Limburger Frühlingssalat

Kennt ihr das? Ihr unterhaltet euch übers Kochen und euer Gegenüber erzählt euch von einem Rezept, bei dem euch das Wasser im Munde zusammen läuft. Ihr denkt euch nur noch: Ja, das klingt perfekt, das muss ich unbedingt ausprobieren. So erging es mir mit dem Limburger Frühlingssalat.

Limburger Fruehlingssalat

Seit meiner Kindheit esse ich Limburgersalat sehr gerne, allerdings besteht dieser aus Limburger, Zwiebeln, Salz, Pfeffer sowie Sonnenblumenöl und Apfelessig. Als ich das Rezept für den Limburger Frühlingssalat gehört habe, wollte ich ihn auf jeden Fall auch mal essen, hab ihn aber nicht umgehend zubereitet und dann auch wieder vergessen. Als ich diese Woche im Supermarkt vor dem Regal stand, fiel mein Blick auf den Limburger und mir fiel dieses Rezept wieder ein. Der Käse wanderte sofort in den Einkaufswagen und weiter ging es im Supermarkt Richtung Frühlingszwiebeln. Aber was musste ich feststellen? Die Frühlingszwiebeln waren ausverkauft. Das lief ja super, habe ich mich doch schon so auf dieses Gericht gefreut. Bevor ich beim nächsten Anlauf für dieses Rezept das Probleme habe, zwar Frühlingszwiebeln, aber keinen Limburger kaufen zu können, habe ich den Limburger gleich gekauft, um dann im Laufe der Woche die Frühlingszwiebeln zu kaufen. Bei jedem Blick in den Kühlschrank wurde ich daran erinnert, was ich als nächstes zubereiten wollte. Obwohl der Limburger noch orginalverpackt war, war er deutlich zu riechen. Aber das ist ein gutes Zeichen, denn nur wenn der Limburger richtig stinkt, schmeckt er auch gut. Nun hatte ich endlich Glück und es gab wieder Frühlingszwiebeln und abends dann diesen leckeren Salat.

Mögt ihr Limburger auch so gerne wie ich? Wie bereitet ihr ihn zu? Habt ihr tolle Limburger-Rezepte? Bei mir gab es den Käse nur im herkömmlichen Limburgersalat und jetzt in diesem Frühlingssalat. Ich mag den Käse sehr gerne, weiß aber ansonsten keine weitere Verwendung. Habt ihr Tips für mich?

Limburger Fruehlingssalat

Zutaten:
Limburger
Cocktailtomaten
Frühlingszwiebeln
Pfeffer
Salz
Balsamicoessig
Olivenöl

Zubereitung:

  • Den Limburger in dünne Scheiben schneiden und auf dem Tellef anrichten.
  • Die Tomaten in Scheiben schneiden und auf dem Käse verteilen.
  • Die Lauchzwiebeln in dünne Ringe schneiden und auf dem Teller verteilen.
  • Mit Pfeffer, Salz, Balsamicoessig und Olivenöl würzen.
  • Dazu paßt ein würziges Roggenmischbrot.

Dauer: 15 Minuten

Pasta mit Spargel

Die Spargelzeit ist eingeläutet, endlich. Ich freue mich schon seit Wochen darauf und das nachfolgende Rezept ist eines meiner liebsten Spargelgerichte. Wie esst ihr den Spargel am liebsten?

Vollkorn-Penne mit Spargel

Als ich letzte Wochenende auf dem Markt das erste Mal Spargel aus Deutschland gesehen habe, habe ich mich sehr darüber gefreut. Es gibt Spargel zwar schon seit einigen Wochen in den Supermärkten zu kaufen, aber nicht aus Deutschland. Wenn ich schon Spargel zubereite, dann mag ich auch einen Deutschen verwenden. Die ganze Woche war die Vorfreude auf das erste Spargelgericht des Jahres groß. Dass ich Pasta mit Spargel zubereite war auch schnell klar, ist es doch mein liebstes Spargelgericht. Ich mag die Kombination aus Spargel, Tomaten und Parmesan-Weißwein-Soße sehr gerne.

