Linsen-Kichererbsen-Eintopf

Ich stehe im Supermarkt und will einkaufen – ohne Einkaufszettel. Ich weiß schließlich, was ich für das Abendessen brauche. Kichererbsen – hab ich da noch welche zu Hause? Hmm. Wahrscheinlich schon, aber nehme ich vorsichtshalber noch welche mit, damit ich nicht nochmal in den Supermarkt muss. Und rote Linsen? Da sind eigentlich immer welche im Schrank. Aber habe ich nicht beim letzten Kochen das Glas mit den roten Linsen ziemlich geleert? Besser ich kaufe noch welche, die halten sich ja auch eine Weile. Passierte Tomaten gibt es gerade im Angebot. Super, nehme ich gleich zehn Packungen mit; die brauche ich schließlich oft. Dinkel-Spaghetti gibt es auch gerade wieder von meiner Lieblingsmarke. Die sind immer so schnell ausverkauft. Drei Packungen auf Vorrat müssten erst mal reichen. Ach Quatsch, ich muss gerade wenig im Korb nach Hause tragen, nehme ich lieber gleich fünf Packungen davon mit. Von Nudeln kann ich nie genug bekommen. Zu Hause angekommen freue ich mich erst einmal, dass ich alle Zutaten für das Abendessen gekauft habe. Es kam in der Vergangenheit nicht nur einmal vor, dass ich die Hälfte vergessen habe und nochmal los musste. Beim Blick in den Schrank fällt mir auf, rote Linsen habe ich noch genug da für mindestens fünf Gerichte, Kichererbsen sowieso. Außerdem stapeln sich die passierten Tomaten und Packungen mit Dinkel-Spaghetti in der Vorratskammer.

Linsen-Kichererbsen-Eintopf

Das ist dann immer der Zeitpunkt, an dem ich mir vornehme, das nächste Mal einen Einkaufszettel zu schreiben. Mittlerweile ziehe ich das auch in 50% der Einkäufen durch. Es kommt aber trotzdem vor, dass ich dann zu Hause feststelle, dass ich Dinge, die auf dem Einkaufszettel stehen, nicht gekauft habe, aber dafür einiges anderes, das nicht auf der Liste steht. Dank dieser wunderbar strukturierten Einkäufe ist meine Vorratskammer immer bis ins letzte Ecke gefüllt. Gut zu wissen, dass ich so schnell nicht verhungern werde. Den Überblick, welche Schätze sich in meinem Vorrat befinden, habe ich allerdings nicht mehr so ganz. Deshalb ist mein Plan, die Vorratskammer etwas zu leeren. Rote Linsen, Kichererbsen und passierte Tomaten sind neben den genannten Nudeln (in allen Formen) tatsächlich meine Top 3 der Lebensmittel, die sich bei mir stapeln und die ich zum Glück auch sehr oft esse. Es muss aber trotzdem nicht sein, dass ich damit selbst einen kleinen Laden eröffnen könnte.

Mit dem Linsen-Kichererbsen-Eintopf komme ich also meinem Plan, wieder Herrin über meinen Vorrat zu sein, einen Schritt näher. Noch dazu wird endlich das Glas mit dem Bulgur leer. Besser kann es eigentlich nicht laufen, oder? Doch, kann es. Wenn nämlich aus dem Resteessen ein „Verdammt, wieso habe ich das nicht schon früher gekocht?“-„Das muss ich nächste Woche nochmal kochen, so lecker war es“-Gericht wird. Das war bei diesem Eintopf nämlich eindeutig der Fall. In diesem Jahr habe ich ihn bereits drei Mal gekocht. Und außer dem Bulgur habe ich auch noch meinen Couscous-Vorrat aufgebraucht, denn den gab es alternativ als Beilage zum Linsen-Kichererbsen-Eintopf.

Wie schafft ihr es, einen Überblick über euren Lebensmittelvorrat zu haben? Kauft ihr mit Einkaufsliste ein oder lasst ihr euch auch vom Angebot des Supermarktes verführen?

