Ofenspargel mit Kräuterbutter und Baguette

Beim Spargel und mir kann man nicht von Liebe auf den ersten Blick sprechen, auch nicht auf den zweiten oder dritten. Liebe auf den 50. Blick würde es vermutlich eher treffen. Warum ich meine Meinung über Spargel geändert habe und wieso ich mich mittlerweile sogar darauf freue, wenn die Spargelsaison endlich wieder beginnt?

Ofenspargel mit Kraeuterbutter

Als Kind kannte ich Spargel nur mit Schinken, flüssiger Butter und Kartoffeln. Dass ich kein großer Fan von Kartoffeln bin, ist kein Geheimnis. Schinken mochte ich, so weit ich mich erinnern kann, früher auch nicht besonders. Der Spargel schmeckte für meinen Kindergeschmack zu bitter. Wieso sollte ich als Kind also diese Kombination mögen?
Das Problem, dass manche Lebensmittel für mich immer bitter schmecken, wohingegen andere das als lecker empfinden, besteht immer noch. Ich trinke z.B. keinen Kaffee, da er mir zu bitter ist. Spargel ist mir bei vielen Zubereitungsarten auch heute noch ein bißchen zu bitter. Vor zwei Jahren kam dann in einer Kochsendung die für mich ultimative Lösung, die dem Spargel seinen bitteren Geschmack nimmt und die auch verhindert, dass der tolle Spargelgeschmack weniger intensiv ist, weil das ganze Aroma beim Kochen im Wasser zurück bleibt. Dieser Spargel wird nämlich im Ofen zubereitet und schwimmt somit nur in seinem eigenen Sud. Außerdem wird der Spargel noch mit Puderzucker bestreut und verliert damit seinen bitteren Geschmack. Im Laufe der Zeit habe ich für mich dann auch weitere Alternativen gefunden, um den Spargel nicht mit flüssiger Butter und Kartoffeln zu essen. Eine ist z.B. dieses Rezept, bei dem der Spargel mit Kräuterbutter und Baguette serviert wird. Eine andere sind Spargel-Tartelettes, Spargel-Creme-Suppe oder, wenn die Grillsaison wieder los geht, ein Spargel-Tomaten-Grillpäckchen.

Geht es nur mir so, dass der Spargel oft zu bitter schmeckt? Wie bereitet ihr den Spargel zu – im Wasser gekocht, auch im Ofen oder auf eine ganz andere Art und Weise? Welches ist euer liebstes Spargelgericht?

Zutaten Spargel (2 Personen):
600 g Spargel
2 TL Puderzucker
30 g Butter
Baguette

Zubereitung:

  • Den Spargel schälen, die Endstücke großzügig abschneiden und die Stangen nebeneinander in eine Auflaufform legen.
  • Den Spargel mit Puderzucker gleichmäßig bestreuen. Dadurch verliert er seinen bitteren Geschmack und der Eigengeschmack wird noch ein bißchen intensiver.
  • Die Butter in dünne Scheiben schneiden und auf dem Spargel verteilen.
  • Die Auflaufform mit Alufolie bedecken und bei 160° Heißluft für ca. 30 min ins nicht vorgeheizte Bratrohr stellen.

Zutaten Kräuterbutter:
130 g Butter
7 Zweige (Zitronen)Thymian
ca. 10-15 Schnittlauchstengel
10 Blätter Basilikum
1 Zweig Rosmarin
2 TL Zitronensaft
1 Prise Zucker
1 TL Salz
Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Butter ca. 30 min. vor dem Zubereiten der Kräuterbutter aus dem Kühlschrank stellen.
  • Alle Kräuter von ihren Zweigen befreien und zusammen mit der Butter und den restlichen Gewürzen solange mit dem Pürierstab pürieren bis alle Kräuter klein genug sind und alles gleichmäßig vermischt ist.

Sobald der Spargel fertig ist, diesen auf Tellern verteilen und die Kräuterbutter darüber geben. Dazu schmeckt am Besten ein frisches Baguette.

Dauer: ca. 45 Minuten

Limburger Frühlingssalat

Kennt ihr das? Ihr unterhaltet euch übers Kochen und euer Gegenüber erzählt euch von einem Rezept, bei dem euch das Wasser im Munde zusammen läuft. Ihr denkt euch nur noch: Ja, das klingt perfekt, das muss ich unbedingt ausprobieren. So erging es mir mit dem Limburger Frühlingssalat.

Limburger Fruehlingssalat

Seit meiner Kindheit esse ich Limburgersalat sehr gerne, allerdings besteht dieser aus Limburger, Zwiebeln, Salz, Pfeffer sowie Sonnenblumenöl und Apfelessig. Als ich das Rezept für den Limburger Frühlingssalat gehört habe, wollte ich ihn auf jeden Fall auch mal essen, hab ihn aber nicht umgehend zubereitet und dann auch wieder vergessen. Als ich diese Woche im Supermarkt vor dem Regal stand, fiel mein Blick auf den Limburger und mir fiel dieses Rezept wieder ein. Der Käse wanderte sofort in den Einkaufswagen und weiter ging es im Supermarkt Richtung Frühlingszwiebeln. Aber was musste ich feststellen? Die Frühlingszwiebeln waren ausverkauft. Das lief ja super, habe ich mich doch schon so auf dieses Gericht gefreut. Bevor ich beim nächsten Anlauf für dieses Rezept das Probleme habe, zwar Frühlingszwiebeln, aber keinen Limburger kaufen zu können, habe ich den Limburger gleich gekauft, um dann im Laufe der Woche die Frühlingszwiebeln zu kaufen. Bei jedem Blick in den Kühlschrank wurde ich daran erinnert, was ich als nächstes zubereiten wollte. Obwohl der Limburger noch orginalverpackt war, war er deutlich zu riechen. Aber das ist ein gutes Zeichen, denn nur wenn der Limburger richtig stinkt, schmeckt er auch gut. Nun hatte ich endlich Glück und es gab wieder Frühlingszwiebeln und abends dann diesen leckeren Salat.

Mögt ihr Limburger auch so gerne wie ich? Wie bereitet ihr ihn zu? Habt ihr tolle Limburger-Rezepte? Bei mir gab es den Käse nur im herkömmlichen Limburgersalat und jetzt in diesem Frühlingssalat. Ich mag den Käse sehr gerne, weiß aber ansonsten keine weitere Verwendung. Habt ihr Tips für mich?

Limburger Fruehlingssalat

Zutaten:
Limburger
Cocktailtomaten
Frühlingszwiebeln
Pfeffer
Salz
Balsamicoessig
Olivenöl

Zubereitung:

  • Den Limburger in dünne Scheiben schneiden und auf dem Tellef anrichten.
  • Die Tomaten in Scheiben schneiden und auf dem Käse verteilen.
  • Die Lauchzwiebeln in dünne Ringe schneiden und auf dem Teller verteilen.
  • Mit Pfeffer, Salz, Balsamicoessig und Olivenöl würzen.
  • Dazu paßt ein würziges Roggenmischbrot.

Dauer: 15 Minuten

Schafskäse mit Pistazien-Panade und bayrischem Salat

Schafskäse an sich schmeckt schon extrem gut. Wenn er dann aber noch angebraten und leicht knusprig braun ist, mag ich ihn besonders gerne. Dazu ein frischer Salat und ein Brot und ich bin happy.

panierter Schafskäse

Könnte ich keinen Käse mehr essen, hätte ich ein wirkliches Problem, denn ich liebe Käse. Käse passt einfach immer: aufs Brot, am Stück zum Runterbeißen, zum Überbacken, gegrillt, gerieben, in einer Soße. Neben Parmesan ist der Schafskäse mein liebster Käse. Ich esse ihn am liebsten, wenn er würzig und zugleich so cremig ist, dass er fast auf der Zunge schmilzt. Auf der Tomateninsel gibt es schon einige Rezepte, bei denen Schafskäse verwendet wird, aber ein sehr leckeres habe ich euch noch vorenthalten: in Pistazien panierter Schafskäse. Dazu gibt es einen Kopfsalat, Tomaten und frisch gebackene Baguettesemmeln. Das Dressing, das es dazu gibt, hat sich an einem Salatdressing orientiert, das ich vor kurzem in einem Lokal gegessen habe. Ich war kurz davor, im Lokal noch eine extra Portion Salat nachzubestellen, denn das Dressing war einfach der Hammer und mein restliches Essen war eher Nebensache. Bayrischen Salat habe ich den Salat genannt, nicht weil das ein typisch bayrisches Dressing ist, sondern weil die Salatsoße u.a. aus süßem Senf besteht, den man zu Weißwürsten ist. Und die Weißwürste sind numal ein typisch bayrisches Essen.

Zutaten (2 Portionen):
400 g Schafskäse
2 EL Mehl
1 Ei
80 g gemahlene Pistazien
2 EL Rapsöl
Kopfsalat
Tomaten
süßer Senf
Pfeffer
Salz
Walnussessig
Walnussöl

Zubereitung:

  • Den Schafskäse in 8 gleich große Dreiecke schneiden.
  • Mehl auf einem flachen Teller verteilen.
  • Eiweiß und Eigelb mit einer Gabel verquirlen und auf einen weiteren flachen Teller gießen.
  • Die gemahlenen Pistazien auf einem dritten flachen teller verteilen.
  • Die Schafskäsedreiecke zuerst im Mehl von allen Seiten wälzen, so dass sie mit Mehl bedeckt sind. Auch die Schmalseiten müssen bei jedem Arbeitsschritt mit einbezogen werden.
  • Den Schafkäse anschließend mit allen Seiten in das Ei tauchen.
  • Zum Schluss die Käsestücke in den Pistazien wälzen.
  • Das Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen.
  • Die Schafskäseecken in der Pfanne von allen Seiten anbraten bis der Käse leicht braun ist. Dabei darauf achten, dass der Schafskäse bei zu großer Hitze und je nach Sorte schmelzen kann. Ist dies der Fall, muss der Käse sofort gewendet werden.
  • Währenddessen den Salat putzen und die Tomaten schneiden.
  • Aus süßem Senf, Pfeffer, Salz, Walnussessig und Walnussöl das Dressing zubereiten.

Dauer: 25 Minuten

Pasta mit Spargel

Die Spargelzeit ist eingeläutet, endlich. Ich freue mich schon seit Wochen darauf und das nachfolgende Rezept ist eines meiner liebsten Spargelgerichte. Wie esst ihr den Spargel am liebsten?

Vollkorn-Penne mit Spargel

Als ich letzte Wochenende auf dem Markt das erste Mal Spargel aus Deutschland gesehen habe, habe ich mich sehr darüber gefreut. Es gibt Spargel zwar schon seit einigen Wochen in den Supermärkten zu kaufen, aber nicht aus Deutschland. Wenn ich schon Spargel zubereite, dann mag ich auch einen Deutschen verwenden. Die ganze Woche war die Vorfreude auf das erste Spargelgericht des Jahres groß. Dass ich Pasta mit Spargel zubereite war auch schnell klar, ist es doch mein liebstes Spargelgericht. Ich mag die Kombination aus Spargel, Tomaten und Parmesan-Weißwein-Soße sehr gerne.

Zutaten:
350 g Vollkorn Penne
1 EL Olivenöl
250 g Spargel
100 ml flüssige Sahne
70 ml Pinot Grigio
150 g Cocktailtomaten
10 Blätter Basilikum
1 EL Pinienkerne
bißchen Salz
Pfeffer
10 EL Parmesan

Zubereitung:

  • Die Nudeln kochen im Salzwasser kochen.
  • Den Spargel schälen, die Endstücke großzügig abschneiden und die Spargelstangen in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.
  • Die Spargelstücke im Olivenöl ca. 5 min von allen Seiten anbraten bis die ersten Spargelstücke leicht braun werden.
  • Wein, flüssige Sahne und geriebenen Parmesan zum Spargel geben, durchmischen und einmal kurz aufkochen lassen.
  • Die Tomaten in kleine Stücke und die Basilikumblätter in kleine Streifen schneiden.
  • Tomaten, Basilikum, Pinienkerne und Gewürze dazu geben und erneut nochmal kurz aufkochen lassen.

Dauer: ca 30 Minuten

Parmesan-Carpaccio

Seinen Ursprung hat das original Carpaccio in Harry’s Bar in Venedig. Der Besitzer von Harry’s Bar kreierte es für seine Stammkundin Contessa Amalia Nani Mocenigo. Diese sollte auf Anraten ihres Arztes kein gekochtes Fleisch essen. Damit sie aber doch ihre fleischlichen Gelüste stillen konnte, wurde ihr in Harry’s Bar ein Carpaccio, ein hauchdünn geschnittenes rohes Rindfleisch, serviert. Benannt wurde es nach Vittore Carpaccio, einem Maler der Renaissance, der sehr gerne leuchtende Rottöne verwendete.

Parmesan-Carpaccio

Keine Angst, ihr seid nicht auf dem falschen Blog gelandet. Ihr seid immer noch auf der Tomateninsel und ich ernähre mich weiterhin vegetarisch. Aber ein kleiner Exkurs in die Welt der Nicht-Vegetarier muss dann doch sein, um die Hintergründe des Carpaccios zu erklären. Heutzutage wird auch weiterhin das ursprüngliche Rinder-Carpaccio serviert, jedoch wird mittlerweile auch etwas als Carpaccio bezeichnet, das sehr dünn geschnitten ist. Und da wären wir auch schon bei unserem Parmesan-Carpaccio angelangt.

Da Parmesan und Tomaten ein geschmackliches Dream-Team sind, sollen sie auch in meinem Parmesan-Carpaccio zusammen verewigt werden. Was kombiniert ihr denn am liebsten mit Parmesan?

Zutaten (2 Portionen):
80 g Parmesan
125 g Cocktailtomaten
2 EL Balsamicoessig
1,5 EL Olivenöl
1/4 TL getrockneter Oregano
Pfeffer
Salz

Zubereitung:

  • Den Parmesan in möglichst dünne Scheiben schneiden. Am besten funktioniert dies mit einem Gemüsehobel. Anschließend die Parmesanscheiben auf 2 Teller verteilen.
  • Die Tomaten ebenfalls in dünne Scheiben schneiden und auf dem Parmesan verteilen.
  • Den Oregano darüber streuen. Wer mag kann auch frisches Basilikum verwenden.
  • Mit Pfeffer und Salz würzen, sowie mit Olivenöl und Balsamicoessig beträufeln.

Dauer: 10 Minuten

Sehr gut schmeckt dazu ein frisches Baguette.

Knoblauch-Champignons (Champiñones al ajillo)

Tapas sind kleine Häppchen, die man in spanischen Tapas-Bars verzehren kann. Dort werden sie meistens zu Wein, manchmal aber auch zu Bier gegessen. Die Auswahl der Tapas ist sehr vielseitig und reicht von einfachen Oliven oder Nüssen über Kartoffeln mit Knoblauchmayonnaise bis hin zu gebratenen Paprikaschoten oder Knoblauch-Champignons. Welche Tapas esst ihr am liebsten?

Knoblauch-Champignons

Der Begriff “Tapas” leitet sich vom spanischen Wort “tapa” ab, das “Deckel” bedeutet. Die Enstehungsgeschichte ist leider nicht mehr eindeutig herzuleiten. Es gibt verschiedene Theorien. Eine besagt, dass der frühere kastillische König Alfonos X. (23.11.1221 – 4.4.1284) auf Anraten seines Arztes während einer Krankheit Wein trank und dazu kleine Häppchen, eben jene Tapas, serviert bekam. Da seine Genesung so erfolgreich verlief, sollten in Zukunft die Gastwirte auf Befehl des Königs immer kleine Speisehäppchen zum Wein servieren. Eine weitere und weitaus simplere Theorie besagt, dass die Gäste in andalusischen Bars ihre Weingläser vor den Fliegen schützen wollten und deshalb Brotscheiben auf ihre Gläser legten. Tapas könnten ihren Ursprung auch bei den Feldarbeitern haben, die diese als kleine Zwischenmahlzeiten zu sich nahmen.

Knoblauch-Champignons Zutaten

Da die Vegetarische Weltreise gerade einen Halt in Spanien macht, paßt dieses Gericht sehr gut dazu.
Vegetarische Weltreise - Spanien

Zutaten (2 Portionen):
4 Knoblauchzehen
330 g braune Champignons
2 EL Olivenöl
12 Zweige Petersilie
Pfeffer
1/4 – 1/2 TL Salz
(Chiliflocken)

Zubereitung:

  • Die Champignons putzen.
  • Wenn es große Champignons sind, diese halbieren und ich Scheiben schneiden. Kleine Champignons müssen nicht geschnitten werden.
  • Die Knoblauchzehen schälen und grob würfeln.
  • Das Öl in einer Pfanne erhitzen.
  • Den Knoblauch goldgelb im Öl anbraten.
  • Die Champignons dazu geben und ein paar Minuten anbraten und dabei regelmäßig umrühren.
  • Die Petersilie von den Stängeln entfernen und hacken.
  • Die Knoblauch-Champignons mit Petersilie, Salz und Pfeffer würzen.
  • Wer mag, kann die Champignons noch mit ein bißchen Chiliflocken würzen.

Dauer: 20 Minuten

Knoblauch-Champignons Zutaten

Mediterraner Quinoa-Linsen-Salat

Von der Existenz des Quinoa habe ich erst letztes Jahr erfahren. Zu dieser Zeit sind auf vielen Foodblogs immer mehr Rezepte mit Quinoa aufgetaucht. Bis es zu einer ersten Begegnung kam, hat es dann leider doch noch einige Monate gedauert und ich frage mich mittlerweile “Wieso?”

Mediterraner Quinoa-Linsen-Salat

Immer öfter bin ich über Quinoarezepte gestolpert und dachte mir, dass ich Quinoa endlich auch einmal probieren möchte. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie dieses unbekannte Ding schmeckt. Noch mehr unsicher bezüglich seines Geschmacks war ich als ich mich im Internet schlau gemacht habe, was Quinoa eigentlich ist. Quiona ist ein nelkenartiges Fuchsschwanzgewächs, das bis zu 1,5 m hoch werden kann und lila, orange, rote Blüten besitzt. In einer späteren Wachstumsphase bilden die Pflanzen kleine, 2 mm große Nussfrüchte, die man essen kann. Ahja, so viel also zur Theorie. Den Geschnmack von Nüssen konnte ich mir vorstellen, aber haben die Quinoakügelchen auch die Konsistenz und wirklich den Geschmack von Nüssen? Um das zu beantworten hilft nur eines: Quinoa kaufen und essen. Obwohl ich den Quinoa gekauft habe, stand er noch eine Weile in meinem Regal und hat mich immer wieder angebettelt, dass ich es doch einmal mit ihm probieren sollte. Ich hatte noch kein Lebensmittel so lange in meiner Küche stehen bis ich mich endlich heran gewagt habe, um es zu kochen. Wie der Zufall so spielte, bekam ich eine Quinoa-Pfanne bei einer Feier serviert, da ich davor des öfteren erzählt habe, dass ich Quinoa endlich einmal essen möchte. Ich war sehr positiv überrascht. Den Geschmack kann ich zwar immer noch nicht beschreiben, aber der Quinoa hat mir so gut geschmeckt, dass ich ihn ein paar Tage später endlich selbst zubereitet habe.

Zutaten (2 Portionen):
200 g Quinoa
500 ml Gemüsebrühe
100 g rote Linsen
400 ml Wasser
215 g Cocktailtomaten
2 EL Rapsöl
1/2 TL getrockneter Thymian
Pfeffer
1/2 TL Salz
100 g Schafskäse
10 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • In einem Topf das Wasser zum Kochen bringen und darin für ca 20 min auf kleiner Flamme und mit einem Deckel zugedeckt die Linsen kochen.
  • Quinoa in einen zweiten Topf geben.
  • Den Quinoa mit der Gemüsebrühe übergießen und bei kleiner Hitze für 12 min ohne Deckel köcheln lassen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und den Quinoa weiter quellen lassen.
  • 1 EL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und den Quinoa unter regelmäßig wenden ca. 5 min rösten.
  • Die Tomaten vierteln.
  • Sobald Quinoa und Linsen abgekühlt sind, beides zusammen mit den Tomaten vermischen.
  • Den Schafskäse klein krümeln und dazu geben.
  • Die Basilikumblätter klein scheniden und zum Salat geben.
  • Mit Pfeffer, Salz und Öl abschmecken.

Dauer: 1 Stunde

Dieses Rezept nimmt bei Zorras Blog-Event Linsen, die Guten ins Töpfchen… teil, der dieses mal von Lunch For One ausgerichtet wird.
Blog-Event XCVI - Linsen (Einsendeschluss 15. März 2014)

Falafel im Fladenbrot

Falafel sind frittierte Bällchen aus dem arabischen Raum. Auch in Deutschland erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit. Man kann sie sowohl aus Kichererbsen als auch aus pürierten Bohnen zubereiten. Ich zeige euch ein Rezept mit Kichererbsen als Hauptzutat.

Falafel im Fladenbrot

Als ich vor einigen Jahren in Ägypten das erste Mal Falafel gegessen habe, gab es sie in einem kleinen Fladenbrot. Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Hier in Deutschland gab es sie leider immer nur im Wrap, was auch sehr lecker ist.

Damit die selbst gemachten Falafel von der Konsistenz so wurden, wie ich es mir vorstellte, musste ich länger experimentieren. Zu Beginn habe ich mich an Rezepte gehalten. Allerdings wurden dort nur die Kichererbsen und ein paar Gewürze verwendet. Das Ergebnis beim Frittieren war, dass sich die geformten Bällchen in ihre Bestandteil aufgelöst haben und man das meiste davon nicht mehr essen konnte. Mittlerweile verwende ich aber Kichererbsenmehl anstelle von Kichererbsen und noch zusätzlich Grünkernschrot. Die Konsistenz ist dann nicht mehr so weich und krümelig, sondern viel fester und sie lassen sich auch ohne große Verluste frittieren. Habt ihr einen anderen Geheimtip, der dafür sorgt, dass die Bällchen sich nicht auflösen?

Zutaten (4 Portionen)
4 kleine Fladenbrote
200 g Kichererbsenmehl
100 g Grünkernschrot
1,5 TL Salz
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL + 2 Messerspitzen gemahlener Kreuzkümmel
4 EL Zitronensaft
ca. 0,4 l kochendes Wasser
Sonnenblumenöl
8 Cocktailtomaten
3 Blätter Eisbergsalat
6 gehäufte EL Schmand
Pfeffer
1 TL getrockneter Thymian

Zubereitung:

  • Die Fladenbrote backen.
  • Währenddessen die Zwiebel schälen und klein würfeln.
  • Den Knoblauch schälen und ebenso klein würfeln.
  • Kichererbsenmehl, Grünkernschrot, 1 TL Salz, die gewürfelten Zwiebel und den Knoblauch, sowie 1 TL Kreuzkümmel und 2 EL Zitronensaft in einen Becher geben.
  • Das Ganze mit dem Wasser übergießen, eimal grob umrühren und dann ca. 15 min quellen lassen.
  • Sonnenblumenöl ca. 2 cm hoch in einem Topf oder Wok erhitzen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob das Öl heiß genug ist. Sobald an dem Stäbchen Luftblasen aufsteigen, ist das Öl heiß genug.
  • Nun für jede Falafel ca. 1 EL der Kichererbsenmasse zu einer Kugel formen. Da die Masse sehr klebrig ist, ist das mit den Händen nicht so gut möglich. Deshalb zwei Esslöffel verwenden. Die Massse zuerst mit dem ersten Löffel aus dem Becher entnehmen. Nun die Masse mit dem zweiten Löffel vom ersten schaben und dabei die Form der Masse etwas in die gewünschte runde Form drücken. Dies nun so lange im Wechsel durchführen bis ein halbwegs gleichmäßiges rundes Bällchen entstanden ist.
  • Nun der Reihe nach immer einige Falafel formen und diese im heißen Öl goldbraun knusprig heraus backen.
  • Die Tomaten vierteln.
  • Die Eisbergblätter in eine gewünschte Größe schneiden.
  • Zum Schluss noch den Dip herstellen. Dazu den Schmand, 2 EL Zitronensaft, 1/2 TL Salz, Pfeffer, Thymian und 2 Messerspitzen gemahlenen Kreuzkümmel glatt rühren.
  • Sobald das Fladenbrot ein bißchen abgekühlt ist, dieses quer durchschneiden. Es sollte dabei aber nicht komplett durchgeschnitten werden. Zwischen den beiden Hälften etwas Dip verteilen, Falafel hinein legen sowie Tomaten- und Eisbergsalatstücke.

Dauer: 1,5 Stunden

Krapfen

Ich bin ein Faschingsmuffel. Deswegen könnte man, wenn es nur nach mir gehen würde, die fünfte Jahreszeit problemlos ausfallen lassen. Worauf ich aber auf keinen Fall verzichten kann, sind die Krapfen.

Krapfen

Ich mag es total gerne, dass es die Krapfen mit so vielen verschiedenen Füllungen gibt: mit Himbeer-, Aprikosen, oder Hagebuttenmarmelde, mit Schoko- oder Vanillecreme, mit einer Eierlikör-, Tiramisu- Stracciatella- oder Karamellmasse. Da ist für jeden etwas dabei. Welche Füllungen kennt ihr noch und welche esst ihr am liebsten? Ich mag die Krapfen gerne klassisch mit einer Marmeladenfüllung. Am liebsten mag ich eine Johannisbeer-Himbeer-Füllung. Krapfen, die mit Hagebuttenmarmelade gefüllt sind, mag ich hingegen gar nicht.

Zutaten für 30 Krapfen:
250 ml Milch
1 Würfel Hefe
500 g Weizenmehl (Type 405)
2 Eier
2 Eier davon das Eigelb
40 g Zucker
50 g Butter
1 Prise Salz
Sonnenblumenöl zum Frittieren
250 g Himbeermarmelade / Himbeer-Johannisbeer-Gelee
Puderzucker

Zubereitung:

  • Die Butter aus dem Kühlschrank stellen, damit sie weich wird.
  • 100 ml Milch laurwam erhitzen.
  • Hefe klein bröseln, zur Milch geben und verrühren.
  • 150 g Mehl dazu geben und zu einem Teig verarbeiten.
  • Teig ca. 25 min an einem warmen Ort ruhen lassen.
  • Die beiden Eier, die 2 Eigelb und den Zucker verrühren.
  • Die Ei-Zucker-Mischung, 150 ml Milch, 350 g Mehl, die Butter, die Prise Salz und den Vorteig zu einem glatten Teig verrühren.
  • Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort erneut ca. 25 min ruhen lassen.
  • Ein Backbleck mit Mehl bestäuben, um die geformten Krapfen nochmals gehen zu lassen.
  • Den Teig in 30 g große Stücke aufteilen, diese zu Kugeln formen, auf das Blech legen und ein bißchen platt drücken. Am Besten auch die Hände mit Mehl bestäuben, damit der Teig nicht kleben bleibt.
  • Die geformten Krapfen nochmal 45 min gehen lassen. Dabei sollte sich die Teigmenge jeweils verdoppeln.

Krapfen roh

  • Das Öl in eine Pfanne oder einen Wok geben und erhitzen bis es Blasen wirft.
  • Die Krapfen nach und nach von beiden Seiten goldgelb backen, heraus nehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

Krapfen im Wok

  • Die Krapfen mit einem Spritzbeutel mit Marmelade füllen und mit Puderzucker bestäuben.

Dauer inkl. Wartezeiten: 3,5 Stunden

Paprika-Fettuccine mit Schafskäse-Soße

Vor einigen Wochen wurde ich darauf angesprochen, dass es auf meinem Blog noch gar keine Käse-Pastasoße gibt. Das ist richtig und wird hiermit nachgeholt.

Paprika-Fettuccine mit Schafskaese-Sosse

Warum es bis jetzt keine Käse-Pastasoße auf der Tomateninsel zu finden gibt, hat einen ganz einfachen Grund: die “üblichen” Käsesoßen sind mir alle zu schwer. Oft wird auch noch Blauschimmelkäse verwendet, den ich nicht sonderlich mag. Aber dies soll kein Grund sein, dass es keine Käse-Soße gibt. Als ich kurz überlegt habe, welcher Käse sich für meinen Geschmack und eine Käsesoße gut eignet, bin ich auf Schafskäse gekommen. Schafskäse esse ich sehr gerne und in allen möglichen Varianten, sei es im Salat, in einem Gemüseauflauf, im Ofen zubereitet oder in einem Knoblauch-Schafskäse-Brot. Der Käse für die Soße stand also fest. Wie verflüssige ich den Schafskäse nun, damit es auch eine wirkliche Soße wird? Sahne ist mir dafür zu wuchtig, aber ein leckerer Weißwein paßt an dieser Stelle genauso gut. Die Hauptzutaten der Soße standen somit größtenteils fest, aber zu welcher Nudelsorte will ich diese Soße zubereiten? Eine weiße Soße zu gelben Nudeln sieht nicht halb so schön aus, wie zu bunten, eventuell sogar roten Nudeln. Bei diesem Gedanken fiel mir ein, dass ich vor einiger Zeit getrocknete Paprika gekauft habe und diese sich wunderbar für die Zubereitung von Paprika-Fettucchine eignen würden. Heraus kam ein leckeres und optisch kontrastreiches Gericht.

Zur Zeit gibt es auf dem Blog Aus meinem Kochtopf einen Event bei dem Gerichte gesucht sind, die zwei Leute sättigen und zusammen maximal 5€ kosten. Das Thema lautet: Satte zwei für weniger als fünf. Kurz im Kopf überschlagen (Öl, Pfeffer, Salz habe ich nur geschätzt) – ja, das kommt bei diesem Gericht hin. Ich komme auf 3,10€. Hier kommt die Einzelauflistung für die Zutaten der Fettuccine und der Schafskäse-Soße:

10 g getrocknete Paprikaschoten: 0,40€
200 g Weizenmehl (Type 405): 0,07€
2 Eier: 0,60€
2 EL Olivenöl: 0,10€
Salz: 0,01€
3 EL Knoblauchöl: 0,10€
3 confierte Knoblauchzehen: 0,20€
Pfeffer: 0,02€
100 g Schafskäse: 1€
8 EL Chardonnay: 0,50€
5 Basilikumblätter: 0,10€

Blogevent Satte ZWEI für weniger als 5

Zutaten (2 Portionen):
2 Portionen selbst gemachte Paprika-Fettuccine
3 EL Knoblauchöl
3 confierte Knoblauchzehen
Pfeffer
Salz
100 g Schafskäse
8 EL Chardonnay
5 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • Die Fettuccine in einem Topf mit reichlich Salzwasser al dente kochen.
  • Das Knoblauchöl in einer Pfanne erhitzen.
  • Den confierten Knoblauch in die Pfanne geben und mit einem Löffel zerdrücken.
  • Den Schafskäse mit den Händen zerkrümeln und in der Pfanne zum Schmelzen bringen.
  • Den Chardonnay dazu geben und alles umrühren, so dass es gleichmäßige, cremige Soße gibt.
  • Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  • Vor dem Servieren noch das Basilikum klein schneiden und unter die Soße mischen.

Dauer: 20 Minuten