Zutaten:
350 g Vollkorn Penne
1 EL Olivenöl
250 g Spargel
100 ml flüssige Sahne
70 ml Pinot Grigio
150 g Cocktailtomaten
10 Blätter Basilikum
1 EL Pinienkerne
bißchen Salz
Pfeffer
10 EL Parmesan

Zubereitung:

  • Die Nudeln kochen im Salzwasser kochen.
  • Den Spargel schälen, die Endstücke großzügig abschneiden und die Spargelstangen in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.
  • Die Spargelstücke im Olivenöl ca. 5 min von allen Seiten anbraten bis die ersten Spargelstücke leicht braun werden.
  • Wein, flüssige Sahne und geriebenen Parmesan zum Spargel geben, durchmischen und einmal kurz aufkochen lassen.
  • Die Tomaten in kleine Stücke und die Basilikumblätter in kleine Streifen schneiden.
  • Tomaten, Basilikum, Pinienkerne und Gewürze dazu geben und erneut nochmal kurz aufkochen lassen.

Dauer: ca 30 Minuten

Parmesan-Carpaccio

Seinen Ursprung hat das original Carpaccio in Harry’s Bar in Venedig. Der Besitzer von Harry’s Bar kreierte es für seine Stammkundin Contessa Amalia Nani Mocenigo. Diese sollte auf Anraten ihres Arztes kein gekochtes Fleisch essen. Damit sie aber doch ihre fleischlichen Gelüste stillen konnte, wurde ihr in Harry’s Bar ein Carpaccio, ein hauchdünn geschnittenes rohes Rindfleisch, serviert. Benannt wurde es nach Vittore Carpaccio, einem Maler der Renaissance, der sehr gerne leuchtende Rottöne verwendete.

Parmesan-Carpaccio

Keine Angst, ihr seid nicht auf dem falschen Blog gelandet. Ihr seid immer noch auf der Tomateninsel und ich ernähre mich weiterhin vegetarisch. Aber ein kleiner Exkurs in die Welt der Nicht-Vegetarier muss dann doch sein, um die Hintergründe des Carpaccios zu erklären. Heutzutage wird auch weiterhin das ursprüngliche Rinder-Carpaccio serviert, jedoch wird mittlerweile auch etwas als Carpaccio bezeichnet, das sehr dünn geschnitten ist. Und da wären wir auch schon bei unserem Parmesan-Carpaccio angelangt.

Da Parmesan und Tomaten ein geschmackliches Dream-Team sind, sollen sie auch in meinem Parmesan-Carpaccio zusammen verewigt werden. Was kombiniert ihr denn am liebsten mit Parmesan?

Zutaten (2 Portionen):
80 g Parmesan
125 g Cocktailtomaten
2 EL Balsamicoessig
1,5 EL Olivenöl
1/4 TL getrockneter Oregano
Pfeffer
Salz

Zubereitung:

  • Den Parmesan in möglichst dünne Scheiben schneiden. Am besten funktioniert dies mit einem Gemüsehobel. Anschließend die Parmesanscheiben auf 2 Teller verteilen.
  • Die Tomaten ebenfalls in dünne Scheiben schneiden und auf dem Parmesan verteilen.
  • Den Oregano darüber streuen. Wer mag kann auch frisches Basilikum verwenden.
  • Mit Pfeffer und Salz würzen, sowie mit Olivenöl und Balsamicoessig beträufeln.

Dauer: 10 Minuten

Sehr gut schmeckt dazu ein frisches Baguette.

Knoblauch-Champignons (Champiñones al ajillo)

Tapas sind kleine Häppchen, die man in spanischen Tapas-Bars verzehren kann. Dort werden sie meistens zu Wein, manchmal aber auch zu Bier gegessen. Die Auswahl der Tapas ist sehr vielseitig und reicht von einfachen Oliven oder Nüssen über Kartoffeln mit Knoblauchmayonnaise bis hin zu gebratenen Paprikaschoten oder Knoblauch-Champignons. Welche Tapas esst ihr am liebsten?

Knoblauch-Champignons

Der Begriff “Tapas” leitet sich vom spanischen Wort “tapa” ab, das “Deckel” bedeutet. Die Enstehungsgeschichte ist leider nicht mehr eindeutig herzuleiten. Es gibt verschiedene Theorien. Eine besagt, dass der frühere kastillische König Alfonos X. (23.11.1221 – 4.4.1284) auf Anraten seines Arztes während einer Krankheit Wein trank und dazu kleine Häppchen, eben jene Tapas, serviert bekam. Da seine Genesung so erfolgreich verlief, sollten in Zukunft die Gastwirte auf Befehl des Königs immer kleine Speisehäppchen zum Wein servieren. Eine weitere und weitaus simplere Theorie besagt, dass die Gäste in andalusischen Bars ihre Weingläser vor den Fliegen schützen wollten und deshalb Brotscheiben auf ihre Gläser legten. Tapas könnten ihren Ursprung auch bei den Feldarbeitern haben, die diese als kleine Zwischenmahlzeiten zu sich nahmen.