Zutaten Linsen-Kichererbsen-Eintopf (3 Portionen):

150 g Zwiebeln
1 EL Olivenöl
500 g passierte Tomaten
480 g Kichererbsen aus der Dose (Abtropfgewicht)
225 g rote Linsen (die nicht mehr in Wasser eingeweicht werden müssen)
3 Knoblauchzehen
500 ml Gemüsebrühe
1 TL Salz
Pfeffer
2 TL getrocknete Bockshornklee-Bätter
2 gehäufte TL Harissa Gewürzmischung
1 TL Kreuzkümmel
1 große Tasse Bulgur / Couscous
1,5 große Tassen Wasser

Zubereitung:

  • Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden.
  • Das Olivenöl in einem Topf erhitzen.
  • Die Zwiebelstückchen glasig dünsten.
  • Die passierten Tomaten dazu geben.
  • Die Knoblauchzehen in ganz kleine Stücke schneiden und in den Topf geben.
  • Die Kichererbsen und die roten Linsen dazu geben.
  • Mit der Gemüsebrühe aufgießen.
  • Mit Salz, Pfeffer, Bockshornklee-Blättern, Harissa und Kreuzkümmel würzen.
  • Ca. 15 min. auf maximaler Temperatur kochen, so dass ein Großteil der Flüssigkeit verdampft ist. Deshalb keinen Deckel auf den Topf legen.
  • Währenddessen den Bulgur bzw. Couscous in einen Topf geben, mit 1,5 Tassen kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Zwischendrin ein oder zweimal umrühren.

Dauer: 40 Minuten

Linsen-Kichererbsen-Eintopf beginnt mit L und nimmt deshalb an meinem Blog-Event Wir kochen uns durch das Alphabet – L teil.

Wir kochen uns durch das Alphabet - L

Nudelsalat

Es sieht ganz danach aus als hätten wir das kalte Wetter endgültig hinter uns gelassen, wurde langsam aber auch Zeit. Es wird also Zeit für sommerliche Gerichte wie diesem Nudelsalat.

Nudelsalat

Da die Temperaturen mittlerweile halbwegs sommerlich sind und uns sogar die Sonne die Ehre gegeben hat, hat es sich gestern Abend angeboten zu grillen. Meistens esse ich dann gegrillte Maiskolben oder bereite mir verschiedene Grillpäckchen zu, wie z.B. diese Schafskäse-Grillpäckchen, Halloumi-Grillpäckchen oder, auch noch sehr passend zur Jahreszeit, Spargel-Tomaten-Grillpäckchen. Was aber auf keinen Fall fehlen darf, ist ein Nudelsalat. Am liebsten mag ich ihn mit einem leichten Essig-Öl-Dressing. Die Salate mit Mayonnaise sind mir hingegen zu wuchtig. Das praktische an den Nudelsalaten ist, dass man sie gut vorbereiten kann, denn wenn sie zwei bis drei Stunden Zeit haben, um durchziehen zu können, schmecken sie gleich noch viel besser. Und bleibt etwas übrig, ist das auch kein Problem, am nächsten Tag könnt ihr ihn auch noch gut essen.

Wenn ihr noch auf der Suche nach einem mediterranen Nudelsalat seid, könnt ihr diesen ausprobieren. Wie bereitet ihr am liebsten euren Nudelsalat zu? Was darf bei euch auf keinen Fall fehlen, wenn ihr grillt?

