Spinatspätzle mit Gemüse und geschmelzten Zwiebeln

Die besten Anregungen für neue Gerichte bekomme ich oft auf Reisen. Die Spinatspätzle mit Gemüse und geschmelzten Zwiebeln sind auch eines dieser schönen kulinarischen Reiseandenken.

Spinatspätzle mit Gemüse und geschmeclzten Zwiebeln

Die bayrische Küche ist nicht gerade vegetarierfreundlich. In Gasthöfen kann ich froh sein, wenn es Kässpatzen gibt. Möchte ich irgendwo in einem Biergarten etwas essen, bleibt mir oft nur ein Brot mit Obazdn. Nicht falsch verstehen, ich mag beides total gerne. Nur fände ich es einfach schön, wenn ich ein bißchen mehr Auswahl hätte, wie das z.B. in der Mittelmeerküche der Fall ist.

Letztes Jahr war ich für einen Kurzurlaub in einem Hotel in der Nähe von Garmisch. Das Hotel war wunderschön ruhig gelegen an einem kleinen, idyllischen See mit einem perfekten Blick auf die Zugspitze. Allerdings hatte ich dort auch das Problem, dass es nur ein vegetarisches Gericht gab, obwohl ich bereits vor der Buchung nach vegetarischem Essen für die beiden enthaltenen Abendessen gefragt habe. Dies sei kein Problem, war damals die Antwort. Vor Ort war es dann leider doch ein Problem. In gewisser Weise hatte ich aber dennoch Glück, denn es gab keine Kässpatzen, sondern sehr leckere Spinatspätzle mit Gemüse und geschmelzten Zwiebeln. Diese waren sogar so lecker, dass ich kein Problem damit hatte, sie am nächsten Abend noch einmal zu essen. Auch zu Hause war ich weiterhin so begeistert, dass ich das Gericht bereits ein paar Mal nachgekocht habe.

Mögt ihr Spinatspätzle? Was gibt es bei euch zu den Spinatspätzlen?

Spinatspätzle mit Gemüse und geschmelzten Zwiebeln

Zutaten (4 Portionen):

250 g frischen Spinat
400 g Dinkelmehl (Type 630)
4 TL Salz
4 Eier
ca. 180 ml kaltes Wasser
2 EL Olivenöl
270 g weiße Zwiebeln
530 g rote Paprika
3 Frühlingszwiebeln
670 g Zucchini
470 g Cocktailtomaten
Pfeffer
1 TL Thymian

Zubereitung:

  • Mehl, 1 TL Salz und die Eier mit dem Mixer verrühren.
  • Den Spinat klein pürieren, zum Teig geben und zu einem gleichmäßig gefärbten Teig verrühren.
  • Nach und nach etwas Wasser dazu geben bis ein zähflüssiger Teig ensteht. Das können somit auch etwas mehr oder weniger als 180 ml Wasser sein.
  • In einem großen Topf Wasser mit 1 TL Salz zum kochen bringen.
  • Sobald das Wasser kocht, ein Viertel des Teiges mit einem Spätzlehobel zügig zu Spätzlen verarbeiten. Sobald die Spätzle an der Wasseroberfläche schwimmen, sind sie fertig und können vorsichtig mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser geholt werden.
  • Den restlichen Teig ebenfalls zu Spätzlen verarbeiten.
  • Die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden.
  • Die Paprikas würfeln.
  • Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
  • Die Zucchinis ebenfalls würfeln.
  • Die Tomaten vierteln.
  • Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und darin die Zwiebelringe glasig dünsten.
  • Die Zwiebelringe aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
  • Paprika- und Zucchiniwürfel sowie die Frühlingszwiebelringe in die Pfanne geben und ca. 5-10 min dünsten und dabei regelmäßig umrühren.
  • Die Tomatenviertel dazu geben und alles noch weitere 5 min in der Pfanne lassen.
  • Das Gemüse mit Pfeffer, 1 TL Salz, sowie Thymian würzen.

Dauer: 1,5 Stunden

Meine Spinatspätzle mit Gemüse und geschmelzten Zwiebeln nehmen am Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – S teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - S

Socca mit gemischtem Salat

Socca kannte ich bis vor einem Jahr noch gar nicht. Aufgrund der Zutaten hätte ich es auch eher dem arabischen Raum zugeordnet. Umso überraschter war ich, als ich herausgefunden habe, dass Socca seinen Ursprung in Nizza hat.

