Kirsch-Nuss-Blechkuchen

Einmal im Monat gehe ich zu einem Spieleabend, bei dem wir ganz altmodisch Brett- und Kartenspiele spielen. Da wir zu siebt spielen, ist es gar nicht so leicht, immer wieder neue Spiele zu finden. Die meisten sind nämlich nur für sechs Spieler konzipiert. Das eine oder andere Spiel konnten wir bereits so abwandeln, dass wir es doch zu siebt spielen können. Kennt ihr Spiele, die für sieben Spieler geeignet sind?

Kirsch-Nuss-Blechkuchen

Bei jedem Spieleabend gibt es Kuchen für alle. Jeden Monat ist jemand anderes an der Reihe, einen leckeren Kuchen für alle zu backen. Mein Himbeertiramisu habe ich bereits mehrmals gemacht und es kam immer sehr gut an. Da ich außer für den Spieleabend immer kleine Kuchen backe, versuche ich die Rezepte für den Spieleabend immer auf eine 24er Springform oder ein Blech hochzurechnen. Meistens hat das auch ganz gut geklappt, nur der Bountykuchen war in größer nicht mehr ganz so saftig wie in einer Größe von 15 cm Durchmesser. Beim Kirsch-Nuss-Kuchen hat das Hochrechnen der Zutaten hingegen sehr gut funktioniert. Zuerst war ich von der großen Kirschmenge überrascht, im fertigen Kuchen war die Menge aber genau richtig.

Gibt es bei euch auch regelmäßige Spieleabende? Welche Spiele spielt ihr? Gibt es bei eurem Spieleabend auch immer Kuchen oder eher etwas herzhaftes zu essen?

Kirsch-Nuss-Blechkuchen

Zutaten (1 Backblech):

700 g Sauerkirschen aus dem Glas (Abtropfgewicht)
150 g Margarine
100 Kokosblütenzucker / Zucker
4 Eier
300 g Dinkelmehl (Type 630)
100 g gemahlene Haselnüsse
3 TL Backpulver
50 g Puderzucker

Zubereitung:

  • Die Kirschen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Dabei den Saft mit einer Schüssel auffangen. Einen Teil davon benötigen wir noch und der Rest schmeckt sehr gut mit Wasser verdünnt als Schorle.
  • Margarine, Kokosblütenzucker, Eier, Mehl, gemahlene Haselnüsse und das Backpulver in einer Schüssel zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.
  • Backpapier auf ein Backblech legen, damit sich der fertige Kuchen gut vom Blech lösen lässt.
  • Den Teig gleichmäßig auf dem Backblech verteilen.
  • Die abgetropften Kirschen gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
  • Den Kuchen für 25 min bei 160°C (mittlere Schiene, Umluft) backen.
  • Den Kuchen etwas abkühlen lassen.
  • Nach und nach etwas Kirschsaft mit dem Puderzucker vermischen bis eine zähe Masse entsteht.
  • Den rosa Zuckerguss mit einem Löffel in unregelmäßigen Linien über dem Kuchen verteilen und fest werden lassen.
  • Dauer: 1 Stunde

    Da der Name des Kirsch-Nuss-Blechkuchens mit K beginnt, nimmt er an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – K teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - K

    Feta-Dinkel-Brot

    Feta könnte ich einmal pro Woche essen, in einem Feta-Tomaten-Salat, im Ofen zubereitet zusammen mit Ofentomaten oder als Bestandteil einer leckeren Schafskäse-Soße zu selbst gemachten Paprika-Fettuccine. Es gibt so viele Möglichkeiten und heute möchte ich euch eine weitere vorstellen – ein Feta-Dinkel-Brot.

    Feta-Dinkel-Brot

    Ich stelle öfters mal Ricotta aus Ziegenmilch her, da es meines Wissens nirgendwo Ricotta aus Ziegenmilch zu kaufen gibt (Wenn jemand doch eine Marke kennt, dann würde ich mich über diese Information sehr freuen.). Da bei der Ricottaherstellung aber jedes Mal Molke übrig bleibt und mir diese viel zu schade ist, um sie wegzuwerfen, habe ich mich auf die Suche nach einem Rezept gemacht, um die Molke verwenden zu können. Ich wurde dann auch relative schnell bei diesem leckeren Schafskäsebrot fündig. Das Weizenmehl habe ich durch Dinkelmehl ersetzt und die Zwiebeln habe ich ganz heraußen gelassen. Das Ergebnis war so lecker, dass ich das Brot mittlerweile jedes Mal backe, wenn ich wieder Ziegenricotta hergestellt habe. Wer keine Molke hat, kann stattdessen auch Milch oder Buttermilch verwenden.

    Habt ihr schon mal etwas mit Molke gebacken oder diese anderweitig verarbeitet? Wenn ja, was habt ihr damit zubereitet?

    Feta-Dinkel-Brot

    Zutaten (1 Feta-Dinkel-Brot):

    250 ml (Ziegen-)Molke / Milch / Buttermilch
    7 g Trockenhefe
    1/2 TL Zucker
    500 g Dinkelmehl (Type 630)
    1/2 TL Salz
    125 g Feta
    1,5 EL lauwarmes Wasser
    etwas Öl für das Blech

    Zubereitung:

    • Molke, Hefe und Zucker in eine kleinere Schüssel geben, verrühren und ca. 5 min. stehen lassen.
    • Mehl und Salz in einer größeren Schüssel vermischen.
    • Die Molke-Hefe-Mischung zum Mehl geben und gut durchrühren.
    • Feta klein bröseln, mit dem Wasser vermischen und ebenfalls zur Mehl-Mischung geben. Anschließend gründlich verrühren.
    • Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. eine halbe Stunde gehen lassen.
    • Ein Backblech mit Backpapier auslegen und anschließend mit etwas Öl einpinseln, damit sich das fertige Brot besser lösen lässt.
    • Den Teig auf das Blech legen und daraus eine halbwegs runde, gleichmäßige Form bilden.
    • Den Teig nochmals ca. 15 min. gehen lassen.
    • Das Brot nun bei 200°C (mittlere Schiene, Heißluft) backen.