Knoblauch-Champignons Zutaten

Da die Vegetarische Weltreise gerade einen Halt in Spanien macht, paßt dieses Gericht sehr gut dazu.
Vegetarische Weltreise - Spanien

Zutaten (2 Portionen):
4 Knoblauchzehen
330 g braune Champignons
2 EL Olivenöl
12 Zweige Petersilie
Pfeffer
1/4 – 1/2 TL Salz
(Chiliflocken)

Zubereitung:

  • Die Champignons putzen.
  • Wenn es große Champignons sind, diese halbieren und ich Scheiben schneiden. Kleine Champignons müssen nicht geschnitten werden.
  • Die Knoblauchzehen schälen und grob würfeln.
  • Das Öl in einer Pfanne erhitzen.
  • Den Knoblauch goldgelb im Öl anbraten.
  • Die Champignons dazu geben und ein paar Minuten anbraten und dabei regelmäßig umrühren.
  • Die Petersilie von den Stängeln entfernen und hacken.
  • Die Knoblauch-Champignons mit Petersilie, Salz und Pfeffer würzen.
  • Wer mag, kann die Champignons noch mit ein bißchen Chiliflocken würzen.

Dauer: 20 Minuten

Knoblauch-Champignons Zutaten

Selbst gemachte Paprika-Fettuccine

Selbst gemachte Pasta haben gegenüber gekauften den Vorteil, dass man sie in der Geschmacksrichtung zubereiten kann, auf die man gerade Lust hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Oberfläche meiner selbst hergestellten Nudeln etwas rauer als bei den meisten gekauften Nudeln ist und somit die Soße viel besser daran hängen bleibt.

Selbst gemachte Paprika-Fettuccine

Fettuccine sind zur Zeit meine Lieblingsnudelsorte. Sie sind nicht zu dünn, nicht zu breit, die Soße bleibt gut hängen – gerade richtig. Da sie meine Lieblingssorte sind, experimentiere ich damit besonders gerne herum. Sie schmecken schon ohne irgendwelche Zusätze und nur mit einer einfachen Buttersoße mit frischen Kräutern extrem gut. Ich mag es auch, wenn die Nudeln an sich unterschiedlich schmecken. Bis jetzt habe ich sie schon mit Steinpilzen zubereitet. Dieses mal wollte ich orange bzw. rote Fettuccine zubereiten. Eine orange Nudelsorte habe ich bereits hergestellt. Damals habe ich Tomatenmark verwendet. Allerdings wurde dadurch der Teig etwas weicher. Auf der Suche nach einem roten bzw. orangen Pulver, mit dem ich den Teig färben könnte ohne diesen dadurch weicher zu machen, bin ich auf die Idee gekommen, getrocknete Paprikaschoten zu mahlen und diese unter den Teig zu mischen. Das Ergebnis seht ihr hier.

Zutaten (2 Portionen):
10 g getrocknete, entkernte Paprikaschoten (nicht in Öl eingelegt) / süßes Paprikapulver
200 g Weizenmehl (Type 405)
2 Eier
2 EL Olivenöl
1 TL Salz

Zubereitung:

  • Die getrockneten Paprikaschoten aufschneiden und die Kerne entfernen.
  • Die entkernten Paprikaschoten klein schneiden und mit einer Mühle ganz fein mahlen. Im besten Fall bestehen die Paprikaschoten nur noch aus Pulver.
  • Wer keine getrockneten Paprikaschoten hat, kann auch süßes Paprikapulver verwenden.
  • Gemahlene Paprika, Mehl, Eier, Olivenöl und Salz mit einem Mixer gut miteinander verrühren bis ein glatter Teig entsteht.
  • Den Teig für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  • Der Teig kann nun zu Fettuccine verarbeitet werden. Wie dies mit und ohne Nudelmaschine funktioniert, habe ich bereits hier ausführlich beschrieben.

Dauer: 3 Stunden (inkl. Wartezeit)

Ägyptische Linsensuppe (Shurit Ads)

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das erste Mal die Shurit Ads gegessen habe. Ich weiß nur, dass ich sofort von ihr verzaubert war und so ging es bisher jedem, dem ich sie serviert habe.