Zutaten (4 Portionen):

500 g Dinkelvollkornnudeln
285 g Mais aus der Dose
280 g Erbsen aus der Dose
1 rote Paprika
200 g Cocktailtomaten
150-250 g geschnittener Gouda
5 g Schnittlauch
4 EL Olivenöl
6 EL Balsamicoessig
3 TL Salz
1/2 TL Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Nudeln kochen und abkühlen lassen.
  • Mais und Erbsen in einem Sieb abspühlen, so dass möglichst viel von der Flüssigkeit, die sich mit in der Dose befand, abgewaschen wird. Anschließend Mais und Erbsen zu den abgekühlten Nudeln geben.
  • Die Parika in kleine Stücke schneiden und zu den Nudeln geben.
  • Die Cocktailtomaten vierteln und zu den Nudeln geben.
  • Die Käsescheiben in kleine Vierecke schneiden und zu den bisherigen Zutaten geben.
  • Den Schnittlacuh klein schneiden und auch dazu geben.
  • Mit Olivenöl, Balsamicoessig sowie Pfeffer und Salz abschmecken.

Dauer: 20 min

Koshari

Wie schnell die Zeit vergeht, wird mir besonders oft bewusst, wenn mir an den letzten Tagen des Monats auffällt, dass ich mir langsam Gedanken machen sollte, wohin es im nächsten Monat während unserer Vegetarischen Weltreise geht. Zu Beginn des Monats überlege ich mir auch immer fleißig, was ich für das aktuelle Reiseziel kochen werde. Mitte des Monats denke ich mir, dass ich noch genug Zeit habe, die ausgesuchten Gerichte zu kochen und zu bloggen. Dann ist Ende des Monats und die Zeit ist mir davon gerannt. Das wollte ich diesen Monat endlich besser machen. Ein Rezept habe ich bereits zu Beginn des Monats gebloggt. Neben Baba Ganoush habe ich ein weiteres ägyptisches Gericht zubereitet, das ich euch aber noch nicht vorgestellt habe – Koshari. Das wird hiermit nun nachgeholt.

Koshari

Obwohl ich schon drei Mal in Ägypten war und noch unzählige weitere Male dorthin möchte, habe ich vor Ort noch nie Koshari gegessen. Wenn man dem Internet glauben darf, ist es das ägyptische Nationalgericht. Zuerst war ich doch etwas skeptisch als ich gesehen habe, dass Nudeln und Reis in einem Gericht kombiniert werden. Zusätzlich werden Tomatensoße, rote Linsen, Kichererbsen sowie geröstete Zwiebel benötigt. Bei der Zubereitung bin ich schließlich an meine Grenzen bzw. die meiner Küchenutensilien geraten. Die Anzahl meiner Töpfe war eindeutig zu wenig für das Gericht, weshalb ich es ohne Kichererbsen zubereitet habe. Beim nächsten Mal werde ich versuchen, die Zubereitung zu optimieren, indem ich mehr in einem Topf zubereiten werde. Hier findet ihr allerdings noch die Anleitung für die Zubereitung von Koshari in vielen Töpfen.

Koshari

Zutaten (4 Portionen):

400 ml Gemüsebrühe
275 g rote Linsen
225 g Basmatireis
600 ml Wasser
100 g Dinkelspaghetti
2 TL Olivenöl
1 mittlere + 165 g weiße Zwiebeln
800 g stückige Tomaten
1 TL Salz
Pfeffer
etwas gemahlene Chili

Zubereitung

  • Die Linsen in der Gemüsebrühe kochen.
  • Gleichzeitig den Reis in 600 ml Wasser kochen.
  • Währenddessen die Nudeln in Salzwasser kochen.
  • Zeitgleich die mittlere Zwiebel in kleine Würfel schneiden und mit 1 TL Olivenöl glasig dünsten.
  • Anschließend die stückigen Tomaten zu den Zwiebelwürfeln geben und unter regelmäßigem Umrühren zum Köcheln bringen.
  • Die Tomatensoße mit 1 TL Salz, Peffer und gemahlenem Chili abschmecken.
  • Währenddessen die 165 g Zwiebeln in Ringe schneiden und mit 1 TL Olivenöl hellbraun dünsten.

Dauer: 45 Minuten

Quelle: dahabtours und Egytext

Vegetarische Weltreise - Ägypten

Gazpacho

Gazpacho ist eine andalusische Suppe, die ich im Sommer sehr gerne esse. Eine Suppe im Sommer fragt ihr euch jetzt? Muss das sein? Oh ja, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Suppen wird die Gazpacho eiskalt serviert und ist somit eine schöne Erfrischung.

Gazpacho

Die aus Andalusien stammende Suppe ist sehr einfach in der Zubereitung und auch genau so erfrischend. Ursprünglich bestand sie nur aus Gurken, Knoblauch, Brot, Salz, Essig und Öl sowie Wasser. Als Christoph Columbus schließlich Tomaten und Paprika nach Europa brachte, wanderten auch diese Zutaten in diese erfrischende Suppe. Mittlerweile gibt es auch andere Varianten der Suppe, auch unterscheiden sie sich in der Konsistenz von dünnflüssig bis dickflüssig. Auch ich halte mich nicht komplett an das Orginal, denn in meiner Version verwende ich kein Brot. Zusätzlich erleichtere ich mir die Zubereitung ein bißchen. Zu Zeiten von Christoph Columbus wurden alle Zutaten mit dem Mörser zerkleinert. Diejenigen unter euch, die einen Pürierstab oder Standmixer haben*, können sich glücklich schätzen. Geht es doch viel einfacher, damit die Zutaten zu zerkleinern.

Was esst ihr am liebsten an warmen Tagen? Habt ihr einen Geheimtip für mich?

Zutaten (ergibt ca. 1 l Suppe):

0,5 l Gemüsebrühe
250 g Tomaten
150 g Salatgurke
1/2 rote Paprika
60 g Zwiebeln
1 EL Olivenöl
1 TL Zitronensaft
Pfeffer
Salz

Zubereitung:

  • Gemüsebrühe kochen und abkühlen lassen.
  • Die Zwiebel, die Tomaten, die geschälte Gurke und die halbe Paprika in grobe Stück schneiden und mit den restlichen Zutaten zur Gemüsebrühe geben.
  • Nun alles mit einem Standmixer oder Pürierstab pürieren.
  • Die Suppe dann noch einige Zeit in den Kühlschrank stellen, damit sie beim Servieren schön kalt ist.

Dauer: ca. 10 Minuten

Diese Suppe nimmt an meinem Blog-Event Tomaten teil.

Blogevent - Tomaten

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Bohnen-Feta-Bratlinge mit Tomaten-Sugo

Gebt mir Schafskäse mit Tomaten und meine Welt ist wieder in Ordnung. Ich liebe sowohl den Geruch als auch den Geschmack, den Schafskäse hat, wenn er erhitzt wird und dann leicht braun ist. Dabei muss ich immer an tolle Urlaube in Griechenland denken, an das Meer, den Strand, die Sonne… Bis auf die Sonne sind das leider alles Sachen, die ich hier nicht gerade ums Eck habe und die Sonne läßt sich in Deutschland leider auch nicht so regelmäßig blicken wie das in Griechenland der Fall ist. Aber egal, ich hole mir die Sonne und meine Urlaubsstimmung einfach von Zeit zu Zeit auf den Teller.

Bohnen-Feta-Bratlinge mit Tomaten-Sugo

Schafskäse und Tomaten sind für mich Lebensmittel, auf die ich nur ungern verzichten möchte. Deshalb kommen sie auch in vielen meiner Gerichte vor, einzeln oder auch sehr gerne zusammen. Denn zusammen sind die beiden für mich ein absolutes Dream-Team. Auf der Suche nach neuen Gerichten bin ich dann auf ein tolles Gericht gestoßen, das Riesenbohnen, Schafskäse und Tomaten vereint. Schon beim Durchlesen ist mir das Wasser im Munde zusammen gelaufen. Beim Essen kam ich gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. Ich hätte niemals gedacht, dass weiße Riesenbohnen und Schafskäse so perfekt harmonieren. Zusammen mit dem Tomaten-Sugo sind die Bratlinge einfach nur perfekt.

Habt ihr auch Lebensmittel oder ganze Gerichte, die euch immer wieder an den Urlaub erinnern und die ihr dann gerne zubereitet, um in Urlaubsstimmung zu kommen oder das kalte, nasse Wetter in Deutschland zu vergessen?

Zutaten (13 Bratlinge):

480 g weiße Riesenbohnen (aus der Dose, Abtropfgewicht)
2 Knoblauchzehen
150 g Schafskäse
Pfeffer
1/2 TL Salz
10 Basilikumblätter
60 g Weizenmehl (Type 405)
ca. 3-4 EL Olivenöl zum Braten

Zutaten (Tomatensugo):

1 mittlere Zwiebel
1 TL Olivenöl
400 stückige Tomaten
1/2 – 1 TL Salz
Pfeffer
1/2 TL Zucker
10 Basilikumblätter

Zubereitung:

  • Die Bohnen in ein Sieb geben und gründlich mit Wasser abspühlen, so dass die Soße, die sich an den Bohnen befindet, nicht mehr vorhanden ist.
  • Die Knoblauchzehen schälen und klein schneiden.
  • Bohnen und Knoblauch in eine Schüssel geben und mit einer Gabel klein drücken.
  • Den Schafskäse klein schneiden oder mit den Fingern zerkrümeln und zu den Bohnen geben.
  • 10 Basilikumblätter klein hacken.
  • Basilikum, Pfeffer sowie ca. 1/2 TL Salz zur Bohnen-Schafskäse-Masse geben. Je nachdem wie salzig euer Schafskäse ist, müsst ihr etwas weniger oder mehr Salz verwenden.
  • Das Mehl ebenfalls dazu geben und alles gründlich vermischen.
  • Nun aus der Bohnen-Schafskäse-Masse Bratlinge formen. Dafür ca. 1,5 – 2 EL Masse nehmen, zu einer Kugel formen und anschließend platt drücken, so dass der Bratling ca. 1 cm dick ist.
  • Sobald alle Bratlinge geformt sind, etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.
  • Die Bratlinge von beiden Seiten jeweils anbraten bis sie die gewünschte Bräune haben.
  • Währenddessen die Zwiebel schälen und würfeln.
  • 1 TL Olivenöl in einen Topf geben.
  • Die Zwiebelstücke im Topf glasig dünsten.
  • Die stückigen Tomaten dazu geben.
  • Mit Pfeffer, Salz und Zucker würzen.
  • Das restliche Basilikum grob hacken und ganz zum Schluß zu den Tomaten geben.

Dauer: 1 Stunde

Quelle: köstlich vegetarisch

Kartoffel-Käse-Rösti

Eventuell ist euch schon aufgefallen, dass es nur sehr wenige Rezepte mit Kartoffeln auf der Tomateninsel gibt. Woran das liegt? Ich bin kein großer Fan von Kartoffeln. Langsam, aber nur sehr langsam taste ich mich an die Kartoffeln heran. Käse hingegen mag ich sehr gerne. Deshalb ist das für mich die perfekte Kombination, um langsam mit den Kartoffeln warm zu werden. Was mich dann doch sehr überrascht hat, war die Tatsache, dass ich von dieser Kombination so begeistert war, dass ich fast traurig war als ich alles gegessen hatte.

Kartoffel-Kaese-Roesti

Von welchem Gericht ich so angetan bin? Kartoffel-Käse-Rösti. Aktuell befindet sich die vegetarische Weltreise in der schönen Schweiz und da bieten sich Rösti natürlich an. Normalerweise genügt es auch, nur Kartoffeln, egal ob gekocht oder roh, zu verwenden. Die darin enthaltene Stärke sorgt dafür, dass die klein geschnittenen Kartoffelstücke als Rösti zusammen kleben. Mit dem geschmolzenen Käse kleben die kleinen Kartoffelstücke natürlich noch besser zusammen, ganz zu schweigen vom tollen Geschmack, den die Rösti aufgrund des zusätzlichen Käses bekommen. Wenn ihr dann noch einen Salat dazu esst, habt ihr eine leckere Mahlzeit.

Vegetarische Weltreise - Schweiz

Zutaten (4 Stück):

1 kg Kartoffeln
300 g Emmentaler
110 g Zwiebeln
etwas Abrieb von einer Muskatnuss
Pfeffer
1 TL Salz
ca. 1-2 EL Olivenöl

Zubereitung:

  • Die Kartoffeln schälen.
  • Anschließend die Kartoffeln mit einer Küchenmaschine oder einer Reibe klein raspeln.
  • Die kleinen Kartoffelstücke ausdrücken, so dass sie etwas Flüssigkeit verlieren.
  • Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Den Emmentaler in kleine Würfel schneiden.
  • Kartoffel-, Zwiebel- und Emmentalerstücke in einer Schüssel vermischen.
  • Die Röstimasse mit Muskat, Pfeffer und Salz würzen.
  • Eine kleine Pfanne verwenden und darin etwas Olivenöl erhitzen.
  • 1/4 der Röstimasse in die Pfanne geben, mit einem Löffel leicht andrücken und anschließend von beiden Seiten knusprig braten.

Dauer: 2 Stunden

Kartoffel-Kaese-Roesti

Gemüse-Curry mit Jasminreis

Gemüse-Curry? Für mich? Ne, lass mal gut sein. Gibt es auch noch eine Alternative? Etwas ohne Kokosmilch und Curry vielleicht? Danke!

Gemüse-Curry mit Jasminreis

Es gab bis vor einigen Jahren noch mehrere Gründe warum ich nie, nie, niemals ein Curry gegessen hätte. Ein sehr großes Argument dagegen ist die nicht gerade geringe Menge an Kokosmilch, die dafür verwendet wird. Für mich haben immer Kokos(milch) und süße Sachen wie Desserts und Kuchen zusammen gehört. Aber zu diesem Thema habe ich bereits bei der Kokos-Zitronen-Suppe mit Gemüseeinlage meine Meinung geändert. Der zweite Grund, der lange Zeit gegen diese Speise gesprochen hätte, war das Wort Curry. Eine sehr lange Zeit dachte ich nämlich, dass damit ausschließlich das Pulver gemeint ist, das z.B. für die Currywurst verwendet wird, und das ich nicht sonderlich mag. Nachdem ich aber auch bei diesem Thema dazu gelernt habe, nämlich dass Curry auch als Paste existiert, die sehr lecker schmeckt, stand dem Thema Gemüse-Curry nichts mehr im Wege. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert und werde dieses leckere Gericht sicherlich in Zukunft öfters zubereiten. Falls es außer mir noch Kokosmilch-Skeptiker gibt, so kann ich diese beruhigen. Obwohl ich in meinem Rezept relativ viel Kokosmilch verwendet habe, ist sie im Gesamtgeschmack äußerst dezent.

Gemüse-Curry mit Jasminreis

Dieses Gericht paßt zum aktuellen Aufenthalt der vegetarischen WeltreiseThailand.

Vegetarische Weltreise - Thailand

Esst ihr gerne Gemüse-Curry? Wie bereitet ihr es zu? Was darf für euch auf keinen Fall in einem Curry fehlen?

Zutaten (4 Portionen):

450 g Jasminreis
3 große Tassen Wasser
etwas Salz
260 g Karotten
500 g Kartoffeln
50 g gefrorener Brokkoli
1 TL Sonnenblumenöl
115 g Zwiebel
500 ml Kokosmilch
2 EL Matsaman Curry Paste
260 g Zucchini
220 g rote Paprika

Zubereitung:

  • Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und zusammen mit etwas Salz den Reis darin kochen.
  • Die Karotten schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Die Kartoffeln schälen und würfeln.
  • Die Paprika entkernen und würfeln.
  • Die Zucchini würfeln.
  • Einen Topf mit Wasser erhitzen und darin die Karotten und Kartoffeln ca. 7 min kochen.
  • Den gefrorenen Brokkoli zu den Karotten und Kartoffeln geben und weitere 3 min mit kochen.
  • Das Gemüse abgießeen und bei Bedarf die Brokkoliröschen etwas kleiner schneiden.
  • Das Sonnenblumenöl in einem Topf erhitzen.
  • Währenddessen die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Die Zwiebelwürfel im Öl glasig dünsten.
  • Die Kokosmilch zu den Zwiebeln geben.
  • Die Curry-Paste mit einem Löffel in der Kokosmilch auflösen.
  • Nun die Paprika-, Zucchini-, Karotten-, Kartoffel- und Brokkolistückchen in die Kokosmilch geben.
  • Alles noch ca. 5 min köcheln lassen.

Dauer: 45 Minuten

Gemüse-Curry mit Jasminreis

Allgäuer Kässpatzen

Bislang fiel es mir nicht sehr schwer, etwas zu meinen Rezepten zu schreiben. Entweder habe ich euch erzählt, wie ich auf die Idee kam, das Gericht zu kochen, wieso ich bestimmte Zutaten kombiniert habe, ob mich das Gericht an einen Urlaub oder ein Erlebnis erinnert… Aber Kässpatzen? Puh… Öhm ja, die Kässpatzen esse ich sehr gerne. So möchte ich das natürlich nicht stehen lassen.

Kaesspatzen

Der Namen „Kässpatzen“ ist leicht zu erklären, denn sie bestehen aus Spätzle kombiniert mit würzigem Käse und gerösteten Zwiebeln. Aber woher stammt der Namen „Spatzen“ bzw „Spätzle“, der alles andere als selbst erklärend ist? Es wird vermutet, dass der Teig ursprünglich mit einem Löffel zu kleinen Teigklumpen geformt wurde, die man dann umgangssprachlich „Batzen“ nannte und deren Namen im Laufe der Zeit zu „Spatzen“ umgewandelt wurde. Eine andere Theorie besagt, dass die fertigen Spätzle an die Spatzen, also die Vögel, erinnerten. Später hatten sie dann eine kleinere Form und wurden deshalb nur noch als Spätzle, kleine Spatzen, bezeichnet.

Da dieses Gericht aus dem Allgäu stammt, paßt es natürlich perfekt zur vegetarischen Weltreise, die sich aktuell in Deutschland aufhält.

Vegetarische Weltreise - Deutschland

Zutaten (2 Portionen Allgäuer Kässpatzen):

100 g Weizenmehl (Type 405)
100 g Weizen-Vollkornmehl
1,5 TL Salz
2 Eier
ca. 100 ml kaltes Wasser
Pfeffer
150 g Bergkäse
1 EL Olivenöl
1 große Zwiebel
gemahlener Kümmel

Zubereitung:

  • Mehl, 1/2 TL Salz und die Eier mit dem Mixer verrühren.
  • Nach und nach etwas Wasser dazu geben bis ein zähflüssiger Teig ensteht. Das können somit auch mehr oder weniger als 100 ml Wasser sein.
  • In einem großen Topf Wasser mit 1 TL Salz zum kochen bringen.
  • Währenddessen den Käse reiben.
  • Sobald das Wasser kocht, die Hälfte des Teiges mit dem Spätzlehobel zügig zu Spätzle verarbeiten. Sobald die Spätzle an die Wasseroberfläche geschwommen sind, sind sie fertig und können vorsichtig mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser geholt werden. Kurz abtropfen lassen und dann in einer Auflaufform ausbreiten.
  • Die Hälfte des Käses über die Spätzle streuen und den Käse ein bißchen Pfeffern.
  • Den restlichen Teig zu Spätzle verarbeiten und über dem Käse ausbreiten.
  • Den übrigen Käse über die Spätzle streuen und erneut nochmal pfeffern.
  • Die Auflaufform für 40 min bei 150°C ins Bratrohr stellen (mittlere Schiene, Ober- und Unterhitze).
  • Währenddessen das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.
  • Die Zwiebel schälen, in feine Ringe schneiden und diese in der Pfanne braun anrösten.
  • Auf die gerösteten Zwiebelringe noch etwas Kümmel streuen.

Dazu gab es einen Eisbergsalat mit einem Dressing aus Tomaten-Balsam-Essig, Walnussöl und Pfeffer und Salz.

Dauer: 1 Stunde 15 Minuten

Gemüse Tajine mit Couscous

Diesen Monat macht meine vegetarische Weltreise Halt in Marokko. Nachdem ich ein bißchen hin und her überlegt habe, was ich für diesen Aufenthalt zubereiten werde, habe ich mich für eine Gemüse-Tajine entschieden.

Gemüse Tajine

Eine Tajine ist ein aus Marokko stammendes Lehmgefäß, das zum Kochen verwendet wird. Der Deckel der Tajine hat eine konische Form und ganz oben eine Mulde, eine Dampfsperre. In diese Mulde wird kaltes Wasser gefüllt sobald das Gefäß geschlossen wird. Dadurch gelangt die kondensierte Flüssigkeit, die als Dampf nach oben gestiegen ist, innerhalb der Tajine wieder als eine Art Niederschlag zurück zu den Speisen. Die Zutaten, die besonders lange garen müssen, wie z.B. die Karotten, sollten in die Mitte der Tajine gelegt werden und z.B. die Tomaten, die eine deutlich kürzere garzeit haben, eher an den Rand. Nicht nur das Lehmgefäß wird Tajine genannt, sondern auch die darin zubereiteten Mahlzeiten.

Vegetarische Weltreise - Marokko

Zutaten (4 Portionen):
1 Zwiebel
1/2 TL Olivenöl
1 Messerspitze gemahlener Zimt
1/2 TL ganze Pfefferkörner
1/2 TL Salz
1/2 getrocknete Chilischote
1/2 TL süßes Paprikapulver
0,75 l Gemüsebrühe
1 Dose Kichererbsen (Abtropfgewicht 265 g)
1 Karotte
1 rote Paprika
1/2 Aubergine
1 Zucchini
345 g Tomaten
1/4 TL Harissa
1 Tasse Couscous
1 Tasse Gemüsebrühe

Gemüse-Tajine

Zubereitung:

  • Die Zwiebel schälen und anschließend würfeln.
  • Die Karotte schälen und in ca 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Die Schale der Tomaten mit einem Messer an einigen Stellen leicht anritzen, in eine Tasse legen und mit kochend heißem Wasser übergießen. Nach ca. 2 min können die Tomaten aus dem Wasser genommen werden. Jetzt lassen sie sich ganz leicht schälen.
  • Die Tomaten, die Zucchini, die Paprika und die Aubergine in kleine Stücke schneiden.
  • Die Flüssigkeit, in der sich die Kichererbsen in der Dose befinden, abgießen.
  • Die Zwiebel in der Tajine im Olivenöl glasig andünsten ohne dabei die Tajine zu schließen.
  • Das klein geschnittene Gemüse in die Tajine geben. Dabei das Gemüse, das eine längere Garzeit hat, wie z.B. die Karotte in die Mitte der Tajine legen.
  • Mit der Gemüsebrühe aufgiesen und die Gewürze dazu geben.
  • Mit dem Deckel die Tajine abdecken, die Mulde mit Wasser befüllen und das Ganze bei mittlerer Temperatur ca 30-45 min köcheln lassen.
  • Währenddessen den Couscous in der Gemüsebrühe kochen.
  • Couscous auf die Mitte eines Tellers geben und das Gemüse außen herum anrichten.

Dauer: 1 Stunde und 15 Minuten

Tajine