    Dauer: 1,5 Stunden

    Quelle: Chefkoch

    Da Feta-Dinkel-Brot mit F beginnt, nimmt dieses Brot an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – F teil, bei dem ich vegetarische Gerichte suche, deren Namen mit F beginnen.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - F

    Oliven-Dinkel-Pizza mit Ziegenkäse – Meine Erinnerung an die Oliven aus den 80ern

    Vor kurzem habe ich darüber geschrieben, dass für mich Olivenöl nicht gleich Olivenöl ist. Beim Olivenöl gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede. Wenig verwunderlich ist, dass diese Qualitätsunterschiede für die entscheidende Zutat eines guten Olivenöls, nämlich die Oliven, ebenso gilt.

    Grob unterteilen kann man Oliven in schwarze und grüne Oliven. Aufgrund der Zubereitung lässt sich, unabhängig von der Olivensorte, auch ihr Geschmack sehr vielfältig variieren. Sollen sie scharf sein, werden sie mit Chilis verfeinert. Sollen sie herzhafter schmecken, werden sie zusammen mit Knoblauch eingelegt oder mit einem Kräuteröl mariniert.

    Pizza mit Oliven und Ziegenkäse

    Vor ein paar Monaten war ich wieder beim Griechen am Marktstand, der nebenbei erwähnt die besten getrockneten Tomaten verkauft, die ich jemals gegessen habe. Dort wird eine tolle Vielfalt verschiedenster Olivensorten angeboten u.a. auch Zitronenoliven. Es handelt sich dabei um grüne Oliven, die mit kleinen Zitronenstückchen eingelegt wurden und deshalb eine sehr fruchtige Note haben. Als ich sie zum ersten Mal probiert habe, war ich von den Zitronenoliven so begeistert, dass ich davon einen Becher mittlerer Größe gekauft habe. Zu Hause angekommen, habe ich den Becher schneller leer gefuttert als ich schauen konnte. Dazu gab es gar nichts außer einer weiteren Zitronenolive… und noch einer…. bis der Becher leer war.

    Das war nicht das erste Mal, dass ich Oliven pur gegessen habe. Es passiert nicht selten, dass ich zum Kühlschrank gehe und ein paar Oliven nasche. Wenn ich hingegen an die Oliven zurück denke, die es in den 80ern gab, dann wäre das damals sicherlich nicht passiert. Ich kann mich eigentlich nur an zwei Sorten Oliven aus dieser Zeit erinnern. Die grünen Oliven, bei denen eine wie die andere aussah, da sie keine individuelle Form hatten; sie sahen aus als wären sie von einer Maschine produziert gewesen. Dieser optische Effekt wurde noch dadurch verstärkt, dass alle ein gleich großes Loch hatten, das mit einem kleinen Stück Paprika gefüllt war. Diese grünen Paprika-Oliven wurden oft auch für die allseits bekannten Käse-Oliven-Spießen verwendet, die damals bei keiner Feier fehlen durften.

    Die andere Sorte Olive, an die ich mich erinnere, waren schwarze Oliven. Sie waren ohne Kräuter, Knoblauch oder andere Zutaten eingelegt. Erst viel später habe ich heraus gefunden, dass diese schwarzen Oliven schwarz gefärbt waren. Ob sie ursprünglich grün waren und schwarz gefärbt wurden oder ob sie bereits von Natur aus schwarz waren und das Färben den Schwarzton intensivieren sollte, weiß ich nicht. Kein Wunder, dass die Flüssigkeit, in der sie schwammen, auch etwas unappetitlich schwarz gefärbt war.

    Wie ihr bemerkt, habe ich weder an die grünen noch an die schwarzen Oliven von früher guten Erinnerungen. Erst Mitte der 90er meine ich, dass es in den normalen Supermärkten bessere Oliven zu kaufen gab, die auch den Namen Olive wirklich verdienten. Neben der größeren Vielfalt verbesserte sich zum Glück auch ihr Geschmack. Das war auch die Zeit als ich meine Liebe zu den Oliven entdeckt habe. Heutzutage möchte ich auf Oliven gar nicht mehr verzichten müssen. Ich genieße es, mich durch die verschiedenen Sorten zu probieren und sie in meinen Gerichten zu verwenden.

    Obwohl ich mittlerweile sowohl die grünen als auch die schwarzen Oliven in allen Variationen sehr gerne esse, schmecken mir die schwarzen noch ein kleines bißchen besser als die grünen Oliven. Für meine Pizza mit Oliven und Ziegenkäse kommen deshalb meine geliebten schwarzen Oliven zum Einsatz. Ihr könnt natürlich auch grüne Oliven verwenden, wenn euch die besser schmecken. Allerdings würde ich bei beiden, egal ob grün oder schwarz, darauf achten, dass die Oliven keine Kerne mehr enthalten. Olivenkerne empfinde ich bei einer Pizza immer als etwas störend.

    Welche Erinnerungen habt ihr an die in Deutschland erhältlichen Oliven aus den 80ern? Hattet ihr das Glück, bessere Oliven essen zu können? War eventuell einfach mein Supermarkt schlecht sortiert?

    Zutaten Teig (5 Stück):

    525 g Dinkelmehl (Type 630) + mehr zum Backen
    8 g Trockenhefe
    1,5 TL Zucker
    270 ml lauwarmes Wasser
    3 TL Salz
    4 EL Olivenöl
    10 EL Dinkelgrieß

    Zutaten Belag (5 Stück):

    780 g stückige Tomaten
    2 TL Salz
    Pfeffer
    1 TL Oregano
    300 g geriebener Belle Blanche
    10 Basilikumblätter
    schwarze Oliven

    Zubereitung:

    • Den Pizzastein ca. 1 Stunde bei 250°C auf Ober- und Unterhitze vorheizen.
    • 525 g Mehl in eine Schüssel geben.
    • Im Mehl eine Mulde formen und dort Hefe und Zucker hineingeben.
    • 30 ml Wasser in der Mulde auf die Hefe gießen und alles mit ein bißchen Mehl abdecken.
    • Die Schüssel ca. 5 min stehen lassen bis sich Blasen in der Mulde gebildet haben.

    Pizzateig

    • Das restliche Wasser, sowie 3 TL Salz und 4 EL Olivenöl in die Schüssel geben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
    • Den Teig abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich ungefähr verdoppelt hat.
    • Währenddessen die stückigen Tomaten, Salz und Pfeffer sowie Oregano vermischen.