Ägyptische Linsensuppe

Ich bin eigentlich kein Suppenkasper. Es nicht so, dass ich Suppen geschmacklich nicht mag. Mich stört an den meisten Suppen, dass sie zwar für den Moment sättigen, ich mich aber eine Stunde später dabei ertappe, wie ich mich auf die Suche nach Essbarem begebe. Wenn ich eine Suppe esse, dann sollte sie auch länger sättigen. Meiner Meinung nach kommt das fehlende Sättigungsgefühl vieler Suppen vom zu großen Wasseranteil. Dies ist bei der Ägyptischen Linsensuppe eindeutig nicht der Fall. Dazu kommt der tolle Geschmack, sie schmeckt wunderbar orientalisch, hat aufgrund des Zitronensaftes eine saure Note und die gerösteten Zwiebeln runden das Ganze noch ab.

Zutaten (3 Portionen):
200 g rote Linsen (Linsensorte, die NICHT mehr eingeweicht werden muss!)
2 große Zwiebeln
2 große Tomaten
1 l Gemüsebrühe
1/2 TL Salz
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Pfeffer
1/2 EL Olivenöl
1/2 Zitrone

Zubereitung:

  • Die Gemüsebrühe in einem großen Topf zum Kochen bringen
  • Die Tomaten müssen gehäutet werden. Dazu muss die Schale der einzelnen Tomaten mehrmals kreuzweise mit dem Messer ganz leich eingeschnitten werden. Anschließend die Tomaten in eine Tasse legen und mit heißem Wasser übergießen. Solange warten bis die Schale ein bißchen aufgeplatzt ist. Anschließend die Tomaten aus dem Wasser nehmen und die Tomatenschale komplett entfernen.
  • 1 Zwiebel schälen und, ebenso wie die Tomaten, vierteln.
  • Die geviertelten Tomaten und Zwiebeln zusammen mit den Linsen in die kochende Gemüsebrühe geben.
  • Auf kleiner Flamme ca. 45 min köcheln lassen. Den Deckel auf den Topf legen, aber nicht ganz schließen.
  • Währenddessen die zweite Zwiebel schälen, würfeln und im Olivenöl bräunen.
  • Die Suppe mit dem Pürierstab pürieren bis sie cremig ist.
  • Mit Pfeffer, Salz und Kreuzkümmel würzen.
  • Die Suppe mit den Zwiebeln servieren und zu jedem Teller einen Schnitzer Zitrone geben, so dass der Zitronensaft selbst dosiert und in die Suppe gegeben werden kann.

Dauer: ca. 55 Minuten

Orecchiette mit Mandel-Pistazien-Creme

Im letzten Italienurlaub war ich fast süchtig nach den Gerichten eines bestimmten Lokals. Die Speisen waren sehr individuell und es gab kein einziges Gericht, das man sonst auf den italienischen Speisekarten findet, wie z.B. Pizza oder klassische Pastagerichte. Die Orecchiette mit Mandel-Pistazien-Creme waren eines dieser Gerichte.

Orecchiette mit Mandel-Pistazien-Creme

Esse ich in einem Lokal etwas, das mir schmeckt, versuche ich dies zu Hause nachzukochen. Bei der Trüffel-Creme-Soße ist mir das gelungen – es hat wie in dem Lokal geschmeckt, in dem ich das Original gegessen habe. Bei nachfolgendem Rezept ist mir das leider nicht gelungen. Bei meinen Experimenten ist zwar ein sehr leckeres Gericht heraus gekommen, es schmeckt aber (leider) nicht wie das Original. Gibt es eine typisch italienische, cremige Mandel-Pistazien-Soße? Ich bin mir sicher, dass es nicht in die Pestorichtung ging. Habt ihr eine Idee? Vorschläge sind also sehr willkommen.

Auch das ist wieder ein Gericht, das perfekt zu meinem Blog-Event Vegetarische Weltreise – Italien paßt.

Vegetarische Weltreise - Italien

Zutaten (2 Portionen):
250 g Orecchiette oder 2 Portionen selbst gemachte Orecchiette
60 g Pistazienkerne
35 g Mandeln
30 g Pecoriono
3 EL Olivenöl
1,5 EL Sahne oder 1 EL Frischkäse Natur
1/4 TL Salz
3 EL Pinot Grigio

Zubereitung:

  • Die Orecchiette al dente in Salzwasser kochen.
  • Die Pistazien fein mahlen.
  • Die Mandeln ebenso fein mahlen.
  • Den Pecorino mahlen.
  • Die gemahlenen Pistazien und Mandeln, sowie ca 20 g des Pecorinos mit Olivenöl, der flüssigen Sahne/dem Frischkäse, Salz und dem Weißwein vermischen.
  • Die enstandene Creme über die Orecchiette verteilen.
  • Den restlichen Pecorino über die Creme streuen.

