den Einhörnern so.

    Einhorn-Erdbeer-Törtchen

    Das letzte Mal, dass ich bewusst etwas über Einhörner gehört habe, war 1999 als In-Mood feat. Juliette „The last unicorn“, die Titelmelodie des Zeichentrickfilms „Das letzte Einhorn“ gecovert hat. Damals lief das zugehörige Musikvideo bei Viva und MTV rauf und runter. Irgendwann war das Lied aus den Charts und ich habe nichts mehr von Einhörnern gesehen und gehört – bis vor ein paar Wochen.

    Auf einmal hieß es Einhorn hier, Einhorn da. Es gab u.a. Einhorn-Käsekuchen, Einhorn-Likör, Einhorn-Macarons und Einhorn-Eiscreme. Schnell sind auch die Firmen auf diesen Zug aufgesprungen. Es gibt Einhorn-Reinigungstücher, Einhorn-Toilettenpapier, Einhorn-Tassen und Einhorn-Duschgel. By the way, wonach riechen Einhörner überhaupt? Mein Mandarinen-Duschgel riecht nach Mandarinen. Das vorherige hat nach Limetten gerochen. Aber Einhorn-Duschgel?

    Als 2013 der Disney Film „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ in die Kinos kam, fanden Elsa und Schneemann Olaf sehr schnell Einzug in die Kinderzimmer. Obwohl das schon vier Jahre her ist, gibt es immer noch ganz viele Produkte mit den Figuren aus dem Film. Erst vor ein paar Tagen habe ich ein Glas Senf gekauft, auf dem Figuren aus „Die Eiskönigin“ abgebildet sind.

    Aber woher kommen nun auf einmal die ganzen Einhörner? Wer hat den Hype ins Rollen gebracht? Ich habe schon Mr. Google gefragt, wurde aber nicht wirklich schlauer. Meines Wissens wurde weder der Zeichentrickfilm neu verfilmt noch wurde der zugehörige Titelsong neu eingesungen, auch gibt es keine neue Zeichentrickserie, in der Einhörner eine tragende Rolle spielen.

    Da ich diesen Monat einerseits eure Gerichte, deren Namen mit E beginnen, suche, und andererseits immer noch nicht weiß, was es mit den Einhörnern auf sich hat, dachte ich mir, ich verbinde beides miteinander. Ich habe die Hoffnung, dass mein Einhorn-Erdbeer-Törtchen ganz viele Einhorn-Fans anlockt und mir endlich die Frage meiner schlaflosen Nächte beantwortet wird:

    Wo hat der Einhorn Trend seinen Ursprung?

    Einhorn

    Zutaten Teig (Kuchenform 12 cm Durchmesser):

    50 g Margarine / Butter
    1 Ei
    60 g + 10 g Kokosblütenzucker / Vanillezucker
    95 g Dinkelmehl (Type 630) + etwas für die Formen
    5 g Backpulver
    65 ml Mandelmilch / Milch
    Margarine zum Einfetten der Form
    150 g Erdbeeren
    Marzipan in weiß, gelb, blau, grün / weißes Marzipan und Lebensmittelfarben in gelb, blau, grün

    Zubereitung:

    • Wird Butter verwendet, dann diese rechtzeitig aus dem Kühlschrank stellen, so dass sie weich und leicht zu verarbeiten ist.
    • Margarine / Butter, Ei und 60 g Kokosblütenzucker / Vanillezucker schaumig rühren.
    • Mandelmilch / Milch, Mehl und Backpulver dazu geben und noch einmal mit dem Mixer verrühren bis es ein glatter Teig ist.
    • Die beiden Kuchenformen mit ein bißchen Margarine mit einem Pinsel einfetten und mit Mehl ausschwenken, so dass der gebackene Teig nicht kleben bleibt. Das überschüssige Mehl entfernen.
    • Teig in die beiden Kuchenformen füllen und im nicht vorgeheizten Bratrohr bei 180°C (Umluft, mittlere Schiene) ca. 25 min im Bratrohr backen. Anschließend auskühlen lassen.
    • Wird nur weißes Marzipan verwendet, dann kleine Mengen davon für die Einhornhaare mit gelber, blauer und grüner Lebensmittelfarbe färben bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist.
    • Aus dem weißen Marzipan den Einhornkörper, einen kurzen Hals, einen Kopf, vier Beine und zwei Ohren formen.
    • Die einzelnen, weißen Körperteile zusammen setzen. Damit diese einen glatten Übergang haben, diese Stellen mit einem Schaschlikspieß glatt streichen.
    • Aus dem gelben, blauen und grünen Marzipan Schweif und Mähne des Einhorn formen und am Einhorn anbringen.
    • Falls die Deckel der beiden Kuchen beim Backen zu spitz wurden, nach dem Auskühlen dort noch ein bißchen abschneiden, so dass die beiden Kuchen oben komplett gerade sind.