    Pizzasoße

    • Hat sich der Teig ungefähr verdoppelt, dann daraus fünf Teigstücke bilden, die möglichst gleich groß sind.
    • Nun auf der Pizzaschaufel 1/2 EL Mehl vermischt mit 2 EL Grieß verteilen. Das sorgt dafür, dass der klebrige Pizzateig nachher gut auf den Pizzastein rollt.
    • Ein Teigstück nehmen, von außen leicht einmehlen und den Teig vorsichtig mit den Händen größer und dünner ziehen, so dass er eine schöne runde Form erhält. Es sollte vermieden werden, den Teig auszurollen, denn dann geht ein Teil des Volumens wieder verloren, das während der „Gehzeit“ enstanden ist.
    • Den Teig auf die Pizzaschaufel legen.
    • 1/5 der Tomatensoße auf dem Teig verteilen.
    • 60 g geriebenen Belle Blanche darauf verteilen.
    • Die Oliven klein schneiden und damit die Pizza belegen.

    Pizzaschaufel

    • Mit einer ruckartigen Bewegung den Teig von der Pizzaschaufel auf den Pizzastein rollen lassen.
    • Die Pizza 7 – 10 min im Bratrohr backen bis der Teig knusprig braun geworden ist und auch der Käse etwas braune Farbe angenommen hat.
    • Vorsichtig die fertige Pizza mit der Pizzaschaufel aus dem Bratrohr holen und die nächste Pizza zubereiten. Ihr könnt auch bereits während des Backens die nächste Pizza belegen und auf der Pizzaschaufel vorbereiten. Die fertige Pizza müsst ihr dann eben mit etwas anderem, wie z.B. einem Pfannenwender, aus dem Rohr holen.
    • Die fertige Pizza mit Basilikum dekorieren.

    Die Pizza nimmt am Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – O teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - O

    Osterhasen-Cupcakes mit Kirschfüllung – Interview mit dem Osterhasen

    Ostern steht bald vor der Türe und was würde zum Osterbrunch besser passen als kleine, süße Osterhasen-Cupcakes? Damit ihr noch Zeit habt, sie vorzubereiten, hat mir der Osterhase schon ein paar Tage vor Ostern die Ehre gegeben und hat Modell gestanden. Allerdings war er etwas scheu und wollte nicht sein Gesicht im Internet sehen (ich sag nur Datenschutz!). Deshalb müsst ihr euch leider mit seiner Rückseite zufrieden geben. Ich war froh, dass ich ihn überhaupt für meine Idee gewinnen konnte und er Zeit für mich hatte. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, welchen Stress er an den Tagen vor Ostern hat.

    Osterhasen-Cupcakes

    Während der Osterhase für meine Osterhasen-Cupcakes Modell stand sind wir ein bißchen ins Plaudern gekommen. Er hat mir erzählt, dass er schon seit mindestens 1682 Osterhase ist. An das genaue Jahr kann er sich auch nicht mehr erinnern, ist schießlich schon eine Weile her. Damals war sein Wirkungsgebiet nur auf Teile des süddeutschen Raumes begrenzt. Seine Kollegen waren damals für die anderen Gegenden zuständig. In Teilen von Westfalen, Niedersachsen und in Bayern gab es z.B. den Osterfuchs, in Thüringen den Storch, in der Schweiz den Kuckuck, in Tirol die Henne und in Böhmen den Hahn, die den Kindern die Ostereier gebracht haben. Seine Kollegen haben irgendwann diese Ämter an den Nagel gehängt. Warum das so war, könne er sich auch nicht erklären. Es sei schließlich eine wundervolle Aufgabe, Kindern am Ostersonntag eine Freude zu bereiten. Das war auch der Grund, warum er sich damals entschlossen hat, auch die Gegenden seiner Kollegen zu übernehmen.

    Mittlerweile verschlägt es den Osterhasen sogar bis in die USA oder Australien. Denn auch dort gibt es Kinder, die den Brauch des Osterhasen kennen – den deutschen Auswanderern sei Dank. Ob er die USA und Australien mit dem Schiff oder dem Flugzeug erreicht, das wollte er mir nicht verraten. Ich tippe auf das Flugzeug. Schließlich muss er alle Länder innerhalb kurzer Zeit erreichen, damit pünktlich am Ostersonntag die Ostereier in den Nestern liegen. Auch wie er es schafft, an so vielen Orten innerhalb kürzester Zeit alle Eier zu verstecken, wollte er mir nicht verraten. Geheimnis bleibt eben Geheimnis – verständlich!

    Wer jetzt denkt, der Osterhase hat ein stressfreies Leben, da er nur einen Tag pro Jahr arbeiten muss, der irrt. Die restlichen Tage des Jahres hoppelt er von einem Versteck zum nächsten, immer auf der Flucht vor Paparazzi. Sein oberstes Gebot ist es nämlich, den Zauber um sich und Ostern zu bewahren. Dazu gehört natürlich, dass er seine Identität nicht verrät, um so jedes Jahr aufs Neue die Kinder mit kleinen Nestern überraschen zu können.

    Wie haltet ihr es mit dem Osterbrauch? Kommt zu euch der Osterhase und versteckt bunt gefärbte Eier und Süßigkeiten?

    Zutaten (für 20 bis 25 Osterhasen-Cupcakes):

    2 Eier
    160 ml Mandelmilch / Milch
    80 g Margarine
    200 g Dinkelmehl (Type 630)
    125 g Kokosblütenzucker / Zucker
    1 Prise Salz
    1 gehäufter TL Backpulver
    20 bis 25 Schattenmorellen aus dem Glas
    Kokosmilch-Joghurt
    grüne Zuckerkügelchen
    weißes Marzipan
    Erdbeer-Fruchtpulver / rosa Marzipan
    Puderzucker
    Wasser

    Zubereitung:

    • Eier, Mandelmilch und Margarine verrühren.
    • Mehl, Kokosblütenzucker, Salz und Backpulver dazu geben und alles gut verrühren.
    • Den Teig in die Muffinförmchen füllen, so dass der Boden der Förmchen bedeckt ist.
    • In die Mitte jedes Förmchens eine Kirsche legen.