Socca mit gemischtem Salat

Vor einiger Zeit habe ich wieder Falafel zubereitet. Deshalb stand auch noch eine angebrochene Packung Kichererbsenmehl in meiner Küche. Allerdings war diese Menge zu wenig, um damit erneut Falafel zuzubereiten. Ich hatte keine Idee, was ich damit anfangen könnte. Beim Stöbern auf anderen Blogs ist mir das Rezept für Socca von Doreen über den Weg gelaufen. Ein bißchen habe ich das Rezept noch abgewandelt, indem ich noch Kreuzkümmel zum Teig hinzugefügt habe. Denn Kichererbsen und Kreuzkümmel sind in meinen Augen ein unschlagbares Dream Team, somit haben die Socca doch noch eine leicht orientalische Note erhalten. Dazu gab es einen gemischten Salat mit einem Senf-Dressing und frischen Kräutern. Heraus kam ein perfektes, leichtes Sommeressen.

Habt ihr Socca schon einmal gegessen? Hat jemand eine Idee, woher der Name kommt oder was er bedeutet?

Socca mit gemischtem Salat

Zutaten (3 – 4 Socca):

100g Kichererbsenmehl
200 ml Wasser
0,5 EL Olivenöl + etwas Olivenöl zum Herausbacken
1/4 TL Salz
2 Messerspitzen Pfeffer
1/4 TL gemahlenen Kreuzkümmel

Zubereitung:

  • Kichererbsenmehl, Salz, Pfeffer sowie Kreuzkümmel in einer Schüssel gründlich vermischen.
  • Nun die flüssigen Zutaten Wasser und Olivenöl hinzugeben und das Ganze zu einem flüssigen Teig mischen.
  • Etwas Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und ca. 1/3 bzw. 1/4 des Teiges darin von beiden Seiten knusprig heraus backen.
  • Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Dazu gab es einen gemischten Salat aus Kopfsalat, Tomaten, Mais. Das Dressing bestand aus Walnuss-Essig, Olivenöl, mittelscharfem Senf, Pfeffer, Salz und frischen Kräutern (Basilikum, Schnittlauch,…).

Dauer: 1 Stunde

Quelle: Kochen und Backen im Wohnmobil

S wie Socca nimmt an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – S teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - S

Chilisalz

Seit einigen Jahren pflanze ich im Sommer immer Chilis an. Bereits im Frühjahr suche ich mir Samen von verschiedenen Chilisorten aus und ziehe sie als kleine Pflänzchen auf der Fensterbank in einem Zimmergewächshaus vor.

Chilisalz

Vor ein paar Jahren hatte ich das Glück, dass ich Samen für ganz viele verschiedene Chilisorten geschenkt bekommen habe. Es waren Sorten von allen möglichen Schärfegraden dabei. Jedes Mal ist es aufs Neue spannend: Wieviele Samen gehen auf und entwickeln sich zu schönen, kräftigen Pflänzchen? Wie schmecken später die Chilischoten? Wie scharf sind die Chilis? Im Sommer stellt sich mir dann immer die Frage, was mache ich mit der Ernte? Denn meistens werden viele Chilis zeitgleich reif und je nach Schärfegrad kann ich nicht alle zum Kochen verwenden bevor sie schlecht werden, denn zu viel Schärfe mag ich in meinem Essen nicht.

Vor ein paar Jahren habe ich mir einige Kochsendungen von Jamie Oliver angeschaut. Soweit ich das noch in Erinnerung habe, hat sich jede Folge um ein spezielles Gemüse gedreht. Jamie Oliver hat dann mit diesem Gemüse etwas zubereitet und sein Gärtner Brian hat in einem wunderschönen Gemüsegarten Tips zum Anbau dieser Gemüsesorte gegeben. In einer Folge waren die Chilis an der Reihe und Jamie Oliver hat sie zu Chilisalz verarbeitet. Die Herstellung war erstaunlich einfach und je nach Schärfe der Chili kann man den Geschmack des Chilisalzes steuern. Als dann wieder Erntezeit war, musste ich an diese Folge denken und hab das Chilisalz ausprobiert. Ich mag es sehr gerne und es schmeckt z.B. auf einer Avocado oder auf frischen Tomaten sehr gut.

Pflanzt ihr selbst auch Chilis aus Samen an oder kauft ihr die kleinen Pflänzchen beim Gärtner? Welche Sorten schmecken euch am besten – scharfe oder eher milde? Wie verarbeitet ihr die reifen Chilis?