    erster Tortenboden

    • Die Erdbeeren von den grünen Blättern befreien und zusammen mit 10 g Kokosblütenzucker / Vanillezucker pürieren.
    • Etwas weniger als die Hälfte des Erdbeerpürees mit einem Löffel auf einem der beiden Kuchenböden gleichmäßig verteilen.

    erster Tortenboden mit pürierten Erdbeeren

    • Den zweiten Kuchenboden darauf legen.

    zweiter Tortenboden

    • Das restliche Erdbeerpüree ebenso gleichmäßig auf dem oberen Kuchenboden verteilen, so dass Erdbeerpüree vom Rand des Kuchens herunter läuft.

    zweiter Tortenboden mit pürierten Erdbeeren

    • Das Einhorn in der Mitte platzieren.

    Dauer: ca. 2 Stunden

    Dieses Rezept nimmt an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – E teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - E

    Oliven-Dinkel-Pizza mit Ziegenkäse – Meine Erinnerung an die Oliven aus den 80ern

    Vor kurzem habe ich darüber geschrieben, dass für mich Olivenöl nicht gleich Olivenöl ist. Beim Olivenöl gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede. Wenig verwunderlich ist, dass diese Qualitätsunterschiede für die entscheidende Zutat eines guten Olivenöls, nämlich die Oliven, ebenso gilt.

    Grob unterteilen kann man Oliven in schwarze und grüne Oliven. Aufgrund der Zubereitung lässt sich, unabhängig von der Olivensorte, auch ihr Geschmack sehr vielfältig variieren. Sollen sie scharf sein, werden sie mit Chilis verfeinert. Sollen sie herzhafter schmecken, werden sie zusammen mit Knoblauch eingelegt oder mit einem Kräuteröl mariniert.

    Pizza mit Oliven und Ziegenkäse

    Vor ein paar Monaten war ich wieder beim Griechen am Marktstand, der nebenbei erwähnt die besten getrockneten Tomaten verkauft, die ich jemals gegessen habe. Dort wird eine tolle Vielfalt verschiedenster Olivensorten angeboten u.a. auch Zitronenoliven. Es handelt sich dabei um grüne Oliven, die mit kleinen Zitronenstückchen eingelegt wurden und deshalb eine sehr fruchtige Note haben. Als ich sie zum ersten Mal probiert habe, war ich von den Zitronenoliven so begeistert, dass ich davon einen Becher mittlerer Größe gekauft habe. Zu Hause angekommen, habe ich den Becher schneller leer gefuttert als ich schauen konnte. Dazu gab es gar nichts außer einer weiteren Zitronenolive… und noch einer…. bis der Becher leer war.

    Das war nicht das erste Mal, dass ich Oliven pur gegessen habe. Es passiert nicht selten, dass ich zum Kühlschrank gehe und ein paar Oliven nasche. Wenn ich hingegen an die Oliven zurück denke, die es in den 80ern gab, dann wäre das damals sicherlich nicht passiert. Ich kann mich eigentlich nur an zwei Sorten Oliven aus dieser Zeit erinnern. Die grünen Oliven, bei denen eine wie die andere aussah, da sie keine individuelle Form hatten; sie sahen aus als wären sie von einer Maschine produziert gewesen. Dieser optische Effekt wurde noch dadurch verstärkt, dass alle ein gleich großes Loch hatten, das mit einem kleinen Stück Paprika gefüllt war. Diese grünen Paprika-Oliven wurden oft auch für die allseits bekannten Käse-Oliven-Spießen verwendet, die damals bei keiner Feier fehlen durften.