    Schattenmorellen im Cupcaketeig

    • Den restlichen Teig über die Kirschen geben, so dass diese möglichst komplett vom Teig verdeckt sind.
    • Bei Umluft 170°C (mittlere Schiene) ca. 15 min im nicht vorgeheizten Ofen backen.
    • Die Cupcakes aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
    • Sobald die Cupcakes abgekühlt sind, jeden Cupcake mit einem Klecks Kokos-Joghurt bestreichen und diesen komplett auf dem Teig verstreichen.
    • Die grünen Zuckerkügelchen auf einen kleinen Teller legen. Die Cupcakes kopfüber in die grünen Zuckerkügelchen tauchen, so dass diese am Joghurt kleben bleiben.
    • Aus dem weißen Marzipan eine halbe Kugel als Hasenpo formen.
    • Für das Hasenschwänzchen eine kleine Kugel aus dem weißen Marzipan formen.
    • Für die Füße zwei Marzipankugeln formen, die etwas größer als das Schwänzchen sind. Diese dann jeweils etwas platt drücken und dabei in die Länge ziehen.
    • Für die rosa Laufflächen zwei Kugeln aus dem weißen Marzipan /rosa Marzipan formen, die um einiges kleiner sind als das Schwänzchen. Diese möglichst platt drücken. Dabei müssen sie insgesamt kleienr sein als die Füsse breit sind.
    • Nun noch sechs ganz kleine weiße /rosa Marzipankugeln formen, die später als rosa Zehen verwendet werden.
    • Um nun den Osterhasen zusammenzusetzen etwas Puderzucker mit Waser verrühren, so dass eine zähe Masse entsteht, die nun als Puderzuckerkleber verwendet wird.
    • Nun als erstes die große Halbkugel auf dem „Gras“ befestigen.
    • Anschließend für das Schwänzchen mittig auf dem Hasenpo etwas Puderzuckerkleber geben, das Schwänzchen anbringen und vorsichtig fest drücken.
    • Für die weißen Füße am Po als erstes an den gewünschten Stellen Puderzuckerkleber verteilen und anschließend die Füße vorsichtig befestigen.
    • Die weißen Laufflächen mit Puderzucker an den Füßen befestigen.
    • Zum Schluß noch die sechs Zehen mit Puderzuckerkleber an den Füßen befestigen.
    • Mit einem dünnen lebensmittelgeeigneten Pinsel das rosa Erdbeer-Fruchpulver auf die laufflächen und die Zehen aufbringen.
    • Damit nichts verrutscht und alles gut aushärten kann, die fertigen Osterhasen-Cupcakes kurz in den Kühlschrank stellen.

    Dauer: ca. 2 – 3 Stunden

    Diesen Monat sammle ich eure Rezepte, deren Namen mit O beginnen. Meine Osterhasen-Cupcakes nehmen daran natürlich auch teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - O

    Himbeer-Smartieskuchen

    Viele bunte Smarties! Ja, so wollte ich meinen Himbeer-Smartieskuchen aussehen lassen. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, dass die Farben in den einzelnen Smarties-Röhren so unterschiedlich verteilt sind.

    Himbeer-Smartieskuchen

    Zum Glück hatte ich schon etwas mehr Smarties gekauft, da ich nicht genau abschätzen konnte, wieviele der kleinen bunten Dinger ich benötige, um damit meinen Kuchen zu verzieren. Dass manche Farben in einer 150 g Röhre allerdings extrem oft vorkommen und Smarties in einer anderen Farbe in derselben Röhre nur 4 Mal vorkommen, davon bin ich wirklich nicht ausgegangen. Liebe Smarties-Hersteller, wie soll man denn mit dieser Mischung vernünftig einen Kuchen verzieren, der den eigenen Ansprüchen genügt? Mein Plan war nämlich, einen schönen Farbverlauf von Innen nach Außen zu erstellen: gelb, orange, rot, rosa, lila. Aber ne, geht nicht. Von lila waren so wenig vorhanden, dass ich selbst mit der Ausbeute aus 2 Röhrchen keinen äußersten Rand zustande bekommen hätte. Rot war auch ein Problem, da die Hälfte der roten Smarties eine farbliche Mischung aus rosa und rot war, die eine leichte Tendenz zum rot hatte.

    Aber genug geschimpft. Der Himbeer-Smartieskuchen war lecker. Wenn ihr ihn nachbacken wollt, denkt einfach daran, reichlich Smarties zu kaufen, so dass ihr nicht dasselbe Farbenproblem habt, wie ich. Es werden sich schon „Opfer“ finden, die die restlichen Smarties essen, die es nicht auf den Kuchen geschafft haben. 😉

    Als kleiner Tip noch vorweg: Legt die Smarties, bevor ihr sie auf der flüssigen Schokolade anordnet, auf dem Tisch als farbige Kreise zurecht. Dann könnt ihr die Farbreihenfolge so lange ändern, bis ihr komplette Kreise erhaltet. Denn sind die Smarties bereits auf der flüssigen Schokolade, solltet ihr sie nicht mehr entfernen. Andernfalls wird eure Schokolade nicht mehr schön glatt aussehen.

    Hatte ich einfach nur Pech mit dem Inhalt meiner Smarties-Packungen oder sind bei euch auch immer von einer Farbe extrem viele und von der anderen extrem wenig Smarties enthalten?

    Himbeer-Smartieskuchen

    Zutaten Himbeer-Smartieskuchen (Kuchenform 15 cm Durchmesser):

    50 g Margarine + Margarine zum Einfetten der Form
    1 Ei
    60 g Kokosblütenzucker / Vanillezucker
    95 g Dinkelmehl (Type 630) + Dinkelmehl für die Form
    1/3 Päckchen Backpulver
    15 g Kakaopulver
    65 ml Mandelmilch / Milch
    4 TL Himbeer-Marmelade
    100 g zartbitter Schokolade
    ca. 200 g Smarties

    Himbeer-Smartieskuchen

    Zubereitung:

    • Margarine, Ei und Kokosblütenzucker schaumig rühren.
    • Mandelmilch, Mehl, Backpulver und Kakao dazu geben und noch einmal mit dem Mixer verrühren bis es ein glatter Teig ist.
    • Die Kuchenform mit ein bißchen Margarine mit einem Pinsel einfetten und mit etwas Mehl ausschwenken, so dass der gebackene Teig nicht kleben bleibt. Das überschüssige Mehl entfernen.
    • Teig in die Kuchenform füllen und im nicht vorgeheizten Bratrohr bei 180°C ca. 35 min im Bratrohr backen. Anschließend auskühlen lassen.
    • Sobald der Kuchen ausgekühlt ist, in der Mitte quer durchschneiden, so dass 2 gleich große Kuchenböden entstehen. Falls die Oberseite des oberen Kuchenboden beim Backen zu spitz wurde, dort ein bißchen abschneiden, so dass der Kuchen gerade ist und am Schluss gut verziert werden kann.
    • Die untere Kuchenhälfte mit der Marmelade bestreichen und anschließend den zweiten Kuchenboden darauf legen.
    • Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Dabei darauf achten, dass die Schokolade nicht heißer als 28°C bis 29°C wird, da sie ansonsten grau werden kann.
    • Die flüssige Schokolade gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen und etwas über den Rand hinunter laufen lassen.
    • Die Smarties sofort kreisförmig auf der flüssigen Schokolade anordnen.