Zutaten (ca. 250 g Chilisalz):

75 g frische Chilis
250 g grobes Meeressalz

Zubereitung:

  • Den grünen Stängel der Chilis entfernen.
  • Die Chilis der Länge nach halbieren und die Kerne entfernen.
  • Die Chilis grob in Stücke schneiden.
  • Die Chilis mit der Küchenmaschine in kleine Stücke zerkleinern.
  • Das Meeressalz ebenso dazu geben und so lange zerkleinern bis es die gewünschte Konsistenz hat.
  • Das Chilisalz auf ein bis zwei großen Tellern möglichst flächig nebeneinander ausbreiten.
  • Das Chilisalz auf den Tellern an der Luft trocknen lassen. Im Winter kann man die Teller auf die warme Heizung stellen, so dass das Chilisalz innerhalb von 24 Stunden komplett getrocknet ist.
  • Während des Trocknens klebt das Salz zu kleinen Klumpen zusammen. Soll das Chilisalz feinkörniger sein, dann einfach nochmal alles in die Küchenmaschine geben und zerkleinern bis es fein genug ist.
  • Das Chilisalz in luftdichten Gefässen aufbewahren, so dass es nicht feucht und klumpig wird.

Dauer: 30 Minuten (plus Wartezeit)

C wie Chilisalz und nimmt deshalb an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – C teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - C

Champignon-Ziegen-Brie-Grillpäckchen

Sobald die Tage länger werden und uns die Sonne immer öfters die Ehre gibt, riecht man den typischen Grillgeruch aus vielen Gärten. Man sieht über den Gärten die charakteristischen Rauchfahnen, die oftmals beim Grillen auf einem Holzkohlegrill entstehen. Doch was machen Vegetarier, wenn gegrillt wird?

Champignon-Ziegen-Brie-Grillpäckchen

Viele Jahre mochte ich es nicht, wenn gegrillt wurde. Wieso? Ganz einfach, ich hatte keine vegetarischen Alternativen für den Grill gefunden. Obwohl ich mittlerweile schon seit über 25 Jahren Vegetarierin bin, habe ich erst seit ca. 5 Jahren (wieder) Spaß am Grillen. Früher dachte ich wirklich, man könne nur Fleisch, Würste oder Fisch grillen. Ein gegrillter Maiskolben war das höchste der Gefühle, das mir als vegetarische Alternative eingefallen ist. Vor einigen Jahren habe ich dann damit begonnen, mir vegetarische Grillpäckchen zu machen und bin dabei richtig auf den Geschmack gekommen. Meine ersten Päckchen waren Halloumi-Grillpäckchen, dann gab es Schafskäse-Grillpäckchen, auch Spargel habe ich in Spargel-Tomaten-Grillpäckchen gesteckt. Sehr gerne mag ich auch Gemüse-Grill-Spieße. Dazu paßt dann ein Nudelsalat oder mein mediterrane Nudelsalat sehr gut. Brot gehört natürlich auch zu einem tollen Grillabend, wie z.B. ein selbst gebackenes Tomatenbrot, Pistazienbrot oder Knoblauch-Schafskäse-Brot. Wer mag kann dazu auch noch ein Kräuter-, Knoblauch- oder Tomatenbutter zubereiten.

Während ich das alles schreibe, läuft mir schon wieder das Wasser im Munde zusammen. Ihr seht, mich hat das Grillfieber total erwischt. Welche vegetarischen Leckereien landen bei euch auf dem Grill?

Zutaten (2 Grill-Päckchen):

120 g Champignons
Pfeffer
Salz
1/4 TL Thymian
1 TL Olivenöl
50 Ziegenbrie

Zubereitung:

  • Die Champignons in dünne Scheiben schneiden.
  • 2 Alufolien (je ca. 25 cm x 30 cm) nehmen und daruf die Champignonscheiben legen.
  • Mit Pfeffer, Salz und Thymian würzen.
  • Das Olivenöl darüber träufeln.
  • Den Ziegenbrie in kleine Würfel schneiden und auf den Pilzen verteilen.
  • Die Folien gut verschließen und auf den Grill legen.
  • Sobald sich das Öl in den Folien erhitzt hat, beginnt es laut zu blubbern. Ab da die Päckchen nochmal ca. 10 bis 15 min auf dem Grill lassen.

Dauer: 20 Minuten

C wie Champignon-Ziegen-Brie-Grillpäckchen. Deshalb nimmt dieses Gericht an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – C teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - C

Mini-Mini-Vanille-Muffins

Steht ihr auch so sehr auf kleine Back-und Kuchenförmchen wie ich? Ich würde am liebsten alle kaufen, die ich neu entdecke obwohl mein Schrank schon viel zu voll mit diesen kleinen Formen ist.

Mini-Mini-Vanille-Muffins

Erst vor ein paar Monaten konnte ich wieder die Reaktion beobachten, die kleine Tiere auf Menschen ausüben. Bei einem Besuch der Ausgrabungen von Troja, befanden sich in einer Ecke vier kleine Hundewelpen. Ab dem Zeitpunkt, an dem eine Touristin die Welpen entdeckt und dies den um sie herum stehenden Besuchern mitgeteilt hat, waren die historischen Ausgrabungen Nebensache. Es war nur noch ein einstimmiges „Ach wie süß!“, „Die sind aber goldig!“ zu hören. Die Kameras wurden gezückt, die Hunde fotografiert und Troja war nicht mehr so wichtig. Troja steht schließlich schon seit so vielen hundert Jahren, das gibt es in ein paar Minuten auch noch. Die kleinen Hunde hingegen könnten jeden Moment weg laufen.

Genau dasselbe Phänomen beobachte ich bei mir, wenn es um Backformen geht. Kuchen backe ich schon seit einiger Zeit in kleineren Formen. Meine runde Springform hat z.B. nur 15 cm Durchmesser. Das hat zum einen den Grund, dass die Kuchenmenge bei einer größeren Form einfach zu groß wäre. Aber, ich muss zugeben, dass es schon auch den Reiz „Ach, wie süß ist der kleine Kuchen!“ hat. Ihr könnt euch also vorstellen, wie mein Gesicht aussah als ich die Silikonförmchen für die Mini-Mini-Muffins entdeckt habe. Die Teigmenge von sechs dieser kleinen Förmchen wird benötigt, um ein herkömmlich großes Muffinförmchen zu füllen. Klar, dass ich die Förmchen sofort kaufen und ausprobieren musste. Da sie so klein sind, habe ich mich gegen Früchte in den Muffins entschieden und den Teig einfach nur mit Vanille verfeinert.

Bin ich die Einzige, die von der Industrie so gnadenlos manipuliert wird und in den Geschäften auf die vielen kleinen, putzigen, süßen Backförmchen anspringt? Ich hoffe nicht! 😉

Mini-Mini-Vanille-Muffins

Zutaten (45 – 50 Mini-Mini-Vanille-Muffins):

1 Ei
80 ml Buttermilch
40 g Margarine
100 g Weizenmehl (Type 405)
75 g Vanillezucker
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver
1 Vanilleschote

Zubereitung:

  • Margarine schmelzen und ein bißchen abkühlen lassen.
  • Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und mit einem Messer das Vanillemark heraus lösen. Dieses in die Milch geben und verrühren.
  • Geschmolzene Margarine, Eier, Milch sowie Mehl, Zucker, Salz und Backpulver zu einem Teig verrühren.
  • Die Muffinförmchen mit Margarine auspinseln und anschließend den Teig darin verteilen.
  • Bei Umluft 170°C (mittlere Schiene) ca. 30 min im nicht vorheizten Ofen backen.

Aus den ausgekratzten Hälften der Vanilleschote könnt ihr ganz einfach einen aromatischen Vanillezucker herstellen. Wie das funkitoniert? Das erfahrt ihr hier.

Dauer: ca. 45 Minuten

Risotto mit grünem Spargel und Ziegenkäse

Nur noch ein paar Wochen, dann müssen alle Spargel-Fans stark sein. Ab Johanni, also ab dem 24.6., wird in Deutschland kein Spargel mehr geerntet und die Spargelsaison ist offiziell vorbei.

Risotto mit grünem Spargel und Ziegenkäse

So lange müssen wir uns immer gedulden bis es endlich deutschen Spargel zu kaufen gibt und kaum hat man ein paar Spargel-Gerichte zubereitet, dann war es dann schon wieder und man muss fast ein Jahr warten, um wieder in den Genuss von Spargel zu kommen. Nutzt deshalb den Endspurt noch und geniesst den Spargel in allen Varianten!

Ich habe euch schon einige Spargel-Rezepte vorgestellt: Spargel-Creme-Suppe, gebratener grüner Spargel mediterran, Ofenspargel mit Kräuterbutter und Bagutte, Pasta mit Spargel, Spargel-Tomaten-Grillpäckchen, Spargel-Tartelette mit Tomatensalat, Gnocchi mit Tomaten-Spargel-Oliven-Gemüse, Kartoffelpizza mit Spargel und Avocado und Spargel-Tomaten-Risotto. Obwohl es schon einmal ein Risotto-Rezept mit Spargel gab, gibt es für mich als großen Risotto-Fan nun eine neue Variante. Beim Risotto mit grünem Spargel und Ziegenkäse sind keine Tomaten im Spiel, den weißen Spargel habe ich durch grünen ersetzt und den Parmesan – liebe Italiener bitte verzeiht mir – habe ich durch Ziegenkäse ersetzt. Das Ergebnis ist ein ganz anderes Risotto-Geschmackserlebnis.

Wie esst ihr am liebsten den Spargel? Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen, wie ich den leckeren Spargel zubereiten kann.

Risotto mit grünem Spargel und Ziegenkäse

Zutaten (2 Portionen):

2 Schalotten
1 TL Olivenöl
0,6 l Gemüsebrühe
0,2 l Weißwein
200 g Risotto
50 g geriebener Belle Blanche
300 g grünen Spargel
Pfeffer
Salz

Zubereitung:

  • Die Schalotten in kleine Würfel schneiden und im Olivenöl glasig anbraten.
  • Risotto dazu geben und ein paar Sekunden anbraten.
  • Den Wein dazu geben und unter ständigem Umrühren verkochen lassen.
  • Sobald kaum noch Flüssigkeit vorhanden ist, die Gemüsebrühe hinzugeben und ebenfalls unter ständigem Umrühren verkochen lassen.
  • Der grüne Spargel muss nicht geschält werden. Allerdings müssen die holzigen Endstücke entfernt werden. Dazu die Endstücke mit der hand an der Stelle abbrechen, an der sie nachgeben. Das ist genau die Stelle, an der der holzige in den leckeren teil übergeht.
  • Anschließend den Spargel in ca. 3-4 cm lange Stücke schneiden.
  • Den geriebenene Belle Blanche hinzu geben und schmelzen lassen
  • Zum Schluss noch kurz den Spargel hinzu geben, so dass er warm wird.
  • Evtl. noch mit Pfeffer und Salz nachwürzen.

Dauer: ca. 35 Minuten

Ebly mit Gemüse

Gibt es für Ebly auch einen anderen Namen? Denn eigentlich ist das der Name des Herstellers. Oder verhält es sich hier wie bei Tempo und Labello? Dort ist auch nicht mehr zwingend die Marke, sondern oft das Produkt Lippenpflegestift oder Taschentuch gemeint, wenn einer der beiden Begriffe verwendet wird. Ich hab nun ein bißchen gegoogelt und herausgefunden, dass das Ebly Produkt auch Sonnenweizen genannt wird. Googelt man nun nach Sonnenweizen, landet man bei den meisten Treffern wieder bei Ebly. Ihr seht, ich habe mich bei meiner Recherche ziemlich im Kreis gedreht. Das ist auch der Grund, warum ich das Gericht weiterhin Ebly mit Gemüse nennen werde. Auch in der Vergangenheit habe ich euch bereits einen Ebly-Salat vorgestellt, der ebenfalls den Markennamen enthält.

Ebly mit Gemüse

Ebly verwende ich normalerweise gar nicht so oft. Reis, Nudeln, Couscous und Bulgur habe immer auf Vorrat im meinem Regal stehen, Ebly hingegen kaufe ich bewusst ein oder zweimal im Jahr ein. Da ich dieses Mal aber nicht wieder den Ebly-Salat zubereiten wollte, habe ich überlegt, wie man Ebly anderweitig verwenden kann und bin schnell zu dem Schluss gekommen, dass Gemüse auf jeden Fall dabei sein muss. Allerdings hatte ich in diesem Moment noch Lust auf etwas, das das ganze Gericht saftiger macht. Da ich ein großer Tomaten-Fan bin (darauf wärt ihr jetzt sicher nicht gekommen ;)), war ziemlich schnell klar, dass ich dafür passierte Tomaten verwenden möchte. Am Ende kam dabei ein Ebly mit Gemüse heraus, das genau so geschmeckt hat, wie ich es mir vorgestellt habe.

Kennt ihr Ebly? Wie nennt ihr es? Wozu gibt es bei euch Ebly?

Zutaten (3 Portionen Ebly mit Gemüse):

150 g rote Zwiebeln
1 EL Olivenöl
250 g Ebly
470 g rote und gelbe Paprika
360 g Zucchini
1 TL Salz
Pfeffer
1 TL Oregano
400 g stückige Tomaten

Zubereitung

  • Die Zwiebel schälen und würfeln.
  • Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelstückchen darin glasig andünsten.
  • Währenddessen Ebly nach Anleitung zubereiten.
  • Die Paprikas würfeln und zu den Zwiebeln geben.
  • Die Zucchinis ebenfalls würfeln und in den Topf geben.
  • Das Gemüse leicht anbraten.
  • Die stückigen Tomaten dazu geben.
  • Das Gemüse mit Pfeffer, Salz und Oregano würzen.
  • Das gekochte Ebly unter das Gemüse geben und gleichmäßig vermischen.