    Die andere Sorte Olive, an die ich mich erinnere, waren schwarze Oliven. Sie waren ohne Kräuter, Knoblauch oder andere Zutaten eingelegt. Erst viel später habe ich heraus gefunden, dass diese schwarzen Oliven schwarz gefärbt waren. Ob sie ursprünglich grün waren und schwarz gefärbt wurden oder ob sie bereits von Natur aus schwarz waren und das Färben den Schwarzton intensivieren sollte, weiß ich nicht. Kein Wunder, dass die Flüssigkeit, in der sie schwammen, auch etwas unappetitlich schwarz gefärbt war.

    Wie ihr bemerkt, habe ich weder an die grünen noch an die schwarzen Oliven von früher guten Erinnerungen. Erst Mitte der 90er meine ich, dass es in den normalen Supermärkten bessere Oliven zu kaufen gab, die auch den Namen Olive wirklich verdienten. Neben der größeren Vielfalt verbesserte sich zum Glück auch ihr Geschmack. Das war auch die Zeit als ich meine Liebe zu den Oliven entdeckt habe. Heutzutage möchte ich auf Oliven gar nicht mehr verzichten müssen. Ich genieße es, mich durch die verschiedenen Sorten zu probieren und sie in meinen Gerichten zu verwenden.

    Obwohl ich mittlerweile sowohl die grünen als auch die schwarzen Oliven in allen Variationen sehr gerne esse, schmecken mir die schwarzen noch ein kleines bißchen besser als die grünen Oliven. Für meine Pizza mit Oliven und Ziegenkäse kommen deshalb meine geliebten schwarzen Oliven zum Einsatz. Ihr könnt natürlich auch grüne Oliven verwenden, wenn euch die besser schmecken. Allerdings würde ich bei beiden, egal ob grün oder schwarz, darauf achten, dass die Oliven keine Kerne mehr enthalten. Olivenkerne empfinde ich bei einer Pizza immer als etwas störend.

    Welche Erinnerungen habt ihr an die in Deutschland erhältlichen Oliven aus den 80ern? Hattet ihr das Glück, bessere Oliven essen zu können? War eventuell einfach mein Supermarkt schlecht sortiert?

    Zutaten Teig (5 Stück):

    525 g Dinkelmehl (Type 630) + mehr zum Backen
    8 g Trockenhefe
    1,5 TL Zucker
    270 ml lauwarmes Wasser
    3 TL Salz
    4 EL Olivenöl
    10 EL Dinkelgrieß

    Zutaten Belag (5 Stück):

    780 g stückige Tomaten
    2 TL Salz
    Pfeffer
    1 TL Oregano
    300 g geriebener Belle Blanche
    10 Basilikumblätter
    schwarze Oliven

    Zubereitung:

    • Den Pizzastein ca. 1 Stunde bei 250°C auf Ober- und Unterhitze vorheizen.
    • 525 g Mehl in eine Schüssel geben.
    • Im Mehl eine Mulde formen und dort Hefe und Zucker hineingeben.
    • 30 ml Wasser in der Mulde auf die Hefe gießen und alles mit ein bißchen Mehl abdecken.
    • Die Schüssel ca. 5 min stehen lassen bis sich Blasen in der Mulde gebildet haben.

    Pizzateig

    • Das restliche Wasser, sowie 3 TL Salz und 4 EL Olivenöl in die Schüssel geben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
    • Den Teig abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich ungefähr verdoppelt hat.
    • Währenddessen die stückigen Tomaten, Salz und Pfeffer sowie Oregano vermischen.

    Pizzasoße

    • Hat sich der Teig ungefähr verdoppelt, dann daraus fünf Teigstücke bilden, die möglichst gleich groß sind.
    • Nun auf der Pizzaschaufel 1/2 EL Mehl vermischt mit 2 EL Grieß verteilen. Das sorgt dafür, dass der klebrige Pizzateig nachher gut auf den Pizzastein rollt.
    • Ein Teigstück nehmen, von außen leicht einmehlen und den Teig vorsichtig mit den Händen größer und dünner ziehen, so dass er eine schöne runde Form erhält. Es sollte vermieden werden, den Teig auszurollen, denn dann geht ein Teil des Volumens wieder verloren, das während der „Gehzeit“ enstanden ist.
    • Den Teig auf die Pizzaschaufel legen.
    • 1/5 der Tomatensoße auf dem Teig verteilen.
    • 60 g geriebenen Belle Blanche darauf verteilen.
    • Die Oliven klein schneiden und damit die Pizza belegen.