    Dauer: ca. 2 Stunden

    Da ich diesen Monat immer noch eure vegetarischen Gerichte sammle, deren Namen mit H beginnen, nimmt auch dieser Kuchen daran teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - H

    Blutorangen-Grapefruit-Sorbet

    Jahre lang war ich hautpsächlich ein großer Fan von roten Früchten. Himbeeren, rote Johannisbeeren und Erdbeeren mochte ich in jeder Variante – frisch vom Strauch, als Eis, in einem Kuchen… Orangen und Mandarinen hingegen mochte ich hauptsächlich wegen ihres umwerfenden Geruchs. Zu oft hatte ich in der Vergangeheit einfach das Pech, dass die Mandarinen strohig waren und nach nichts geschmeckt hatten. Orangen mochte ich auch nicht so gerne. Warum kann ich gar nicht genau sagen. Diesen Winter hingegen waren die Mandarinen ein Traum. Nur eine war bislang nicht ganz so aromatisch. Die restlichen waren so saftig und geschmacksintensiv, dass ich manchmal auch mehrere nacheinander gegessen habe. Sind das mittlerweile andere Züchtungen als noch vor ein paar Jahren oder ist dieser Winter klimatisch bedingt einfach perfekt geeignet für Zitrusfrüchte?

    Blutorangen-Grapefruit-Sorbet

    Schon Anfang Dezember hatte ich mir eigenbildet, ein leuchtend rotes Blutorangen-Grapefruit-Sorbet zu Weihnachten zuzubereiten. Für mich haben die Blutorangen etwas festlich, weihnachtliches an sich (obwohl der Begriff „Blut“ in den Blutorangen eher weniger passend ist) und das Sorbet wäre einfach perfekt für diesen Anlass. Weihnachten ist immer näher gerückt und es gab immer noch keine Blutorangen zu kaufen. Ich war in verschiedenen Supermärkten, ich war auf dem Markt; überall dasselbe Ergebnis – es gab keine Blutorangen. Also Planänderung: das Blutorangen-Grapefruit-Sorbet sollte es zu Silvester geben. Blöd nur, dass zwischen Weihnachten und Silvester gerade mal eine Woche liegt. Ich hätte mir eigentlich denken können, dass ich dann auch noch keine Blutorangen kaufen kann. Aber nein, ich wurde endlich fündig und konnte einige Blutorangen ergattern. Zu Hause angekommen wollte ich die erste gleich probieren, um festzustellen, wie aromatisch sie ist. Als ich sie geschält habe, kam die große Enttäuschung. Es war eher eine Orange, durchzogen mit einem Hauch roter Farbe an ganz wenigen Stellen. Man musste schon genau hinsehen, um zu erkennen, dass sie in irgendeiner Weise mit den Blutorangen verwandt ist. Das erklärt auch die Anzeige „Halbblutorangen“, die ich zur selben Zeit in einem Supermarkt-Prospekt entdeckt habe, wobei ich bei dem Wort Halbblutorangen eher an „Harry Potter und der Halbblutprinz“ denken musste als an Früchte. Meine so genannten Blutorangen hätte ich nicht einmal als Halbblutorangen bezeichnet, so gering wie ihr Rotanteil war.

    Nachdem ich also zu Silvester von meiner Blutorangenausbeute etwas gefrustet war, habe ich auf dem Markt nochmal bei einem Sizilianer nachgefragt, ab wann es rote Blutorangen gibt. Der muss sich damit auskennen, schließlich kommen viele Blutorangen, z.B. die Moro-Orangen, aus Sizilien. Die richtig roten Blutorangen würde es ab Mitte Januer geben, war seine Auskunft. Und was haben wir jetzt? Mitte Januar. Bingo! Es ist also genau die richtige Zeit für ein Blutorangen-Sorbet. Damit das Sorbet aber nicht nur aus Blutorangen besteht, wollte ich noch eine weitere Zitrusfrucht, die auch farblich Richtung rot tendiert. Dieses Mal hat es das Schicksal gut mit mir gemeint. Denn im Supermarkt gab es nicht nur orange-farbige Grapefruits, sondern auch Pink Grapefruits, die farblich perfekt zu den Blutorangen passen. Auch wenn man im Winter weniger Verlangen nach Eis oder Sorbet hat, dieses Sorbet fand ich trotzdem perfekt für die Jahreszeit, da es schön winterlich geschmeckt hat. Weiter unten gibt es eine Beschreibung wie ihr das Rezept mit und ohne Eismaschine* zubereiten könnt. Da ich eine Eismaschine mit Kompressor habe, kann die Gefrierzeit bei einer Eismaschine, die im Gefrierschrank vorgekühlt werden muss, natürlich von meiner Zeitangabe abweichen.

    Blutorangen und Grapefruit

    Einerseits finde ich es schön, dass es mittlerweile noch immer Obst und Gemüse gibt, das man nicht das ganze Jahr über kaufen kann. So verliert es nicht seinen Reiz und ist doch noch etwas besonderes, auf das man sich freut, fast wie vor 50 Jahren. Dort gab es z.B. Tomaten nur einige Wochen im Jahr und die restliche Zeit des Jahres konnte man sie einfach nicht essen. Oder die fleißige Hausfrau hatte vorgesorgt und z.B. einen großen Vorrat Tomatensoße eingekocht. Heutzutage hingegen wird man von der Fülle von nicht-saisonalem Obst und Gemüse, das um die halbe Welt gereist ist, nur um auf unseren deutschen Tellern zu landen, regelrecht erschlagen. Und ja, ich verfalle auch öfters den Verlockungen, davon etwas zu kaufen, auch wenn ich deswegen ein schlechtes Gewissen habe. Aber Wintergemüse ist leider nicht unbedingt mein Fall, jedenfalls wenn ich den ganzen Winter über nur davon essen müsste.

    Wie handhabt ihr das mit Obst und Gemüse? Kauft ihr wirklich nur saisonal ein oder gibt es bei euch auch „Ausrutscher“?

    Zutaten (2 Portionen Blutorangen-Grapefruit-Sorbet):

    575 g Blutorangen
    475 g Pink Grapefruit
    1/2 – 1 TL Naschkatzl
    1 EL Kokosblütenzucker / Zucker

    Zubereitung mit der Eismaschine:

    • Die Blutorangen und die Grapefruit halbieren und auspressen.
    • Den Fruchtsaft zusammen mit Naschkatzl und Kokosblütenzucker ca. 10 min auf maximaler Temperatur in einem Topf erhitzen. Dadurch löst sich der Zucker auf und der Saft wird ein bißchen reduziert und somit geschmacksintensiver.
    • Den erhitzen Saft auskühlen lassen.
    • Den Saft in der Eismaschine 30 min. gefrieren lassen.

    Zubereitung ohne Eismaschine:

    • Die Blutorangen und und die Grapefruit halbieren und auspressen.
    • Den Fruchtsaft zusammen mit Naschkatzl und Kokosblütenzucker ca. 10 min auf maximaler Temperatur in einem Topf erhitzen. Dadurch löst sich der Zucker auf und der Saft wird ein bißchen reduziert und somit geschmacksintensiver.
    • Den erhitzen Saft auskühlen lassen.
    • Den Saft am besten in eine Metallschüssel geben. Dort gefriert der Saft schneller auch an den Rändern als in einer Plastikschüssel.
    • Die Schüssel mit dem Saft ins Gefrierfach stellen.
    • Damit sich während des Gefrierens keine allzu großen Eiskristalle im Sorbet bilden, muss das Sorbet immer im Abstand von ca. 15 bis 30 min. mit einer Gabel einmal komplett durchgerührt werden bis es die erwünschte Konsistenz erreicht hat.

    * Werbung: Link zu meinem Kooperationspartner

    Dinkel-Roggen-Sauerteigbrot

    Ihr steht in der Küche. Der Duft von frisch gebackenem Brot erfüllt den Raum. Ihr öffnet das Bratrohr. Die perfekte, knusprige, braune Kruste eines frisch gebackenem Brotlaibs grinst euch frech entgegen und wartet nur darauf angeschnitten zu werden. Na, läuft euch das Wasser im Munde zusammen?

    Dinkel-Roggen-Sauerteigbrot

    Für mich gibt es nichts Besseres als ein ofenfrisches, saftiges, köstlich duftendes Brot, das noch lauwarm vom Backen ist. Ich brauche dann keine besonderen Brotaufstriche. Mir genügt das pure Brot, eventuell noch mit einer dünnen Schicht Butter, die durch die Wärme des Brotes schmilzt, und etwas Salz oder Schnittlauch. Selbst das Brot braucht dann keinen großen Schnickschnack wie eingebacken Nüssen, getrocknete Tomaten, Kräuter oder Oliven.

    Damit ich nun öfters in diesen Genuss eines noch warmen Brotes komme (und nicht nur dann, wenn ich das Glück habe, gerade beim Bäcker mein Brot zu kaufen, wenn es frisch aus dem Ofen kommt) habe ich vor einiger Zeit beschlossen, wieder öfters selbst Brot zu backen. In der Vergangenheit habe ich hauptsächlich Hefeteig dafür verwendet, wie z.B. beim Parmesan-Oregano-Brot, Kastenbrot oder Pistazienbrot. Vor einem Brot mit Sauerteig bin ich immer zurück geschreckt. Warum? Die ganzen Rezepte für ein Sauerteigbrot klangen meistens sehr aufwendig. Sie enthielten einen Vorteig und einen Hauptteig. Und was bitte schön ist ein Anstellgut? Trotzdem hat mich der Gedanke nicht los gelassen, selbst ein Sauerteigbrot zu backen, mit einer Kruste, die kracht, wenn man hinein beisst. Und auch wenn das unten stehende Rezept aufwendig und kompliziert klingt, nachdem ich nun einige Male das Dinkel-Roggen-Sauerteigbrot gebacken habe, finde ich es überhaupt nicht mehr kompliziert und erfreue mich jedes Mal am leckeren Ergebnis. Oft backe ich sogar zwei Brotlaibe und friere den zweiten einfach ein.

    Dinkel-Roggen-Sauerteigbrotscheibe

    Als ich mich mit diesem Thema dann doch ausführlicher befasst habe, ein paar sehr interessante Artikel darüber gelesen und viele Rezepte durchforstet habe, habe ich es nun endlich gewagt, ein Sauerteigbrot zu backen. Viel zu lange hat auch mein Gärkorb auf seinen ersten Einsatz gewartet. Jedoch habe ich mich nicht getraut, das Anstellgut selbst herzustellen. Denn in den ganzen Beschreibungen, die ich gefunden habe, wurde der Geruch des essbaren Anstellguts beschrieben und der Geruch, wenn etwas schief ging und sich die Fäulnisbakterien durchgesetzt haben. Da ich Bedenken hatte, dass ich aufgrund der fehlenden Erfahrung mit selbst gebackenem Suaerteigbrot den Unterschied nicht erriechen kann, habe ich einmalig den Sauerteig als Extrakt gekauft und verwendet. Die eine Hälfte des ersten Anstellguts habe ich zum Backen des Dinkel-Roggen-Sauerteigbrotes verwendet und die andere eingefroren. Seitdem verwende ich von dem eingefroreren Anteil immer die eine Hälfte zum Backen des Brotes. Die andere Hälfte friere ich dann erneut ein und kann sie für die Herstellung des nächsten Anstellgutes verwenden. Wie das genau funktioniert, erkläre ich euch gleich. 😉

    Um meine bisherigen Brotteige oder auch Kuchenteige zu kneten, habe ich immer einen Handmixer verwendet. Warum andere dafür eine Küchenmaschine verwendet haben, war mir immer ein Rätsel, genügte doch der Handmixer vollkommen. Als ich nun das erste Mal den Teig für das Dinkel-Roggen-Sauerteigbrot mit dem Handmixer rühren wollte, wurde mir der Grund schnell klar. Ich hatte mit der Konsitenz der Teige in der Vergangeheit einfach immer nur Glück, da sie viel flüssiger war. Dieser Brotteig hingegen ist etwas fester und die Anschaffung einer Küchenmaschine* war dringend nötig. Damit geht das Kneten des Teigs viel leichter von der Hand.