Dauer: 35 Minuten

Mein Ebly mit Gemüse nimmt am Blog-event Wir kochen uns durch das Alphabet – E teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - E

Kichererbsensalat mit getrockneten Tomaten und Feta

Für mich gibt es drei Arten von Salat. Zum einen gibt es den Beilagensalat, der bei einem Gericht nur eine Nebenrolle spielt, da das eigentliche Gericht die Hauptrolle des Essens spielt. Dann gibt es den Salat, der als Hauptmahlzeit gegessen wird. Er braucht noch ein Brot oder ähnliches als sättigenden Nebenspieler. Und dann gibt es die dritte Art von Salat, die der alleinigen Star des Essens ist – ein Salat, der aufgrund seiner einzelnen Zutaten so reichhaltig ist, dass man dazu nichts anderes benötigt, um satt zu werden. Zur letzten Kategorie gehört der Kichererbsensalat mit getrockneten Tomaten und Feta.

Kichererbsensalat mit getrockneten Tomaten und Feta

Ganz ehrlich? Werdet ihr von einem reinen Salat satt? Ich meine damit einen Salat, der nur aus Blattsalat, Tomaten, Paprika, Gurken, Radieschen und ähnlichem besteht? Ich liebe diese Art von Salat. Dazu braucht es nur ein gutes Dressing und ich bin zufrieden. Allerdings meldet sich dann nach ein bis zwei Stunden mein Magen und gibt mir mit seinem immer lauter werdenden Knurren zu verstehen, dass er gerne wieder Nachschub hätte.

In der Arbeit finde ich einen Salat als Mittagessen z.B. ideal. Er ist gesund und liefert dem Körper Vitamine. Nach der Mittagspause falle ich nicht ins Essenskoma und bin in der Lage, sofort wieder leistungsfähig zu arbeiten. Esse ich mich in der Mittagspause hingegen an einer warmen Mahlzeit satt, so ist meine Konzentration und Kreativität sonst wo, nur nicht bei mir. Allerdings tritt dieser Zustand bei einem Mittagssalat ein paar Stunden nach der Mittagspause ein. Da liegt es dann allerdings nicht daran, dass mein Magen mit Verdauen beschäftigt ist, sondern dass mein Magen immer lauter knurrt vor Hunger und ich mich nicht mehr konzentrieren kann. Deshalb esse ich mittags immer etwas Brot zum Salat. Dann hält mich weder mein knurrender Magen vom Arbeiten ab, noch bin ich direkt nach der Mittagspause zu müde, um weiterzuarbeiten.

Eine tolle Alternative sind für mich deshalb auch Salate, die allein schon so sättigend sind, dass man dazu gar kein Brot benötigt. In diese Kategorie gehören z.B. mein mediterraner Nudelsalat oder mein Nudelsalat.

Als ich vor kurzem im Internet einen ähnlichen Kichererbsen-Salat wie diesen entdeckt habe (leider habe ich mir den Originalsalat nicht gespeichert; wer also seinen Salat wieder entdeckt, kann mir gerne Bescheid geben, dann verlinke ich ihn auch), war ich sofort hin und weg. Zum einen enthielt der Salat meine geliebten getrockneten Tomaten. Zum anderen versprach er aufgrund seiner enthaltenen Kichererbsen und des Fetas auch, dass er allein schon länger als zwei Stunden sättigt, wenn man genug davon ißt. Da ich Ruccola nicht so gerne mag, habe ich ihn durch Feldsalat ersetzt. Auch das Dressing wurde ein anderes. Geschmeckt hat der Salat trotzdem wunderbar. Obwohl er eigentlich zu meiner „sättigt ohne Beilagen“-Kategorie gehört, habe ich ein Dinkel-Baguette dazu gegessen, einfach weil es geschmacklich gut gepasst hat.

Jetzt bin ich auf eure Erfahrungen bzgl. Salat und Essen in der Mittagspause gespannt. Welchen Salat esst ihr am liebsten? Mögt ihr lieber einen Salat als Beilagensalat oder Salat pur ohne sättigende Beilage? Was esst ihr in der Mittagspause, damit ihr danach nicht zu müde seid um weiterarbeiten zu können?