    Pizzaschaufel

    • Mit einer ruckartigen Bewegung den Teig von der Pizzaschaufel auf den Pizzastein rollen lassen.
    • Die Pizza 7 – 10 min im Bratrohr backen bis der Teig knusprig braun geworden ist und auch der Käse etwas braune Farbe angenommen hat.
    • Vorsichtig die fertige Pizza mit der Pizzaschaufel aus dem Bratrohr holen und die nächste Pizza zubereiten. Ihr könnt auch bereits während des Backens die nächste Pizza belegen und auf der Pizzaschaufel vorbereiten. Die fertige Pizza müsst ihr dann eben mit etwas anderem, wie z.B. einem Pfannenwender, aus dem Rohr holen.
    • Die fertige Pizza mit Basilikum dekorieren.

    Die Pizza nimmt am Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – O teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - O

    Osterhasen-Cupcakes mit Kirschfüllung – Interview mit dem Osterhasen

    Ostern steht bald vor der Türe und was würde zum Osterbrunch besser passen als kleine, süße Osterhasen-Cupcakes? Damit ihr noch Zeit habt, sie vorzubereiten, hat mir der Osterhase schon ein paar Tage vor Ostern die Ehre gegeben und hat Modell gestanden. Allerdings war er etwas scheu und wollte nicht sein Gesicht im Internet sehen (ich sag nur Datenschutz!). Deshalb müsst ihr euch leider mit seiner Rückseite zufrieden geben. Ich war froh, dass ich ihn überhaupt für meine Idee gewinnen konnte und er Zeit für mich hatte. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, welchen Stress er an den Tagen vor Ostern hat.

    Osterhasen-Cupcakes

    Während der Osterhase für meine Osterhasen-Cupcakes Modell stand sind wir ein bißchen ins Plaudern gekommen. Er hat mir erzählt, dass er schon seit mindestens 1682 Osterhase ist. An das genaue Jahr kann er sich auch nicht mehr erinnern, ist schießlich schon eine Weile her. Damals war sein Wirkungsgebiet nur auf Teile des süddeutschen Raumes begrenzt. Seine Kollegen waren damals für die anderen Gegenden zuständig. In Teilen von Westfalen, Niedersachsen und in Bayern gab es z.B. den Osterfuchs, in Thüringen den Storch, in der Schweiz den Kuckuck, in Tirol die Henne und in Böhmen den Hahn, die den Kindern die Ostereier gebracht haben. Seine Kollegen haben irgendwann diese Ämter an den Nagel gehängt. Warum das so war, könne er sich auch nicht erklären. Es sei schließlich eine wundervolle Aufgabe, Kindern am Ostersonntag eine Freude zu bereiten. Das war auch der Grund, warum er sich damals entschlossen hat, auch die Gegenden seiner Kollegen zu übernehmen.

    Mittlerweile verschlägt es den Osterhasen sogar bis in die USA oder Australien. Denn auch dort gibt es Kinder, die den Brauch des Osterhasen kennen – den deutschen Auswanderern sei Dank. Ob er die USA und Australien mit dem Schiff oder dem Flugzeug erreicht, das wollte er mir nicht verraten. Ich tippe auf das Flugzeug. Schließlich muss er alle Länder innerhalb kurzer Zeit erreichen, damit pünktlich am Ostersonntag die Ostereier in den Nestern liegen. Auch wie er es schafft, an so vielen Orten innerhalb kürzester Zeit alle Eier zu verstecken, wollte er mir nicht verraten. Geheimnis bleibt eben Geheimnis – verständlich!

    Wer jetzt denkt, der Osterhase hat ein stressfreies Leben, da er nur einen Tag pro Jahr arbeiten muss, der irrt. Die restlichen Tage des Jahres hoppelt er von einem Versteck zum nächsten, immer auf der Flucht vor Paparazzi. Sein oberstes Gebot ist es nämlich, den Zauber um sich und Ostern zu bewahren. Dazu gehört natürlich, dass er seine Identität nicht verrät, um so jedes Jahr aufs Neue die Kinder mit kleinen Nestern überraschen zu können.

    Wie haltet ihr es mit dem Osterbrauch? Kommt zu euch der Osterhase und versteckt bunt gefärbte Eier und Süßigkeiten?