    Dinkel-Roggen-Sauerteigbrot angeschnitten

    Zutaten Dinkel-Roggen-Sauerteigbrot:

    30 g Dinkel-Sauerteig Extrakt (gibt es im Supermarkt oder Reformhaus zu kaufen)
    475 ml Wasser
    400 g Roggenmehl (Type 1150)
    350 g Dinkelmehl (Type 630)
    7 g Trockenhefe
    1 EL Zucker
    1 EL Salz

    Zubereitung:

    • Das Dinkel-Sauerteig Extrakt in einer kleinen Schüssel mit 50 g Dinkelmehl und 50 ml Wasser vermischen und abgedeckt mindestens 8 Stunden ruhen lassen.
    • ** Nun 50 g Dinkelmehl und 75 ml Wasser hinzugeben und erneut 8 Stunden abgedeckt ruhen lassen.
    • 100 g dieses Vorteigs einfrieren, die andere Hälfte des Vorteigs für das Brot verwenden. Ab sofort muss der eingefrorene Vorteig für das nächste Brot nur noch aufgetaut werden und ihr könnt beim zweiten Schritt (**) beginnen.
    • In einer kleinen Schüssel 350 ml lauwarmes Wasser, Hefe und Zucker vermischen und ca 5 min. stehen lassen.
    • Währenddessen die nicht eingefroreren Hälfte des Vorteigs mit 400 g Roggenmehl, 250 g Dinkelmehl und dem Salz vermischen.
    • Nun das Hefewasser in den Teig geben, zu einem glatten Teig verrühren und alles an einem warmen Ort abgedeckt ca. 1 Std. gehen lassen.
    • Den Gärkorb etwas einmehlen, so dass sich der geformte Teig besser wieder heraus lösen läßt.

    Teig im Gärkorb

    • Den Teig in den Gärkorb geben und mit einem sauberen Geschirrhandtuch abdecken. Den Teig erneut an einem warmen Ort ca. 30 min. gehen lassen.
    • Währenddessen ein Blech in das Bratrohr schieben (mittlere Schiene) und bei Umluft auf 220°C vorheizen.
    • Ein Backpapier auf das Backblech legen.
    • Eine Tasse kochendes Wasser vorbereiten.
    • Den Brotteig aus dem Gärkorb auf das Backblech stürzen.
    • Das kochende Wasser auf den Ofenboden schütten, so dass sich schnell Wasserdampf im Bratrohr bildet und dadurch die Kruste des Brotes knuspriger wird. Dieser und der vorherige Schritt müssen schnell ablaufen, da andernfalls der Teig zusammen sackt.
    • Das Brot 15 min. bei 220°C backen.
    • Die Türe des Bratrohrs kurz öffnen, um den Wasserdampf entweichen zu lassen.
    • Die Temperatur auf 190°C reduzieren.
    • Das Dinkel-Roggen-Sauerteigbrot weitere 35 min. backen bis es die gewünschte Bräune erreicht hat.

    Dieses Rezept nimmt am Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – D teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - D

    * Werbung: Link zu meinem Kooperationspartner

    Cupcakes mit winterlichen Gesichtern

    Mich bekommt heute nichts und niemand vor die Haustüre. „Aktuell hat es minus 15 Grad“ war das Erste, das ich heute morgen gehört habe als ich den Radio angeschaltet habe und gerade der Wetterbericht lief. Die Aussicht, dass es heute doch noch bis zu minus 6 Grad „warm“ wird, hat meine Meinung auch nicht geändert.

    Cupcakes mit winterlichen Gesichtern

    Zum Glück habe ich schon alle Wochenendeinkäufe gemacht, so dass es wirklich keinen Grund für mich gibt, mich heute in die Kälte zu begeben. Statt dessen werde ich es mir auf dem Sofa, eingemummelt in eine dicke Decke, mit einem warmen Tee gemütlich machen. Außerdem warten noch ein paar Folgen der fünften Staffel der „2 broke girls“ auf mich.

    Morgen soll es nochmal schneien, so dass die Natur ihr mittlerweile leicht grau gewordenes Winterkleid wieder etwas heraus putzen kann. In der Fernsehwerbung für Waschmittel würde jetzt eine Dame im luftig weiß-grauen Sommerkleid ins Bild tänzeln und eine freundlich klingende Stimme aus dem Off würde mir erklären, dass ich unbedingt Waschmittel XY verwenden müsse, um diesen Grauschleier vom Kleid zu entfernen und es wieder in ein blütenweißes Kleid zu verwandeln. Bitte liebe Natur, glaube nicht alles, was man dir in der Werbung erzählt. Lass es morgen, wie versprochen, einfach wieder schneien und dein Winterkleid wird automatisch wieder leuchtend weiß! Passend zur klirrenden Kälte habe ich für euch Cupcakes mit winterlich bemützten Gesichtern.

    Wie verbringt ihr diesen kalten Tag? Wagt ihr euch in die Kälte oder verschanzt ihr euch, wie ich, im warmen Haus?

    Zutaten (für 20 bis 25 Mini-Cupcakes):

    2 Eier
    160 ml Mandelmilch / Milch
    80 g Margarine
    200 g Dinkelmehl (Type 630)
    110 g Kokosblütenzucker / Zucker
    2 EL Naschkatzl bzw. zusätzliche 2 EL Kokosblütenzucker / Zucker
    1 Prise Salz
    20 bis 25 Schattenmorellen aus dem Glas
    weißes Marzipan
    blaue Lebensmittelfarbe
    Schokostreusel
    Erdbeer-Fruchtpulver
    beige Zuckerkugeln

    Zubereitung:

    • Margarine rechtzeitig aus dem Kühlschrank stellen.
    • Eier, Mandelmilch und Margarine verrühren.
    • Mehl, Kokosblütenzucker, Naschkatzl, Salz und Backpulver dazu geben und gut vermischen.
    • Den Teig in die Muffinförmchen füllen. Dabei jedes Muffinförmchen nur zur Hälfte mit Teig füllen.
    • In jedes Muffinförmchen eine Schattenmorelle legen.
    • Die Schattenmorellen mit dem restlichen Teig bedecken.
    • Bei Umluft 170°C (mittlere Schiene) ca. 15 min im nicht vorgeheizten Ofen backen.
    • Die Förmchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
    • Das weiße Marzipan zwischen Frischhaltefolie ausrollen und mit einem runden Plätzchenausstecher so viele runde Marzipankreise ausstechen, wie ihr Cupcakes gebacken habt. Bei den Minion-Cupcakes habe ich das bereits genauer beschrieben und bebildert.
    • Die runden weißen Marzipankreise auf die Cupcakes legen.
    • Weißes Marzipan mit blauer Lebensmittelfarbe färben bis der gewünschte Farbton für die Mützen erreicht ist.
    • Das blau gefärbte Marzipan wie oben beschrieben ausrollen und mit demselben runden Plätzchenausstecher wie oben auch die Grundform der Mütze ausstechen.
    • Mit einem scharfen Messer die Muster in die Mütze ritzen.
    • Für jede Mütze mit demselben runden Plätzchenausstecher aus dem gefärbten Marzipan dünne gebogene Streifen für den Mützenrand ausstechen.
    • Auch in den Mützenrand mit einem scharfen Messer dünne Striche einritzen.
    • Aus dem blauen Marzipan kleine Kugeln für die Mützenbommel formen, diese platt drücken und danach ebenfalls mit dem Messer einritzen.
    • Nun die Mützen aus den drei eben hergestellten Teilen auf dem weißen Marzipan-Gesicht zusammen setzen.
    • Für die Augen mit einem Schaschlikspieß jeweils zwei Löcher in das weiße Marzipan stechen.
    • In jedes Augenloch einen Schokostreusel stecken. Die beiden Schokostreusel sollten in jedem Gesicht gleich lang sein, damit nicht einer weiter heraus schaut als der andere. Notfalls muss dies mit der Tiefe des Augenlochs ausgeglichen werden.
    • Den Mund mit dem scharfen Messer einritzen.
    • Für die rosa Bäckchen das Erdbeer-Fruchtpulver vorsichtig mit einem Lebensmittelpinsel verteilen.
    • Als Nase die beigen Zuckerkugeln verwenden.

    Dauer: ca. 2 – 3 Stunden

    Bockshornklee-Brot in Sternenform

    Habt ihr schon mal Bockshornklee probiert? Ich habe ihn erst vor ca. einem Jahr bewusst kennengelernt. Es wurde mir ein Ziegenkäse mit Bockshornkleesamen empfohlen. Der Geschmack war einfach göttlich.

    Bockshornklee-Brot in Sternenform

    Der Bockshornklee war bereits im Alten Ägypten bekannt, wo er in der Pflanzenheilkunde eingesetzt wurde. Auch Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp haben ihn in ihren Anwendungen verwendet. In der indischen Küche werden sowohl die Samen als auch die Blätter des Bockshornklees benutzt.

    Als ich in einem Gewürzladen dann getrocknete Bockshornkleeblätter gefunden habe, konnte ich nicht widerstehen und habe sie gekauft. Zu Hause lagen die Blätter nun einige Monate im Schrank. Der Geruch der Blätter ist zwar umwerfend, ich wusste aber nicht, was ich damit zubereiten sollte. Irgendwann dachte ich mir, dass das Ergebnis bei diesem leckeren Geruch nur toll sein kann und der Geschmack aufgrund von anderen Zutaten nicht untergehen sollte. Da kam mir die Idee, ein Brot mit Bockshornkleeblättern zu backen. Probiert das unbedingt aus! Das Brot war so geschmacksintensiv, dass gesalzene Ziegenbutter als Brotaufstrich komplett ausgereicht hat oder, wie auf dem Foto, ein Chili-Ziegenfrischkäse. Die Sternbackform* sorgt zusätzlich noch dafür, dass das Brot nicht nur geschmacklich der absolute Knaller ist, sondern auch optisch ordentlich was her macht.

    Zutaten (3 kleine Bockshornklee-Brot)

    500 g Dinkelmehl (Type 630) + Mehl für die Backformen
    400 ml lauwarmes Wasser
    8 g Trockenhefe
    1 TL Zucker
    2 TL Salz
    8 TL getrocknete Bockshornkleeblätter
    2 EL Olivenöl + Olivenöl für die Backformen

    Zubereitung

    • Das Mehl in eine Schüssel geben.
    • Salz und Bockshornkleeblätter dazu geben und kurz durchmischen.
    • In einer kleinen Tasse Wasser, Hefe und Zucker so lange verrühren bis sich die Hefe aufgelöst hat.
    • Das Hefewasser zur Mehlmischung geben.
    • Alles abgedeckt ca. 20 min. an einem warmen Ort gehen lassen.
    • Die Innenseiten der Backformen mit Öl einpinseln und anschließend bemehlen, so dass sich das gebackene Bockshornklee-Brot gut aus den Formen lösen lässt.
    • Den Teig gleichmäßig auf alle drei Formen verteilen. Die Formen werden nicht voll werden, aber der Teig wird während des Backens sein Volumen noch stark vergrößern.
    • Die Brotformen stehend 30 min. (unterste Schiene, Umluft) backen.
    • Die Brote aus der Form nehmen und nochmals für ca. 10 min. außerhalb der Backformen auf einem Backblech bei derselben Temperatur backen. Dadurch wird die Brotkruste knusprig.

    Dauer: ca. 1 Stunde 45 Minuten

    Das, was ihr auf nachfolgendem Foto seht, passiert, wenn man nicht daran glaubt, dass sich der Teig während des Backens noch extrem ausdehnt und deshalb die oben beschriebene Teigmenge auf zwei Backformen verteilt. Deshalb lieber drei schön geformte, aber etwas kleinere Brote backen. 😉

    Bockshornklee-Brot

    Dieses Rezept nimmt am Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – B teil.

    Wir kochen uns durch das Alphabet - B

    * Werbung: Link zu meinem Kooperationspartner