Spaghetti mit Wildspargel

Ich finde den Wandel der letzten Jahre extrem toll, den unsere heimischen Supermärkte erleben. Zum einen gibt es immer mehr Auswahl und Vielfalt der einzelnen Produkte. Es gibt nicht nur DIE Tomaten zu kaufen; es gibt kleine Tomaten, es gibt große Tomaten, es gibt rote Tomaten, es gibt gelbe Tomaten, es gibt orange Tomaten. Zum anderen sind die Supermärkte immer flexibler, was ihr Angebot betrifft. Es gibt immer mehr vegane und Bio-Produkte zu kaufen. Wurde vor einigen Jahren noch ganz einsam ein kleines Päckchen Tofu im hinteresten Eck verkauft, so muss man mittlerweile fast blind sein, wenn man den Tofu im Regal nicht findet. Außerdem gibt es nicht nur von einem Hersteller Tofu, sondern es gibt von vielen Herstellern ganz viele verschiedene Tofuprodukte.

Spaghetti mit Wildspargel

Genauso verhält es sich bei Käse mit mikrobiellem Lab. Ich achte seit knapp 10 Jahren darauf, nur noch Käse mit mikrobiellem Lab bzw. Labaustauschstoff anstelle des tierischen Labs zu kaufen. Bis vor ca. einem Jahr konnte ich mich dabei nur auf zwei verschiedenen abgepackte Käsesorten verlassen. Andere gab es im normalen Supermarkt nicht. Bzw. war ein Hauptproblem, dass mir die Verkäuferinnen an der Käsetheke nicht sagen konnten, welches Lab im Käse enthalten ist. Auch das hat sich geändert. Mittlerweile findet man auch auf der Zutatenliste Informationen bzgl. des verwendeten Labs. Und was soll ich sagen? Die Auswahl an Käse ohne tierisches Lab ist in meinem Lieblingssupermarkt riesig. Früher habe ich außer den bereits erwähnten zwei Sorten immer nur im Bio-Supermarkt eine Alternative gefunden.

Auch sind die Supermärkte experimentierfreudiger, was „exotische Lebensmittel“ betrifft. Ab und an finde ich wahre Schätze im Gemüse- und Obstbereich, wie z.B. Drachenfrucht oder Wildspargel. Ihr kennt keinen Wildspargel? Ich hatte bislang auch nur zweimal das Glück, einen zu ergattern. Entweder hat er nur ganz kurz Saison, also noch kürzer als der weiße oder grüne Spargel, oder, was viel wahrscheinlicher ist, er wird nicht so oft angebaut. Klar, Wildspargel sollte man eigentlich nicht anbauen müssen, wenn man dem Namen glauben darf, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Angestellten einer Supermarktkette in die „Wildnis“ gehen, um für uns Wildspargel zu ernten.

Als ich das erste mal den Wildspargel entdeckt habe, hab ich ihn einfach mitgenommen, ohne zu wissen, wie er schmeckt oder was ich damit zubereiten könnte. Dass seine Name den Begriff „Spargel“ enthält, war eigentlich der Hauptgrund dafür, dass ich den Wildspargel gekauft habe. Zu Hause angekommen, habe ich mich ein bißchen schlau gemacht. Dabei musste ich feststellen, dass Wildspargel kein Spargel im eigentlichen Sinn ist. Denn es handelt sich vielmehr um ein in Frankreich gezüchtetes Hyazinthengewächs. Da ich ihn aber bereits zu Hause hatte, war mir das egal und ich habe ihn gegessen. Geschmeckt hat er trotzdem. 😉

Kennt ihr Wildspargel und wie habt ihr ihn zubereitet? Findet ihr manchmal auch Schätze in eurem Supermarkt, mit denen ihr dort gar nicht rechnet?

Zutaten (2 Portionen):

300 g Spaghetti
2 EL Olivenöl
150 g Wildspargel
4 Zweige Thymian
2 confierte Knoblauchzehen
50 g geschälte Walnüsse
100 g Schafskäse

Zubereitung:

  • Die Spaghetti im Salzwasser kochen.
  • Der Wildspargel muss nicht geschält werden. Deshalb nur gründlich waschen, die Endstücke großzügig abschneiden und den Rest in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.

Wildspargel

  • Die Knoblauchzehen mit einem Löffel zerdrücken und zusammen mit dem Spargel ca. 3 min im Olivenöl anbraten.
  • Die Walnüsse grob hacken und dazu geben.
  • Die Thymianblätter von den Zweigen entfernen und ebenfalls zum Spargel geben.
  • Den Schafskäse in kleinen Krümeln dazu geben und schmelzen lassen.
  • Zum Schluss noch mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Dauer: ca. 30 Minuten

Da es den Wildspargel meines Wissens nur im Frühling gibt, paßt er perfekt zu Zorras Blog-Event Genuss des Frühlings, der dieses Mal von Jeanette von Cuisine Violette ausgerichtet wird.

Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)

Tomaten Tarte Tatin

Tomaten Tarte Tatin stand schon seit mindestens 2 Jahren auf meiner ToCook Liste. Irgendwie kam es aber nie dazu, dass ich sie bislang gebacken habe. Allerdings war die Verlockung für einen Tomaten-Fan wie mich immer sehr groß, klingt doch allein der Name Tarte Tatin schon einfach bezaubernd.

Tomaten Tarte Tatin

Ursprünglich wird die Tarte Tatin gar nicht mit Tomaten sondern mit Äpfeln gebacken. Der Überlieferung nach soll die Tarte Tatin auf einen Kuchen zurück gehen, den eine der beiden Schwestern Tatin im 19. Jahrhundert gebacken haben soll. Die beiden führten in einem kleinen Dorf in Frankreich ein Lokal. Eine der beiden wollte einen Apfelkuchen backen, vergaß aber in der Hektik den Teig zu den Äpfeln in die Form zu geben. Um trotz des Missgeschicks ihren Gästen noch einen Kuchen schnell servieren zu können, bedeckte sie die Äpfel daraufhin mit dem Teig und buk die Tarte. Diese Tarte kam bei den Gästen so gut an, dass die Tarte Tatin, also die auf dem Belag gebackene Tarte, geboren war.

Ich verwende für meinen Teig Ziegenbutter, die der Tomaten Tarte Tatin dadurch eine wunderbare, zarte Note gibt. Wer keine Ziegenbutter im Laden findet oder schlichtweg keine Ziegenbutter mag, kann natürlich auch ganz normale Butter aus Kuhmilch verwenden.

Zutaten (Form mit Durchmesser 23 cm):

200 g Dinkelmehl (Type 630)
100 g kalte Ziegenbutter
1/2 TL Salz + etwas zum Würzen
2 EL eiskaltes Wasser
1 TL Olivenöl
330 g rote Cocktailtomaten
200 g gelbe Cocktailtomaten
Pfeffer
1 TL Thymian
5 – 10 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • Mehl, Butter, 1/2 TL Salz und Wasser zu einem Teig verkneten.
  • Den Teig zu einer Kugel geformt 30 min. in den Kühlschrank stellen.
  • Die Tarte Form mit dem Olivenöl auspinseln.
  • Die Tomaten farblich sortiert nebeneinander in die Form legen.

Tomaten Tarte Tatin Tomatenanordnung

  • Alle Tomaten mit einem spitzen Messer anpieksen.
  • Den Teig auf ein Butterbrotpapier legen und mit einem weiteren Butterbrotpapier belegen. Dadurch klebt der Teig beim Ausrollen weder an der Unterlage noch am Nudelholz fest. Außerdem lässt sich so der ausgerollte Teig besser auf die Tomaten legen.
  • Den Teig rund ausrollen, so dass er den Durchmesser der Tarte-Form hat.
  • Die Tomaten mit dem Teig bedecken.
  • Den Teig mehrfach einpieksen.

Tomaten Tarte Tatin Teig

  • Die Tarte bei 180°C für 35 min. (mittlere Schiene, Heißluft) backen.
  • Auf die fertige Tarte einen großen, umgedrehten Teller legen und die Form zusammen mit dem Teller schnell, aber vorsichtig (heiße, flüssige Butter in der Tarte-Form!) stürzen, so dass sich die Tarte aus der Tarte-Form löst.
  • Die gebackene Tarte nochmals mit Pfeffer und Salz würzen, sowie mit Basilikumblättern dekorieren.

Dauer: 1,5 Stunden

Wie es aussieht werden meine T-Beiträge zu meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – T sehr Tomaten-lastig. Diese Tomaten Tarte Tatin (sogar alle drei Wörter beginnen mit T) nimmt natürlich auch daran teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - T

Mediterran überbackener Toast

Eure Gerichte für den Feierabend sollten nicht zu aufwendig in der Zubereitung, aber trotzdem lecker sein? Ihr habt keine Lust auf Fertigpizza oder Dosenravioli, wollt aber trotzdem abends etwas Warmes essen? Dann habe ich hier etwas für euch. Wie wäre es mit einem mediterran überbackenen Toast?

mediterran ueberbackener Toast

Toast zum Frühstück esse ich nicht so gerne. Dies liegt nicht daran, dass er mir nicht schmeckt, im Gegenteil. Ich habe aber immer bereits sehr kurze Zeit nachdem ich Toast gegessen habe das Gefühl, wieder Hunger zu bekommen. Dies passiert mir auch, wenn ich einen Vollkorn-Toast esse, von dem ich mir eigentlich erhoffe, dass er länger satt macht. Wird der Toast allerdings mit warmem Käse und anderen Zutaten kombiniert, macht er länger satt und ich esse ihn sehr gerne. Ein Rezept für Dreieckstoast mit Walnuss-Oliven-Käse-Tomaten-Füllung, das schnell zubereitet ist, habe ich euch bereits vorgstellt. Dieses Mal habe ich ein Rezept für einen mediterran überbackenen Toast für euch.

Wie esst ihr euren Toast am liebsten? Süß oder herzhaft? Oder vielleicht auch überbacken?

Mediterran ueberbackener Toast

Zutaten (4 Stück):

4 Stück Vollkorn-Toast
1 TL Olivenöl
4 Scheiben Ziegenkäse
1 Knoblauchzehe
100 g Cocktailtomaten
8 schwarze Oliven
Pfeffer
Salz
1 Thymianzweig
4 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • Das Bratrohr auf Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Den Toast toasten.
  • Das Öl auf den getoasteten Toastscheiben verteilen.
  • Den Toast mit dem Ziegenkäse belegen.
  • Die Knoblauchzehe schälen, ganz fein würfeln und auf dem Käse verteilen.
  • Die Tomaten halbieren und jeweils auf den Toast legen.
  • Mit Pfeffer, Salz und den abgezupften Thymiannadeln würzen.
  • Ca. 10 bis 15 min im Bratrohr überbacken.
  • Die Basilikumblätter zerkleinern und auf den Toastscheiben verteilen.

Dauer: 20 Minuten

Mediterran ueberbackener Toast

Fitnessfladen

Fitnessfladen? Wird man etwa körperlich fitter, wenn man diese Fladen ißt? Nein, natürlich nicht, aber eine schöne Vorstellung wäre das schon…

Fitnessfladen

Meinen ersten Fitnessfladen habe ich vor einigen Jahren auf unserem Christkindelsmarkt gegessen und war sofort begeistert. Hier gibt es zwei Weihnachtsmärkte, einen großen, kommerziellen, der die Touristen anlockt. Diesen versuche ich im Normalfall eher zu meiden. Aber es gibt noch eine kleine, schnuckelige Alternative, die aus ca. 25 Ständen besteht. Dort kann man handgefertigte Seifen, individuellen Schmuck, Töpferware und vieles mehr kaufen. Zum Essen kann man zwischen den Angeboten von zwei Ständen wählen. Einer davon verkauft verschiedene Fladen, u.a. auch den Fitnessfladen. Da ich jedes Jahr dort vorbei schaue und mindestens einmal diesen Fladen esse, habe ich nun versucht, ihn selbst zuzubereiten. Meine Version des Fitnessfladens schmeckt zwar nicht genau so wie der auf dem Christkindelsmarkt, aber lecker ist auch. Ein bißchen erinnern mich die Zutaten wie z.B. Lauchzwiebeln und Tomaten auch an den nahenden Frühling, weshalb er natürlich nicht nur in der kalten Jahreszeit schmeckt.

Fitnessfladen

Zutaten (4 Fladen):

3 g Trockenhefe
25 ml lauwarmes Wasser
190 g Weizenmehl (Type 405)
75 ml +1 TL Milch
1/2 TL + 1/4 TL Salz
2 EL Olivenöl
65 g Creme Fraîche
Pfeffer
1/4 TL Thymian
75 g Cocktailtomaten
6 Stangen Lauchzwiebeln
50 g geriebener Gouda

Zubereitung:

  • Die Trockenhefe im Wasser auflösen.
  • Mehl, 75 ml Milch, 1/2 TL Salz sowie Olivenöl zum Hefewasser geben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  • Den Teig abgedeckt ca. 30 min an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich ungefähr verdoppelt hat.
  • Den Teig, sobald er sich verdoppelt hat, nochmal mit den Händen kneten bis er nicht meht klebt.
  • Den Teig in vier gleich große Hälften zerteilen.
  • Zwei Backpapier jeweils auf die Größe eines Backblechs zuschneiden.
  • Ein Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und zwei Teighälften jeweils auf dem ersten Backpapier ausrollen bis der Teig nur noch ca. 2 mm dick ist.
  • Die anderen beiden Teigviertel auf dem zweiten Backpapier ausrollen.
  • Das Backpapier mit dem ausgerollten Teig jeweils auf ein Backblech legen.
  • Creme Fraîche mit 1 TL Milch, 1/4 TL Salz, etwas Pfeffer und Thymian verrühren.
  • Die Creme Fraîche Mischung auf dem Teig gleichmäßig verteilen.
  • Die Tomaten vierteln und auf den Fladen verteilen.
  • Die Lauchzwiebeln in Ringe schneiden und ebenfalls verteilen.
  • Den Gouda darüber streuen.
  • Ein Backblech mit zwei Fladen im nicht vorgeheizten Bratrohr (Ober- und Unterhitze, mittlere Schiene) bei 250° C ca. 15 min backen bis der Käse leicht braun und knusprig ist.
  • Anschließend das zweite Blech mit den restlichen beiden Fladen in den heißen Ofen schieben.

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Fitnessfladen

Zubereitung:

Flammkuchen mit Ziegenkäse und Zwiebelmarmelade

Essbare Urlaubsmitbringsel mag ich total gerne. Allerdings weiß ich nicht immer sofort, wie ich diese neuen Zutaten am besten verarbeite. So erging es mir auch mit dem letzten Mitbringsel, das ich bekommen habe: eine Marmelade aus Kalabrien, die aus Tropeazwiebeln zubereitet wurde.

Flammkuchen

Zwiebelmarmelade? Zuerst war ich sehr skeptisch, denn bei Marmelade bin ich sehr heikel. Ich mag nur Marmelade aus roten Früchten. Anfangs stand die Marmelade einige Tage ungeöffnet in der Küche. Nach ein paar Tagen habe ich mich im Internet auf die Suche nach Rezepten gemacht, die eine Zwiebelmarmelade benötigen, wurde aber nicht richtig fündig. Allerdings habe ich viele Rezepte für die Herstellung einer Zwiebelmarmelade gefunden. Dort wurde meistens empfohlen, die Marmelade zu Käse zu essen. Mein erster Versuch, die Marmelade mit einer dünnen Scheibe Ziegenkäse zu essen, hat sehr lecker geschmeckt. Ganz zufrieden war ich damit allerdings noch nicht. Als ich kurz darauf beim Einkaufen war, fiel mir an der Käsetheke eine Ziegenkäserolle auf. Davon wanderte eine Scheibe mit nach Hause, denn ich hatte den spontanen Einfall, einen Flammkuchen mit Ziegenkäse und Zwiebelmarmelade zuzubereiten. Thymian passte dann auch noch hervorragend dazu. Vom Gesamtergebnis war ich sehr begeistert. Der Ziegenkäse, die Zwiebelmarmelade und der Thymian passen perfekt zusammen.

Wie mögt ihr den Flammkuchen am liebsten? Was könnt ihr mir als Belag für meinen nächsten Flammkuchen empfehlen?

Zutaten (2 Flammkuchen):

3 g Trockenhefe
25 ml lauwarmes Wasser
190 g Weizenmehl (Type 405)
95 ml Milch
1/2 + 1/4 TL Salz
2 EL Olivenöl
100 g Creme Fraîche
Pfeffer
2 Scheiben einer Ziegenkäse-Rolle (ca. 150 g)
4 Zweige Thymian
2 EL Zwiebelmarmelade

Zubereitung:

  • Die Trockenhefe im Wasser auflösen.
  • Mehl, 75 ml Milch, 1/2 TL Salz sowie Olivenöl zum Hefewasser geben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  • Den Teig abgedeckt ca. 30 min an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich ungefähr verdoppelt hat.
  • Den Teig, sobald er sich verdoppelt hat, nochmal mit den Händen kneten bis er nicht meht klebt.
  • Den Teig halbieren.
  • Zwei Backpapier jeweils auf die Größe eines Backblechs zuschneiden.
  • Ein Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und eine Teighälfte auf dem Backpapier ausrollen bis er nur noch ca. 2 mm dick ist. Ebenso mit der zweiten Teighälfte verfahren.
  • Das Backpapier mit dem ausgerollten Teig jeweils auf ein Backblech legen.
  • Creme Fraîche mit 20 ml Milch, 1/4 TL Salz und etwas Pfeffer verrühren.
  • Die Creme Fraîche Mischung auf dem Teig gleichmäßig verteilen.
  • Den Ziegenkäse mit den Fingern über den Teig krümeln.
  • Die beiden Flammkuchen im nicht vorgeheizten Bratrohr (Ober- und Unterhitze) bei 250°C ca. 10 min backen bis der Käse leicht braun und knusprig ist.
  • Die Thymianblätter von den Zweigen entfernen und über dem Flammkuchen verteilen.
  • Die Zwiebelmarmelade in kleinen Klecksen auf den Flammkuchen geben.

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Quelle Teig: Essen und Trinken

Flammkuchen ist definitiv ein Gericht, das gut für die Seele ist. Somit ist es perfekt für den Blog-Event Vegetarisches Seelenfutter geeignet.

Seelenfutter

Welt bester Nudelauflauf oder mediterraner Parmesan-Nudelauflauf

Eigentlich neige ich nicht zu Übertreibungen. Aber so leid es mir tut, in diesem Fall ist die Beschreibung absolut zutreffend: Welt bester Nudelauflauf.

mediterraner Parmesan-Nudelauflauf

Spätestens auf dem Weg von der Arbeit nach Hause stellen sich mir früher oder später die Fragen: „Was koche ich heute Abend? Worauf habe ich Lust? Muss ich dafür noch einkaufen gehen oder was habe ich bereits zu Hause?“. In den meisten Fällen geht es dann so weiter: „Heute habe ich Lust auf Nudeln, aber nicht einfach Nudeln mit Soße, überbacken wäre toll. Zum Überbacken brauche ich Käse. Parmesan habe ich noch zu Hause. Die Nudeln nur mit Parmesan zu überbacken wird mir aber zu trocken. Wenn ich hingegen die Nudeln mit einer Parmesan-Sahne-Weißwein-Mischung überbacke, dann wird es weniger trocken. Zu Parmesan passen Tomaten und Walnüsse ganz gut, eventuell auch noch getrocknete Tomaten. Trotzdem wird mir der Auflauf mit diesen Zutaten immer noch zu trocken. Dann nehme ich am besten noch stückige Tomaten dazu.“ Zu Hause angekommen, mache ich mich dann ans Werk, ändere noch 1000 Mal meine Meinung, um am Ende das Essen meistens doch so zuzubereiten, wie ich es ursprünglich geplant habe. Dieses Mal ist dieser wirklich saftige, leckere, mediterran angehauchte Parmesan-Nudelauflauf dabei heraus gekommen. Er hat mir so gut geschmeckt, dass ich ihn ein paar Tage später erneut zubereitet habe.

Wie sieht euer liebster Nudelauflauf aus? Welche Zutaten gehören für euch unbedingt in einen Nudelauflauf?

Zutaten (2 Portionen):

250 g Tomaten-Pistazien-Casarecce
85 g Walnusskerne
30 g getrocknete Tomaten (nicht in Öl eingelegt)
130 g Cocktailtomaten
400 g stückige Tomaten
1,5 TL Salz
Pfeffer
1/2 TL Zucker
1/2 TL Thymian
110 g Parmesan
150 ml flüssige Sahne
50 ml Chardonnay

Zubereitung:

  • Die Nudeln im Salzwasser kochen, allerdings nicht so lange wie auf der Verpackung empfohlen wird. Steht auf der Verpackung, dass die Nudeln z.B. 8 min gekocht werden sollen, dann diese nur 5 min im kochenden Wasser zubereiten. Dadurch wird verhindert, dass die Nudeln aufgrund der weiteren Zubereitung zu matschig werden.
  • Die Walnüsse grob hacken.
  • Die getrockneten und die frischen Tomaten klein schneiden.
  • Die stückigen Tomaten mit 1 TL Salz, Pfeffer, 1/2 TL Zucker und Thymian würzen.
  • Den Parmesan reiben.
  • Parmesan, Sahne, Chardonnay, Pfeffer und 1/2 TL Salz in einem kleinen Gefäß vermischen.
  • Die fertig gekochten Nudeln in eine Auflaufform geben.
  • Walnüsse, getrocknete und frische Tomaten sowie die gewürzten stückigen Tomaten mit den Nudeln vermischen.
  • Die Nudeln mit der Parmesan-Sahne-Chardonnay-Mischung gleichmäßig übergießen.
  • Den Nudelauflauf bei Ober- und Unterhitze ca. 25 min bei 180°C (mittlere Schiene) überbacken.

Dauer: 1 Stunde

Schafskäse Korfu

Ich liebe es, zu verreisen. Ich genieße es, neue Länder und Kulturen kennenzulernen. Jedes Land hat seine Eigenheiten, die es liebenswert machen – faszinierende Landschaften, atemberaubende Ausgrabungen aus einer früheren Zeit, außergewöhnliche Architektur, eine melodische Sprache oder eine besonders köstliche, landestypische Küche.

Schafskäse Korfu

Es vergeht eigentlich kein Urlaub, in dem es nicht mindestens ein Gericht gibt, das mir so gut schmeckt, dass ich es nicht zu Hause versuche nachzukoche. Zwei dieser Gerichte habe ich euch in der Vergangenheit bereits vorgestellt: das eine waren Falafel im Fladenbrot, die ich vor einigen Jahren das erste Mal in Ägypten gegessen habe; das zweite Gericht waren Nudeln mit Trüffel-Creme-Soße, die ich so ähnlich letzten Sommer am Gardasee gegessen habe. Das heutige Gericht habe ich vor vielen Jahren im Urlaub in Korfu gegessen. Eigentlich ist es ein extrem simples Gericht, das aus wenigen Zutaten besteht, das aber so lecker war, dass ich es damals fast jeden Mittag gegessen habe. Seitdem läuft diese Speise bei mir immer unter dem Namen Schafskäse Korfu, da ich mich an den Orginalnamen nicht mehr erinnern kann.

Wißt ihr den Orginalnmane dieses Gerichtes? Habt ihr auch Speisen, die euch an einen bestimmten Urlaub erinnern? Versucht ihr auch, diese Gerichte zu Hause nachzukochen, um euch diese Urlaubsstimmung nach Hause zu holen?

Da Korfu eine griechische Insel ist, paßt der Schafskäse Korfu natürlich perfekt zu meinem aktuellen Blog-Event Vegetarische Weltreise – Griechenland.

Vegetarische Weltreise - Griechenland

Zutaten (2 Portionen):
2 Scheiben Schafskäse à 100 g
1 Zwiebel
1 grüne Paprika
1 kleine Dose geschälte Tomaten (Abtropfgewicht 240 g)
1 El Olivenöl
1/2 TL Salz
2 TL süßes Paprikapulver
1/2 TL scharfes Paprikapulver
1 Prise Zucker
1 TL Thymian

Zubereitung:

  • Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Ringe schneiden.
  • Paprika in kleine Würfel schneiden.
  • Die Tomaten aus der Dose innerhalb der Dose mit einem scharfen Küchenmesser zerkleinern.
  • Die Paprikastücke und Zwiebelringe im Öl 2 min anbraten.
  • Die Tomaten, Salz, Paprikapulver, Zucker und Thymian dazu geben und alles auf kleiner Flamme ca. 20 min dünsten.
  • Das gedünstete Gemüse auf 2 kleine Auflaufformen verteilen und jeweils eine Scheibe Schafskäse darauf legen.
  • Die beiden Formen mit Alufolie abdecken, damit es im Bratrohr nicht heraus spritzt, und für 25 min im nicht vorgeheizten Bratrohr bei 180°C backen.

Sehr lecker schmeckt frisch gebackenes Baguette dazu.

Dauer: 1,5 Stunden

Ofenspargel mit Kräuterbutter und Baguette

Beim Spargel und mir kann man nicht von Liebe auf den ersten Blick sprechen, auch nicht auf den zweiten oder dritten. Liebe auf den 50. Blick würde es vermutlich eher treffen. Warum ich meine Meinung über Spargel geändert habe und wieso ich mich mittlerweile sogar darauf freue, wenn die Spargelsaison endlich wieder beginnt?

Ofenspargel mit Kraeuterbutter

Als Kind kannte ich Spargel nur mit Schinken, flüssiger Butter und Kartoffeln. Dass ich kein großer Fan von Kartoffeln bin, ist kein Geheimnis. Schinken mochte ich, so weit ich mich erinnern kann, früher auch nicht besonders. Der Spargel schmeckte für meinen Kindergeschmack zu bitter. Wieso sollte ich als Kind also diese Kombination mögen?
Das Problem, dass manche Lebensmittel für mich immer bitter schmecken, wohingegen andere das als lecker empfinden, besteht immer noch. Ich trinke z.B. keinen Kaffee, da er mir zu bitter ist. Spargel ist mir bei vielen Zubereitungsarten auch heute noch ein bißchen zu bitter. Vor zwei Jahren kam dann in einer Kochsendung die für mich ultimative Lösung, die dem Spargel seinen bitteren Geschmack nimmt und die auch verhindert, dass der tolle Spargelgeschmack weniger intensiv ist, weil das ganze Aroma beim Kochen im Wasser zurück bleibt. Dieser Spargel wird nämlich im Ofen zubereitet und schwimmt somit nur in seinem eigenen Sud. Außerdem wird der Spargel noch mit Puderzucker bestreut und verliert damit seinen bitteren Geschmack. Im Laufe der Zeit habe ich für mich dann auch weitere Alternativen gefunden, um den Spargel nicht mit flüssiger Butter und Kartoffeln zu essen. Eine ist z.B. dieses Rezept, bei dem der Spargel mit Kräuterbutter und Baguette serviert wird. Eine andere sind Spargel-Tartelettes, Spargel-Creme-Suppe oder, wenn die Grillsaison wieder los geht, ein Spargel-Tomaten-Grillpäckchen.

Geht es nur mir so, dass der Spargel oft zu bitter schmeckt? Wie bereitet ihr den Spargel zu – im Wasser gekocht, auch im Ofen oder auf eine ganz andere Art und Weise? Welches ist euer liebstes Spargelgericht?

Zutaten Spargel (2 Personen):
600 g Spargel
2 TL Puderzucker
30 g Butter
Baguette

Zubereitung:

  • Den Spargel schälen, die Endstücke großzügig abschneiden und die Stangen nebeneinander in eine Auflaufform legen.
  • Den Spargel mit Puderzucker gleichmäßig bestreuen. Dadurch verliert er seinen bitteren Geschmack und der Eigengeschmack wird noch ein bißchen intensiver.
  • Die Butter in dünne Scheiben schneiden und auf dem Spargel verteilen.
  • Die Auflaufform mit Alufolie bedecken und bei 160° Heißluft für ca. 30 min ins nicht vorgeheizte Bratrohr stellen. Je nach Dicke der Spargelstangen, muss der Spargel noch ein paar Minuten länger im Ofen bleiben. Einfach mit einer Gabel testen, wie weich der Spargel ist und notfalls die Backofendauer verlängern.

Zutaten Kräuterbutter:
130 g Butter
7 Zweige (Zitronen)Thymian
ca. 10-15 Schnittlauchstengel
10 Blätter Basilikum
1 Zweig Rosmarin
2 TL Zitronensaft
1 Prise Zucker
1 TL Salz
Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Butter ca. 30 min. vor dem Zubereiten der Kräuterbutter aus dem Kühlschrank stellen.
  • Alle Kräuter von ihren Zweigen befreien und zusammen mit der Butter und den restlichen Gewürzen solange mit dem Pürierstab pürieren bis alle Kräuter klein genug sind und alles gleichmäßig vermischt ist.

Sobald der Spargel fertig ist, diesen auf Tellern verteilen und die Kräuterbutter darüber geben. Dazu schmeckt am Besten ein frisches Baguette.

Dauer: ca. 45 Minuten

Mediterraner Quinoa-Linsen-Salat

Von der Existenz des Quinoa habe ich erst letztes Jahr erfahren. Zu dieser Zeit sind auf vielen Foodblogs immer mehr Rezepte mit Quinoa aufgetaucht. Bis es zu einer ersten Begegnung kam, hat es dann leider doch noch einige Monate gedauert und ich frage mich mittlerweile „Wieso?“

Mediterraner Quinoa-Linsen-Salat

Immer öfter bin ich über Quinoarezepte gestolpert und dachte mir, dass ich Quinoa endlich auch einmal probieren möchte. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie dieses unbekannte Ding schmeckt. Noch mehr unsicher bezüglich seines Geschmacks war ich als ich mich im Internet schlau gemacht habe, was Quinoa eigentlich ist. Quiona ist ein nelkenartiges Fuchsschwanzgewächs, das bis zu 1,5 m hoch werden kann und lila, orange, rote Blüten besitzt. In einer späteren Wachstumsphase bilden die Pflanzen kleine, 2 mm große Nussfrüchte, die man essen kann. Ahja, so viel also zur Theorie. Den Geschnmack von Nüssen konnte ich mir vorstellen, aber haben die Quinoakügelchen auch die Konsistenz und wirklich den Geschmack von Nüssen? Um das zu beantworten hilft nur eines: Quinoa kaufen und essen. Obwohl ich den Quinoa gekauft habe, stand er noch eine Weile in meinem Regal und hat mich immer wieder angebettelt, dass ich es doch einmal mit ihm probieren sollte. Ich hatte noch kein Lebensmittel so lange in meiner Küche stehen bis ich mich endlich heran gewagt habe, um es zu kochen. Wie der Zufall so spielte, bekam ich eine Quinoa-Pfanne bei einer Feier serviert, da ich davor des öfteren erzählt habe, dass ich Quinoa endlich einmal essen möchte. Ich war sehr positiv überrascht. Den Geschmack kann ich zwar immer noch nicht beschreiben, aber der Quinoa hat mir so gut geschmeckt, dass ich ihn ein paar Tage später endlich selbst zubereitet habe.

Zutaten (2 Portionen):
200 g Quinoa
500 ml Gemüsebrühe
100 g rote Linsen
400 ml Wasser
215 g Cocktailtomaten
2 EL Rapsöl
1/2 TL getrockneter Thymian
Pfeffer
1/2 TL Salz
100 g Schafskäse
10 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • In einem Topf das Wasser zum Kochen bringen und darin für ca 20 min auf kleiner Flamme und mit einem Deckel zugedeckt die Linsen kochen.
  • Quinoa in einen zweiten Topf geben.
  • Den Quinoa mit der Gemüsebrühe übergießen und bei kleiner Hitze für 12 min ohne Deckel köcheln lassen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und den Quinoa weiter quellen lassen.
  • 1 EL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und den Quinoa unter regelmäßig wenden ca. 5 min rösten.
  • Die Tomaten vierteln.
  • Sobald Quinoa und Linsen abgekühlt sind, beides zusammen mit den Tomaten vermischen.
  • Den Schafskäse klein krümeln und dazu geben.
  • Die Basilikumblätter klein scheniden und zum Salat geben.
  • Mit Pfeffer, Salz und Öl abschmecken.

Dauer: 1 Stunde

Dieses Rezept nimmt bei Zorras Blog-Event Linsen, die Guten ins Töpfchen… teil, der dieses mal von Lunch For One ausgerichtet wird.
Blog-Event XCVI - Linsen (Einsendeschluss 15. März 2014)