    Zutaten (für 20 bis 25 Osterhasen-Cupcakes):

    2 Eier
    160 ml Mandelmilch / Milch
    80 g Margarine
    200 g Dinkelmehl (Type 630)
    125 g Kokosblütenzucker / Zucker
    1 Prise Salz
    1 gehäufter TL Backpulver
    20 bis 25 Schattenmorellen aus dem Glas
    Kokosmilch-Joghurt
    grüne Zuckerkügelchen
    weißes Marzipan
    Erdbeer-Fruchtpulver / rosa Marzipan
    Puderzucker
    Wasser

    Zubereitung:

    • Eier, Mandelmilch und Margarine verrühren.
    • Mehl, Kokosblütenzucker, Salz und Backpulver dazu geben und alles gut verrühren.
    • Den Teig in die Muffinförmchen füllen, so dass der Boden der Förmchen bedeckt ist.
    • In die Mitte jedes Förmchens eine Kirsche legen.

    Schattenmorellen im Cupcaketeig

    • Den restlichen Teig über die Kirschen geben, so dass diese möglichst komplett vom Teig verdeckt sind.
    • Bei Umluft 170°C (mittlere Schiene) ca. 15 min im nicht vorgeheizten Ofen backen.
    • Die Cupcakes aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
    • Sobald die Cupcakes abgekühlt sind, jeden Cupcake mit einem Klecks Kokos-Joghurt bestreichen und diesen komplett auf dem Teig verstreichen.
    • Die grünen Zuckerkügelchen auf einen kleinen Teller legen. Die Cupcakes kopfüber in die grünen Zuckerkügelchen tauchen, so dass diese am Joghurt kleben bleiben.
    • Aus dem weißen Marzipan eine halbe Kugel als Hasenpo formen.
    • Für das Hasenschwänzchen eine kleine Kugel aus dem weißen Marzipan formen.
    • Für die Füße zwei Marzipankugeln formen, die etwas größer als das Schwänzchen sind. Diese dann jeweils etwas platt drücken und dabei in die Länge ziehen.
    • Für die rosa Laufflächen zwei Kugeln aus dem weißen Marzipan /rosa Marzipan formen, die um einiges kleiner sind als das Schwänzchen. Diese möglichst platt drücken. Dabei müssen sie insgesamt kleienr sein als die Füsse breit sind.
    • Nun noch sechs ganz kleine weiße /rosa Marzipankugeln formen, die später als rosa Zehen verwendet werden.
    • Um nun den Osterhasen zusammenzusetzen etwas Puderzucker mit Waser verrühren, so dass eine zähe Masse entsteht, die nun als Puderzuckerkleber verwendet wird.
    • Nun als erstes die große Halbkugel auf dem „Gras“ befestigen.
    • Anschließend für das Schwänzchen mittig auf dem Hasenpo etwas Puderzuckerkleber geben, das Schwänzchen anbringen und vorsichtig fest drücken.
    • Für die weißen Füße am Po als erstes an den gewünschten Stellen Puderzuckerkleber verteilen und anschließend die Füße vorsichtig befestigen.
    • Die weißen Laufflächen mit Puderzucker an den Füßen befestigen.
    • Zum Schluß noch die sechs Zehen mit Puderzuckerkleber an den Füßen befestigen.
    • Mit einem dünnen lebensmittelgeeigneten Pinsel das rosa Erdbeer-Fruchpulver auf die laufflächen und die Zehen aufbringen.
    • Damit nichts verrutscht und alles gut aushärten kann, die fertigen Osterhasen-Cupcakes kurz in den Kühlschrank stellen.

    Dauer: ca. 2 – 3 Stunden

    Diesen Monat sammle ich eure Rezepte, deren Namen mit O beginnen. Meine Osterhasen-Cupcakes nehmen daran natürlich auch teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - O

    Himbeer-Smartieskuchen

    Viele bunte Smarties! Ja, so wollte ich meinen Himbeer-Smartieskuchen aussehen lassen. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, dass die Farben in den einzelnen Smarties-Röhren so unterschiedlich verteilt sind.

    Himbeer-Smartieskuchen

    Zum Glück hatte ich schon etwas mehr Smarties gekauft, da ich nicht genau abschätzen konnte, wieviele der kleinen bunten Dinger ich benötige, um damit meinen Kuchen zu verzieren. Dass manche Farben in einer 150 g Röhre allerdings extrem oft vorkommen und Smarties in einer anderen Farbe in derselben Röhre nur 4 Mal vorkommen, davon bin ich wirklich nicht ausgegangen. Liebe Smarties-Hersteller, wie soll man denn mit dieser Mischung vernünftig einen Kuchen verzieren, der den eigenen Ansprüchen genügt? Mein Plan war nämlich, einen schönen Farbverlauf von Innen nach Außen zu erstellen: gelb, orange, rot, rosa, lila. Aber ne, geht nicht. Von lila waren so wenig vorhanden, dass ich selbst mit der Ausbeute aus 2 Röhrchen keinen äußersten Rand zustande bekommen hätte. Rot war auch ein Problem, da die Hälfte der roten Smarties eine farbliche Mischung aus rosa und rot war, die eine leichte Tendenz zum rot hatte.

    Aber genug geschimpft. Der Himbeer-Smartieskuchen war lecker. Wenn ihr ihn nachbacken wollt, denkt einfach daran, reichlich Smarties zu kaufen, so dass ihr nicht dasselbe Farbenproblem habt, wie ich. Es werden sich schon „Opfer“ finden, die die restlichen Smarties essen, die es nicht auf den Kuchen geschafft haben. 😉

    Als kleiner Tip noch vorweg: Legt die Smarties, bevor ihr sie auf der flüssigen Schokolade anordnet, auf dem Tisch als farbige Kreise zurecht. Dann könnt ihr die Farbreihenfolge so lange ändern, bis ihr komplette Kreise erhaltet. Denn sind die Smarties bereits auf der flüssigen Schokolade, solltet ihr sie nicht mehr entfernen. Andernfalls wird eure Schokolade nicht mehr schön glatt aussehen.

    Hatte ich einfach nur Pech mit dem Inhalt meiner Smarties-Packungen oder sind bei euch auch immer von einer Farbe extrem viele und von der anderen extrem wenig Smarties enthalten?

    Himbeer-Smartieskuchen

    Zutaten Himbeer-Smartieskuchen (Kuchenform 15 cm Durchmesser):

    50 g Margarine + Margarine zum Einfetten der Form
    1 Ei
    60 g Kokosblütenzucker / Vanillezucker
    95 g Dinkelmehl (Type 630) + Dinkelmehl für die Form
    1/3 Päckchen Backpulver
    15 g Kakaopulver
    65 ml Mandelmilch / Milch
    4 TL Himbeer-Marmelade
    100 g zartbitter Schokolade
    ca. 200 g Smarties

    Himbeer-Smartieskuchen

    Zubereitung:

    • Margarine, Ei und Kokosblütenzucker schaumig rühren.
    • Mandelmilch, Mehl, Backpulver und Kakao dazu geben und noch einmal mit dem Mixer verrühren bis es ein glatter Teig ist.
    • Die Kuchenform mit ein bißchen Margarine mit einem Pinsel einfetten und mit etwas Mehl ausschwenken, so dass der gebackene Teig nicht kleben bleibt. Das überschüssige Mehl entfernen.
    • Teig in die Kuchenform füllen und im nicht vorgeheizten Bratrohr bei 180°C ca. 35 min im Bratrohr backen. Anschließend auskühlen lassen.
    • Sobald der Kuchen ausgekühlt ist, in der Mitte quer durchschneiden, so dass 2 gleich große Kuchenböden entstehen. Falls die Oberseite des oberen Kuchenboden beim Backen zu spitz wurde, dort ein bißchen abschneiden, so dass der Kuchen gerade ist und am Schluss gut verziert werden kann.
    • Die untere Kuchenhälfte mit der Marmelade bestreichen und anschließend den zweiten Kuchenboden darauf legen.
    • Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Dabei darauf achten, dass die Schokolade nicht heißer als 28°C bis 29°C wird, da sie ansonsten grau werden kann.
    • Die flüssige Schokolade gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen und etwas über den Rand hinunter laufen lassen.
    • Die Smarties sofort kreisförmig auf der flüssigen Schokolade anordnen.

    Dauer: ca. 2 Stunden

    Da ich diesen Monat immer noch eure vegetarischen Gerichte sammle, deren Namen mit H beginnen, nimmt auch dieser Kuchen daran teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - H