Mediterraner Quinoa-Linsen-Salat

Von der Existenz des Quinoa habe ich erst letztes Jahr erfahren. Zu dieser Zeit sind auf vielen Foodblogs immer mehr Rezepte mit Quinoa aufgetaucht. Bis es zu einer ersten Begegnung kam, hat es dann leider doch noch einige Monate gedauert und ich frage mich mittlerweile “Wieso?”

Mediterraner Quinoa-Linsen-Salat

Immer öfter bin ich über Quinoarezepte gestolpert und dachte mir, dass ich Quinoa endlich auch einmal probieren möchte. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie dieses unbekannte Ding schmeckt. Noch mehr unsicher bezüglich seines Geschmacks war ich als ich mich im Internet schlau gemacht habe, was Quinoa eigentlich ist. Quiona ist ein nelkenartiges Fuchsschwanzgewächs, das bis zu 1,5 m hoch werden kann und lila, orange, rote Blüten besitzt. In einer späteren Wachstumsphase bilden die Pflanzen kleine, 2 mm große Nussfrüchte, die man essen kann. Ahja, so viel also zur Theorie. Den Geschnmack von Nüssen konnte ich mir vorstellen, aber haben die Quinoakügelchen auch die Konsistenz und wirklich den Geschmack von Nüssen? Um das zu beantworten hilft nur eines: Quinoa kaufen und essen. Obwohl ich den Quinoa gekauft habe, stand er noch eine Weile in meinem Regal und hat mich immer wieder angebettelt, dass ich es doch einmal mit ihm probieren sollte. Ich hatte noch kein Lebensmittel so lange in meiner Küche stehen bis ich mich endlich heran gewagt habe, um es zu kochen. Wie der Zufall so spielte, bekam ich eine Quinoa-Pfanne bei einer Feier serviert, da ich davor des öfteren erzählt habe, dass ich Quinoa endlich einmal essen möchte. Ich war sehr positiv überrascht. Den Geschmack kann ich zwar immer noch nicht beschreiben, aber der Quinoa hat mir so gut geschmeckt, dass ich ihn ein paar Tage später endlich selbst zubereitet habe.

Zutaten (2 Portionen):
200 g Quinoa
500 ml Gemüsebrühe
100 g rote Linsen
400 ml Wasser
215 g Cocktailtomaten
2 EL Rapsöl
1/2 TL getrockneter Thymian
Pfeffer
1/2 TL Salz
100 g Schafskäse
10 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • In einem Topf das Wasser zum Kochen bringen und darin für ca 20 min auf kleiner Flamme und mit einem Deckel zugedeckt die Linsen kochen.
  • Quinoa in einen zweiten Topf geben.
  • Den Quinoa mit der Gemüsebrühe übergießen und bei kleiner Hitze für 12 min ohne Deckel köcheln lassen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und den Quinoa weiter quellen lassen.
  • 1 EL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und den Quinoa unter regelmäßig wenden ca. 5 min rösten.
  • Die Tomaten vierteln.
  • Sobald Quinoa und Linsen abgekühlt sind, beides zusammen mit den Tomaten vermischen.
  • Den Schafskäse klein krümeln und dazu geben.
  • Die Basilikumblätter klein scheniden und zum Salat geben.
  • Mit Pfeffer, Salz und Öl abschmecken.

Dauer: 1 Stunde

Dieses Rezept nimmt bei Zorras Blog-Event Linsen, die Guten ins Töpfchen… teil, der dieses mal von Lunch For One ausgerichtet wird.
Blog-Event XCVI - Linsen (Einsendeschluss 15. März 2014)

Falafel im Fladenbrot

Falafel sind frittierte Bällchen aus dem arabischen Raum. Auch in Deutschland erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit. Man kann sie sowohl aus Kichererbsen als auch aus pürierten Bohnen zubereiten. Ich zeige euch ein Rezept mit Kichererbsen als Hauptzutat.

Falafel im Fladenbrot

Als ich vor einigen Jahren in Ägypten das erste Mal Falafel gegessen habe, gab es sie in einem kleinen Fladenbrot. Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Hier in Deutschland gab es sie leider immer nur im Wrap, was auch sehr lecker ist.

Damit die selbst gemachten Falafel von der Konsistenz so wurden, wie ich es mir vorstellte, musste ich länger experimentieren. Zu Beginn habe ich mich an Rezepte gehalten. Allerdings wurden dort nur die Kichererbsen und ein paar Gewürze verwendet. Das Ergebnis beim Frittieren war, dass sich die geformten Bällchen in ihre Bestandteil aufgelöst haben und man das meiste davon nicht mehr essen konnte. Mittlerweile verwende ich aber Kichererbsenmehl anstelle von Kichererbsen und noch zusätzlich Grünkernschrot. Die Konsistenz ist dann nicht mehr so weich und krümelig, sondern viel fester und sie lassen sich auch ohne große Verluste frittieren. Habt ihr einen anderen Geheimtip, der dafür sorgt, dass die Bällchen sich nicht auflösen?

Zutaten (4 Portionen)
4 kleine Fladenbrote
200 g Kichererbsenmehl
100 g Grünkernschrot
1,5 TL Salz
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL + 2 Messerspitzen gemahlener Kreuzkümmel
4 EL Zitronensaft
ca. 0,4 l kochendes Wasser
Sonnenblumenöl
8 Cocktailtomaten
3 Blätter Eisbergsalat
6 gehäufte EL Schmand
Pfeffer
1 TL getrockneter Thymian

Zubereitung:

  • Die Fladenbrote backen.
  • Währenddessen die Zwiebel schälen und klein würfeln.
  • Den Knoblauch schälen und ebenso klein würfeln.
  • Kichererbsenmehl, Grünkernschrot, 1 TL Salz, die gewürfelten Zwiebel und den Knoblauch, sowie 1 TL Kreuzkümmel und 2 EL Zitronensaft in einen Becher geben.
  • Das Ganze mit dem Wasser übergießen, eimal grob umrühren und dann ca. 15 min quellen lassen.
  • Sonnenblumenöl ca. 2 cm hoch in einem Topf oder Wok erhitzen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob das Öl heiß genug ist. Sobald an dem Stäbchen Luftblasen aufsteigen, ist das Öl heiß genug.
  • Nun für jede Falafel ca. 1 EL der Kichererbsenmasse zu einer Kugel formen. Da die Masse sehr klebrig ist, ist das mit den Händen nicht so gut möglich. Deshalb zwei Esslöffel verwenden. Die Massse zuerst mit dem ersten Löffel aus dem Becher entnehmen. Nun die Masse mit dem zweiten Löffel vom ersten schaben und dabei die Form der Masse etwas in die gewünschte runde Form drücken. Dies nun so lange im Wechsel durchführen bis ein halbwegs gleichmäßiges rundes Bällchen entstanden ist.
  • Nun der Reihe nach immer einige Falafel formen und diese im heißen Öl goldbraun knusprig heraus backen.
  • Die Tomaten vierteln.
  • Die Eisbergblätter in eine gewünschte Größe schneiden.
  • Zum Schluss noch den Dip herstellen. Dazu den Schmand, 2 EL Zitronensaft, 1/2 TL Salz, Pfeffer, Thymian und 2 Messerspitzen gemahlenen Kreuzkümmel glatt rühren.
  • Sobald das Fladenbrot ein bißchen abgekühlt ist, dieses quer durchschneiden. Es sollte dabei aber nicht komplett durchgeschnitten werden. Zwischen den beiden Hälften etwas Dip verteilen, Falafel hinein legen sowie Tomaten- und Eisbergsalatstücke.

Dauer: 1,5 Stunden

Selbst gemachte Orecchiette

Dass ich am liebsten die Pasta selbst zubereite anstatt sie fertig zu kaufen, habt ihr sicherlich schon gemerkt. Auch habe ich großen Spaß daran, immer wieder neue Formen oder Geschmacksrichtungen auszuprobieren. Dieses Mal sollten es Orecchiette sein.

selbst gemachte Orecchiette

Die Orecchiette stammen aus der süd-italienischen Region Apulien und sind das kulinarische Wahrzeichen der Stadt Bari, die die Hauptstadt der Region Apulien ist. Der Begriff Orecchiette bedeutet wörtlich übersetzt “Öhrchen”. Ihre Form erinnert aber auch ein bißchen an Hüte, da sie kreisrund sind und in der Mitte eine Vertiefung haben, wie dies bei einem Hut der Fall ist. Außerdem haben sie einen etwas dickeren Rand, der an eine Hutkrempe erinnert. Die Vertiefung der Orecchiette sorgt dafür, dass schön viel Soße an jeder einzelnen Nudel hängen bleibt. Das ist mit ein Grund, warum ich diese Pastasorte sehr gerne mag. Ich liebe es nämlich, wenn ich viel Soße zu den Nudeln habe und diese auch an den Nudeln kleben bleibt.

Dieses Rezept nimmt auch an meinem Blog-Event Vegetarische Weltreise – Italien teil.
Vegetarische Weltreise - Italien

Zutaten (2 Portionen):
200 g Weizenmehl (Type 405)
90 ml Wasser
1 EL Olivenöl
1 TL Salz

Zubereitung:

  • Das Mehl in eine Schüssel geben.
  • In der Mitte des Mehls eine Mulde formen und 80 ml Wasser sowie das gesamte Olivenöl hinein gießen.
  • Das Salz gleichmäßig über dem gesamten Mehl verteilen.
  • Alle Zutaten zuerst mit einer Gabel und anschließend mit den Händen verkneten bis ein Großteil des Mehls zu einem halbwegs zusammenhängenden Teig geformt ist.
  • Das restliche Wasser dazu geben und damit das noch in der Schüssel übrige Mehl in den Teig einarbeiten. Ist dies nicht möglich, da zu viel Mehl übrig bleibt bzw sich nicht alle Zutaten komplett verbinden, so hilft es, die Hände kurz naß zu machen ohne sie anschließend abzutrocknen und mit der wenigen Flüssigkeit, die sich noch an den Händen befindet, weiter zu kneten.
  • Den Teig zu einer Kugel formen und bei Zimmertemperatur ca. 1 Stunde ruhen lassen.
  • Wer eine Pasta-Maschine hat, sollte den Teig noch einige Male mit der Pasta-Maschine auf verschiedenen Stufen bearbeiten. Dazu mit der dicksten Stufe beginnen und langsam immer feinere Stufen verwenden. Dadurch wird der Teig noch viel geschmeidiger und homogener. Wer keine Pasta-Maschine hat, muss den Teig mit den Händen so lange bearbeiten bis er gleichmäßig glatt ist.
  • Aus dem Teig nun nach und nach kleine Kügelchen mit einem Durchmesser von 1 cm bis 1,5 cm formen.
  • Anschließend mit dem kleinen Finger eine Mulde in die Kügelchen pieksen und den Teig leicht über den kleinen Finger ziehen. Dadurch ensteht die für Orecchiette typische Form.

Selbst gemachte Orecchiette

  • Anschließend müssen die Nudeln getrocknet werden, bevor sie gekocht werden können. Dafür kann ein Küchentuch leicht bemehlt werden und die Nudeln darauf möglichst nebeneinander gelegt trocknen.
  • Sollen die Nudeln anschließend gekocht werden, genügt es, die Nudeln ca. 30 min zu trocknen. Werden sie 1 bis 2 Tage getrocknet, sind sie in einem Glas mit Schraubverschluss ca. 2 Monate haltbar.
  • Die frischen Nudeln müssen vor dem Verzehr ca. 3 min in einem Topf mit Salzwasser gekocht werden, um al dente zu sein. Angetrocknete Orecchiette benötigen ca. 4 – 5 min.

Dauer: 2 Stunden (inkl. Wartezeit)

Karkadeh

Ich bin kein Fan von warmem oder heißem Tee. Wenn ich Tee trinke, dann ist es zu 95% Eistee. Das Schöne am Karkadeh ist, dass er sowohl als Eistee als auch als heißer Tee sehr gut schmeckt und somit für meine Eisteegelüste perfekt geeignet ist.

Karkadeh

Habe ich die Wahl, dann warte ich bis mein Essen lauwarm ist oder ich koche es erst gar nicht so heiß, dass ich mir den Mund beim Essen verbrenne. Ich bilde mir ein, dass ich so viel mehr vom Essen und den einzelnen Zutaten und Gewürzen schmecke als wenn das Essen noch dampft. Das ist bei Food-Fotographie ein echter Vorteil. Bis ich die Fotos gemacht hab, hat das Essen genau meine Temperatur erreicht, bei der ich es am liebsten esse. Wer jetzt denkt, ich habe mich meinem Blog gebeugt, den kann ich beruhigen, das ist schon immer so gewesen.

Deshalb ist es auch kein Wunder, dass ich keine heißen Getränke trinke. Es muss mir schon wirklich sehr kalt sein, dass ich mir einen heißen Tee mache und selbst dann verwende ich die heiße Teetasse nur dazu, um daran meine kalten Finger zu wärmen und warte bis der Tee lauwarm ist ehe ich ihn trinke.

Karkadeh wird aus getrockneten Hibiskusblüten zubereitet und stammt aus dem arabischen Raum. In Deutschland ist er auch als Malventee bekannt. In Ägypten und im Sudan wird er sowohl kalt als auch heiß getrunken. Die getrockneten Blüten werden einfach mit kochendem Wasser übergossen, nach ein paar Minuten kann der Tee heiß getrunken werden. Wer ihn lieber als kalte Erfrischung servieren möchte, läßt ihn auf Raumtemperatur abkühlen, stellt ihn dann in den Kühlschrank und gibt eventuell noch ein paar Eiswürfel dazu. Ich mag es sehr gerne, dass der Tee eine säuerliche Note hat. Das wirkt noch zusätzlich erfrischend, wenn er als Eistee getrunken wird. Wem dies zu sauer ist, der kann noch ein bißchen Zucker oder Honig hinzu geben.

Um diesen Tee zuzubereiten, müsst ihr nicht erst nach Ägypten oder in den Sudan fliegen. Die getrockneten Hibiskusblüten könnt ihr auch in Deutschland in Gewürz-/Kräuter-/Teegeschäften kaufen.

Zutaten für 1 Liter:
1 l Wasser
3 EL getrocknete Hibiskusblüten

Zubereitung:

  • Die getrockneten Hibiskusblüten in ein Teesieb füllen.
  • Das Teesieb in eine Teekanne hängen und mit kochendem Wasser übergießen.
  • Den Tee ca. 6 min ziehen lassen.
  • Anschließend kann der Tee noch mit Zucker oder Honig gesüßt werden.

Dauer: 6 Minuten

Zu einem Tee passen kleine Gebäcke oder auch Cookies sehr gut. Da trifft es sich ganz gut, dass ich von Knusperreich kostenlos Himbeer-Schoko-Cookies zum Testen zugesendet bekommen habe. Das Konzept des Online-Shops ist es, uns ofenfrische Cookies direkt nach Hause zu liefern, die wie frisch gebacken schmecken. Dabei legt Knusperreich großen Wert darauf, nur Bio-Produkte zu verwenden und keine künstlichen Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe in die Cookies zu mischen. Heraus kommt dabei ein tolles Sortiment an leckeren Cookies.

Wie trinkt ihr euren Tee am liebsten? Heiß oder kalt? Welche Teesorte schmeckt euch so gut, dass ihr sie mir empfehlen könnt? Weitere Infos zum Thema Tee findet ihr demnächst auf This is what we love.

Kastenbrot

Ich mag es total gerne, wenn der Geruch von frisch Gebackenem durch die Wohnung zieht. Dabei ist es mir egal, ob es nach frischem Kuchen oder frischem Brot riecht. Dieses Mal war es der Geruch eines frischen Kastenbrotes.

Kastenbrot

Mögt ihr es genau so gerne, wie ich, wenn es nach frisch gebackenem Kuchen oder Brot riecht? Ich kann es meistens kaum erwarten bis das Gebackene abgekühlt ist und probiert werden kann. Auf frisch gebackenes Brot streiche ich am liebsten nur Butter und bestreue diese mit etwas Salz. Ist das Brot noch leicht warm, dann zerfliesst die Butter, so dass das Brot gleich doppelt so gut schmeckt.

Ich finde es total faszinierend, wie man aus wenigen Zutaten etwas so leckeres wie ein Brot zaubern kann. Durch kleine Änderung der Zutaten entstehen sofort neue Brotsorten. Ihr könnt verschiedene Kräuter, klein geschnittene getrocknete Tomaten oder Oliven dazu geben. Klein gehackte Walnüsse oder andere Nüsse passen auch sehr gut in einen Brotteig. Ihr seht, eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jetzt zeige ich euch das Grundrezept für ein Kastenbrot. Das nächste Mal wird das Brot noch mit Schafskäse und weiteren Zutaten aufgepeppt. Also lasst euch überraschen.

Zutaten (21 cm x 11,5 cm):
170 g Weizenmehl (Type 405)
1/2 TL Salz
4 g Trockenhefe
125 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:

  • Die Hefe im lauwarmem Wasser auflösen.
  • Mehl, Salz und das Hefewasser in eine Schüssel geben und mit dem Mixer zu einem glatten Teigverrühren.
  • Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 30 min gehen lassen.
  • Die Kastenform mit etwas Öl oder Margarine einfetten und anschließend mit Mehl bestäuben. Dadurch läst sich das gebackene Brot leichter aus der Form lösen.
  • Das Brot 1 Std im nicht vorgeheizten Bratrohr backen (mittlere Schiene, Umluft).

Dauer: 2 Stunden

Dal mit Reis

Bis vor einem Jahr hatte ich nicht viele Berührungspunkte mit der indischen Küche. Aber das hat sich zum Glück geändert, denn mittlerweile kann man sagen, dass es bei mir Liebe auf den zweiten Blick war.

Dal mit Reis

Vor über 10 Jahren habe ich auf Zypern das erste Mal in einem indischen Lokal gegessen. Was ich damals genau gegessen habe, weiß ich gar nicht mehr, es war wohl Reis mit gemischtem Gemüse. Obwohl es in der Speisekarte nicht als scharf markiert war, war es für meinen Geschmack viel zu scharf und hat mich geschmacklich nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Seitdem habe ich mit indischem Essen immer Speisen verbunden, die für mich viel zu scharf sind.

Vor einem Jahr war ich dann nach vielen Jahren wieder indisch Essen, dieses mal in einem indischen Lokal in Deutschland. Ich war begeistert, es hat mir sehr gut geschmeckt. Kurz darauf habe ich erneut in einem anderen indischen Lokal Dal gegessen. Von dem Dal, das ich dort gegessen habe, war ich total begeistert. Daraufhin habe ich dieses Gericht mehrmals dort gegessen, weil es so gut geschmeckt hat. Ich wollte es aber nicht nur in einem Lokal essen, sondern selbst zu Hause zubereiten. Nach einigen Versuchen und Experimenten mit den Gewürzen schmeckt es nun fast genauso wie im Lokal.

Zutaten (2 Portionen):
1/2 TL schwarze Senfkörner
1 EL Butter oder Geeh
2 kleine Zwiebeln
5 Kardamomkapseln
2 Knoblauchzehen
5 g Ingwer
1/2 TL Kurkuma
120 g geschälte Dosentomaten
270 g rote Linsen (Sorte, die nicht zuerst in Wasser eingeweicht werden muss)
0,7 l + 1 Tasse Wasser
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL Fenchelsamen
1/2 TL Garam Masala
3 Messerspitzen gemahlenen Chili
1 TL Salz
1 Tasse Reis

Zubereitung:

  • Butter bzw Geeh in einem Topf erhitzen.
  • Die schwarzen Senfkörner im Topf anrösten bis sie springen. Deshalb am besten den Topf mit einem Deckel aus Glas bedecken.
  • Die Zwiebeln schälen und klein würfeln. Anschließend in den Topf geben und unter regelmäßigem Umrühren gold braun werden lassen.
  • Die Knoblauchzehen schälen, ganz klein würfeln und ebenfall in den Topf geben.
  • Den Ingwer schälen und fein reiben. Den geriebenen Ingwer in den Topf geben.
  • Anschließend den Kurkuma in den Topf geben.
  • Die geschälten Domaten zu den bisherigen Zutaten geben und einmal aufkochen lassen.
  • Anschließend die roten Linsen sowie 0,7, l Wasser dazu geben. Das Ganze unter regelmäßigem Umrühren köcheln lassen bis der Inhalt des Topfes eine breiartige Konsistenz hat.
  • Kreuzkümmel, Koriandersamen sowie Fenchelsamen dazu geben.
  • Die Kardamonkapseln öffnen. Sind die Samen dunkelbraun bis schwarz, können sie verwendet werden. Sind sie hingegen noch grün, solten sie nicht verwendet werden, da sie nicht schmecken. Die Samen nun mit einem Mörser klein stoßen.
  • Mit Garam Masala, Chili und 1 TL Salz abschmecken.
  • Während der Zubereitung des Dals 1 Tasser Wasser in einem Topf erhitzen, etwas Salz hinzugeben und den Reis in diesem Topf unter regelmäßigem Umrühren kochen bis das Wasser verdampft ist.

Dauer: 1 Stunde

Noch ein kleiner Tip: Verwendet keine hellen Kochlöffel aus Plastik oder aus Holz, wenn ihr nicht wollt, dass der Kochlöffel trotz mehrmaligem Abspühlen immer noch knallig gelb aussieht. Kurkuma färbt sehr intensiv.

gelber Kochloeffel

Fladenbrot

Fladenbrot wird auf der ganzen Welt gebacken. Aber Fladenbrot ist nicht gleich Fladenbrot. Jedes Land hat seine Besonderheit in der Zubereitung.

Fladenbrot

Fladenbrot gibt es bereits seit dem 5. Jahrtausend vor Christus und wurde erstmals von den Ägyptern gebacken. Obwohl es Fladenbrot in verschiedenen Variationen gibt, enthält es immer dieselben Hauptzutaten, nämlich Wasser und Mehl. In manchen Rezepten wird auch noch ein bißchen Hefe dazu gegeben. Allen gemein ist aber, dass das Fladenbrot nur wenige Zentimeter dick ist, da es während des Backens kaum aufgeht.

Da es weltweit Fladenbrot gibt, ist es nicht verwunderlich, dass jedes Land eine etwas andere Variante dieses Brotes zubereitet. Dies kann mit Hilfe von unterschiedlichen Gewürzen geschehen, das eine Land verwendet Hefe, das andere nicht. Wiederum andere Länder bereiten es knackig zu, andere dagegen backen ein weiches Fladenbrot. Manche Fladenbrote kann man füllen, andere sind hingegen so dünn, dass man sie nur belegen kann. Aus Indien stammen die Fladenbrote Chapati und Naan, aus der Türkei das Pide. In Griechenland wird Pita serviert, in Tirol ein Vinschgauer. Die Italiener backen ein Focaccia oder Piadina, um nur einige der bekannteren Sorten aufzuzählen.

Zutaten Fladenbrot (4 Stück, Durchmesser 12-15 cm):
250 g Weizenmehl (Type 405)
4 g Trockenhefe
1/2 TL Salz
1/2 TL Olivenöl
1/8 l lauwarmes Wasser

Zubereitung:

  • Die Trockenhefe im lauwarmen Wasser auflösen.
  • In einer Schüssel Mehl, Salz und das Hefewasser vermischen und zu einem Teig verarbeiten.
  • Den Teig so lange im Öl wenden, bis er von außen komplett mit Öl umgeben ist.
  • Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 min gehen lassen.
  • Anschließend das Backblech, auf dem die Fladenbrote gebacken werden sollen, auf mittlerer Höhe ins Bratrohr einhängen.
  • Das Bratrohr auf 250°C (Umluft) vorheizen.
  • Währenddessen den Teig in 4 gleich große Teile aufteilen und diese zu runden, ca. 1 cm dünnen Fladen ausrollen. Die Fladen anschließend auf ein Tuch legen, mit einem weiteren Tuch bedecken und weitere 20 min gehen lassen.
  • Sobald das Bratrohr die 250°C erreicht erreicht hat, ein Backpapier auf das sich im Bratrohr befindende Blech legen und dünn mit Öl einfetten.
  • Die Fladen auf das eingefettete Backpapier legen und 5 min backen ohne dabei die Türe zu öffnen. Anschließend die Fladen umdrehen und 3 min von der anderen Seite backen.

Dauer: 1,5 Stunden

Dieses Rezept nimmt am 8. World Bread Day 13 teil.
World Bread Day 2013 - 8th edition! Bake loaf of bread on October 16 and blog about it!

Käsebällchen mit Tomatensoße

Es gibt Gerichte, die an die Kindheit erinnern und die man als Erwachsener nicht mehr mag. Es gibt aber auch Speisen, die man später immer noch sehr gerne ißt, da es keine typischen Kindermahlzeiten sind. Zur zweiten Gruppe gehören für mich Käsebällchen mit Tomatensoße.

Kaesebaellchen mit Tomatensosse

Ich liebe Käsebällchen. Sie gehören zu meinen Lieblingsgerichten seit ich ein kleines Kind bin. Wenn ich nur daran denke, wie der geschmolzene Käse in den Bällchen kleine Fäden zieht, läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Innen sind die Bällchen schön weich, außen sind sie von einem knusprigen Semmelbröselmantel umgeben. Die Käsebällchen kann man auch pur essen bzw. als Fingerfood bei einer Party reichen. Ich bevorzuge es allerdings, sie zusammen mit einer Tomatensoße zu essen. Das ist eine Kombination, die ich schon immer so esse. Gebt mir Käsebällchen mit Tomatensoße und ich bin glücklich. Mehr brauche ich dazu gar nicht, weder einen Salat als Beilage noch ein süßes Dessert danach. Ich esse mich viel lieber an den Käsebällchen satt. Der einzige kleine Nachteil, den man aber getrost ignorieren kann, ist dass die Bällchen frittiert werden müssen und der Geruch auch noch am nächsten Tag in der Wohnung hängt. Aber das ist mir egal. Wir reden hier schließlich von meinen geliebten Käsebällchen.

Zutaten Käsebällchen (3 Portionen):
70 g Butter
Prise Salz
1/4 l Wasser
200 g Weizenmehl (Type 405)
4 Eier
200 g geriebener Edamer (oder Emmentaler, Greyezer bzw. Bergkäse)
Sonnenblumenöl
Semmelbrösel

Zubereitung Käsebällchen:

  • Wasser, Salz und Butter in einem Topf zum Kochen bringen und danach den Herd ausschalten.
  • Das Mehl hinzugeben und mit den restlichen Zutaten verrühren.
  • Den Topf vom Herd nehmen und nach und nach die Eier einzeln hinzugeben und verrühren.
  • Den Käse dazu geben und zu einem Brandteig verarbeiten.
  • Sobald der Teig abgekühlt ist, diesen zu Walnuß großen Kugeln formen und in den Semmelbröseln wenden. Damit der Teig nicht zu sehr an den Händen klebt, die Hände vor jeder Kugel in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser tauchen.
  • Öl ca 2 cm hoch in einen kleinen Topf gießen und erhitzen. Ich verwende dazu am liebsten meinen kleinen gußeisenen Wok. Mit einem Holzstäbchen den Hitzetest machen. Dazu wird das Stäbchen in das Öl gehalten. Steigen am Hölzchen kleine Blasen auf, ist das Öl heiß genug und die Bällchen können darin frittiert weden.
  • Zum Frittieren jeweils 4-5 Bällchen in das heiße Öl geben und warten bis sie knusprig goldbraun sind. Dies dauert jeweils ca. 3-4 min.
  • Anschließend die Bällchen noch auf einem Küchenpapier oder einem Rost abtropfen lassen.

Zutaten Tomatensoße:
3 Schalotten
1 Packung passierte Tomaten
1 TL getrockneter Oregano
Olivenöl
Pfeffer
1 TL Salz
1/2 TL Zucker

Zubereitung Tomatensoße:

  • Öl in einem Topf erhitzen.
  • Die klein geschnittenen Schalotten im Öl glasig anbraten.
  • Die restlichen Zutaten hinzu geben und die Soße noch ca 10 min kochen lassen.

Dauer: ca. 1 Stunde

One Pan Pasta

One Pan Pasta, also Nudeln, die inklusive Soße in nur einem Topf bzw in einer Pfanne zubereitet werden, klingt zuerst ungewohnt. Aber mein Interesse war schnell geweckt.

One Pan Pasta Pfanne

Eine Portion Skepsis war natürlich vorhanden als ich dieses Rezept entdeckt habe, denn wieso mache ich mir immer die Mühe, die Nudeln getrennt von der Soße zuzubereiten, wenn es so viel einfacher gehen würde? Anderseits konnte ich mir vorstellen, dass die Nudeln viel mehr vom Geschmack der aromatischen Tomaten aufnehmen würden, wenn sie während des Kochens bereits von Ihnen umgeben sind.

Bis jetzt kannte ich nur die Variante, dass Pasta und Soße parallel gekocht werden und die Nudeln dann für die letzten ein bis zwei Minuten, in denen sie gekocht werden, noch zur Soße gegeben werden, um dort ein bißchen durchzuziehen und den Geschmack der Soße annehmen zu können. Wenn sie also von Anfang an im gleichen Gefäß gekocht werden, müsste sich das Aroma der Tomaten noch viel mehr auf die Pasta übertragen. So war jedenfalls meine Theorie.

Um herauszufinden, ob meine Theorie stimmt, habe ich dieses einfache Gericht zubereitet. Ich war positiv überrascht; es funktioniert wirklich: die Pasta schmecken viel tomatiger als bei der getrennten Zubereitung. Ein kleiner Nachteil ist allerdings, dass die Nudeln einen Hauch weicher/matschiger als bei der herkömmlichen Zubereitung waren. Normalerweise hätten die Nudeln laut Packungsanweisung nur 8 Minuten gekocht werden sollen, hier waren es über 10 Minuten. Wen dies allerdings nicht stört, der sollte dieses Gericht unbedingt einmal selbst kochen.
EIn kleiner Nachtrag: Dass die Nudeln matschig wurden, lag wohl an der Pastamarke. Mit den Linguine eines anderen Herstellers wurde zwar mehr Wasser benötigt, allerdings wurden die Pasta nicht matschig.

Zutaten:
250 g Linguine
300 g Cocktailtomaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
10 Basilikumblätter
1 Messerspitze getrocknete, gemahlene Chili
1 EL Olivenöl
1 TL Salz
Pfeffer
500 ml kaltes Wasser
(Parmesan)

Zubereitung:

  • Die Tomaten vierteln.
  • Die Zwiebel schälen und würfeln.
  • Die Knoblauchzehen schälen und klein würfeln.
  • Alle Zutaten in eine große Pfanne oder einen großen Topf geben. Die Pfanne muss dabei groß genug sein, so dass das kochende Wasser nicht überläuft.
  • Sofort alles auf höchster Flamme ohne Deckel erhitzen und dabei regelmäßig umrühren.
  • Sobald fast das ganze Wasser verdampft ist, solltet ihr die Bißfestigkeit der Nudeln überprüfen. Eventuell müsst ihr noch etwas Wasser nachgießen. Das hängt mit den unterschiedlichen Zusammensetzungen des Nudelteigs der einzelnen Hersteller zusammen.
  • Wer mag, kann noch frisch geriebenen Parmesan darüber streuen.

One Pan Pasta Teller

Dauer: 20 Minuten

Quelle: Martha Stewart

Sauer eingelegte Senfgurken

Das Einlegen von Senfgurken ist bei uns eine Familientradition, die ich seit einigen Jahren fortführe. Senfgurken können auch fertig eingelegt im Supermarkt gekauft werden, allerdings besteht zwischen den gekauften und den nach unserem Familienrezept eingelegten Gurken ein entscheidender Unterschied.

Senfgurken

Jedes Jahr habe ich mich immer auf die frisch eingelegten Senfgurken gefreut. Die Gläser waren meist viel zu schnell leer und so musste ich wieder fast ein Jahr warten bis es die nächsten gab. Einmal habe ich den Fehler gemacht, und im Supermarkt gekaufte Senfgurken gegessen. Was ich bis dahin nicht wußte, ist, dass man Senfgurken auch süß einlegen kann. Die Enttäuschung war riesig, denn ich hatte mich natürlich auf sauer eingelegte Senfgurken gefreut. Seitdem bin ich nie wieder in Versuchung geraten, im Supermarkt eingelegte Senfgurken zu kaufen. Seit einigen Jahren lege ich die Senfgurken nun selbst ein – in einen sauren Sud. Das Schlimmste ist für mich dann immer die Wochen lange Warterei bis sie durchgezogen sind und ich endlich wieder Senfgurken essen kann. Ihr könnt euch also vorstellen, wie es mir gerade geht, wenn ich an den Gläsern mit den fertig eingelegten Gurken vorbei laufe und weiß, dass ich noch einige Wochen warten muss, bis ich wieder in den Genuss dieser leckeren Senfgurken komme.

Zutaten (2 kleinere + 2 größere Gläser):
2 kg Landgurken
220 g + 0,5 EL Salz
150 g Zwiebeln
1 Beutel (30 g) Gurkengewürz (enthält Senfkörner, Dill, Koriander, Ingwer, Meerettich, Pfeffer, Piment, Lorbeeren, Nelken)
1 l Wasser
0,5 l Tafelessig
1/2 Beutel (5 g) Gurkenknack bzw 1/2 Beutel (11 g) Gurkenfest
0,5 EL Zucker

Zubereitung:

  • Die Gurken schälen und der Länge nach halbieren.
  • Die Kerne mit einem Löffel entfernen. Ein Grapefruitlöffel eignet sich mit seinen Zacken sehr gut dafür.
  • Die Gurkenhälften mit Salz bestreuen und übereinander in eine Plastikschüssel legen. Dort sollten sie ca. 24 Stunden ziehen und einiges an Flüssigkeit verlieren. Die Plastikschüssel abdecken.
  • Die Gurkenhälften vom Gurkenwasser befreien und erst einmal gründlich mit Wasser abspülen.
  • Die Gurken nochmal für eine Stunde in die Plastikschüssel legen, mit Wasser bedecken und einweichen. Dabei sollten die Gurken noch möglichst viel Salzgeschmack verlieren.
  • Die Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden.
  • Die Gurkenhälften in ca. 4 – 5 cm lange Stücke schneiden.
  • Sowohl die Gläser als auch die zugehörigen Deckel mit heißem Wasser sehr gründlich ausspühlen, um eine spätere Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Wasser und Tafelessig in einem Topf einmal aufkochen lassen.
  • Je 0,5 EL Salz und Zucker sowie das Gurkengewürz und Gurkenknack/Gurkenfest in die heiße Flüssigkeit geben. Gurkenknack/Gurkenfest verhindert die Schimmelbildung.
  • Bevor ein jedes Glas mit den Gurken, Zwiebeln und dem Wasser-Essig-Sud bis zum Rand gefüllt werden kann, muss jedes Glas noch einmal von innen und außen mit heißem Wasser abgespühlt werden, damit sie ein bißchen wärmer werden und aufgrund des kochenden Sudes nicht springen.
  • Gurken und Zwiebeln abwechselnd in die Gläser schichten.
  • Anschließend die Gläser bis zum Rand mit dem noch kochenden Sud befüllen.
  • Mit dem Stiel eines sauberen Löffels in den gefüllten Gläsern herum rühren und möglichst die ganze noch im Glas vorhandene Luft heraus rühren.
  • Die Gläser gut verschließen und ca. 6 – 8 Wochen an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren.

Dauer: 1,5 Stunden + 1 Tag Wartezeit