Dauer: 30 Minuten

Mit diesem Rezept nehme ich am Gewinnspiel von rundum teil.

Selbst gemachte Orecchiette

Dass ich am liebsten die Pasta selbst zubereite anstatt sie fertig zu kaufen, habt ihr sicherlich schon gemerkt. Auch habe ich großen Spaß daran, immer wieder neue Formen oder Geschmacksrichtungen auszuprobieren. Dieses Mal sollten es Orecchiette sein.

selbst gemachte Orecchiette

Die Orecchiette stammen aus der süd-italienischen Region Apulien und sind das kulinarische Wahrzeichen der Stadt Bari, die die Hauptstadt der Region Apulien ist. Der Begriff Orecchiette bedeutet wörtlich übersetzt “Öhrchen”. Ihre Form erinnert aber auch ein bißchen an Hüte, da sie kreisrund sind und in der Mitte eine Vertiefung haben, wie dies bei einem Hut der Fall ist. Außerdem haben sie einen etwas dickeren Rand, der an eine Hutkrempe erinnert. Die Vertiefung der Orecchiette sorgt dafür, dass schön viel Soße an jeder einzelnen Nudel hängen bleibt. Das ist mit ein Grund, warum ich diese Pastasorte sehr gerne mag. Ich liebe es nämlich, wenn ich viel Soße zu den Nudeln habe und diese auch an den Nudeln kleben bleibt.

Dieses Rezept nimmt auch an meinem Blog-Event Vegetarische Weltreise – Italien teil.
Vegetarische Weltreise - Italien

Zutaten (2 Portionen):
200 g Weizenmehl (Type 405)
90 ml Wasser
1 EL Olivenöl
1 TL Salz

Zubereitung:

  • Das Mehl in eine Schüssel geben.
  • In der Mitte des Mehls eine Mulde formen und 80 ml Wasser sowie das gesamte Olivenöl hinein gießen.
  • Das Salz gleichmäßig über dem gesamten Mehl verteilen.
  • Alle Zutaten zuerst mit einer Gabel und anschließend mit den Händen verkneten bis ein Großteil des Mehls zu einem halbwegs zusammenhängenden Teig geformt ist.
  • Das restliche Wasser dazu geben und damit das noch in der Schüssel übrige Mehl in den Teig einarbeiten. Ist dies nicht möglich, da zu viel Mehl übrig bleibt bzw sich nicht alle Zutaten komplett verbinden, so hilft es, die Hände kurz naß zu machen ohne sie anschließend abzutrocknen und mit der wenigen Flüssigkeit, die sich noch an den Händen befindet, weiter zu kneten.
  • Den Teig zu einer Kugel formen und bei Zimmertemperatur ca. 1 Stunde ruhen lassen.
  • Wer eine Pasta-Maschine hat, sollte den Teig noch einige Male mit der Pasta-Maschine auf verschiedenen Stufen bearbeiten. Dazu mit der dicksten Stufe beginnen und langsam immer feinere Stufen verwenden. Dadurch wird der Teig noch viel geschmeidiger und homogener. Wer keine Pasta-Maschine hat, muss den Teig mit den Händen so lange bearbeiten bis er gleichmäßig glatt ist.
  • Aus dem Teig nun nach und nach kleine Kügelchen mit einem Durchmesser von 1 cm bis 1,5 cm formen.
  • Anschließend mit dem kleinen Finger eine Mulde in die Kügelchen pieksen und den Teig leicht über den kleinen Finger ziehen. Dadurch ensteht die für Orecchiette typische Form.

Selbst gemachte Orecchiette

  • Anschließend müssen die Nudeln getrocknet werden, bevor sie gekocht werden können. Dafür kann ein Küchentuch leicht bemehlt werden und die Nudeln darauf möglichst nebeneinander gelegt trocknen.
  • Sollen die Nudeln anschließend gekocht werden, genügt es, die Nudeln ca. 30 min zu trocknen. Werden sie 1 bis 2 Tage getrocknet, sind sie in einem Glas mit Schraubverschluss ca. 2 Monate haltbar.
  • Die frischen Nudeln müssen vor dem Verzehr ca. 3 min in einem Topf mit Salzwasser gekocht werden, um al dente zu sein. Angetrocknete Orecchiette benötigen ca. 4 – 5 min.