Kichererbsensalat mit getrockneten Tomaten und Feta

Zutaten (2 Portionen Kichererbsensalat):

60 g Feldsalat
350 g Cocktailtomaten
200 g Feta
115 g getrocknete Tomaten
120 g Kichererbsen aus der Dose (Abtropfgewicht)
Pfeffer
Salz
Balsamicoessig
Olivenöl
Dinkel-Baguette

Zubereitung:

  • Den Feldsalat von den Wurzeln befreien und die einzelnen Blätter auseinandertrennen.
  • Die Tomaten vierteln.
  • Den Feta würfeln.
  • Die getrockneten Tomaten klein schneiden.
  • Die Kichererbsen in ein Sieb geben und so lange abspühlen bis die gesamte Flüssigkeit, in der sie sich in der Dose befanden, abgespühlt ist.
  • Feldsalat, frische und getrocknete Tomaten, Fetawürfel und Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit Pfeffer, Salz, Balsamicoessig und Olivenöl würzen.
  • Den Kichererbsensalat mit Dinkel-Baguette servieren.

Dauer: 20 Minuten

Oliven-Dinkel-Pizza mit Ziegenkäse – Meine Erinnerung an die Oliven aus den 80ern

Vor kurzem habe ich darüber geschrieben, dass für mich Olivenöl nicht gleich Olivenöl ist. Beim Olivenöl gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede. Wenig verwunderlich ist, dass diese Qualitätsunterschiede für die entscheidende Zutat eines guten Olivenöls, nämlich die Oliven, ebenso gilt.

Grob unterteilen kann man Oliven in schwarze und grüne Oliven. Aufgrund der Zubereitung lässt sich, unabhängig von der Olivensorte, auch ihr Geschmack sehr vielfältig variieren. Sollen sie scharf sein, werden sie mit Chilis verfeinert. Sollen sie herzhafter schmecken, werden sie zusammen mit Knoblauch eingelegt oder mit einem Kräuteröl mariniert.

Pizza mit Oliven und Ziegenkäse

Vor ein paar Monaten war ich wieder beim Griechen am Marktstand, der nebenbei erwähnt die besten getrockneten Tomaten verkauft, die ich jemals gegessen habe. Dort wird eine tolle Vielfalt verschiedenster Olivensorten angeboten u.a. auch Zitronenoliven. Es handelt sich dabei um grüne Oliven, die mit kleinen Zitronenstückchen eingelegt wurden und deshalb eine sehr fruchtige Note haben. Als ich sie zum ersten Mal probiert habe, war ich von den Zitronenoliven so begeistert, dass ich davon einen Becher mittlerer Größe gekauft habe. Zu Hause angekommen, habe ich den Becher schneller leer gefuttert als ich schauen konnte. Dazu gab es gar nichts außer einer weiteren Zitronenolive… und noch einer…. bis der Becher leer war.

Das war nicht das erste Mal, dass ich Oliven pur gegessen habe. Es passiert nicht selten, dass ich zum Kühlschrank gehe und ein paar Oliven nasche. Wenn ich hingegen an die Oliven zurück denke, die es in den 80ern gab, dann wäre das damals sicherlich nicht passiert. Ich kann mich eigentlich nur an zwei Sorten Oliven aus dieser Zeit erinnern. Die grünen Oliven, bei denen eine wie die andere aussah, da sie keine individuelle Form hatten; sie sahen aus als wären sie von einer Maschine produziert gewesen. Dieser optische Effekt wurde noch dadurch verstärkt, dass alle ein gleich großes Loch hatten, das mit einem kleinen Stück Paprika gefüllt war. Diese grünen Paprika-Oliven wurden oft auch für die allseits bekannten Käse-Oliven-Spießen verwendet, die damals bei keiner Feier fehlen durften.

Die andere Sorte Olive, an die ich mich erinnere, waren schwarze Oliven. Sie waren ohne Kräuter, Knoblauch oder andere Zutaten eingelegt. Erst viel später habe ich heraus gefunden, dass diese schwarzen Oliven schwarz gefärbt waren. Ob sie ursprünglich grün waren und schwarz gefärbt wurden oder ob sie bereits von Natur aus schwarz waren und das Färben den Schwarzton intensivieren sollte, weiß ich nicht. Kein Wunder, dass die Flüssigkeit, in der sie schwammen, auch etwas unappetitlich schwarz gefärbt war.

Wie ihr bemerkt, habe ich weder an die grünen noch an die schwarzen Oliven von früher guten Erinnerungen. Erst Mitte der 90er meine ich, dass es in den normalen Supermärkten bessere Oliven zu kaufen gab, die auch den Namen Olive wirklich verdienten. Neben der größeren Vielfalt verbesserte sich zum Glück auch ihr Geschmack. Das war auch die Zeit als ich meine Liebe zu den Oliven entdeckt habe. Heutzutage möchte ich auf Oliven gar nicht mehr verzichten müssen. Ich genieße es, mich durch die verschiedenen Sorten zu probieren und sie in meinen Gerichten zu verwenden.

Obwohl ich mittlerweile sowohl die grünen als auch die schwarzen Oliven in allen Variationen sehr gerne esse, schmecken mir die schwarzen noch ein kleines bißchen besser als die grünen Oliven. Für meine Pizza mit Oliven und Ziegenkäse kommen deshalb meine geliebten schwarzen Oliven zum Einsatz. Ihr könnt natürlich auch grüne Oliven verwenden, wenn euch die besser schmecken. Allerdings würde ich bei beiden, egal ob grün oder schwarz, darauf achten, dass die Oliven keine Kerne mehr enthalten. Olivenkerne empfinde ich bei einer Pizza immer als etwas störend.

Welche Erinnerungen habt ihr an die in Deutschland erhältlichen Oliven aus den 80ern? Hattet ihr das Glück, bessere Oliven essen zu können? War eventuell einfach mein Supermarkt schlecht sortiert?

Zutaten Teig (5 Stück):

525 g Dinkelmehl (Type 630) + mehr zum Backen
8 g Trockenhefe
1,5 TL Zucker
270 ml lauwarmes Wasser
3 TL Salz
4 EL Olivenöl
10 EL Dinkelgrieß

Zutaten Belag (5 Stück):

780 g stückige Tomaten
2 TL Salz
Pfeffer
1 TL Oregano
300 g geriebener Belle Blanche
10 Basilikumblätter
schwarze Oliven

Zubereitung:

  • Den Pizzastein ca. 1 Stunde bei 250°C auf Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • 525 g Mehl in eine Schüssel geben.
  • Im Mehl eine Mulde formen und dort Hefe und Zucker hineingeben.
  • 30 ml Wasser in der Mulde auf die Hefe gießen und alles mit ein bißchen Mehl abdecken.
  • Die Schüssel ca. 5 min stehen lassen bis sich Blasen in der Mulde gebildet haben.

Pizzateig

  • Das restliche Wasser, sowie 3 TL Salz und 4 EL Olivenöl in die Schüssel geben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
  • Den Teig abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich ungefähr verdoppelt hat.
  • Währenddessen die stückigen Tomaten, Salz und Pfeffer sowie Oregano vermischen.

Pizzasoße

  • Hat sich der Teig ungefähr verdoppelt, dann daraus fünf Teigstücke bilden, die möglichst gleich groß sind.
  • Nun auf der Pizzaschaufel 1/2 EL Mehl vermischt mit 2 EL Grieß verteilen. Das sorgt dafür, dass der klebrige Pizzateig nachher gut auf den Pizzastein rollt.
  • Ein Teigstück nehmen, von außen leicht einmehlen und den Teig vorsichtig mit den Händen größer und dünner ziehen, so dass er eine schöne runde Form erhält. Es sollte vermieden werden, den Teig auszurollen, denn dann geht ein Teil des Volumens wieder verloren, das während der „Gehzeit“ enstanden ist.
  • Den Teig auf die Pizzaschaufel legen.
  • 1/5 der Tomatensoße auf dem Teig verteilen.
  • 60 g geriebenen Belle Blanche darauf verteilen.
  • Die Oliven klein schneiden und damit die Pizza belegen.

Pizzaschaufel

  • Mit einer ruckartigen Bewegung den Teig von der Pizzaschaufel auf den Pizzastein rollen lassen.
  • Die Pizza 7 – 10 min im Bratrohr backen bis der Teig knusprig braun geworden ist und auch der Käse etwas braune Farbe angenommen hat.
  • Vorsichtig die fertige Pizza mit der Pizzaschaufel aus dem Bratrohr holen und die nächste Pizza zubereiten. Ihr könnt auch bereits während des Backens die nächste Pizza belegen und auf der Pizzaschaufel vorbereiten. Die fertige Pizza müsst ihr dann eben mit etwas anderem, wie z.B. einem Pfannenwender, aus dem Rohr holen.
  • Die fertige Pizza mit Basilikum dekorieren.

Die Pizza nimmt am Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – O teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - O