Tomaten Tarte Tatin

Tomaten Tarte Tatin stand schon seit mindestens 2 Jahren auf meiner ToCook Liste. Irgendwie kam es aber nie dazu, dass ich sie bislang gebacken habe. Allerdings war die Verlockung für einen Tomaten-Fan wie mich immer sehr groß, klingt doch allein der Name Tarte Tatin schon einfach bezaubernd.

Tomaten-Tarte-Tatin

Ursprünglich wird die Tarte Tatin gar nicht mit Tomaten sondern mit Äpfeln gebacken. Der Überlieferung nach soll die Tarte Tatin auf einen Kuchen zurück gehen, den eine der beiden Schwestern Tatin im 19. Jahrhundert gebacken haben soll. Die beiden führten in einem kleinen Dorf in Frankreich ein Lokal. Eine der beiden wollte einen Apfelkuchen backen, vergaß aber in der Hektik den Teig zu den Äpfeln in die Form zu geben. Um trotz des Missgeschicks ihren Gästen noch einen Kuchen schnell servieren zu können, bedeckte sie die Äpfel daraufhin mit dem Teig und buk die Tarte. Diese Tarte kam bei den Gästen so gut an, dass die Tarte Tatin, also die auf dem Belag gebackene Tarte, geboren war.

Ich verwende für meinen Teig Ziegenbutter, die der Tarte dadurch eine wunderbare, zarte Note gibt. Wer keine Ziegenbutter im Laden findet oder schlichtweg keine Ziegenbutter mag, kann natürlich auch ganz normale Butter aus Kuhmilch verwenden.

Zutaten (Form mit Durchmesser 23 cm):
200 g Dinkelmehl (Type 630)
100 g kalte Ziegenbutter
1/2 TL Salz + etwas zum Würzen
2 EL eiskaltes Wasser
1 TL Olivenöl
330 g rote Cocktailtomaten
200 g gelbe Cocktailtomaten
Pfeffer
1 TL Thymian
5 – 10 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • Mehl, Butter, 1/2 TL Salz und Wasser zu einem Teig verkneten.
  • Den Teig zu einer Kugel geformt 30 min. in den Kühlschrank stellen.
  • Die Tarte Form mit dem Olivenöl auspinseln.
  • Die Tomaten farblich sortiert nebeneinander in die Form legen.

Tomaten-Tarte-Tatin Tomatenanordnung

  • Alle Tomaten mit einem spitzen Messer anpieksen.
  • Den Teig auf ein Butterbrotpapier legen und mit einem weiteren Butterbrotpapier belegen. Dadurch klebt der Teig beim Ausrollen weder an der Unterlage noch am Nudelholz fest. Außerdem lässt sich so der ausgerollte Teig besser auf die Tomaten legen.
  • Den Teig rund ausrollen, so dass er den Durchmesser der Tarte-Form hat.
  • Die Tomaten mit dem Teig bedecken.
  • Den Teig mehrfach einpieksen.

Tomaten-Tarte-Tatin Teig

  • Die Tarte bei 180°C für 35 min. (mittlere Schiene, Heißluft) backen.
  • Auf die fertige Tarte einen großen, umgedrehten Teller legen und die Form zusammen mit dem Teller schnell, aber vorsichtig (heiße, flüssige Butter in der Tarte-Form!) stürzen, so dass sich die Tarte aus der Tarte-Form löst.
  • Die gebackene Tarte nochmals mit Pfeffer und Salz würzen, sowie mit Basilikumblättern dekorieren.

Dauer: 1,5 Stunden

Wie es aussieht werden meine T-Beiträge zu meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – T sehr Tomaten-lastig. Diese Tomaten Tarte Tatin (sogar alle drei Wörter beginnen mit T) nimmt natürlich auch daran teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - T

Dinkel-Ciabatta

Allein der Name Ciabatta in korrekter, italienischer Aussprache klingt nach Sommer, Sonne, Meer und einem wunderschönen Urlaub in Italien. Warum sich also dieses Gefühl nicht nach Hause holen und selbst ein Ciabatta backen?

Dinkel-Ciabatta

Ciabatta ist der italienische Begriff für Hausschuh bzw. Pantoffel, aber auch eine italienische Brotsorte heißt so. Dies ist wohl auf die Form dieses Brotes zurückzuführen. Denn im Normalfall ist es flach, länglich, aber auch breiter als z.B. Baguette oder andere schmale Brotsorten und sieht somit einem Hausschuh schon sehr ähnlich. Auch ist diese Brotsorte noch gar nicht so alt, sondern wurde das erste Mal 1982 von einem Bäcker aus Venetien gebacken. Verfeinert wird Ciabatta häufig mit Walnüssen, Kräutern oder getrockneten Tomaten, was aber nicht dem Originalrezept entspricht, denn das sieht vor, dass nur Hefe, Wasser, Weizenmehl, Salz und Olivenöl verwendet wird.

Wenn ihr die oben genannte Liste und die meiner Zutaten vergleicht, seht ihr, dass ich mich nicht ganz an die Vorgaben des Orginals gehalten habe, sondern Weizenmehl durch Dinkelmehl und Olivenöl durch Knoblauchöl ersetzt habe. Üblicherweise hat ein Ciabatta auch gröbere Poren als dies bei meinem der Fall ist. Liegt das an der leicht veränderten Zusammensetzung meiner Zutaten oder habt ihr eine Idee, woran es liegen kann, dass meinem diese großen Poren fehlen?

Dinkel-Ciabatta

Zutaten:
7 g Trockenhefe
150 ml warmes Wasser
300 g Dinkelmehl (Type 630) + etwas zum Bestäuben
1 TL Salz
2 EL Knoblauchöl + etwas für das Blech

Zubereitung:

  • Die Hefe im Wasser auflösen.
  • Mehl und das Hefewasser grob miteinander vermischen.
  • Salz und Olivenöl hinzugeben, alles gut zu einem glatten Teig verkneten.
  • Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 45 min gehen lassen.
  • Backpapier auf ein Backblech geben und mit etwas Öl bepinseln.
  • Den Teig auf dem Backblech zu einer langen Stange formen, mit einem Tuch abdecken und erneut ca. 20 min gehen lassen.
  • Das Brot dünn mit Mehl bestäuben.
  • Das Brot bei 200°C (Ober- und Unterhitze, mittlere Schiene) ca. 20 min im vorgeheizten Bratrohr backen.

Dauer (inkl. Wartezeit): 1 Stunde 45 Minuten

Quelle: Chefkoch

Vegane Beerentarte

Meistens bin ich sehr gut organisiert und arbeite strukturiert. Wenn es allerdings ums Kochen geht, fehlt mir diese Eigenschaft gänzlich. Noch schlimmer wird es, wenn ich backe. Dann herrscht nur noch Chaos, sowohl in meinem Kopf als auch oft in der Küche.

Vegane Beerentarte

Vor einigen Wochen habe ich einen ersten Versuch gemacht, vegane Sahne beim Backen zu verarbeiten. Dabei bin ich an eine vegane Sojasahne geraten, bei der auf der Verpackung explizit erwähnt wurde, dass man sie aufschlagen kann. Fester als leicht schaumig wurde sie bei mir aber nicht, obwohl sie zuvor lang genug im Kühlschrank stand. Vor kurzem habe ich mich dann mit der Tochter einer Kollegin über vegane Sahne und ihre Erfahrungen unterhalten. Netterweise hat mir ihre Mutter am nächsten Tag auch gleich eine Sahne von der Marke mitgebracht, die sie verwendet und die sich aufschlagen lässt. Dieses Wochenende wollte ich die vegane Sahne dann testen. Da gerade Beerenzeit ist, wolle ich unbedingt eine Beerentarte machen. Ich habe mir grob überlegt, aus was ich den Teig zubereiten möchte und was ich alles für die Tarte benötige. Da ging es mit der Unstrukturiertheit auch schon los. Ich habe mir gestern Vormittag einen Zettel geschrieben, welche Lebensmittel ich für gestern und heute kaufen muss, an die Tarte habe ich auch gedacht, mit Betonung auf „gedacht“. Ich habe mir keine einzige Zutat notiert, die ich für den Teig benötige. Himbeeren und Erdbeeren waren die einzigen Zutaten der Tarte, die auf der Liste gelandet sind. Beim Einkaufen hingegen war ich wieder strukturiert und habe ganz brav nur die Dinge eingekauft, die auf der Liste standen. Als es dann heute morgen darum ging, den Boden für die Tarte zuzubereiten fiel mir auf, dass ich gar keine Eier gekauft habe und Margarine hatte ich auch keine mehr zu Hause. Beides hätte ich aber für den ursprünglich geplanten Teig benötigt… So viel zum Chaos in meinem Kopf in Bezug auf organisierte Vorbereitung des Backens… So oder so ähnlich läuft das fast jedes Mal ab, wenn ich etwas backen möchte. Oft habe ich aber das Glück, dass die Geschäfte noch offen haben und ich die fehlenden Zutaten nachkaufen kann. Das Maximum war, dass ich während des Backens noch drei weitere Mal los gehen musste, um fehlende Zutaten einzukaufen. An einem Sonntag gestaltet sich das schon etwas schwieriger. Zum Glück gibt es ja das Internet und ich wurde bei der Suche nach einem veganen Tarteboden sehr schnell fündig. Auf meine Größe der Tarteform umgerechnet und in der Zusammensetzung der Zutaten leicht angepaßt, bin ich im Nachhinein sehr froh, dass ich zu schusselig war, die richtigen Zutaten einzukaufen. Andernfalls wäre ich nie in den Genuss diese genialen Bodens gekommen. Das Einzige, was ich beim nächsten Mal anders machen würde, wäre eine Springform zu verwenden. Meine Tarteform hat am Rand leider eine Vertiefung. Da der Boden sehr knusprig wird, war es nich möglich, ein Tartestück als ganzes heraus zu lösen. Aber in einer Springform sollte das problemlos klappen. Die Kombinaiton aus dem kakaohaltigen Boden mit dem Tonkabohnenaroma, zusammen mit der Himbeersahne und den Früchten war wirklich ein Traum!

Jetzt beruhigt mich bitte und sagt mir, dass es auch noch andere gibt, die genauso verplant ans Backen heran gehen und währenddessen oder kurz davor feststellen, dass ihnen die Hälfte der Zutaten fehlen und dann im schlimmsten Fall noch mehrmals zum Einkaufen müssen, bis sie endlich alle Zutaten zu Hause haben.

Welche Erfahrungen habt ihr mit veganer Sahne gemacht und wofür verwendet ihr sie?

Vegane Beerentarte

Zutaten (Form mit Durchmesser 23 cm):
170 g Dinkelmehl (Type 630)
50 Kokosblütenzucker
20 g Kakaopulver
1 Prise Salz
1 Messerspitze Backpulver
1/2 Tonkabohne
80 ml Sonnenblumenöl + etwas für die Form
2,5 EL eiskaltes Wasser
45 g Himbeer-Johannisbeer-Gelee
200 ml (vegane) Sahne
10 g Himbeer-Fruchpulver*
80 g Himbeeren
175 g Erdbeeren

Zubereitung:

  • Mehl, Kokosblütenzucker, Kakaopulver, Salz, Backpulver sowie den Abrieb einer halben Tonkabohne in eine Schüssel geben und mit einem Löffel gut durchrühren.
  • Sonnenblumenöl und Wasser dazu geben und schnell mit dem Mixer zu einem krümeligen Teig zusammen rühren.
  • Die Form mit etwas Öl leicht auspinseln.
  • Den Teig in die Backform geben, überall gut andrücken und anschließend zum Aushärten ca. 1 Std. in den Kühlschrank stellen.
  • Den Teig vor dem Backen an ein paar Stellen mit einer Gabel anpieksen.
  • Den Boden im vorgeheizten Bratrohr für ca. 15 min bei 180°C (Umluft, mittlere Schiene) backen.
  • Den Tarteboden anschließend gut auskühlen lassen. Ist es noch ein bißchen warm, besteht die Gefahr, dass die Sahe wieder flüssig wird.
  • Das Himbeer-Johannisbeer-Gelee gleichmäßig auf dem Boden verteilen.
  • Die Sahne aufschlagen.
  • Das Himbeer-Fruchtpulver vorsichtig unter die Sahe heben und gut verteilen, so dass diese gleichmäßig rosa gefärbt ist.
  • Die Himbeersahne auf dem Tarteboden verteilen.
  • Die Beeren putzen und dabei die Erdbeeren halbieren.
  • Die Tarte mit den Beeren dekorieren.

Vor dem Verzehr sollte die Tarte noch in den Kühlschrank gestellt werden.

Dauer (inkl. Wartezeit): ca. 3 Stunden

Quelle Tarteboden: Wunderweib

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Pistazienbrot mit Pistazien-Pesto

Fasst ein kleines Kind einmal mit der Hand auf die heiße Herdplatte und verbrennt sich dabei die Finger, so lernt es daraus und berüht beim nächsten Mal nicht mehr die heiße Herdplatte mit den Händen, weil es aus seiner Erfahrung aus der Vergangenehit gelernt hat. Dann sollte man doch meinen, dass ich erst Recht als Erwachsene in der Lage bin, aus „Fehlern“ zu lernen.

Pistazienbrot mit Pistazien-Pesto

Wie kommt es dann, dass ich mir regelmäßig am Tag nachdem ich ganz viele Pistazien gegessen und sie zuvor aus der Schale geschält habe beim Anblick meiner roten, leicht wunden Fingerspitzen vornehme, nie wieder Pistazien zu essen, jedenfalls nicht, wenn ich sie alle selbst mühsam schälen muss und es dann beim nächsten Mal doch wieder so mache? Das liegt einfach daran, dass ich Pistazien über alles liebe und dieses Opfer der schmerzenden Fingerspitzen gerne in Kauf nehme. Steht zu Hause eine Schüssel mit leckeren Pistazien auf dem Tisch, tappe ich garantiert wieder in die Pistazienfalle und nasche so lange bis mir die Fingerspitzen vom Öffnen der Schalen schmerzen. Aber dieses Mal war ich schlauer. Ich habe mir den schmerzhaften und langwierigen Teil des Öffnens der Pistazien erspart und hatte eine riiiiiesige Tüte geschälter Pistazien vor mir, die mich alle angebettelt haben, vernascht zu werden. Wer kann da schon „nein“ sagen? Ich jedenfalls nicht.

KoRo Drogerie Pistazien

Das Sortiment der KoRo Drogerie* enthält nicht nur Trockenfrüchte, Nüsse, Superfoods und Snacks in großen Verpackungen und in toller Qualität, sondern diese auch noch zu einem günstigen Preis. Das schont die Umwelt, da weniger Verpackungsmüll produziert wird, und natürlich auch euren Geldbeutel. In meinem Fall kommt noch hinzu, dass auch meine Fingerspitzen geschont werden, denn wer von euch hat Lust, so viele Pistazien* mit der Hand zu schälen, bis am Ende 500 g geschälte Pistazien dabei heraus kommen? Niemand wahrscheinlich, ich am allerwenigsten. So kam ich in den Genuss, 5 Portionen Pistazien-Pesto und 3 Pistazien-Brote aus der 500 g Packung zuzubereiten und habe immer noch 200 g geschälte Pistazien übrig. Allerdings werden die, wie ich mich kenne, nicht mehr lange am Leben bleiben, da sie mich einfach immer zu verlockend aus ihrer Tüte heraus ansehen.

Damit ihr nun auch in den Genuss der leckeren Pistazien oder anderer Lebensmittel der KoRo Drogerie* kommt, habe ich hier einen Gutscheincode für euch, mit dem ihr 5% Rabatt auf eure Bestellung erhaltet. Gebt bei eurer Bestellung einfach TOMATENINSEL als Gutscheincode mit an.

Pistazienbrot mit Pistazien-Pesto

Zutaten Brot (3 Stangen):
500 g Dinkelmehl (Type 630)
20 g Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
375 ml lauwarmes Wasser
2 TL Salz
50 g geschälte Pistazien

Zubereitung:

  • Mehl, Hefe, Wasser und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Mixer zu einem Teig verarbeiten.
  • Die geschälten Pistazien zum Teig geben.
  • Teig ca. 30 min an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Ein Backblech mit Backpapier belegen und dieses mit geschmacksneutralem Öl einfetten.
  • Aus dem Teig 3 Brotstangen formen und diese auf das Blech legen.
  • Den Teig nochmal auf dem Blech 30 min ruhen lassen. Während dieser Zeit wird sich der Teig ziemlich in die Breite ausdehnen.
  • Die Brote mit warmem Wasser bestreichen und mit nassen Händen nochmal in Form schieben.
  • Die Brote im nicht vorgeheizten Ofen bei 250°C ca. 20 min auf der mittleren Schiene mit Heißluft backen.

Pistazienbrot mit Pistazien-Pesto

Zutaten Pesto (2 Portionen):
100 g geschälte Pistazien
40 g Parmesan
5 EL Olivenöl
Pfeffer
1 Prise Salz

Zubereitung:

  • Pistazien fein mahlen.
  • Parmesan möglichst fein reiben.
  • Zu den gemahlenen Pistazien das Öl, den Parmesan sowie Pfeffer und Salz geben und alles vermischen.

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Pistazienbrot mit Pistazien-Pesto

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Die Tomateninsel wird 4!

Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Schon wieder ist ein Jahr vorbei und die kleine Tomateninsel wird heute bereits vier Jahre alt! Ich danke euch allen, die ihr mir die Treue haltet und meinen Blog regelmäßig besucht, von Herzen. Ich freue mich jedes Mal riesig, wenn ihr wieder einen eurer netten Kommentare hinterlaßt. An diese Stelle möchte ich auch alle neuen Leser ganz herzlich auf der Insel willkommen heißen.

Mini-Pizzen

Auch wenn die Tomateninsel noch nicht in dem Alter ist, in dem man wilde Parties feiert (Oder verhält es sich bei Blogs wie beim Alter der Hunde? Ein Hunde- bzw. Blogjahr entspricht sieben Menschenjahren? Dann wäre die Insel schon 28 Jahre alt und wahrlich alt genug für eine anständige Party ;-)), schmeiße ich heute eine tolle Party für sie. Was wäre eine Party ohne Snacks und Knabbereien? Keine gute Party. Am besten eignet sich dafür meiner Meinung nach Fingerfood und genau so eines habe ich für euch zubereitet: vier verschiedene Mini-Pizzen. Alle sind mit Tomaten und Schafskäse belegt. Es gibt eine Sorte mit Peperoni, eine mit Walnüssen, eine mit Champignons und eine mit Knoblauch. Greift zu bevor die kleinen Leckereien alle weg sind!

Mini-Pizzen

Zutaten (ca. 36 Stück)
350 g Dinkemehl (Type 630)
5 g Trockenhefe
2 TL Zucker
180 ml lauwarmes Wasser
4 TL Salz
2,5 EL Olivenöl
800 g stückige Tomaten
Pfeffer
1 TL getrockneter Oregano
200 g Schafskäse
ca. eine Hand voll Walnusskerne
ca. 10 eingelegte, milde Peperonis
4 große Champignons
6-8 Knoblauchzehen

Zubereitung

  • Das Mehl in eine Schüssel geben.
  • In der Mitte des Mehls eine kleine Mulde formen und die Hefe, 1 TL Zucker sowie 10 ml lauwarmes Wasser hineingeben. Das ganze dünn mit Mehl bedecken und ein paar Minuten warten bis sich bei diesem kleinen Vorteig Blasen bilden.
  • Die restlichen 170 ml Wasser, 2 TL Salz und Olivenöl hinzugeben und zu einem homogenen Teig verrühren. Diesen Teig nun abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich ungefähr verdoppelt hat.
  • Währenddessen die stückigen Tomaten mit 2 TL Salz, 1 TL Zucker, Pfeffer und Oregano würzen.
  • Hat sich der Teig ungefähr verdoppelt, so könnt ihr beginnen, die kleinen Pizzen auszurollen. Dafür jeweils ein Teigstück nehmen, das etwas kleiner als ein Golfball ist. Dieses dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Bei mir wurden es 36 Mini-Pizzen.
  • Die gewürzten, stückigen Tomaten auf den Pizzen verteilen.
  • Die Peperonis und die Champignons in kleinere Stücke schneiden.
  • Die Knoblauchzehen schälen und in Scheiben schneiden.
  • Peperoni- und Champignonstücke, sowie die Walnusskerne und Knoblauchzehen auf den Pizzen verteilen.
  • Den Schafskäse entweder klein schneiden und über die Pizzen streuen oder mit der Hand über den Pizzen zerkrümeln.
  • Jedes Backblech nun für ca. 10 min bei 220°C (Ober- und Unterhitze, mittlere Schiene) ins nicht vorgeheizte Bratrohr stellen bis die Pizzen leicht braun und der Teig knusprig ist.

Dauer: 1 Stunde 45 Minuten

Schlümpfe

„Sagt mal, von wo kommt ihr denn her?
Aus Schlumpfhausen, bitte sehr!
Sehen alle da so aus wie ihr?
Ja, die seh’n so aus wie wir.
Soll ich euch ein Liedlein bringen?
Ja, wir wollen mit dir singen…“

Schluempfe

Na, habt ihr das Schlumpflied von Vader Abraham erkannt? Ich muss gestehen, ich kann es auswendig singen. Bitte sagt mir, dass ich nicht die Einzige bin, die über 5 Jahre alt ist, keine Kinder hat und das Lied trotzdem fehlerfrei mitsingen kann. Aber ich stehe dazu, ich bin ein Schlümpfe-Fan. Den Grund weiss ich gar nicht genau, ich finde sie einfach nur putzig.

Muffi-Schlumpf

Als ich vor 2,5 Jahren entdeckt habe, dass es für das Smartphone ein Schlumpfspiel gibt – Smurfs Village – musste ich es natürlich sofort spielen und ich liebe es immer noch.
Als ich dann auch noch vor kurzem eine Schlumpfbackform bei MeinCupcake* gesehen habe, wollte ich die Form unbedingt haben. Aber es musste natürlich so kommen: die Backform war ausverkauft. Nach einem kurzen Mailwechsel mit MeinCupcake* gabe es zum Glück die erlösende Nachricht, dass die Backform wieder verfügbar ist. Nach wenigen Tagen konnte ich die, passenderweise, blaue Backform in den Händen halten und loslegen.

Schlaubi-Schlumpf

Zutaten (5 – 6 Schlümpfe)
80 g Zucker
55 g Weizenmehl (Type 405)
45 g gemahlene Haselnüsse
50 g weiche Butter
2 Eiweiß
1 Prise Salz
Puderzucker
Lebensmittelfarbe
Milch
Wasser
Schokolade

Zubereitung:

  • Zucker, Mehl und gemahlene Haselnüsse miteinander vermischen.
  • Die Butter dazu geben.
  • Die beiden Eiweiss mit einer Prise Salz steif schlagen.
  • Ca. 1/3 des Eischnees mit dem Mixer unter die Haselnuss-Mischung rühren.
  • Den restlichen Eischnee vorsichtig unterheben.
  • Die Förmchen mit Butter einpinseln, so dass sich die Schlümpfe leicht aus der Form lösen lassen.
  • Den Teig auf die einzelnen Mulden verteilen. Dabei die Mulden nicht komplett mit dem Teig füllen, da er während des Backens noch aufgehen wird. Lasst euch nicht davon abschrecken, dass der Teig extrem weich bzw. beinahe flüssig ist. Das muss so sein. Die gebackenen Schlümpfe werden eine wunderbare Konsistenz haben. Versprochen!
  • Die Schlümpfe nun für 25 min bei 180° im nicht vorgeheizten Bratrohr backen (mittlere Schiene, Umluft).
  • Die Schlümpfe auskühlen lassen.
  • Nun die Schlümpfe mit gefärbtem Zuckerguss bemalen. Den weissen Zuckerguss erhaltet ihr am besten, wenn ihr Puderzucker mit Milch zu einer zähen Masse vermischt. Für die restlichen Farbtöne Puderzucker mit Wasser vermischen und diesen dann färben. Wenn ihr, genau so wie ich denkt, dass es kein Problem ist, Zitronensaft zu verwenden, um Schlumpfblau zu erhalten, lasst es sein. Das ist keine gute Idee, denn ihr erhaltet ein wunderschönes grün, wie ihr auf nachfolgendem Foto sehen könnt. Links die blaue Lebensmittelfarbe mit Wasser angerührt und rechts dieselbe blaue Lebensmittelfarbe mit Zitronensaft angerührt. Den Mund und die Augen bekommt ihr dunkel, wenn ihr Schokolade über dem Wasserbad schmelzt und dann sofort mit dem Pinsel auftragt. Eventuell müsst ihr den bunten Zuckerguß und die Schokolade zweimal nacheinander auftragen, damit die Farbe kräftig und deckend ist.

Dauer: 1,5 Stunden

Zuckerguss

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Koshari

Wie schnell die Zeit vergeht, wird mir besonders oft bewusst, wenn mir an den letzten Tagen des Monats auffällt, dass ich mir langsam Gedanken machen sollte, wohin es im nächsten Monat während unserer Vegetarischen Weltreise geht. Zu Beginn des Monats überlege ich mir auch immer fleißig, was ich für das aktuelle Reiseziel kochen werde. Mitte des Monats denke ich mir, dass ich noch genug Zeit habe, die ausgesuchten Gerichte zu kochen und zu bloggen. Dann ist Ende des Monats und die Zeit ist mir davon gerannt. Das wollte ich diesen Monat endlich besser machen. Ein Rezept habe ich bereits zu Beginn des Monats gebloggt. Neben Baba Ganoush habe ich ein weiteres ägyptisches Gericht zubereitet, das ich euch aber noch nicht vorgestellt habe. Das wird hiermit nun nachgeholt.

Koshari

Obwohl ich schon drei Mal in Ägypten war und noch unzählige weitere Male dorthin möchte, habe ich vor Ort noch nie Koshari gegessen. Wenn man dem Internet glauben darf, ist es das ägyptische Nationalgericht. Zuerst war ich doch etwas skeptisch als ich gesehen habe, dass Nudeln und Reis in einem Gericht kombiniert werden. Zusätzlich werden Tomatensoße, rote Linsen, Kichererbsen sowie geröstete Zwiebel benötigt. Bei der Zubereitung bin ich schließlich an meine Grenzen bzw. die meiner Küchenutensilien geraten. Die Anzahl meiner Töpfe war eindeutig zu wenig für das Gericht, weshalb ich es ohne Kichererbsen zubereitet habe. Beim nächsten Mal werde ich versuchen, die Zubereitung zu optimieren, indem ich mehr in einem Topf zubereiten werde. Hier findet ihr allerdings noch die Anleitung für die Zubereitung in vielen Töpfen.

Koshari

Zutaten (4 Portionen):
400 ml Gemüsebrühe
275 g rote Linsen
225 g Basmatireis
600 ml Wasser
100 g Dinkelspaghetti
2 TL Olivenöl
1 mittlere + 165 g weiße Zwiebeln
800 g stückige Tomaten
1 TL Salz
Pfeffer
etwas gemahlene Chili

Zubereitung

  • Die Linsen in der Gemüsebrühe kochen.
  • Währenddessen den Reis in 600 ml Wasser kochen.
  • Währenddessen die Nudeln in Salzwasser kochen.
  • Währenddessen die mittlere Zwiebel in kleine Würfel schneiden und mit 1 TL Olivenöl glasig dünsten.
  • Anschließend die stückigen Tomaten zu den Zwiebelwürfeln geben und unter regelmäßigem Umrühren zum Köcheln bringen.
  • Die Tomatensoße mit 1 TL Salz, Peffer und gemahlenem Chili abschmecken.
  • Währenddessen die 165 g Zwiebeln in Ringe schneiden und mit 1 TL Olivenöl hellbraun dünsten.

Dauer: 45 Minuten

Quelle: dahabtours und Egytext

Vegetarische Weltreise - Ägypten

Rhabarber-Eistee

Sätze, die mit „eigentlich“ beginnen, mag ich normalerweise nicht, haben sie doch meistens einen negativen Touch. Beispiel gefällig? „Eigentlich war für heute schönes Wetter voraus gesagt, aber trotzdem regnet es seit heute morgen.“, „Eigentlich habe ich heute meinen freien Tag, aber ich muss heute putzen und schiebe das schon den ganzen Tag vor mir her.“ Euch fallen sicher selbst noch ein paar Beispiele dazu ein oder habt ihr sogar einen positiven eigentlich-Satz für mich? So viel zum Thema „eigentlich“.

Rhabarbersirup-Eistee

Wie leite ich nun am besten zum eigentlichen(!) Thema dieses Post über, denn eigentlich(!) müsste dieser Artikel mit „Eigentlich mag ich keinen Rhabarber“ beginnen? Ja, das stimmt. Ich bekenne, dass ich keinen Rhabarber mag. Wieso dann dieser Artikel? Hat mich der Chef der Tomateninsel dazu überredet, diesen Artikel zu schreiben? Ach ne, der Chef der Insel, das bin ich ja selbst. Also muss es einen anderen Grund geben.

Über Pfingsten war ich mit Freunden u.a. in Heidelberg. Von dort aus haben wir an einem sonnigen Tag einen Ausflug ins Eyachtal gemacht. Nach getaner Wanderung hatten wir Durst. Da traf es sich ganz gut, dass direkt neben dem Parkplatz ein Gasthof war, der frischen, selbst gemachten Rhabarber-Eistee angepriesen hatte. Rhabarber? Mag ich zwar nicht, aber egal, denn ich liebe Eistee. Herrlich erfrischen kühl ist er noch dazu auch und kam mir genau Recht. Also habe ich mir ein Glas Rhabarber-Eistee bestellt. Das Glas mit dem Eistee war nach kurzer Zeit geleert. Ich war so begeistert, dass ich diesen Eistee zu Hause unbedingt selbst zubereiten wollte. Als ich auf Franzis Blog dann auch noch ein Rezept für einen Rhabarbersirup entdeckt und von der tollen Farbe verzaubert wurde, war klar, womit ich den Eistee zubereiten wollte. Mit dem etwas abgewandelten Sirup hat der Eistee fast wie das Orginal geschmeckt – einfach perfekt.

Rhabarbersirup

Zutaten Rhabarbersirup (ca. 550 ml)
450 g Rhabarber
450 ml Wasser
225 g Rohrzucker
1/4-1 TL gemahlene Vanille
4 TL Zitronensaft

Zubereitung:

  • Den Rhabarber gründlich waschen, nicht schälen und in ca 5 cm lange Stücke schneiden.
  • Rhabarberstücke, Wasser, Zucker, Vanille und Zitronensaft in einen Topf geben.
  • Alles ca. 30 min köcheln lassen und dabei gelegentlich umrühren.
  • Den Topfinhalt durch ein Sieb gießen und in einem anderen Topf auffangen.
  • Damit ihr später einen komplett klaren Sirup habt, solltet ihr die Flüssigkeit nun noch durch einen Kaffeefilter aus Papier gießen. Auf meinem Foto seht ihr, dass ich es nicht sofort gemacht habe. Deshalb muss ich nun jedes Mal den Sirup, wenn ich ihn verwenden will, filtern. Macht es deshalb besser gleich jetzt, erspart euch später die Arbeit.
  • Die nun aufgefangene Flüssigkeit erneut weitere 10 min köcheln lassen. Wer will, dass der Sirup noch mehr die Konsistenz eines Sirups erhält, muss ihn noch ein bißchen länger köcheln lassen. Den Topf dabei nicht mit einem Deckel abdecken, so dass die Flüssigkeit verdampfen kann.
  • Währenddessen die Flaschen, in die ihr den Sirup füllen wolllt, mit kochendem Wasser ausspühlen, so dass der fertige Sirup nicht schimmelt.
  • Den Sirup nun in die Flaschen füllen.
  • Dauer: 1 Stunde

    Für den Rhabarber-Eistee schwarzen Tee zubereiten. Sobald der Tee auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, könnt ihr ihn in den Kühlschrank stellen. Wenn ihr den Eistee servieren wollt, Eiswürfel in ein Glas geben und den Schwarztee mit dem Sirup im Verhältnis 2:1 mischen.

Gebrannte Mandeln

Schließt die Augen und versucht an ein Volksfest zu denken. Riecht ihr auch den süßen, nussigen Duft von frischen, gebrannten Mandeln, die noch leicht warm und knusprig sind? Dann seid ihr hier genau richtig. Falls ihr aber an Popcorn, Zuckerwatte oder etwas anderes gedacht habt, seid ihr hier genauso richtig.

Gebrannte Mandeln

Auch wenn der Frühling gerade eine Pause macht, kalendarisch ist er bereits bei uns angekommen. Das ist auch die Zeit, in der in vielen Städten wieder die Volksfeste ihre Pforten öffnen. Die Kinder freuen sich darauf, mit der Leopardenspur, dem Riesenrad, der Schiffschaukel und vielem mehr zu fahren, ein paar Lose zu kaufen,… Die Erwachsenen freuen sich hingegen eher auf die Bierzelte und das Zusammensein mit Freunden nach einem stressigen Arbeitstag oder auch am Wochenende. Ich muss gestehen, dass die Bierzelte keine Anziehungskraft auf mich ausüben, bei mir sind es vielmehr die gebrannten Mandeln. Da kann ich einfach nicht widerstehen, ein kleines Tütchen muss immer mit nach Hause. Meistens ist das Tütchen dann wieder viel zu schnell leer und ich muss warten bis ich die nächste Möglichkeit habe, um wieder gebrannte Mandeln kaufen zu können. Aber warum so lange warten und nicht selbst gebrannte Mandeln herstellen? Also…, ab in die Küche und los gehts. Es dauert auch nicht lange und das Ergebnis kann sich wirklich sehen bzw. schmecken lassen. Versprochen!

Worauf freut ihr euch am meisten, wenn ihr aufs Volksfest geht? Fahrgeschäfte? Bierzelt? Leckereien?

Gebrannte Mandeln

Zum Verschenken finde ich es am schönsten, wenn ihr die gebrannten Mandeln stilecht in einer Papiertüte* verpackt, wie dies auch auf einem Volksfest der Fall ist.

Gebrannte Mandeln Tuete

Zutaten:
200 g Zucker
1/2 TL Zimt
125 ml Wasser
250 g Mandeln
Margarine zum Einfetten

Zubereitung:

  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen und dieses dünn mit Margarine einfetten.
  • Zucker und Zimt in einen großen Topf geben und gründlich mit einem Löffel vermischen.
  • Wasser in den Topf geben und alles einmal aufkochen lassen bis der Zucker geschmolzen ist.
  • Die Mandeln dazu geben und regelmäßig umrühren.
  • Sobald das Wasser komplett verdampft ist, die Mandeln weiter auf dem Herd erhitzen und regelmäßig umrühren. Auch wenn es nicht aussieht als ob sich die Konsistenz der Zuckermasse noch ändert, geschieht dies nach insgesamt ca. 25 min. Die zähflüssige Zuckermasse härtet von der einen auf die andere Sekunde komplett aus und legt sich krümelig um die Mandeln.
  • Sobald der Zucker ausgehärtet ist, die Mandeln nebeneinander aufs Blech legen und, falls nötig voneinander trennen. Das eingefettete Backpapier sorgt dafür, dass sich die Mandeln im kalten Zustand gut lösen lassen.

Um den restlichen, harten Zucker aus dem Topf zu lösen, kann man etwas Milch hinein gießen und diese kurz erhitzen. Dadurch löst sich der Zucker vom Topf und man hat eine leckere Zimtmilch.

Zimtzucker

Ein weiterer toller Nebeneffekt bei der Herstellung der gebrannten Mandeln ist, dass noch etwas krümeliger Zucker auf dem Backblech übrig bleibt, der sich nicht um die Mandeln legen konnte. Wenn man diese Zuckerkrümel in ein Glas mit Schraubverschluss füllt, hat man Zimtzucker, der einige Zeit aufbewahrt werden kann.

Dauer: 25 Minuten

Quelle: Brigitte

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