Dauer: 2 Stunden (inkl. Wartezeit)

Champignon-Risotto

Risotto ist ein Klassiker der Italienischen Küche und wird dort als Primo Piatto, also als erster Gang, gegessen.

Champignon-Risotto

Ich liebe Risotto, denn Risotto ist so wunderbar vielfältig. Ihr könnt es mit getrockneten Tomaten oder Paprika zubereiten. Ein Risotto mit Trüffel, Spargel oder Pilzen schmeckt auch sehr gut. Am Risotto mag ich besonders gerne, dass es sehr cremig ist und den würzigen Geschmack von warmem Käse enthält.

Risotto gibt es bevorzugt in Noraditalien. Ich bin sehr froh, dass sich die Italiener etwas so leckeres haben einfallen lassen. Deshalb werde ich es auch zu meinem Blog-Event Vegetarische Weltreise Italien beisteuern. Bis Ende des Monats werde ich euch noch weitere italienische Gerichte zeigen, die ich sehr gerne mag.

Vegetarische Weltreise - Italien

Zutaten (2 Personen):
3 Schalotten
1 TL Olivenöl
80 g Champignon
300 g Risotto
0,6 l Gemüsebrühe
0,25 l Pinot Grigio
70 g Parmesan

Zubereitung:

  • Die Schalotten schälen und würfeln.
  • Die Champignons putzen, in Scheiben schneiden und daraus anschließend ca 5 Cent große Stücke schneiden.
  • Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, darin die Zwiebeln glasig andünsten und die Champignonstücke leicht braun anbraten.
  • Die Pilze und Zwiebeln aus dem Topf entfernen und beiseite stellen.
  • Das Risotto in den Topf geben und mit der Gemüsebrühe übergießen.
  • Unter regelmäßigem Rühren die Brühe verkochen lassen.
  • Mit dem Wein auffüllen und ebenfalls unter regelmäßigem Rühren so lange kochen lassen bis die Flüssigkeit fast komplett verdampft ist.
  • Den Parmesan reiben und unter das Risotto mischen.
  • Sobald ser Käse geschmolzen ist, die Pilze und Zwiebeln unter das Risotto rühren.

Dauer: 35 Minuten

Spaghetti mit Pesto alla Genovese

Vor vielen Jahren habe ich noch gerne gekauftes Pesto alla Genovese gegessen, entweder als Pastasoße oder auch als Brotaufstrich. Nachdem ich es aber das erste Mal selbst zubereitet hatte und gemerkt habe wie schnell es hergestellt ist und v.a. wie lecker es schmeckt, wollte ich kein Gekauftes mehr essen. Am meisten stört mich an den gekauften Pestoprodukten die leicht säuerliche Note, die meiner Meinung nach in einem orginal Pesto alla Genovese nichts zu suchen hat.

Spaghetti alla Genovese

Der Begriff Pesto leitet sich vom italienischen Adjektiv “pesto” ab, das auf deutsch “zerstoßen” heißt. Pesto ist also eine Soße, die aus zerstoßenen Zutaten besteht. Traditionell wird Pesto mit dem Mörser hergestellt, mit dem tatsächlich alle Zutaten so lange zerstoßen werden bis sie eine breiige Konsistenz haben.

Seinen Ursprung hat Pesto alla Genovese in Liguiren, der Region in Italien, zu der auch die Stadt Genua gehört. Die Stadt Genua heißt im Italienischen Genova. Pesto alla genovese bedeutet also “Zerstoßenes nach genueser Art”.

Wer Nudeln mit Pesto essen möchte, verwendet am besten dünne Nudeln wie z.B. Linguine oder Spaghetti. Diese Nudelsorten eignen sich besonders gut, da sie im Vergleich zu z.B. Farfalle eine viel kleinere Oberfläche haben und das Verhältnis Nudeln zu Pesto viel größer ist und man dann einfach viel mehr von dem guten Geschmack des Pestos hat.

Zutaten (2 Portionen):
300 g Spaghetti
45 g Parmesan
7 EL Olivenöl
35 g frische Basilikumblätter (ohne Stiele)
15 g Pinienkerne
1/2 TL Salz
Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.
  • Den Parmesan fein mahlen.
  • Olivenöl, Basilikumblätter, Pinienkerne, Salz und Pfeffer in ein hohes gefäß geben und mit einem Pürierstab fein pürieren.
  • Zum Schluß noch den geriebenen Parmesan untermischen.

Dauer: 15 Minuten